Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   E10 138  (Trix Express)  -  Getriebereparatur
 
 
 Zur Abrundung meiner Trix Express - Sammlung sollte eine E10 nicht fehlen.
 Rasch fand ich bei ebay eine schöne, die im Verkaufstext mit ruckelnder Fahrwei-
 se angepriesen wurde. Na kein Problem, das sind Kontaktfehler.... Ha, ha, es darf
 gelacht  werden, denn dem ist nicht so! Es liegt ein satter Getriebeschaden vor, u.z.
 dergestalt, dass zwar beide Achsen von der Schnecke angetrieben werden, sich
 aber auf einer Achse das Zahnrad lose durchdreht. Die Lok ansonsten ziemlich neu
 oder gepflegt wirkende Lok hat also anfangs nur einen Einachsantrieb gehabt und
 nur ihr Eigengewicht befördert, denn mehr ging so nicht.

              Trix Express E 10 138
 
 Getriebereparatur


 Die erste Frage war, wie bekomme ich bei der E10 den vorderen Achsantrieb aus dem Drehgestellrahmen
 heraus? Nach Demontage des Lokgehäuses zeigte sich, dass die komplette Pufferbohle abgebaut werden
 muss und weiters die Blechlaschen vor dem Achsantrieb aufgebogen werden müssen. Erst danach kann der
 Achsblock aus dem Blechrahmen herausgezogen werden. Als der Antrieb da lag, mussten noch die Räder
 abgezogen werden und die Achse ließ sich dann ohne großen Druck durchschieben. Jetzt war zu überlegen,
 wie bekomme ich das Zahnrad auf der Achse wieder fest?

 In der Bohrung des Zahnrades war keine Möglichkeit der Änderung zur Durchmesserverringerung der
 Aufnahmebohrung möglich. Folglich wurde an der Achse im Bereich des Zahnradsitzes versucht, die Ober-
 fläche durch Einkerbungen durch eine Beißzange aufzuwölben und so den Durchmesser zu vergrößern. Das
 gelang kaum, denn die Achse war stahlhart und kaum zu Verformen. Ein Versuch mit einem Tropfen Wellen-
 sicherung brachte keine Lösung. - Daher wurde die Achse mit der Minischleifscheibe an einigen Stellen des
 Zahnradsitzes geringfügig angeschliffen, Achse und Zahnrad wurden in Nitroverdünnung entfettet und das
 Zahnrad danach mit UHU-Plus angeklebt. Nach mehr als 12 Stunden war die Klebung schon trocken und leicht
 belastbar, sodass der Achsantriebsblock zusammengebaut werden konnte. Beim Test drehte sich alles sehr
 leicht. Nach aushärten der UHU-Plus-Klebung ist alles ganz fest, jedoch läuft die Lok je nach Fahrtrichtung und
 Bogen wackelig, aber leise und flott, doch liegt das nicht an der Getriebereparatur.
 
 Die Schwierigkeit bei solchen Aktionen liegt in der Aufpressung der Räder auf ihre Achsen. Ich versuchte es
 diesmal mit einem neuen kleinen präzisen Maschinenschraubstock und hoffte auch die Parallelität der Backen.
 Leider glückte es nicht, die Räder ganz ohne Schlag zu montieren, also eiert die schöne Lok in der Bogenfahrt
 fahrtrichtungsabhängig mehr oder weniger stark.

 Außerdem zeigte sich, dass Haftreifen durch schlechten Sitz (Höhenschlag) ebenfalls für die Wackelei der
 Lok zverantwortlich dein können. Also falls wieder die Achsträger ausgebaut werden müssen, dann sofort neue
 Haftreifen drauf. Am Günstigsten denke ich, dass hier Haftreifen von Märklin geeignet sind, denn sie sind zwar
 etwas schmäler, dünner, aber haben die gleiche Reifenstärke und ich hatte sie daheim. Allerdings konnte ich
 später Haftreifen von Fleischmann, Nr 54 4001, finden, die breiter sind und dicker als die von Märklin. Das kann
 dann aber nicht mehr Ursache am Wackeln sein und wenn, dann haben die Räder einen Höhenschlag, der aber
 durch die Kunststoffbuchsen herrühren kann.

 Ich habe mir eine Garnitur gebrauchte E-Lokachsen für Trix International besorgt, die ich aufbewahre, bis ich
 als letzte Trixlok, eine E10 003 besitze, die ich dann überhole und umrüste.

 
       
die zerlegte Lok das wichtigste Teil, das Kardankreuz der Achsantrieb der zerlegte Achsantrieb
  die Lok ist fertig