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   BR 80.031 (Kleinbahn)  -  Reparatur der Kuppelstangen
   BR 80.028 (Kleinbahn)  -  Einbau von Märklin Kuppelstangen
 

 Eine kleine Dampflok, BR 80.031, trudelte einmal bei mir ein. Die Lok von Firma
 Kleinbahn wurde 1955 bis 1958 erzeugt, ist also betagt und irgendwie lief sie nicht
 richtig und ruckelte bzw. hatte einen in Fahrtrichtung eiernden Lauf. Bei der Über-
 prüfung erkannte ich, dass beide Kuppelstangen verbogen sind, was durch unrichtig
 auf den Achsen stehende Räder zustande kommt und wodurch der unrunde Lauf
 der Lok verursacht wird.

 Leider schluf mein erster Reparaturversuch bei der schon antiken 80.031 (D 100)
 fehl und eine Kuppelstange brach. Die Nachbeschaffung dieser Stangen stellt sich
 als schwierig heraus, weshalb ich eine Improvisation startete.

 Die zufällige Besitzerweiterung mit einer 80.028, dem Nachfolgemodell, brachte die
 Gelegenheit deren Kuppelstangen an der 031 zu verwenden. Der erste Versuch mit
 Kuppelstangen von Märklin brachte nicht gleich den gewünschten Erfolg, doch mit
 viel Kleinarbeit gelang es, die 028er Lok mit den Zinkalrädern wieder in lauffähigen
 Zustand zu versetzen.

 Details dazu folgen gleich.

ÖBB 80.031, Fahrvideo

ÖBB 80.028

 Versuch zur Instandsetzung der Kuppelstangen bei BR 80. 031

 Nach der Demontage des Gehäuses wurde auch die Zylinderblockeinheit demontiert. Anschließend konnten
 auch die Reste der nun auf beiden Seiten demolierten Kleinbahn-Kuppelstangen entfernt werden. Der Motor
 samt Schleifer wurde ebenfalls abgebaut, damit der Zugriff auf die einzelnen Achsen und Räder ungehindert
 möglich ist. Beim Zerlegen und säubern mit Spezialbenzin fdiel auf, dass die Radstellungen untereinander auf
 jeder Seite nicht gleich sind, also dadurch Spannungen entstehen.

 Da der Antrieb ja nur auf die mittlere Achse wirkt, werden die erste und die dritte Achse mit den Kuppelstangen
 mitbewegt. Nun ist es so, dass zum Erreichen eines "runden Laufes" des Kuppelstangenantriebes eine be-
 stimmte Radstellung gibt, bei der die Ausgleichsgewichte der Räder auf der einen Seite unter einem bestimm-
 ten Winkel zu denen der anderen Seite stehen müssen,damit es einen reibungsfreien Lauf gibt.
 Im Internet fand ich einen Hinweis, der einen Winkel von 90 Grad nennt, den die Radstellung rechts zu der von
 links aufweisen muss, damit es nicht "eckt". So habe ich auch die Räder durch Verdrehen auf jeder Achse neu
 eingestellt. Da die zwei Räder schon einen lockeren Sitz hatten wurde mit Loctide grün eine Fetstellung erreicht.

 Da die Kuppelstangen der BR 89 vom Märklin zwar gleichlang sind boten sie sich als Ersatz an. Leider haben
 Märklin Kuppelstangen wesentlich größere Bohrungen für die Radzapfen, sodass das nun vorhhandene Spiel
 nicht geeigent war, die Achsen in eine geordnete Drehbewegung zu versetzen.

 Durch Zufall wurde ich einer etwas jüngeren Lok derselben Type (80.028) habhaft und baute deren originale
 Kuppelstangen auf die antike Lok um. Siehe da, die alte Lok läuft wieder, doch gibt es noch immer eine leichte
 Ruckelbewegung in der Vorwärtsfahrt. Vergleichsweise ruckelt eine jüngere und wenig gefahrene Lok nicht,
 was den Schluss zulässt, dass die unschöne Art der Vorwärtsbewegung eine Folge der Abnützung in den
 Achslagern und vor allem in den Lagerungen der Kurbelzapfen zu sein scheint.

 MIt dem Ergebnis nach dem Umbau muss ich wohl  zufrieden sein und ich sage mir, die Lok wird sichert nicht
 mehr ständig irgendwo laufen, sodass die leicht Ruckelige Vorwärtsfahrt duldbar ist. Bei Rückwärtsfahrt gibt es
 dieses Problem nicht.

 Instandsetztung der Kuppelstangen bei BR 80. 028

 Wie schon angeführt wurde diese einige Jahre jüngere Lok als Ersatzteilspender angesehen. Nach der Erkennt-
 nis, dass die ruckelige Fahrweise mit dem Spiel an den Achsen und Kurbelzapfen zusammenhängt, machte ich
 den Versuch, die Märklin-Kuppelstangen zu verbessern und an der Lok zu montieren.

 Bevor der Umbau beginnen konnte wurde die Lok in einem Benzinbad gereinigt. Danach wurde sie leicht
 geschmiert, sodass sich alle Achsen leicht drehen ließen. Da die Lok nach der Reinigung unansehnlich aussah,
 wurde das Fahrgestell und die Räder mit Rot überlackiert. DAnach konnten die Kuppelstangen wieder montiert
 werden.

 Damit das Spiel in den riesigen äußeren Lagern der Märklin-Kuppelstange reduziert werden kann, wurden die
 Bohrungen mit Lötzinn ausgefüllt und mit neuen Lagerbohrungen versehen.Nach der Montage zeigte sich, dass
 die Überlegung richtig war, denn die Lok fuhr und ruckelte kaum mehr. Wenn noch der genaue Achsabstand bei
 den Ersatzkuppelstangen vorhanden wäre, könnte das auch noch eine Verbesserung bringen. Wie auch immer,
 die Lok ist auch wieder einsetzbar.

 Nach einem längeren Testlauf hat sich das Spiel der Kuppelstangen in den Lagerstellen offenbar eingelaufen
 und die Lok läuft gleichmäßig und zufreidenstellend, wenngleich in der Rückwärtsfahrt leiser und etwas
 schneller.
 
       
ÖBB BR 80.031 (Kleinbahn)      
    die verbogene Kuppelstange Zerlegung Fahrwerk
gereinigtes und lackiertes Fahrwerk Unterschied zwischen Original und
versuchtem Ersatz von Märklin
Ansicht Kinematik der Steuerung usw. die 80.031 mit Güterzug im Dauertest 
umgepolt, mit Märklim-Kuppelstangen      
ÖBB BR 80.028 fertig