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   E 50 009 (Trix Express)  -  Restauration, Umbau, ... usw.
   1) Umbau auf Normspur
    2) Radschleifer am Laufdrehgestell
    3) Umbau auf Wechselstrom 3-L
    4) Neue zweimotorige E 50 fahrtauglich machen
 

 Im Lauf der Zeit ergeben sich manchmal Änderungen bei Projekten. So auch hier,
 denn aus der ursprünglichen Absicht eine E 50 zu besitzen und zu servicen, wurde
 zuerst eine Ertüchtigung für Roco-Gleise und daher eine Umarbeitung auf Norm-
 radsätze in Eigenanfertigung: Leider wußte ich damals noch nicht, dass man fertige
 Radsätze nach längerem Suchen zu kaufen bekommt.
 Danach der folgte der Einbau von Radschleifern und zuletzt eine Umrüstung auf
 Wechselstrombetrieb mit einem Decoder usw. Letzteres wurde aber erst möglich,
 da ich eine zweimotorige E 50 mit Normradsätzen gekauft habe, die bei Gelegen-
 heit auf der Roco-Anlage meines Freundes fahren kann.- Und so begann alles:

 Mit dem Ankauf einer gut erhaltenen, aus den späten Fünfzigerjahren stammen-
 den V 200 von Trix Express, hatte ich Interesse für das Trix-System bekommen.
 Ich sah mich nach Gleisen um, auf denen ja auch meine Märklinloks fahren können
 sollten. In einschlägigen Foren erfuhr ich rasch, dass dieser Betrieb nicht unpro-
 blematisch wäre, da Trix extreme Spurkränze hat die dementsprechend breite
 Herzstücke bei Weichen bedingen, die  dann speziell für Märklinräder eine Stol-
 perstelle sein würden. Dennoch Trixschienen zu kaufen war dann doch nicht in
 meinem Sinn, also lag die V 200 in der Schachtel. - Doch eines Tages wollte
 ich es dann doch wissen und begann sie für Roco-Gleise fahrtauglich zu machen.
 Durch den erfolgreichen Umbau angeregt entschloss ich mich, eine mich sehr
 ansprechende E 50 von Trix Express zu beschaffen und sie auch auf Zweileiter-
 technik und normale Spurkränze umzurüsten.


E 50 009, Trix Express
Fahrvideo DC


obige Lok als 3-L - Wechselstromumbau
Fahrvideo  Var. AC1
 
 1. Abschnitt: Die Restaurierung und Radsatzbearbeitung (2232)

 Begonnen habe ich nach der Erstbeschau der Lok mit Fotos vom Kaufobjekt, gefolgt von der Demontage der
 Lok. Der Zweck der Zerlegung diente der Reinigung und dem Ausbau der Achsen, damit diese auf ein
 normales Radprofil umgearbeitet werden können. Die Technik um 1960 ist imposant, schwer und stabil, nicht
 zu übersehen, aufwendig und dauerhaft gebaut. Im Verhältnis zu den Dimensionen der für diese Zeit riesig
 großen Lok ist der Motor klein aber stark genug. Es gab diese Lok auch mit zwei Motoren, doch bin ich nicht 
 nicht traurig, dass meine, eben alt (vermutlich frühes Lieferjahr 1959) und nur mit einem Motor ausgerüstet ist.

 Damit die Lok auf einer Roco-Gleisanlage fahren kann, müssen die Räder nachgearbeitet werden. Sie müssen
 im Durchmesser abgedreht werden, denn sonst rattern die Spurkränzeauf den Schwellen  bzw müssen die
 Spurkränze schmäler und spitzer gedreht werden, um bei den Radführungen bei den Weichen im Spalt
 zwischen Schiene und Radführung leicht durchlaufen zu können. (Nachtrag: Damals wußte ich nich nicht, dass
 es Normradsätze für Umrüstungen gibt - leíder, ich hätte mir viel Dreharbeit erspart.)
 Zerlegt wird die Lok mit vier von unten neben dem Drehgestellrahmen erreichbaren Schrauben, mit denen die
 Drehgestelle am Gehäuse befestigt sind. Das Drehgestell hochgezogen und man kann daran arbeiten. Um
 weiter zerlegen zu können lötete ich das Triebgestell vom Kabel zum Gehäuse ab und begann danach den
 Motor usw. zu demontieren. Das muss sein, denn anders kommt man nicht an die Schrauben, die den Achs-
 halter mit den Antriebsachsen am Drehgestell halten. Schließlich kann auch die Nachlaufachse aus dem Dreh-
 gestell ausgebaut werden. Ähnlich ist die Situation am Laufdrehgestell. Sind dann alle Achsen ausgebaut, kön-
 nen die Räder von den Achsen abgezogen und die Kunststoffbuchsen aus den Rädern herausgedrückt werden.

 Damit die Räder genau zentrisch laufen wurde ein Spanndorn hergestellt auf dem jedes Rad zur Befestigung 
 festgeschraubt und dann bearbeitet werden konnte. Die Räder wurden auf eine Spurkranzhöhe von 1,2mm ab-
 gedreht und an der Rückseite wurde auf eine Breite von ca. 4mm die Spurkranzdicke um 1mm weggedreht.
 Auf Seite der Lauffläche wurde ebenfalls der Spurkranz mit einem kleinen Spurwinkel abgedreht und auf die
 Spurkranzbreite von 0,8 - 1mm gebracht. (Später wußte ich, das ist zu breit)

 Anschließend an die Bearbeitung der Räder wurden die Drehgestelle lackiert. Nach der Trocknung wurden die
 Achsen wieder eingebaut und auf das notwendige Spurmaß direkt am Herzstück einer Weiche erprobt und
 eingestellt. Diese Justierung ist entscheidend, wenn die Lok ordentlich über Weichen laufen soll. Dann erfolgte
 der erste Zusammenbau des Laufdrehgestells, um zu sehen ob die in den Foren meist kritisch beschriebene
 Kurven- und Weichengängigkeit auch bei der neuen Radform besteht. - Ja sie besteht derzeit noch immer!

 Lange Tests ergaben dann Folgendes:
 1) Die Spurkränze müssen (für Roco-Weichengängigkeit) auf weniger als 0,8mm Spitzenbreite (besser Spitz)
      reduziert werden.
 2) Bei den Laufachsen jedes Drehgestells wurde auf der Aussenseite der Überstand der überbreiten Lauffläche
     um ca. 1mm abgedreht, damit die Räder in Bogenfahrt nicht innen am Drehgestellrahmen anlaufen und das
     seitliche Achsspiel (für enge Gleisradien) voll ausgenützt werden kann.
 3) Die mittlere Achse jedes Drehgestells wurde so eingestellt, dass beim Durchlaufen der Radführungen an den
      Weichen die Achse mit geringem Spiel durchläuft ohne jedoch (an den Radlenkern) aufzusteigen.
 4) Die vordere und hintere Achse wurde so eng als möglich eingestellt, damit sie die Radflenker noch gut
     durchlaufen, aber in der Kurve mehr seitliches Spiel zwischen Spurkranz und Schiene zulassent.
 5) Nachträglich wurde bei den jeweils hinteren Laufachsen jedes Drehgestells nochmals der Spurkranz leicht
     überdreht bzw etwas spitziger gedreht.
 
 Anmerkung:
 Problematisch erwies sich das Aufpressen der Räder auf die Achsen, was hier noch nicht genau genug erfolgte.
 Das Ergebnis war eine eiernde Fahrweise der Lok. Mit viel Geduld und einem Messwerkzeug gelang es, die
 schief auf den Achsen sitzenden Räder doch ziemlich zu einem brauchbaren Rundlauf hinzubekommen.
 Vermutlich spielen hier die meist fast 50 Jahre alten Kunsstoffbuchsen eine Rolle, die besser wohl ersetzt
 werden hätten sollen. Aber wo bekommt man die???
 Aber auch schlechte oder falsche Haftreifen sind oft Ursache unrunder Fahreigenschaften mit wackeligem
 Lokgehäuse! Nachdem ich die originalen Haftreifen nicht auftreiben konnte, verwendete ich auf meinen Umbau-
 loks ausgesuchte von Fleischmann (Nr. 54 4001). Die von Märklin sind zu schmal und zu dünn!
 Alteingesessene Trixbahner werden wohl jetzt über mich lächeln, aber ich bin glücklich, dass meine Loks
 zuletzt doch ganz gut fahren.

 Die ersten Fahrtests auf Roco-Gleisen:
 Also, der Fahrtest des Motordrehgestells war danach nicht befriedigend, da in Fahrtrichtung mit der Laufachse
 vorn, diese gerne am Bogenbeginn oder bei ungünstigen Gleisstößen im Bogen aufstieg. - Frage: Zu geringer
 Spurkranzwinkel?  Die neuerliche Feinjustierung der Spur und ein Zusatzgewicht (etwa so schwer wie der
 Motor) am Laufdrehgestell montiert, konnten die Problematik dann bessern. Insgesamt hat die ganze Lok jetzt
 ein Gewicht von 758g wodurch Entgleisungen des Laufdrehgestells weitestgehend wegfallen.

 Obwohl, man muss es sagen, dass die Schleifer am Drehgestellende bei der nicht angetriebenen Achse offen-
 bar Hauptursache für Entgleissungen sind, weil bei der Bogenfahrt, der Schleifer vom Schienenkopf nach innen
 oder außen abrutscht. Ist die Bogenfahrt beendet, kann der Schleifkontakt nicht wieder auf den Schienenkopf
 zurück hinaufgleiten und es kommt zu einer Verspannung der Achsen, wodurch, geschwindigkeits- und lastab-
 hängig meist bei de Weichenüberfahrt es zur Entgleisung kommt.

 Die Eigenart der Schleifer gibt auch Kontaktprobleme und Kurzschlüsse auf den RoCo-Weichen, insbesondere
 bei flachen Weichenwinklen, da die Schleifkontakte nach dem Herzstück, besonders bei Langsamfahrt, einen
 Kurzschluss zwischen den zusammenlaufenden Schienenstücken verursachen. Mit leichtem V-förmigen Aufbie-
 gen der Schleifkontaktaußenseiten kann durch die Schrägstellung der Schleifer der Kontakt mit der zweiten
 Schiene vermieden werden.- Nachtrag: Die Methode, die Lok am Laufdrehgestell auf Radschleifer umzubauen,
 ist dringend anzuraten. (Siehe dazu die provisorische Versuchsanordnung unten!)

 Grundsätzlich ist die Umarbeitung der Trix-Räder ja kein Problem. Trotz genauer Bemühung beim Einspannen
 und Abdrehen der Räder laufen einige jedoch nicht rund. Die Ursache dafür dürfte, wie oben auch schon er-
 wähnt, vermutlich in den Kunststoffbuchsen liegen, wenn diese in den Rädern nicht ganz genau eingepresst
 worden sind oder sie nicht gut auf der Achse sitzen. Mangels speziellem Werkzeug (?) gelang mir das nicht
 besser. Diese Unrundheiten führen zu einem unterschiedlich wackeligen Lauf der Lok. Die Wackelei ist
 geschwindigkeits- und fahrtrichtungsabhängig.

 Bei genauerer Beschau zum Zweck der Minimierung der Wackelei zeigte sich, dass das Laufdrehgestell sehr
 viel Spiel zulässt, wodurch das Wackeln des Lokaufbaues "gefördert" wird. Dem wurde mit einer selbstge-
 fertigten Berylliumfeder am Laufdrehgestell entgegengewirkt, die zwischen der Befestigungsbrücke des Drehge-
 stells und dem zusätzlich montierten Bleigewicht liegt und duch Abstützung daran das Spiel wegnimmt. Die Lok
 läuft nun deutlich ruhiger, wobei unrunder Lauf fahrtrichtungsabhängig nurmehr in der Bogenfahrt auffällt.
 
 Abschließend muss man sagen, dass die Lok ja gut 50 Jahre alt ist und dann eben schon ein wenig wackeln
 darf. Es freut mich, dass mir die Umarbeitung der Lok für Normgleiseinsatz dennoch recht gut gelungen ist.

 Imposant ist das Laufgeräusch der Lok, welches als angenehm bezeichnet werden kann. Das Geräusch
 des Laufdrehgestells klingt naturähnlich, wenn die schwere Lok, fast ungedämpft durch die derzeitig aufgezoge-
 nen, dünnen Märklin-Haftreifen, über die Herzstücke der Weichen und über holprige Gleisstöße rumpelt. Nach-
 teilig durch die Bauweise der Lok ist ihr hoher Schwerpunkt (der durch mein Bleigewicht kaum tiefer liegt), der
 Wackelbewegungen unterstützt und bei Überschreitung der Trix-Betriebsspannung von 12V, die Lok flott
 werden und entgleisen lässt. - Ich bereue es nicht, die Lok besorgt und Umgebaut zu haben.

 Mehr über den Radschleifereinbau und den Umbau auf Wechselstrom siehe bitte unten.


       
Bilder von der angekauften Lok       
      das Original: E 50
Laufdrehgestell  Motordrehgestell mit dubiosen Haftreifen   Triebgestell 
  Aufspannvorrichtung    Bearbeitung des Rades 
  die lackierten Drehgestelle  zusammengebaute Drehgestelle mit Zusatzgewicht  dieses Gewicht muss wieder weg, da es am Hauptgewicht streift 
das Gewicht stimmt etwa mit dem Motor überein  überarbeitete Räder im Antriebsdrehgestell Komplettansicht  Berylliumfeder eingebaut als Wackelbremse
fertig bis auf Grünausbesserungen 
 
 2. Abschnitt: Radschleifereinbau


 Da bei den Fahrten am Roco-Gleis die Lok ständig unsicher läuft, oft nach Weichen entgleist und die hintern
 Schienenschleifer bei Langsamfahrt sogar einen Kurzschluss beim Herzstück verursachen, habe ich mich zu 
 einem Umbau der Schleifer entschlossen. Ich demontiere die beiden kritischen hinteren Schleifer am Antriebs-
 drehgestell und baute mir versuchsweise am nicht angetriebenen Drehgestell selbst gebaute Radschleifer ein.
 Der Versuch glückte.

 Zufällig hatte ich eine Schleifer-Radkontaktplatte im Bestand, von der ich die Schleifer mit den Punktkontakten
 abtrennte, da diese Platte zwischen den Achsen nicht unterzubringen war. Mit einer kleinen Printplatte fand ich
 die Lösung, indem ich die abgetrennten Schleifkontakte dort auflötete. Die neue Platte wird am nicht angetriebe-
 nen Drehgestell angeschraubt. Die neuen Schleifer werden mit Kabelverlängerungen an den Anschlüssen der
 alten Schleifkontakte angelötet. Somit ist die provisorische Schleiferumrüstung abgeschlossen.
 Damit wird das Kurzschlussproblem auf Weichen gelöst und die Schwierigkeiten bei der Spurführung mit den
 Schleifern fallen weg und die Lok wird ohne Schwierigkeiten auch bei Langsamfahrt über die die Weichen im
 Zweileitersystem rucklos überfahren können.

 Nachtrag:
 Wie ich später wieder einmal bemerken konnte, gibt es solche Trtix-Schleifer zu kaufen, die man leicht an die
 alten Schleiferplattenbefestigungen anpassen kann.

       
Schleiferumbau: Schienenkontakte weg, Radschleifer dazu Schleifer verdrahtet  nach Probefahrt lackiert  Gesamtansicht 
 
 3. Abschnitt: Umrüstung der E 50 auf Märklin-Wechselstromtechnik (Uhlenbrock 76 320)


 Anfang 2015 fand ich eine zweimotorige E 50 mit Trix International Radsätzen und damit war klar, dass ich
 die alte, oben beschriebene Lok, auch wegen des genügend großen freien Raumes im Gehäuse, für den Ver-
 such des Einbaues eines Lokdecoders verwenden kann. Zum Einsatz soll ein Decoder von Uhlenbrock
 76320 kommen. Danach möchte ich die Lok auf Märklin M-Gleisen einsetzen können.
 
 Dem Einbau geht wieder einmal die Zerlegung der Lok voran, auch deswegen, weil ich passende Haftreifen
 aufziehen möchte und das zu einer erheblichen Zerlegung des Antriebsdrehgestells führt. Dabei bekam ich
 eigentlich die Idee, gleich mehr an der Lok zu zerlegen und sie eben auf AC umzurüsten, damit sie in mein
 späteres Märklin-Projekt hineinpasst. Ich habe keine sechsachsige Märklin-E-Lok (ausgenommen die E 194)
 und da würde der "Riese" durchaus dazupassen. Den Decoder hatte ich bereits, denn der sollte in meine BR 01
 in 3-L-Gleichstrom-Ausführung hinein kommen.

 Die Zerlegung ist klar und ich konnte mit der Mittelschleifermontage beginnen. Ich habe mich für den kurzen
 Schleifer entschlossen, da der genau am Drehpunkt sitzt und bei Kurvenfahrt kaum von den Konakten abweicht.
 Zuerst wollte ich nur am Laufdrehgestell einen Schleifer montieren, denke aber, zwei bringen mehr Betriebs-
 sicherheit. - Dazu war es nötig auf beiden Laufwerken eine speziell angepasste Isolierplatte zu befestigen, die
 auch den Verdrehschutz des Schleifers übernimmt. In dem Zusammanhang war auch eine Lösung für den Draht
 zu finden, damit der nicht störend irgendwo heraushängt. Am Antriebsfahrwerk ist die Montage des kurzen
 Schleifers etwas verzwickt, da es im Betrieb möglicher Weise zu einer Berührung der Schleiferenden mit den
 Zahnrädern kommen könnte. Der Versuch auf M-Weichen wird es zeigen ob es zu Kurzschlüssen und
 Berührungen kommen wird. Wichtig ist, dass beide Schleifer einen Verdrehschutz haben.

 Decodereinbau und -verdrahtung
 Inzwischen habe ich mich vor Beginn der Arbeiten (!) schlau gemacht, was bei einem Decodereinbau zu be-
 achten ist. Da bei Uhlenbrock nichts zu finden war, außer dass der Decoder an einem 8-poligen Stecker
 anzustecken ist (den ich nicht habe und in der Schnelle auch nirgends gefunden habe) konnte ich bei TAMS
 eine tolle Beschreibung finden, aus der ich als "Analogfahrer" auch schlau wurde. Wichtig ist offenbar, dass die
 Anspeisung des Motors potentialfrei (also ohne Masse vom Chassis) direkt vom Decoder erfolgen muss. Also
 wurden sämtliche Drosseln, der Kondensator und alle Kabel vom Trix-Motor abgelötet. Ein neues Anschluss-
 plättchen wurde hergestellt auf dem die empfohlenen neuen Bauteile, wie in jeder Zuleitung eine Entstörspule
 mit 3,3myH und ein zwischen den Polen sitzender 1nF Entstörkondensator angelötet sind.

 Beim Studium der TAMS-Instruktionen kristallisierte sich heraus, dass es mit der Beleuchtung Probleme gibt,
 da die Fassungen der Brinchen an Masse (Lokgehäuse) anliegen. Das ist eine Fehlerquelle. - Nun, da ich die
 alte Lok ja auf einer eventuellen Anlage, die den technischen  Gegebenheiten bei Märklin um 1970 entsprechen
 wird, einsetzen möchte, kommt es auf den Lichtwechsel nicht an. Daher wird der Lichtstrom direkt vom Schleifer
 entnommen, - basta.

 Der Einbau des klein bauenden Decoders war an nun der Reihe und mangels Steckerplatte verwendete ich
 Stiftsteckbuchsen die isoliert wurden und auf die einzelnen Kontaktstifte des Decoderkabeln angestelkt wurden.
 Es waren das die Kabel vom Mittelschleifer und von den Rad- und Schienenschleifern, sowie die Kabel zum
 Motor. Um später die einzelnen Kabelstecker nicht falsch anstecken zu können, schob ich einen dünnen PVC-
 Streifen zwischen den einzelnen Steckern durch und heftete sie mit Sekundenkleber an dem Streifen an. Die
 nicht verwendeten Anschlüsse wurden mit Schrumpfschlauch gegen Kurzschluss gesichert.

 Der erste Fahrversuch
 ist eine Story für sich. - Rasch war ein Gleisoval mit meinen altgedienten und buckeligen M-Gleisen mit zwei
 Weichen als bewusste Hindernisse für die Schleifer und Drehgestelle aufgebaut. Die Lok aufs Gleis ge-
 setzt und Strom gegeben. Und siehe da es raucht nichts, das Lichtbrennt (ist aber direkt vom Schleifer ange-
 speist) und die Lok beginnt Sekundenteile verzögert tatsächlich zu fahren. Zuesrt eine langsame Runde, bei der
 gegenüber der Fahrt am Roco-Gleis der Lärmpegel durch die zwei Schleifer drastisch erhöht, fast störend laut
 auffällt. Die Spannung steigt, als sich die Lok der ersten von hinten angefahrenen Weiche nähert. Sie überfäht
 sie anstandslos ohne Kurzschluss oder befürchteter Anhebung der Drehgestelle.

 Dann aber: Die von der Spitze und im Bogen angefahrene Weiche führt zur Entgleisung. Bei genauer Betrach-
 tung zeigt sich, dass meine abgedrehten Radsätze zu wenig Spurkranzwinkel haben und von den Radlenkern
 nicht so weit gelenkt werden, sodass das kurvenäußere Rad am Spitz des Herzstückes aufläuft und es dort zur
 Entgleisung kommt. Es zeigt sich deutlich, dass die Radgeometrie der am Roco-Gleis zuletzt entgleisungsfrei
 laufenden Lok für meine M-Märklin-Berg-und Tal-Gleise dringend angepasst werden muss. Zum Glück geht das
 gut und man kann die Spurweite durch Drehen und leichten Druck des zu verändernden Rades nach innen oder
 außen schrittweise verringern.
 Ich nahm dazu die Lok in die Hand und eine Weiche und schob das Drehgestell darüber und beobachtete oben
 geschilderte Schwierigkeit. Mit verengter Spur, die abgedrehten Originalräder der Lok sind ja doppelt so
 breit wie die von heutigen Lokomotiven, klappte es dann.
 Allerdings muss auch, wie bei der zweimotorigen Lok beschrieben, jede der zwei Laufachsen des Drehgestells
 zusätzlich abgefedert werden, damit sie sicher am/im Gleis bleiben und bei seitlichem Druck etc. nicht aufstei-
 gen und entgleisen. Nach geduldiger Feinarbeit konnten die Spureinstellungen der jeweils ersten Achsen
 vorgenommen werden, sodass die Probefahrt laut aber zufriedenstellend ausfiel. Keine Tendenz mehr bei den
 Weichen zu entgleisen.

 Nun war die Zeit gekommen, die Lok in der Fahrgeschwindigkeit zu fordern. An der Grenze zum Abflug sauste
 sie dahin. Dann eher langsame Fahrt, - da entgleist die Lok auch am Roco-Gleis manchmal gerne -, diesmal
 gabs keine Entgleisung. Dann der x-te Fahrtrichtungswechsel und plötzlich fährt sie nurmehr in eine Richtung, in
 der anderen brummt sie unglaublich laut. Ich frage mich woher der Lärm kommt, was ihn erzeugt? Hat sich viel-
 leicht ein Kabel im Getriebe verschlungen?
 Dann versuchte ich es mit 12V Gleichstrom von einem Akku und die Lok lief, aber wieder nur in eine Richtung
 und wenn umgepolt war brummte sie auch jetzt. Also musste ich das Motordrehgestell ausbauen, um das zu
 prüfen. Es war natürlich nichts verwickelt.
 Dann machte ich den grtoben Fehler, mit noch verdrahtetem Decoder dran, den Motor mit 12V-Einspeisung u.z.
 an den Schleifkohlenfassungen zu tetsten. Er lief in beiden Richtungen problemlos, aber schon nach einem
 kurzen Kontakt in der vorher nicht funktionierenden Drehrichtung gab es einen kleinen Blitz und danach eine
 kleine Rauchwolke beim Decoder und vorbei war die Testfahrt. Hinterher konnte ich bei meinen Messungen er-
 kennen, dass eine der Entstördrosseln durchgebrannt war; auch eine neu eingelötete brachte den Decoder auch
 nicht mehr in Gang. - Den Decoder von der "anderen" Seite her mit Strom zu versorgen, das ist nicht eingeplant,
 dann raucht es eben.

 MIt fast keinen Kenntnissen über die Decoderwelten habe ich einen TAMS-Decoder geordert, der bis 3 A ver-
 tägt, den ich dann im nächsten Winter einbauen wollte. Denn dann klappt es sicher besser und ich werde vor-
 sichtiger sein, wenn ich den Motor testen möchte. Inzwischen NEWS: Anstelle des TAMS wurde sehr erfolgreich
 ein Uhlenbrock FRU 55 500 Fahrtrichtungsumschalter eingebaut (siehe unten).

 Im Fahrbetrieb auf uralten und verschmutzten Märklin M-Gleisen stellte sich besonders in einer Fahrtrichtung
 eine Kontaktschwäche mit leicht ruckelnder Fahrt ein. Lösung:  Zu den vier inzwischen vorhandenen Radschlei-
 fern haben meist nur zwei ständig guten Kontakt, da das Räder mit Haftreifen sind, sodass auf einer freilaufen-
 den Achse (siehe Bild unten) ein zusätzlicher Schleifkontakt gegen Masse (Schiene) ergänzt wurde. Jetzt ruckt
 nichts mehr... Und wenn, dann kommt auf der zweiten freien Achse auch noch ein Schleifer dazu; man muss es
 ja nicht übertreiben.
 
       
1. Drehgestell ausgebaut  jetzt können Haftreifen aufgezogen werden    2. Drehgestell ausgebaut 
2. Drehgestell mit Schleiferplatte mit Verdrehschutz Test mit kurzem Schliefer und ...  ... mit langem Schleifer - kommt nur falls notwendig Kontaktplatte verbunden für Masse 
neue Schlei8ferplatte dazu mit Verdrehschutz Kabelausführung beide für Schleifermontage vorbereitete Drehgestelle neu gebaut: Umschaltung für OL und UL
alle Lokteile Uhlenbrock 76 320 Decoder eingeklebt, die Verdrahtung beginnt fertig montierter Schleifer am zweiten Drehgestell
Anordnung Entstörung Originalzustand  Fahrwerk mit Schleiferbefestigungsplatte (Schleifer demontiert) und sichtbarem Verdrehschutz  Schleifer montiert  das Antriebsdrehgestell mit Schleifer 
Zahnspieleinstellung mit Papierblatt  Ansicht Antriebsdrehgestell  Untersicht der Lok mit Radschleifern nachträglich ergänzte Schleifer
Einblick fast fertig verdrahtet  Motoranspeisung über 2x Entstördros-seln und 1 Entstörkondensator  zusätzliche Rasschleifer für Masse fertige Lokunteransicht

 Neuerliche Umrüstung für Wechselstrombetrieb (Märklin) (Uhlenbrock FRU 55 500)


 Nach dem Debakel mit dem Uhlenbrock 76 320 wollte ich zuerst auf TAMS umsteigen, riskierte aber den Ver-
 such mit altbewährten dem Uhlenbrock 55 500 FRU Fahrtrichtungsumschalter.  Und siehe da, die Lok läuft sehr
 gut und nach einer halben Stunde Testfahrt läuft sie noch immer und schaltet problemlos um. Hoffe das bleibt
 so. Außerdem fand ich es toll, dass die kleine Elektronik nur mit vier Kabel auskommt, das ist viel übersichtlicher
 und das Ergebnis genügt voll den Anforderungen, die vergleichsweise die Märklinloks in den 70er-Jahren
 erbrachten.

 Der FRU wurde mit einem Schrumpfschlauch umhüllt und mit dem beiliegenden Doppelklebeband im Gehäuse
 befestigt. Die beiden schwarzen Kabel gehen einmal zu den Radschleifern (-) und dann zum Schleifer. Die roten
 Kabel gehen zu den beiden Motoranschlüssen. Da ich die uralte Beleuchtungsvariante wählte, wurde das strom-
 führende Kabel zu den Lämpchen an das schwarze Schleiferkabel angelötet und fertig war die Verdrahtung. Die
 Probefahrten verliefen bisher fehlerfrei.

alte Innenansicht mit Steckern  Motordrehgestell noch mit Steckern  der Uhlenbrock 55 500 FRU  Anschlussanleitung
   
FRU 55 500     Fahrvideo  Var. AC2
 
 4. Abschnitt: Neue E 50 mit zwei Motoren lauffähig machen (2235) - und Lokvergleich AC


 Als ich bei ebay die Lok mit einem günstigen Preis fand, musste ich zuschlagen. Seit ich weiß, dass es die E 50
 auch in zweimotoriger Ausführung gibt, wollte ich so ein Modell haben. Ich kenne zweimotorige Loks von Klein-
 bahn, die ohne Haftreifen auch gerade noch 8 Trix-Blech-Schnellzugwagen mit Beleuchtung eine etwa 1 Grad
 aufweisende Steigung ziehen können, wenn sie in Bewegung sind. Jedoch die neue E 50 mit vier angetriebenen
 Achsen mit Haftreifen ist dagegen ein Kraftprotz, der wohl endlose Züge jede Steigungh hochziehen könnte.

 Endlich traf die neue Lok ein und ich machte eine Probefahrt. Mit Ach und Krach setzte sich die Lok bei etwa
 8-10V bocksprungartig in Bewegung. Die Ursache für das schwerfällige Fahren zeigte sich später beim Zerlegen
 der Getriebe: Dreißig Jahre altes, verhärtetes Schmierfett. Lautes Getriebegeräusch drang aus der Lok und
 schon bei der ersten Runde entgleiste sie. Nun kenne ich die Laufproblematik der E 50 schon und maß alle
 Spurweiten ab. Es fiel dabei keine große Abweichung auf. Jedoch bei genauer Beschau war festzustellen, dass
 auf dem entgleisungsgefährdeten Drehgestell die mittlere Achse zu wenig bzw einseitiges Axialspiel aufwies,
 wodurch die Achse seitlich nicht weit genug ausweichen und sich dem Schienenverlauf anpassen kann. Das
 Rad "zwickt" und steigt auf und es kommt zur Entgleisung.

 Das Zerlegen des Drehgestells eine neuen Lok tut weh, aber wenn sie ordentlich fahren soll, muss es  eben
 sein. Nach Abbau des Motors konnte das Fahrwerk ausgebaut werden. Der Fehler mit dem zu geringen Axial-
 spiel konnte nur behoben werden, indem man die seitliche Anlaufverstärkung auf der einen Hälfte des Achs-
 lagerblocks abfräste. Um das zu ermöglichen mussten die Räder angenommen werden, denn sonst kann man
 den Fahrwerksblock nicht zerlegen, um die Achse beim abzufräsenden Lager entfernen zu können. -  Schlimm
 ist das, denn trotz Mühe haben die nachher wieder mit einem kleinen Präzisions-Maschienenschraubstock auf-
 gepressten Räder einen leichten Seitenschlag aufgewiesen.- Vermutlich bräuchte man zur Neumontage neue
 Kunststoffbuchsen?

 Weiter mit der Problembehebung des einseitigen Axialspiels:
 Die mangelnde Distanz der fehlerhaften Radhinterseite zum Lagerblock ist nach Abfräsung des ca. 1mm
 hohen Bundes am Bock der Kunststoffbuchse des Rades gegeben. Jetzt kann sich die Achse seitlich auf jeder
 Seite des Lagerblocks gleichweit verschieben und sich dem Gleisbogen anpassen. Der Versuch zeigte, dass
 die Entfernung des Metallbundes am Block ausreichte, um der Achse so gleichviel seitliche Bewegungsfreiheit
 zu geben, wie sie ihr Pendant am anderen, gut laufenden Drehgestell hat.

 Danach wurde dezent geschmiert und es konnte wieder alles zusammengebaut werden. Auch das andere
 Drehgestell wurde gereinigt und abgeschmiert. Bei beiden Motoren wurde das Zahnspiel mit Papiereinlage
 eingestellt, was zu einem leiserem Getriebegeräusch geführt hat.

 Der neuerliche Probebetrieb verlief erfolgreich und die Lok entgleist nicht mehr. Nach wie vor wies sie raues
 Laufgeräusch auf. Da die Laufflächen noch sehr ungebraucht aussahen tippe ich darauf, dass die Lok einge-
 fahren werden muss. Bestückt mit einem Scheinenreinigungswagen und 8 Trix Express Schnellzugwagen ließ
 ich sie ca. je eine halbe Stunde mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten je Fahrtrichtung und mit Lokwendung
 fahren. Das brachte etwas, denn man hört jetzt anstelle des lauten Getrieberasselns bereits das Summen der
 Motore.

 Einzig das Anfahren der Lok bereitet noch Schwierigkeiten, da die Motore unterschiedlich schnell auf Strom
 reagieren und es einer sehr vorsichtigen Hand am Regler bedarf, wenn die Maschine nicht wie bei Märklin
 oft üblich, einen Bocksprung machen soll. Erst bei etwa 8V beginnt sich die Maschine zu bewegen (obwohl sie
 später noch mit 3,5V fährt). Es entsteht der Eindruck, dass fahrtrichtungsabhängig die jeweiligen zwei Antriebs-
 achsen eines Drehgestells sich aufbäumen und die dritte Achse hochheben. Geschieht das im Bogen, ist eine
 Entgleisung kaum zu verhindern. - Das bedeutet bei einer Zuglänge von 8 D-Zugwagen, dass die im Bogen
 befindlichen Schnellzugwagen durch den starken Anfahrruck in den Bogen hinein umkippen und entgleisen.

 Um diesen Fehler zu minimieren wurden an den Laufachsen an beiden Drehgestellen Federn eingebaut,
 welche die Achsen an die Schiene drücken sollen, damit, wenn sich das Drehgestell "aufbäumt" oder seitlicher
 Druck auf die Räder kommt, die Achsen am Gleis bleiben. Der Trick funktioniert und es gibt (derzeit) kein
 Entgleisungsproblem mehr, gleichgültig ob die Lok schnell oder langsam fährt oder Wagen daran hängen.

 Da die Lok nur bei meinem Freund am Roco-Gleis eingesetzt werden kann, wo Zuglängen wegen seinem
 Bahnhof von nur vier Schnellzugwagen passend sind, besteht das Problem zum Glück aber kaum. Selbst wenn
 der Zug signalbedingt in einer Schienenwendel stehen bleiben sollte (was bei der Getriebeauslegung der E 50
 ohne jeglichen Auslauf geschieht) dürfte das kein Problem sein, nicht zuletz deshalb, da dort ein Radius von
 mehr als 1 Meter gefahren wird. Gefährlicher wird hier das Anfahren sein, denn die Lok beisst mit den in der
 Wendel üblichen 12V ordentlich an und es könnte das zum Kippen der Wagen führen. Man wird es ja später
 sehen...

die neue Zweimotorige       
schon wieder zerlegen  hier war seitliches Axialspiel einseitig zu gering - Lagergehäuse abfräsen!  mit Radsätzen von Trix International  Fahrvideo 2 Motore
       
 Lokvergleich 
       
links E50 zweimot., rechts E 50 AC-Umb.     vorn zweimot. Lok, dahinter AC-Version