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   Film-, Fotoapparate und Videokameras für Modellbau und Freizeit
 

 Mein Zugang zur Fotografie und Schmalfilmerei

 Um meine Modelle im Bild festhaltenzu können, hatte ich im Lauf der Jugend erst einige Foto- und später
 auch Filmkameraszur Verfügung. Allerdings iIn den Zeiten vor 1960 und danach bis 1970, gab es allenfalls
 einen Fotoap-arat in der Familie. Bedingt durch die Autowerkstatt meines Vaters ergaben sich viele Kontakte
 zu Kunden, die beruflich in Länder hinter dem Eisernen Vorhang reisten, zuststande gekommen sind. So ergab
 es sich, dass Fotoapparate - und später auch eine Filmkamera aus dem Ostblock bei uns daheim landeten.
 Bedingt durch das Geschäft hatte mein Vater sehr früh eine der großen Polaroid-Kamera, um damit Blech-
 schäden für die Versicherungsgesellschaften zu dokumentieren. Doch von all den  Apparaten meiner Eltern
 hatte ich erst ab einem Alter von etwa zwölf Jahren, die Möglichkeit damit Aufnahmen in Beisein meiner Eltern
 machen zu dürfen. Erst einige Jahre später durfte ich die Apparate jederzeit verwenden. - Die Bilder und
 Beschreibungen zu unseren Kameras, Projektoren und zu den Videocamcordern aus jünerer Zeit sind nach-
 stehend unten per Link abrufbar.

 Mein Onkel  Hans war ein begeisterter Schmalfilmer und auch Jahrzehnte lang hindurch Leiter der Sektion
 Schmalfilm beim Wiener Polizeisportverein. Also lag nahe, dass wir dort Mitglied wurden und mit der Schmal-
 filmerei begonnen haben. Während dieser Zeit bekam ich meine automatische Schmalfilmkamera, die Eumig
 S2. Dazu kam nun ein Eumig-Filmprojektor, P 8, mit dem wir die ersten Filme abspielen konnten. Bald danach
 kaufte mein Vater zu günstigen Devisenkonditionen eine sehr gute Ostblock-Filmkamera, die Admira 8 II a. Sie
 hat zwei Objektive und diverse andere Möglichkeiten für spezielle Aufnahmen, zB Zeitlupe. Das alles funktio-
 nierte im "Normal 8"- Filmformat. Bei dieser Kamera musste, wie bei den damaligen Fotoapparaten, die Blen-
 de und die Entfernung jedesmal händisch eingestellt werden. Ob durch die Einstellung ein scharfes Bild zustan-
 de gekommen war, konnte man während der Aufnahme nur hoffen; gesehen hat man das damals nicht. Rasch
 merkte ich, dass Ahnung von der Fotografietechnik sehr gefragt war.

 Alle Kameras hatten zu dieser Zeit Filmmaterial im Normal 8 Filmformat, wo der Film auf 7,5m-Filmrollen mit
 aufgewickeltem 16 mm Film geliefert worden ist.  Nach 7,5m einseitig belichtetem Film musste die Filmspule in
 der Kamera umgedreht werden, damit die zweite Filmhälfte belichtet werden konnte. Erst bei der Entwicklung
 im Werk wurden die Filme in zwei Streifen zerschnitten und zurückgeschickt.
 Die nächste Generation der Schmalfilmkameras verwendete schon Filmkassetten im Super 8 - Format. Dieses
 Format brachte einen um 50% größeren Bildausschnitt und blieb bis zum Ende der Schmalfilmzeit aktuell. 
 Solche Super 8 Filmkasetten sind auch heute noch/wieder mit altem Ablaufdatum erhältlich. Seitens KODAK
 gibt es wieder Super 8 Kassetten mit modernerer Filmchemie geben, die deutlich höhere Filmempflindlichkeit
 haben. Das macht bei vielen alten Kameras Probleme, doch die lassen sich lösen. Normal 8 Filme gibt es
 kaum mehr und wenn, dann sind sie in Schwarz-Weiß und sehr teuer. In beiden Fällen stellt die Entwicklung der
 Filme das größte Problem dar, denn es gibt nur zwei Anstalten in Deutschland, die Filme entwickelen. Wo die
 neuen Kodak S8 Kassetten entwickelt werden (außer in den USA), ist mir derzeit noch unbekannt.
 Mit der Änderung des Filmformates zu  "Super 8" kamen bei uns eben neue Kameras und der erste Doppel-
 formatprojektor für Normal- und Super 8-Filme, mit Vertonungsmöglichkeit, - der Eumig Mark S 712 -, ins Haus.

 Unser lieber Onkel Hans kaufte sich immer nur das Beste vom Besten. Ich kann mich noch gut an seine 
 Eumig C3m Kamera erinnern, die ein Objektiv für Nah-, eines für normale - und eines für Teleaufnahmen (mit
 Faktor x 2,5) hatte. Soweit ich das damals verstanden hatte, war die Kamera ein ausgezeichnetes Produkt. Er
 drehte damit sehr viele Filme, von denen einige als Erbstücke bei uns geblieben sind. Auch halbe Zeitlupe mit
 32 Bildern pro Sek. war möglich. Die C3m hätte ich damals gerne gehabt, war sie doch damals ein Spitzenpro-
 dukt aus österreichischer Produktion. Doch für einen Kauf reichte das Geld nicht, da es für meine Eltern wichti-
 gere Ausgaben gab. Aber auch unsere beiden Kameras ermöglichten zufriedenstellende Aufnahmen.

 Besonders während den Jahren meiner Schulzeit trat die Beschäftigung mit Film- und Fotografie in den Hinter-
 grund. Erst einige Zeit nach der Hochzeit mit meiner lieben Frau, wurde eine Super 8 Kamera, die Carena,
 gekauft. Ihr folgte nach Jahren eine kleine Fujica, die ausschleißlich für Flugaufnahmen aus dem Modell he-
 raus beschafft worden ist. Die ersten Flugaufnahmen aus dem Modell sind mir damit gelungen. Später kam
 durch Zufall eine defekte Canon 1014 elektronilk dazu. Diese Kamera hatte in der Optik bei der Scharfstellung
 einen Fehler, den ich lokalisieren und reparieren konnte. Die Kamera wurde kaum verwendet, denn sie war
 für einen Anfänger viel zu kompliziert, unhandlich und schwer. Die filmerischen Möglichkeiten die die Kamera
 bot waren dazumals für mich nicht wichtig. Mir gefiel, dass ich sie reparieren konnte. Als ich Arbeitete und
 etwas Geld verdiente, konnte ich mir von meinem Vorgesetzten zu günstigen Kondiotionen eine
 Beaulieu 4008 ZM 2 kaufen, die bis heute das unbestrittene Spitzenprodukt bei den Filmkameras ist. Mit der
 für mich sonst eigentlich unerschwindglichen Kamera wurden die ersten Filmaufnahmen von fliegenden Modell-
 flugzeugen angefertigt. Besonders die während der Aufnahme aktivierbare Zeitlupe war ein Highlight. 

 Damals begann bereits der Einzug der ersten Videokameras in den Filmmarkt, wodurch das Ende der
 Schmalfilmära eingeläutet worden ist. Und den Rest wie es weiter ging, den  kennen wir ja alle ....


 Foto und Film als Dokumentationsunterlagen

 Die Idee, meine Modelle oder Modelleisenbahnen, Mopeds, Motorräder und Autos auf Film zu bannen, bekam
 ich erst im fortgeschrittenen Alter. Manches war da schon wieder vernichtet oder eben irgendwohin entschwun-
 den, denn an Erinnerungen in Bildform dachte ich damals kaum. Meist waren die Kosten für das Filmmaterial
 und die Entwicklung für einen Schüler zu hoch und daher ausschlaggebend, dass nicht fotografiert oder
 gefilmt worden ist. - Später kam es dann zur Fotografie und den Schmalfilmen, als meine Eltern und ich sie zur
 Dokumentation von Familen.und Freundestreffen verwendeten.

 Erst 2013, nach meinen schweren Erkrankungen kam die Zeit, in der ich an diverse verschwundenen Dinge zu
 denken begann. Daraus entstand auch die Idee zu dieser Homepage. In vielen Schachteln und Alben fanden
 sich doch noch viele Fotos aus früheren Zeiten, doch manche Bilder musste ich dem Internet entnehmen, um
 die Erinnerungen wieder auffrischen und festhalten zu können.

 
 Hier ein allgemeiner Blick zurück, der den Zug der Zeit veranschaulicht ....

 Schon sehe und erlebe ich, wie rasch die technische Entwicklung im Modellbau und natürlich auch in der Foto-
 grafie und Filmtechnik fortgeschritten ist. Erschwerend kommt für mich in dem Zusammenhang dazu, dass ich,
 soweit das halbwegs realistisch möglich ist, gerne die Gegenstände die ich früher hatte, nachbeschaffe und für
 meine Nachfahren aufbewahren möchte.Ganz besonders lege ich dabei Wert darauf, die Dinge aus öster-
 reichischer Produktion zu beschaffen, die im Trubel der Globalisierung inzwischen vom Markt vreschwunden
 sind. Ich hoffe dass ich in drei oder vier Jahren noch in der Lage bin, all diese Singe meinen beiden Enkeln zu
 zeigen und zu erklären.

 Was geschah....

 Mit dem rasanten Auftauchen der Videotechnik verschwand in den späten 1980iger Jahren die weltbekannte
 Vorzeigefirma Eumig mit ihren Schmalfilmkameras und Projektoren von der Bildfläche. Man hatte die Geschwin-
 digkeit der Entwicklung unterschätzt und vielleicht die Erzeugung von Viedeokameras verschlafen.

 Ähnlich erging es Firma Liliput, ein Modelleisenbahnerzeuger aus Wien 15. Er baute ehemals sehr fein detail-
 lierte, maßstäblich genaue Modelle im gehobenen Preissegment. Auch hier scheint mir, ging mit dem Über-
 schwemmen des Marktes der Computer in den Haushalten, der Geschäftsrefolg zurück. Die Jugendlichen
 saßen lieber hinter dem Amiga 64 Computer,. als sich mit der Modelleisenbahn zu beschäftigen. -  Das beka-
 men auch andere namhafte Modellbahnhersteller zu spüren: Märklin, Trix Express und sogar Fleischmann.
 Auch die österreichische Firma Roco kannte sich nur mit Verlagerung der Produktion nach Fernost bis heute
 über Wasser halten.
 Einzig die Modelleisenbahnfirma KLEINBAHN hat sich aus den Jahren nach 1948 bis heute am Markt halten
 können. Wenngleich man bei der Maßstabtreue dem Spielgedanken einige Abstriche macht, sind die Modelle
 bis heute erschwinglich. Bei der technischen Entwicklung mit der Digitalelektronik in den Loks wurde dem
 Trend nachgegeben und auch andere Modernisierungen flossen inzwischen in die Produktion ein. Und das bei
 noch immer günstigen Preisen.
 
 Erwähnenswert in diesem Abschnitt ist auch die Firma Schiebl aus Wien, die elektronische Geräte herstellte
 und die erste Proportionalfernsteuerung aus österreichischer Fertigung auf den Markt brachte. Ich denke, dass
 diese zwar nicht sehr erfolgreiche Produktion, -  und die Japaner kamen mit guten Anlagen und Dumpingprei-
 sen daher -, der Grundstein für die Entwicklung der Drohnenfertigung gewesen sein könnte. Die Firma hat heute
 Weltruf!

 Und im Modellbau verschwanden die guten Motore aus der Modellmotorenproduktion der Hirtenberger Patro-
 nenfabrik (HP) aus den Geschäften. Die gesamte Produktionsstraße wurde in die USA verkauft, wo man heute
 noch bei Firma  MECOA  HP-Motore und Erstazteile kaufen kann.

 Unglaublich war auch, dass die Firma Webra, ehemals in Berlin ansässig, dann im niederösterreichischen
 Enzesfeld produzierend, zusperren musste. Auch hier scheint mir, wurden die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
 Hochmnut dürte hier auch eine Rolle gespielt haben, soweit ich die Firmenchefs in persönlicher Erinneriung
 habe. Der "Mir san MIr"- Virus war dort sehr ausgeprägt. Die deutlich preiswerteren aber guten Motoren aus
 fernöstlicher Produktion überschwemmten blitzartig den Markt. Dazu kam damals schon erkennbar, dass
 die Akkutechnik mit der Verfügbarkeit der Litium Polymerakkus (Lipo) und die Produktion der starken bürsten-
 losen  Elektromotore rasante Verbreitung fanden und damit vorerst der Modellflug mit Verbrennermotoren mehr
 und mehr nur für Experten übrig bleibt. Schon heute ist die Beschaffung von Modelltreibstoff problematisch.
 
 Es ist sehr bedauerlich, dass viele namhafte österreichische Betriebe im weitesten Sinn der Globalisierung
 zum Opfer gefallen sind, oder den Anschluss an die moderne Technik verpasst haben. Daher Möchte ich eini-
 ge dieser alten Kameras, Modellbahnen, Modellmotore usw. aufbewahren, in der Hoffnung, dass auch die
 Enkel daraus lernen können und sich der früheren österreichischen Leistungen bewusst werden.

 Doch nun zu den Geräten: 

 Filmkameras und Projektoren
 Fotoapparate
 Videokameras