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   E 44 039 (Märklin/Hamo)  -  Reparaturarbeiten, Einbau Hamo-Magnet
 

 Die Reparatur einer Hamo E 44 039 mit Einbau eines Hamo-Magneten (3011)

 Interessanter Weise findet man von der E 44 im Internet nur jene Loks, die mit
 einem HAMO-Stempel gekennzeichet, jedoch in Dreileiterversion AC gebaut
 sind. Jedoch meine angekaufte Lok trägt keinen HAMO-Stempel, doch sind
 Hamo-Radschleífer montiert. Was wird sich bei der Lok noch an Ausgefallenem
 zeigen? - Offenbar habe ich eine Lok von Hamo gekauft, die von jemandem, oder
 einer Firma (in Nürnberg?) ehemals als Gleichstropmversion gebaut worden ist.
 Egal, ich wollte genau so eine Lok.
 
 Die Lok kaufte ich, da ich die schwere Lok mangesls auf eingener, gelegentlich
 auf der Anlage meines Freundes fahren lassen möchte. Dazu braucht es eine
 starke Lok für die Steigungen in den Gleiswendeln, für die die E 44 ideal sein
 wird. Allerdings haben meine Hamo-Loks einen erheblich langen Bremsweg, der
 zwar schöne Bremsungen ergibt, für die auf der Anlage des Freundes keine aus-
 reichend langen Bremsbereiche vorgesehen sind. Die Praxis wird zeigen, ob sie
 dort fahren kann.
 
 Doch schon bei der ersten Testfahrt am Testgleis wurde klar, weshalb der Vorbe-
 sitzer sich von der fast neuwertig aussehenden Lok getrennt hat: Sie taumelt bei
 der Fahrt in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen sehr stark. Darüber hinaus
 ergab sich, dass die Maschine nach einstündigem Dauerbetrieb nicht mehr in die
 Gegenrichtung fahren wollte. -  Reparaturen bzw. Umbauten stehen also am Plan,
 und aus einem vermeintlichen Service kam es zu einer Großreparatur und einem
 Umbau  am Motor.......


BR 44 039, (Hamo, 3011)
Video




Ansicht der Zweileiter-Radschleifer

 Die Gleichstrom-E44 wird getestet und repariert

 Zuerst wurde die Lok auf äußere Schäden geprüft, doch da war nichts auszusetzten. Die Lok sieht fast neu
 aus. Dann folgte der Test, ob sich der Motor dreht, wenn man an der Vorderachse Spannung anlegt. Es bestan-
 den bei mir Zweifel ob die Lok wirklich eine Hamo - Gleichstromlok ist, da sie keinen HAMO-Stempel trägt.
 Der angebrachte Schleifer könnte nämlich vom Vorbesitzer oder einer Firma(?) anstelle des Mittelschleifers
 montiert worden sein. Ehemals wurde dieser Loktyp von Hamo im Auftrag von Märklin als Wechselstrom
 "Liebhabermodell" gebaut! - Tatsächlich bewegte sich der Motor mit der 12V DC Einspeisung, also ist die
 Lok keine unfachmännisch "verbastelte" Version.
 Ein großer Wermutstropfen hängt aber an der Lok, denn sie wackelt bei der Fahrt erheblich, so wie ich es von
 den Trix Express Loks her kenne. Diesmal ist kein Seitenschlag, aber ein Höhenschlag der starren Antriebs-
 achsen, der die Lok unansehnlich taumeln lässt. Dagegen muss etwas untzernommen werden ....
 
 Die Beanstgandungen bedingen also ein Zerlegen der Lok, wobei zuerst auf einer Seite (FR 2) die Lampen-
 halterung ausgebaut werden muss. Dann wird die dort mittig am Ende des Fahrgestells sitzende Schraube,
 ausgedreht und am andren Ende sie Schraube deutlich gelockert, damit man das Chassis aus dem Führungs-
 schlitz "ausfädeln" kann. 

 Versuch zur Behebung des Taumelns der Lok

 Um den Fehler der taumelnden Fahrt zu beheben oder zumindest zu verbessern, wurde die Lok zerlegt und die
 Vorlaufachsen abmontiert. Dazu mussten vorsichtig die Radschleifer abgebaut werden. Anschließend wurde
 ein Lauftest am Rollenprüfstand durchgeführt, der den Fehler, den Höhenschlag der Räder mit der Isolier-
 buchse, leider deutlich zeigte. Video

 Daher wurden die isolierten Antriebsräder abgenommen  und die Achsen am freien Ende mit Einkerbungen
 versehen, damit die Kunststoffbuchsen besseren Halt finden. Nach dem Einbau neuer Isolierbuchsen in die
 Radscheiben wurden diese auf die im Fahrgestell eingesetzten Achsen aufgepresst. Doch das stellte sich als
 nicht ganz so einfach dar, wie erwünscht. Mit viel Geduld konnten die beiden Räder so justiert werden, dass
 mit dem Auge kein Seitenschlag mehr auffiel. Am Rollenprüfstand zeigte sich zuletzt, dass die Reparatur keine
 Verbesserung brachte, da die neu montierten Räder noch immer einen sichtbaren Höhenschlag hatten.

 Um den bestehenden Fehler doch zu Verbessern blieb nur übrig, die Achsen neuerlich auszubauen und die
 Achsen auf Durchbiegung kontrollieren. Leichte Verformungen der Achsen wurden auf der Drehbank so weit
 möglich verbessert. Nachfolgend wurden die Achsen mit den aufgepressten Rädern mit den Zahnrädern
 eingespannt und die Räder etwas überdreht, da sie ebenfalls einen Höhenschlag aufwiesen.  Nun war klar
 geworden, dass die Bohrungen in den Radscheiben nicht zentrisch hergestellt worden sind.

 Eine Kontrolle bei den auf Isolierbuchsen sitzenden Radscheiben zeigte ebenfalls, dass die MIttelbohrung aus-
 sermittig und schief war. Nach leichter Nacharbeit konnte der Fehler verringert werden. Nun mussten nochmals
 neue Isoliebuchsen eingesetzt werden, die zusätzlich in der Radnabe mit Loctide fixiert worden sind. - Beim
 ersten Aufziehen der Buchsen habe ich einen Fehler gemacht, da ich annahm, dass die Achsen nur 2mm
 Durchmesser hätten (wie bei Trix Express), sie haben jedoch 2,5mm. Also wurden die Radscheiben mit den
 neuen Buchsen wieder in der Drehbank zentriert eingespannt und die Mittelbohrung auf 2,3mm aufgebohrt.
 Dadurch verlief die Aufpressung der Radscheiben mit dem kleinen Parallelschraubstock diesmal deutlich ein-
 facher und genauer. Das Ergebnis ist ein besserer Lauf der Lok, ganz in Ordnung ist der Lauf noch immer
 nicht. Die Arbeit hat sioch aber doch gelohnt. Video

 Um einen optimalen Lauf zu erreichen müsste man neue Achsen, und neue Radscheiben besorgen, die dann
 vermutlich besser zentrisch laufen als die vorhandenen.  -  Oder handelt es sich bei der Lok um eine Primex-
 Variante? Dem steht entgegen, dass sie auf Oberleitung umschaltbar ist.

 Elektrik der Lok und Umrüstung auf Hamo-Magnet

 Unter dem Gehäuse verbirgt sich ein Chassis, das der Wechselstromversion sehr ähnelt. EInzig der Fahrtrich-
 tungsumschalter ist durch eine Platine mit vier Dioden ersetzt, die mit der Spule verbunden sind. Vermutlich
 handelt es sich um einen "Allstrommotor"(?). Die Spule hat drei Anschlüsse, wobei einer direkt an den Motor
 geht, und die beiden anderen führen zu den Enden von der zwei Dioden. - Da der Motor derzeit nur in eine
 Richtung läuft, - der Grund ist unbekannt -, wird der Einbau des Hamo-Magneten anstelle des Elekrtromagne-
 ten, das Problem lösen.

 Für den geplanten Umbau einer E 03 auf Gleichstrom hatte ich schon einen großen Hamo-Magneten beschafft.
 Der passt zum großen Scheibenkollektormotor, wie er auch in der E 44 eingebaut ist. Der Umbau verlief
 problemlos und die E-Spulenanschlüsse wurden abgelötet und die Spule wird aufbewahrt.

 Die Motoranschluss musste neu verkabelt werden und schnurrt seither zufriedenstellend. Der spätere Fahrtest
 verlief perfekt. Die Lok beginnt jetzt mit etwas weniger Strom bereits zu fahren als vergleichsweise zuvor mit
 der E-Magnetspule.
 
 Die Radschleifer

 Die Kontaktgabe von den Rädern einer Seite erfgolgt im Antriebsbereich mit je einem Radschleifer pro Achse.
 An den Vorlaufachsen sind auf der gleichen Lokseite ebenfalls Radschleifer an den  Rädern der Vorlaufgestelle
 aktiv. Alle Schleifer sind mit der Diodenplatinetine verbunden sind. - Die Lok ist also tatsächlich eine  Gleich-
 stromversion gewesen.

 Nachdem die Lok fertig war wurde vor dem Zusammenbau ein wenig geölt. Sie läuft jetzt leiser und zufrieden-
 stellend. Aus Interesse wurde eIne Zugkraftmessung mit einer elektronischen Zugwaage vorgenommen, die
 eine maximale Zugkraft von 0,36 kg an der Bügelkupplung ergab. Das ist sehr beachtlich.

       
E 44 Hamo Gleichstromversion       
    Ansicht Hauptschleifer  die Technik der Lok 
  Diodenp´latte  Glei8chstrommotor mit Spule  Umschalter Unter-/Oberleitung 
Radschleifer im Detail      der Radschleifer 
die Vorlaufachse teilzerlegt  im Bild oben der Radschleifkontakt  Grundsituation ohne Radschleifer  Demontage des Hauptschleifers 
die isolierten Räder sind demontiert  die Diodenplatine wird aiusgebaut  der Hamo-Magnet ist eingebaut, die E-Spule liegt danaben die fertig auf Hamo umgerüstete Lok