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   Restaurierung von zwei Triebwagenzügen "Blauer Blitz", VT 5045.07, ÖBB  -  (Kleinbahn)
  
   Blauer Blitz in Doppeltraktion und mit Zwischenwagen
   Vergleich Kleinbahn Blauer Blitz mit Roter Pfeil
   Vergleich Blauer Blitz von Kleinbahn mit Liliput und Piko
   Blauer Blitz mit Märklinmotorisierung
 
 
 
 Der erste "Blaue Blitz" von Kleinbahn, den ich vor etwa drei Jehrzehnten für Märklin
 adaptiert habe, ist von der Ausführung des Kleinbahnmodells her eher dem Spiel-
 zeug zuzuordnen. Dennoch ist mir diese von Kleinbahn nicht ganz soooo maßstäb-
 lich ausgeführte Type (ist eine im Maßstab ca. 4cm  verkürzte Ausführung) ans 
 Herz gewachsen, denn in meiner Jugend war der Blaue Blitz etwas Besonderes.
 Und so ein Modell zu besitzen ist für mich einfach ein Jugendtraum gewesen.

 Der Umbau auf Wechselstrom wurde ja zum Problem, denn die Elektronik war
 damals für Laien nicht so kompfortabel wie heute. Ein Gleichrichter ermöglichte nur
 die Fahrt in eine Richtung. Und heute steckt man einen FRU 55 500 v. Uhlenbrock
 hinein und schon geht das wesentlich besser in beiden Richtungen, als mit den
 alten Fahrtrichtungsumschaltern von Märklin.

 Durch den vor einiger Zeit durchgeführten Ankauf eines Konvolutes von alten und
 sehr gebrauchten Triebwagen kam ich zu einem weiteren "Blitz" in meiner Samm-
 lung. Dass dieses, an erster Stelle unten beschriebene Modell, hat schon einiges
 erlebt und ist sehr reparaturbedürftig, doch kränkt mich das nicht, ganz im Gegen-
 teil, denn da habe ich etwas zu tun, da gibt es einiges zu reparieren.

 Der zweite Triebwagenzug ist der eingangs erwähnte, auf das Märklinsystem
 umgebaute. Nachdem ich den Triebwagen jahrzehnte lang aus meinen Augen ver-
 loren hatte, bin ich am Überlegen, ebenfalls einen FRU 55 500 einzubauen. Der
 Zug ist mit allen Schleifern und Innenbeleuchtung ausgerüstet, sodass deren Abbau
 verlorener Aufwand wäre. -  Nun stellte sich kürzlich heraus, dass der Triebwagen
 mit einem Märklinfahrgestell samt dazugehörigem Motor und Fahrtrichtungsum-
 schalter ausgestattet ist. Der Zug läuft sehr zufriedenstellend.


 VT 5045.07, Kleinbahn - Video

 VT 5045.02, Kleinbahn - Video


Vergleichsfoto: VT 5045.06, Liliput - Video
 Totalservice und Rahmenreparatur beim Blauen Blitz VT 5045.07

 Nach Erhalt des aus einem Wrack-Konvolut stammenden Blauen Blitzes (~1970, Zweilichtspitzensignal) nahm
 ich eine Sichtung des meistgeschädigten Triebwagenzuges vor. Zuerst fiel auf, dass am Triebwagen ein Bruch
 des Fahrgestells, der Bodenplatte vorlag. Der Motor war, damit der Zug fahren konnte, mit einem Alublechbügel
 mit dem Gehäuse verbunden. Eine riesige Schraube hielt die Bodenplatte  ebenfalls mit dem Gehäuse zusam-
 men. Die Drehgestellblenden des Antriebsdrehgestells waren bauchig und bedingten einer Nachbesserung die
 jedoch den Bruch einer Seite ergab.
 Die sofortige Ausbesserung geschah durch zusammenkleben der vier Bruchstücke mit Sekundenkleber. Nach
 der Entfernung des Lackes wurde an der Innenseite der Blende ein 0,8mm dicker Blechstreifen aufgeklebt, der
 den Bruchstücken den notwendigen Halt geben kann. Beide Blenden wurden neu lackiert.

 Ähnlich desolat stellte sich die Sache beim Beiwagen dar. Die Bodenplatte war auf der gesamten Länge gut
 5 mm durchgebogen und es fehlte ein Drehgestell. Mein Versuch die Verbiegung mit Vorsicht zu begradigen
 scheiterte, die Bodenplatte brach. Provisorisch konnte sie mit Sekundenkleber wieder verbunden werden. Die
 Reparatur wird später mit einem Alu-Streifen erfolgen, der mit Sekundenkleber aufgeklebt wird.

 Die Instandsetzung der Bodenplatte des TWG wurde schließlich mit zwei Messing Rundstäben mit 3 mm
 Durchmesser durchgeführt. Dazu mussten die Stäbe leicht gekröpft und konnten sie danach entlang den seit-
 lichen Stegen der Bodenplatte mit mittelflüssigem Sekundenkleber verklebt werden. Die Motortragplatte, die
 das Drehgestell mit der Bodenplatte verbindet, wurde an den Rundstäben angelötet.

 Die Zerlegung und Reinigung des Motors und des Fahrgestells war rasch erledigt. Danach wurden die lackier-
 ten Drehgestellblenden am Fahrblock angesteckt, sodass die neue Tragplatte für den Radschleifrer angefertigt
 und verschraubt werden konnte. Für die Befestigung der Platte musste ein 2mm Gewindeloch hergestellt
 werden. Dann konnte der Schleifer gebogen werden, damit er gut aufliegt und anschließend wurde der kurze
 Draht angelötet. Jetzt konnte der Schleifer an der Tragplatte mit Sekundenkleber mitteldick angeklebt werden.

 Schließlich konnte die Montage des Motors erfolgen. Kleine Nachbesserungen waren an der Tragplatte nötig,
 da der Motor wie starr verbunden und unbeweglich war. Daher musste die Tragplatte dünner geschliffen wer-
 den, bis die "Geländegängigkeit" einigermaßen gegeben war. Zuletzt wurde die Verdrahtung hergestellt, die
 jedoch umgepolt verlötet wurde. Damit ´kann der TWG auch auf jeder Normanlage fahren.

 Damit das Gehäuseoberteil gut aufliegt mussten kleine Adaptierungen erfolgen. Besonders die Einklebung
 einer Inneneinrichtung trug sehr dazu bei, dass das Oberteil satt aufliegt, damit die Befestigung mit der langen
 Schraube keine Deformation des Gehäuses mehr verursachen kann. - Jetzt stünde der TWG zur Probefahrt
 und zum "Einfahren" bereit.

 Die Reparatur des Beiwagens konnte früher erfolgen, da ein Drehgestell eines LIMA Schnellzugwagens vor-
 handen war. Nach kleinen Manipulationen war das neue Drehgestell angepasst. Auf den Vorarbeiten aufbau-
 end musste nur der 2mm dicke Alustreifen auf der Bodenplatte ordentlich angeklebt werden. Schließlich passte
 alles und nach der kurzen Lackierung des neuen Drehsgestells in Mattschwarz war der Beiwagen fertig und
 einsatzbereit.

 Bei den Testfahrten der Garnitur mussten noch kleine Anpassungen bei der Kurvengängigkei des Triebwagens
 erfolgen, damit er in beiden FR den selben engen Testgleisradius ungestört durchfahren kann.

       
der "traurige" Triebwagen   der Beiwagen  
siehe durchgebogene Bodenplatte der Fahrgestellbruch seltsame Motorbefestigungsvariante  
alle Teile die neulackierten Drehgestellblenden Drehgestell mit Schleiferplatte seitliche Ansicht der Schleifderplatte 
es bleibt trotz allem ein kleiner Spalt zwischen Motoranschluss  das Gehäuse mit der defekten Bodenplatte Bodenplatte mit den gekröpften Messingträgern   
  die Planungsunterlage für das Projekt  die Bodenplatte mit der fertigen Motorhalterung   
die reparierte Bodenplatte liegt unter dem Schleifer  die Unteransicht des Antriebsdrehge-stelles  das annähernd gerade Fahrgestell ...  ... mit aufgeklebter Vertstärkung
 
ein LIMA-Drehgestell mit Kupplung ersetzt das fehlende Drehgestell       
Bilder vom reparierten Motrorwagen       
 
VT 5045.07 wieder komplett      
   
Umbau des Twg. - zweiter Motor  ... Triebkopf für  Doppeltraktion/Langzug   Probe der Drehgestellaufnahme
Anschluss Standarddrehgestell ANschluss Motor 2 beide Motore im Fahrgestell montiert Ansicht zweimotoriger Triebkopf
   
Seitenansicht zweitr Motor Untersicht Dummy-Twg und zweimotoriger Triebkopf    
 
 Reparatur und Umpolung eines weiteren Blauen Blitzes VT 5045.07  (zweiter Triebkopf für Langzug)

 
 Um einen kurzen Triebzug zusammen zu stellen bedarf es zweier Triebköpfe und zumindest zweier Zwischen-
 wagen. Einen Zwischenwagen habe ich durch Umlackierung bereits angefertigt, ein zweiter Waggon ist schon
 vorhanden, muss aber erst umlackiert werden. Zwei zusätzliche Umlackierungen sollen später nachfolgen.

 Zu günstigen Konditionen konnte ich einen weiteren Blauen Blitz mit dem alten Gehäuse ersteigern. Wieder sah
 ich mir die Bilder beim Verkäufer nicht gut an und kaufte ein altes Gespann, bei dem der Vorbesitzer die
 Schürzen abgesägt hat. Darüber hinaus war der Antrieb mit Fett geschmiert und da bewegte sich natürlich nix
 mehr. Das Mechanische und Elektrische istleicht behebbar, jedoch das Gehäuse sehr wohl. Durch Zufall tauchte
 im Netz ein passendes und sehr schönes Gehäuse auf, welches ich günstig samt Schachteln ersteigern konnte.

 Bei der Zerlegung des gekauften TWG-Zuges war die Verklebung der Gehäuse zu lösen. Es gelang mit einem
 Messer. Zurück blieben dies Zink-Al-Fahrgestelle von Triebwagen und Anhänger. Da sich der Motor beim Anle-
 gen von 12V nicht die Spur drehte, wurde der Motor und das Drehgestell komplett zerlegt. Nach einer Reinigung
 in Spezialbenzin ergab sich ein freundlicheres Bild. Der Motor lief nun wieder. Das Fahrgestell wurde komplett
 zerlegt und gereinigt. Anschließend wurden die Zahnräder eingebaut und die Räder wieder exakt aufgepresst.
 Nun bewegen sich auch die Antriebsräder wieder. - Da der Twg. aus älterer Fertigung ist, muss für die Umpo-
 lung eine neue Halterung für den Radschleifer angefertigt werden. Der Kondensator wird vorerst weggelassen,
 da er zu kurze Lötbeinchen hat.

 Die Bodenplatten wurden ebenfalls gereinigt, wobei der vom Vorbesitzer aufgebrachte Klebstoff weggefräst
 werden musste. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch eine Verstärkung des Rahmens am Triebkopf vorgenommen,
 die durch eingeklebte Stücke aus 3mm Messingdraht verwirklicht werden konnte. Danach wurden die Boden-
 platten Mattschwarz lackiert. Um die Garnitur künftig mit Zwischenwagen gekuppelt werden soll, müssen andere
 Drehgestelle verwendet werden, die das ermöglichen. Auch diese Drehgestelle wurden zu den Drehgestellblen-
 den des Antriebsdrehgestells passend lackiert.

 Der Zusammenmbau der Garnitur zeigte, dass die verwendeten Drehgestelle zwischen den Wagen einen zu
 großen Wagenabstand ergeben. Es mussten dann neue Bohrungen in den Drehgestellen gebohrt werden, da-
 mit die Wagen knapper aneinader gekuppelt werden können. Außerdem ist die Einbauhöhe um 1,5mm niedri-
 ger als bei den originalen Drehgestellen. Das wurde durch Beilegen von 5er-Beilagscheiben ausgeglichen.

 Nach der Montage des Gehäuses am Triebwagen wurde am Rollenprüfstand das Laufverhalten getestet. Dabei
 ergab sich nach etwa fünf Minuten Laufdauer, dass der Motor stehen blieb. Er wurde ausgebaut und neuerlich
 mit Spezialbenzin gereinigt. Dabei fiel er zu Boden und ein Kohlenhalterohr brach ab. Also musste aus der Er-
 satzteilkiste ein neues vorderes Lagerschild eingebait werden. Nach Distanzierung der Motorwelle konnte der
 Motor zusammengebaut und probegelaufen werden. Er funktioniert. Nach dem Einbau des Motors im Fahrge-
 stell konnte der Probelauf am Rollenprüfstand weiter fortgesetzt werden. Nun läuft alles wie es soll.

 Da die Fertigstellung dieser Garnitur gelungen ist, konnte der erste Probebetrieb eines Triebwagenzuges mit
 zwei Triebköpfen und zwei Zwischenwagen durchgeführt werden. Für Laien sieht der Zug sehr schön aus.


       
 
die Ausgangsgarnitur das zweite Gehäuse alles zerlegt die überarbeiteten Teile der Fahrgestelle
neue Drehgestelle um Zwischenwagen
kuppeln zu können
neue Schleifermontage für Umpolung Motor umgepolt und betriebsbereit beide Fahrhestelle und 2 neue Gehäuse
 
due fahrbereite Garnituir       
       
   
Antriebsdrehgestell  geänderte Laufdrehgestelle mit verändertem Drehpunkt    
Langzug mit 2  VT 5045 Kleinbahn   Video Doppeltraktion 2 Twgzüge  
Doppeltraktion zwei Triebköpfe  Fahrvideo mit  2Zwischenwagen und 2 Triebköpfen Kupplungstest  Zusätzliche Stromabnehmer

 Service und Umpolung eines weiteren Blauen Blitzes VT 5045.02

 Zu günstigen Konditionen konnte ich einen weiteren Blauen Blitz mit Dreilichtspitzensignal aus den Produk-
 tionsjahren um 1990 herum, ersteigern. Damit er auf einer Norm-Modellbahnanlage eingesetzt werden kann,
 musste er umgepolt werden. Der Zug läuft gut, es fehlt am Beiwagen-Enddrehgestell ein Kupplungshaken.
 Nach Beendigung der Reinigung und nach dem Abschmieren lief der Zug einigen Zeit lang zufriedenstellend
 auf meinem Testkreis.

 Zu einem späteren Zeitpunkt sah ich mich nach einem passenden Zwischenwagten um. Von Kleinbahn gibt es
 das nicht; nur Piko hat für seinen Blauen Blitz Zwischenwagen, die so um 100 Euro kosten. Das ist indiskutabel.
 Daher begann die Suche nach einem passenden Wagen, oder zumindest einem halbwegs passenden. Bei
 Lima wurde ich fündig, doch musste Wagen umlackiert werden. Ein weiteres Manko war die Dachform und
 -höhe, sowie die etwas schmälere Bauform als der Blitz. Die Suche geht weiter und vielleicht passt ein anderer
 Schnellzugwagen, der natürlich auch umlackiert werden muss.

 Anmerkung:  Kleinbahn rechnete früher die Fahrzeuglänge im Maßastab 1:100 und die Wagenbreite im Maß-
 stab 1:87, weshalb die Wagen und Loks etwas gedrungen wirken, aber fahrtechnich in Bogenfahrt davon profi-
 tieren. - Da ich es mit dem Maßstab nicht so eng sehe, daher kann ich mit einigen Abstrichen leben und freue
 mich über den durch den Zwischenwagen (oder seinen besser passenden Nachfolger) etwas aufgewerteten
 Blauen Blitz.

 Übrigens ist auf den Bildern unten auch der Rote Pfeil von Kleinbahn zu sehen, der ja dem Blauen Blitz ähnelt.

 Auch der Betrieb der beiden Kleinbahntriebwagen in Doppeltraktion und mit einem provisorischen Zwischen-
 wagen musste erprobt werden. Wenn auch nicht originalgetreu, so sieht das Gespann interessant aus und es
 fährt auch sehr schön.


       
VT 5045.02, Bjhr  ~ 1990      
    der provisor. Zwischenwagen (Lima) Zwischenwagen Eigenbau (Liliput)
  
 Beschreibung des Umbaues eines VT 5045.07 für Märklin

 Als patrioptisch angehauchter Modellbahnfreund muss auf meiner Anlage auch ein
 Blauer Blitz fahren. Nur 1975 war die Möglichkeit einen Blauen Blitz für Märklin zu
 beschaffen ein Ding der Unmöglichkeit. Also konnte man sich nur selbst helfen und
 einen Blitz elektrisch für Wechselstrom und das Mittelleitersystem umrüsten.

 Anfänglich hatte ich den gelesenen Hinweisen folgend, einfach einen Gleichrichter
 eingebaut. Dazu musste noch eine Möglichkeit des Anbaues eines Schleifers reali-
 siert werden. Das mit dem Schleifer war kein großes Problem, jedcoh stellte sich
 heraus, dass mit dem Gleichrichter der Zug zwar fuhr, aber nur in eine Richtung.
 Die Idee kam schließlich, dass ich einen Motor einer Märklin Lok einbaue und den
 Fahrtrichtungsumschalter auch.
 
 Nach langem Suchen fand ich bei einem Modellbahn-Gebrauchthändler ein Fahrge
stell einer E 10 von Märklin.
 Dieses Fahrwerk arbeitete ich um, sodass es in das Gehäuse des Blitzes passte. Die Breite passte genau und
 es war hier nichts zu verändern. Jedoch die Länge passte nicht und ich musste vom Lokfahrgestell eine Verlän-
 gerung aus Messingblech anfertigen und anlöten. Die Sorge mit der Fahrtrichtungsumschaltung war durch den
 Einbau eines Fahrtrichtungsumschalters gelöst. Bei diesem Umbau bot sich auch der Einbau einer Beleuchtung
 in Wagenmitte an. Um dem Treiebwagen etwas mehr Kraft zu verleihen, wurde das Bleigewicht einer Kleinbahn
 1010 hinter dem Motor montiert. Der Anbau des Drehgestells mit dem Schleifer war keine große Angelegenheit.
 Damit das Gehäuse lagerichtig am Fahrgestell aufliegt wurden im Motorbereich kleine Holzstücke angeklebt, die
 nun als Auflage des Gehäuses dienen.

 Der Anhänger erhielt ebenfalls eine Beleuchtung, sodass auch hier ein Schleifer und Radkontakte nachzurüsten
 waren. Um mehr Druck auf die damals sehr buckelig verlegten Gleise zu erzielen, wurden im Bereich des
 Schgleiferdrehgestells etliche Gramm Blei angeklebt.

 Die spätere Verwendung des Zuges erfolgte sehr zufriedenstellend.

       
der Blaue Blitz mit Märklin Motor      Fahrvideo 
 
       

 Vergleich der Triebwagenzüge Kleinbahn Blauer Blitz und Roter Pfeil und Garnitur mit Zwischenwagen


 Der Vergleich zwischen dem Blauen Blitz und dem Roten Pfeil zeigt die Einfachheit mit der in den Jahren um
 1953 bis 1958 die Herzen der Modellbahner zum Rasen gebracht werden konnten. Mit relativ geringem Auf-
 wand wurde von Kleinbahn aus dem Steuerwagen des Blauen Blitz ein zweiter für den Roten Pfeil gefertigt. Mit
 minimalem Aufwand wurden auf den Roten Pfeil Stromabnehmer montiert und fertig. Man hätte zumindest die
 Unterlagen der Stromabnehmer von einer E-Lok verwenden können. Nachrüsten möchte ich solche Dinger nicht,
 damit der Originalzustand erhalten bleibt. Beide Züge verwenden den gleichen Motor und die anderen Drehge-
 stelle sind ebenfalls in beiden Fällen gleich.

 Blauer Blitz - Langzug
 Der Wunsch eine dem Originalfernzug des Blauen Blitzes (Wien - Bregenz, Wien - Villach) ähnelden Garintur
 zusammen zu bekommen ging nach Umlackierung einiger Schürzenwagen von Liliput, Fleischmann und Lima in
 Erfüllung. Den Tupfen am "i" ergab die Umrüstung eines zweiten VT 5045.07 auf Normalkupplungen, sodass
 erstmals eine Doppeltraktion mit zwei Triebköpfen möglich wurde. Bedingt durch die Abschaltbereiche bei
 Signalen, kann der zweite Triebkopf nicht angetrieben ausgeführt sein. Ein bei ebay angebortener Triebkopf
 wurde daher umgerüstet. Daher wird der Motor a) umgepolt und b) schaltbar gemacht und das Antriebszahnrad
 zwischen Motor und Fahrgestell ausgebaut. Damit ist der Motor wieder aktivierbar. Durch den Schleifer wird die
 Beleuchtung mit Strom versorgt. - Mal sehen ob ich mal mit dem Zug auf der Anlage meines Freundes fahren
 kann.

 Der gekaufte Triebwagen bedarf einer Wartung. Der Motor dreht angestrengt und langsam und das Getriebe
 schimmert sehr ölig. Der TWG schleicht dahin. - Daher wurde der Motor ausgebaut, gereinigt und das abge-
 rissene Drähtchen von einer Ankerspule zum Kollektor wieder angelötet. Leider war das Ergebnis unbefriedi-
 gend, sodass aus einem Restmotor der Anker verwendet worden ist. Dieser ertüchtigte den Blitz, ist aber kein
 "Reißer". - Schließlich wurde eine Halterung für den im Zuge der Umpolung isoliert aunzubringenden Stromab-
 nehmer geschaffen. Wegen der nicht befriedigenden Leistung des Motors wurden später am hinteren Drehge-
 stell zusätzlich Radschleifer angebracht. Doch auch das brachte keine Leistungssteigerung. - Der Triebwagen
 lief mit den zwei umlackierten Liliput Schürzenwagen und dem üblichen Blitz-Steuerwagen sehr zäh. Nun muss
  man bedenken, der Blitz entspricht etwa der kleinen Jenbach Diesellok und die hat auch nicht mehr zu bieten,
 denn ohne Haftreifen ist diesem Dilemma nicht zu entkommen.

 Aus Verzweigflung veranstaltete ich mit jeweils zwei von meinen drei Triebköpfen ein "Rennen", um zu sehen
 welcher der Leistungsfähigste ist. Schließlich wählte ich einen als künftiges Zugfahrzeug aus. Den schwäch-
 sten Triebkopf ereilte das Abspecken, also der Ausbau des Motors usw. - Mit einigen Gramm Blei wuchs zwar
 die Zugkraft meines Favoriten, doch den inzwischen elektrisch und mechanisch ausgeschalteten Motor im
 Dummy-Triebkopf zog er die leichte Steigung meiner Tischplatte nicht nach oben.  Folglich wurde der Dummy-
 Triebkopf weiter abgespeckt. Das verbindende Zahnrad zwischen erste und zweiter Achse wurde ausgebaut.
 Auch das brachte keine merkliche Verbesserung. Dann wurde der Motor entfernt. EIne kaum merkbare Bes-
 serung stellte sich ein, doch die Steigung meiner Tischplatte führte noch immer zum Durchdrehen der Räder.
 Der eigentlich als Dummy zuletzt angekaufte Triebkopf wurde ertüchtigt und wird mit einem anderenb Steuer-
 wagen künftig eingesetzt werden.

 Wenn ich mir so recht überlege wie ich doch eine brauchbare Lösung für einen respektablen Zug mit zumindest
 zwei Zwischenwagen erreichen kann, dann wird mir nichts anderes übrig bleiben, als den ziehenden Triebkopf
 mit einem zweiten Motor auszustatten. Zuvor wurde nochmals versucht, im Antriebsdrehgestell des "Dummy-
 Triebkopfes" alle Übertragungszahnräder auszubauen und die Federkraft der Radschleifer zu verringern, damit
 der Rollwiderstand so weit als möglich reduziert wird. In dieser Konstellation hat der vorgesehene Triebkopf den
 Zug noch die Steigung meines Arbeitstisches hochziehen können. -  Letztlich wird in der nächsten Schlecht-
 wetterphase der Einbau eines zweiten Motors notwendig sein. Das wird dann auch ermöglichen, noch einen
 dritten Zwischenwagen einzukuppeln. Dann macht der "Langzug" schon einen besseren Eindruck.

 Es wäre mir nämlich möglich, aus dem vom Vorbesitzer zweimotorig umgebauten VT 5046 (vermutlich Fahrge-
 stell eines Schnellbahntriebwagens) einen Motor auszubauen und im Blauen Blitz Triebkopf einzubauen. Dazu
 muss aber eine Rahmenkonstruktion geschaffen werden, die diesen Motor aufnehmen kann. - Beim VT 5046
 muss ein anderes Laufdrehgestell eingebaut werden, welches halbwegs zum Erscheinungsbild des Triebwa-
 gens passt, damit der TWG wieder verwendet werden kann. - Bei der Nachrüstung eines zweiten Motors gibt
 es allerdings das Problem mit der eventuell etwas unterschiedlichen Getriebeübersetzung. Da muss ich eben
 durch....

 Mit dem zweiten Motor wird mein Blauer Blitz dann auch die relativ steilen Gleiswendeln der Anlage meines
 Freundes erklimmen können.

  Langzug mit zwei Triebköpfen    
VT 5945.07, Ausgangsprodukt für Langzug mit abschaltbarem Motor die Umpolung beginnt   der montierte umgepolte und einsatzbe-
reite Motor
     
das Fahrgestell ohne Antrieb      
 Vergleichsfotos Blauer Blitz und Rorter Pfeil     
 
VT 5045.02 mit Lima Zwischenwagen  Triebwagwagenzug daneben Roter Pfeil    Auszug aus dem Katalog 
       
       
 
 Roter Pfeil mit Zwischenwagen

 Angeregt durch obige Zugsbild
ung wurde auch ein Zwischenwagen für den VT 5045.07 diesmal in Form des
 Roten Pfeils hergestellt. Es gibt ja farbgleiche Kleinbahn-Schürzenwagen, die zwar einen etwas anders geform-
 ten Wagenabschluss haben, der aber bei nicht strenger Betrachtung kaum störend wirkt. Allerdings müssen die
 Drehgestelle mit Kupplungen gegen solche ohne Kupplung aber mit anderen Kupplungen ersetzt werden.
 Dennoch wird der Rote Pfeil durch den Zwischenwagen interessanter und sieht gut aus. Der Zwischenwagenum-
 bau ist hier zu sehen: Zwischenwagen Roter Pfeil

  Roter Pfeil mit Zwischenwagen    
Roter Pfeil mit Zwischenwagen   Blauer Blitz mit zwei Triebköpfen  
 
 Vergleich der Triebwagenzüge Piko-Kleinbahn und Liliput-Kleinbahn - der Unterschied ist groß

 Der Star unter den Blauen Blitzen ist zweifellos die Variante von Piko. Sie ist in allen Proportionen maßstäblich
 und im Vergleich mit einem Kleinbahn Triebwagenzug fällt das besonders in der Länge auf. Kleinbahn rechnet
 nämlich mit dem Maßstab mit 1: 100 anstelle 1: 87 aber nur in den Längenrelationen.

 Kleinbahn und Liliput scheinen Zwillinge zu sein, denn die Unterschiede im Gehäuse und der Motorbauart
 ähneln sich sehr. Das hat sicherlich auch mit der Material- und Werkzeugsituation in den frühen Jahren vor
 1950 zu tun.

       
Piko (li) und Kleinbahn VT 5045.02     man sieht den Längenunterschied deutlich
Liliput VT 5045.06 (li), Kleinbahn VT 5045.07 und Kleinbahn VT 5045.02 (re)   Fahrgestell Liliput VT 5045.06 Fahrgestell Kleinbahn VT 5045.07