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   Restaurierung von zwei Triebwagenzügen "Blauer Blitz", VT 5045.07, ÖBB  -  (Kleinbahn)
  
   Blauer Blitz in Doppeltraktion und mit Zwischenwagen
   Vergleich Kleinbahn Blauer Blitz mit Roter Pfeil
   Vergleich Blauer Blitz von Kleinbahn mit Liliput und Piko
   Blauer Blitz mit Märklinmotorisierung
 
 
 
 Der erste "Blaue Blitz" von Kleinbahn, den ich vor etwa drei Jehrzehnten für Märklin
 adaptiert habe, ist von der Ausführung des Kleinbahnmodells her eher dem Spiel-
 zeug zuzuordnen. Dennoch ist mir diese von Kleinbahn nicht ganz soooo maßstäb-
 lich ausgeführte Type (ist eine im Maßstab ca. 4cm  verkürzte Ausführung) ans 
 Herz gewachsen, denn in meiner Jugend war der Blaue Blitz etwas Besonderes.
 Und so ein Modell zu besitzen ist für mich einfach ein Jugendtraum gewesen.

 Der Umbau auf Wechselstrom wurde ja zum Problem, denn die Elektronik war
 damals (~1965) für Schüler nicht so kompfortabel wie heute. Ein Gleichrichter
 ermöglichte nur die Fahrt in eine Richtung. Und heute steckt man einen
 FRU 55 500 von Uhlenbrock hinein und schon geht das wesentlich besser in bei-
 den Richtungen, als mit den alten Fahrtrichtungsumschaltern von Märklin.

 Durch den vor einiger Zeit durchgeführten Ankauf eines Konvolutes von alten und
 sehr gebrauchten Triebwagen kam ich zu einem weiteren "Blitz" in meiner Samm-
 lung. Dass dieses, an erster Stelle unten beschriebene Modell, hat schon einiges
 erlebt und war sehr reparaturbedürftig. Doch das kränkt mich nicht, ganz im Ge-
 genteil, denn da habe ich etwas zu tun, da gibt es einiges zu reparieren und Ablen-
 kung von den Auswirkungen der Chamotherapien.

 Der zweite Triebwagenzug ist der eingangs erwähnte, auf das Märklinsystem
 umgebaute. Nachdem ich den Triebwagen jahrzehnte lang aus meinen Augen ver-
 loren hatte, bin ich am Überlegen, ebenfalls einen FRU 55 500 einzubauen. Der
 Zug ist mit allen Schleifern und Innenbeleuchtung ausgerüstet, sodass deren Abbau
 verlorener Aufwand wäre. -  Nun stellte sich kürzlich heraus, dass der Triebwagen
 mit einem Märklinfahrgestell samt dazugehörigem Motor und Fahrtrichtungsum-
 schalter ausgestattet ist. Der Zug läuft sehr zufriedenstellend und das bleibt so.


 VT 5045.07, Kleinbahn - Video

 VT 5045.02, Kleinbahn - Video


Vergleichsfoto: VT 5045.06, Liliput - Video
 Totalservice und Rahmenreparatur beim Blauen Blitz VT 5045.07 von Kleinbahn

 Nach Erhalt des aus einem Wrack-Konvolut stammenden Blauen Blitzes (~1970, Zweilichtspitzensignal) nahm
 ich eine Sichtung des meistgeschädigten Triebwagenzuges vor. Zuerst fiel auf, dass am Triebwagen ein Bruch
 des Fahrgestells, der Bodenplatte vorlag. Der Motor war, damit der Zug fahren konnte, mit einem Alublechbügel
 mit dem Gehäuse verbunden. Eine riesige Schraube hielt die Bodenplatte  ebenfalls mit dem Gehäuse zusam-
 men. Die Drehgestellblenden des Antriebsdrehgestells waren bauchig und bedingten einer Nachbesserung die
 jedoch den Bruch einer Seite ergab. - Die sofortige Ausbesserung geschah durch zusammenkleben der vier
 Bruchstücke mit Sekundenkleber. Nach der Entfernung des Lackes wurde an der Innenseite der Blende ein
 0,8mm dicker Blechstreifen aufgeklebt, der den Bruchstücken den notwendigen Halt geben kann. Beide Dreh-
 gestellblenden wurden neu lackiert.

 Ähnlich desolat stellte sich die Sache beim Beiwagen dar. Die Bodenplatte war auf der gesamten Länge gut
 5mm durchgebogen und es fehlte ein Drehgestell. Mein Versuch die Verbiegung mit Vorsicht zu begradigen
 scheiterte, die Bodenplatte brach. Provisorisch konnte sie mit Sekundenkleber wieder verbunden werden. Die
 Reparatur wird später mit einem Alu-Streifen erfolgen, der mit Sekundenkleber aufgeklebt wird.

 Die Instandsetzung der Bodenplatte des TWG wurde schließlich mit zwei Messing Rundstäben mit 3 mm
 Durchmesser durchgeführt. Dazu mussten die Stäbe leicht gekröpft werden und konnten sie danach entlang
 den seitlichen Stegen der Bodenplatte mit mittelflüssigem Sekundenkleber verklebt werden. Die angefertigte
 Motortragplatte aus Messingblech, die das Drehgestell mit der Bodenplatte verbindet, wurde an den Rundstä-
 ben angelötet.

 Die nun fällige Zerlegung und Reinigung des Motors und des Fahrgestells war rasch erledigt. Danach wurden
 die lackierten Drehgestellblenden am Fahrblock angesteckt, sodass die neue Tragplatte für den Radschleifrer
 angefertigt und verschraubt werden konnte. Für die Befestigung der Platte musste ein 2mm Gewindeloch her-
 gestellt werden. Dann konnte der Schleifer gebogen werden, damit er gut aufliegt und anschließend wurde der
 kurze Draht angelötet. Jetzt konnte der Schleifer an der Tragplatte mit Sekundenkleber mitteldick angeklebt
 werden.

 Schließlich konnte wieder die Montage des Motors erfolgen. Kleine Nachbesserungen waren an der Tragplatte
 nötig, da der Motor wie starr verbunden und unbeweglich war. Daher musste die Tragplatte dünner geschliffen
 werden, bis die "Geländegängigkeit" einigermaßen gegeben war. Zuletzt wurde die Verdrahtung hergestellt,
 die jedoch umgepolt verlötet wurde. Damit kann der TWG wieder auf jeder Normanlage fahren.

 Damit das Gehäuseoberteil gut am Rahmen aufliegt mussten kleine Adaptierungen erfolgen. Besonders die
 Einklebung einer Inneneinrichtung trug sehr dazu bei, dass das Oberteil satt aufliegt, damit die Befestigung mit
 der langen Schraube keine Deformation des Gehäuses mehr verursachen kann. - Jetzt stünde der TWG zur
 Probefahrt und zum "Einfahren" bereit.

 Die Reparatur des Beiwagens konnte auch erfolgen, da ein Drehgestell eines LIMA Schnellzugwagens vor-
 handen war. Nach kleinen Manipulationen war das neue Drehgestell angepasst worden. Auf den Vorarbeiten  
 aufbauend musste nur der 2mm dicke Alustreifen auf der Bodenplatte ordentlich angeklebt werden. Schließ-
 lich passte alles und nach der kurzen Lackierung des neuen Drehsgestells in Mattschwarz war der Beiwagen
 fertig und einsatzbereit.

 Bei den Testfahrten der Garnitur mussten noch kleine Anpassungen bei der Kurvengängigkei des Triebwagens
 erfolgen, damit er in beiden FR den selben engen Testgleisradius ungestört durchfahren kann.

       
der "traurige" Triebwagen   der Beiwagen  
siehe durchgebogene Bodenplatte der Fahrgestellbruch seltsame Motorbefestigungsvariante  
alle Teile die neulackierten Drehgestellblenden Drehgestell mit Schleiferplatte seitliche Ansicht der Schleifderplatte 
es bleibt trotz allem ein kleiner Spalt zwischen Motoranschluss  das Gehäuse mit der defekten Bodenplatte Bodenplatte mit den gekröpften Messingträgern   
  die Planungsunterlage für das Projekt  die Bodenplatte mit der fertigen Motorhalterung   
die reparierte Bodenplatte liegt unter dem Schleifer  die Unteransicht des Antriebsdrehge-stelles  das annähernd gerade Fahrgestell ...  ... mit aufgeklebter Vertstärkung
ein LIMA-Drehgestell mit Kupplung ersetzt das fehlende Drehgestell       
Bilder vom reparierten Motrorwagen       
VT 5045.07 wieder komplett      
   
 
 Reparatur und Umpolung eines weiteren Blauen Blitzes VT 5045.07

 
 Um später einmal einen kurzen Triebzug zusammen zu stellen bedarf es zweier Triebköpfe und zumindest
 zweier Zwischenwagen. Da es keine Zwischenwagen zu kaufen gibt, begnüge ich mich vorerst, wenn ich zwei
 Triebwagengarnituren aneinander kuppeln kann. Dazu brauche ich zwei Züge aus der gleichen Produktion. Zu
 günstigen Konditionen konnte ich zu diesem Zweck einen weiteren Blauen Blitz mit dem alten Gehäuse erstei-
 gern. - Wieder einmal sah ich mir die Bilder beim Verkäufer nicht gut an und kaufte ein altes Gespann, bei dem
 der Vorbesitzer die Schürzen abgesägt hat. Darüber hinaus war der Antrieb mit Fett geschmiert und da be-
 wegte sich natürlich nix mehr. Das mechanische und elektrische Problem ist zwar leicht behebbar, jedoch das
 Gehäuse ist nicht verwendbar. Durch Zufall tauchte im Netz ein passendes und sehr schönes Gehäuse auf,
 welches ich günstig samt Schachteln ersteigern konnte. Somit kam ich meinem Projekt einen Schritt näher.

 Bei der Zerlegung des gekauften TWG-Zuges war die Verklebung der Gehäuse zu lösen. Es gelang nur mit
 einem Messer. Zurück blieben die Zink-Al-Fahrgestelle von Triebwagen und Anhänger. Da sich der Motor beim
 Anlegen von 12V nicht die Spur drehte, wurde der Motor und das Drehgestell komplett zerlegt. Nach einer Reini-
 gung in Spezialbenzin ergab sich ein freundlicheres Bild. Der Motor lief nun wieder. Das Getriebe wurde nun
 komplett zerlegt und gereinigt. Anschließend wurden die Zahnräder eingebaut und die Räder wieder exakt auf-
 gepresst. Nun bewegen sich auch die Antriebsräder wieder leichtgängig. - Da der Twg. aus älterer Fertigung
 ist, muss für die Umpolung eine neue Halterung für den Radschleifer angefertigt werden. Der Kondensator wird
 vorerst weggelassen, da er zu kurze Lötbeinchen hat.

 Die Bodenplatten wurden ebenfalls gereinigt, wobei der vom Vorbesitzer aufgebrachte Klebstoff (?) weggefräst
 werden musste. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch eine Verstärkung des Rahmens am Triebkopf vorgenommen,
 die durch eingeklebte Stücke aus 3mm Messingdraht verwirklicht werden konnte. Danach wurden die Boden-
 platten Mattschwarz lackiert. Um die Garnitur künftig mit Zwischenwagen gekuppelbar zu machen, müssen an-
 dere Drehgestelle verwendet werden, die das Projekt ermöglichen. Auch diese Drehgestelle wurden später zu
 den Drehgestellblenden des Antriebsdrehgestells passend lackiert.

 Der Zusammenmbau der Garnitur zeigte, dass die verwendeten Drehgestelle zwischen den Wagen einen zu
 großen Wagenabstand ergeben. Daher mussten neue Bohrungen in den Drehgestellen gebohrt werden, da-
 mit die Wagen knapper aneinader gekuppelt werden können. Außerdem ist die Einbauhöhe um 1,5mm niedri-
 ger als bei den originalen Drehgestellen. Das wurde durch Beilegen von 5er-Beilagscheiben ausgeglichen.

 Nach der Montage des Gehäuses am Triebwagen wurde am Rollenprüfstand das Laufverhalten getestet. Dabei
 ergab sich nach etwa fünf Minuten Laufdauer, dass der Motor stehen blieb. Er wurde ausgebaut, zerlegt und
 neuerlich mit Spezialbenzin gereinigt. Dabei fiel er zu Boden und eine Kohlenhalterung brach ab. Also musste
 aus der Ersatzteilkiste ein neues vorderes Lagerschild eingebaut werden. Nach erforderlicher Distanzierung der
 Motorwelle konnte der Motor zusammengebaut und probegelaufen werden. Er funktioniert. Nach dem Einbau
 des Motors im Fahrgestell konnte der Probelauf am Rollenprüfstand weiter fortgesetzt werden. Nun läuft wieder
 alles normal.

 Da die Fertigstellung dieser Garnitur gelungen ist, konnten erstmals zwei Triebzüge an den Steuerwagen gekup-
 pelt und gefahren werden. Für Laien sieht der Zug zumindest interessant aus.

       
 
die Ausgangsgarnitur das zweite Gehäuse alles zerlegt die überarbeiteten Teile der Fahrgestelle
neue Drehgestelle um Zwischenwagen
kuppeln zu können
neue Schleifermontage für Umpolung Motor umgepolt und betriebsbereit beide Fahrhestelle und 2 neue Gehäuse
 
due fahrbereite Garnituir       
       
   
Antriebsdrehgestell  geänderte Laufdrehgestelle mit verändertem Drehpunkt    
Langzug mit 2  VT 5045 Kleinbahn   Video Doppeltraktion 2 Twgzüge  
Doppeltraktion zwei Triebköpfe  Fahrvideo mit  2Zwischenwagen und 2 Triebköpfen Kupplungstest  Zusätzliche Stromabnehmer

 Service und Umpolung eines weiteren Blauen Blitzes VT 5045.02

 Zu günstigen Konditionen konnte ich einen weiteren Blauen Blitz mit Dreilichtspitzensignal aus den Produk-
 tionsjahren um 1990 herum, ersteigern. Damit er auf einer Norm-Modellbahnanlage eingesetzt werden kann,
 musste er umgepolt werden. Der Zug läuft gut, es fehlt am Beiwagen-Enddrehgestell ein Kupplungshaken.
 Nach Beendigung der Reinigung und nach dem Abschmieren lief der Zug einigen Zeit lang zufriedenstellend
 auf meinem Testkreis.

 Schließlich sah ich mich nach einem passenden Zwischenwagen um. Von Kleinbahn gibt es das nicht; nur
 Piko hat für seinen Blauen Blitz Zwischenwagen, die so um 100 Euro (!)  kosten. Das ist indiskutabel und
 maßstäblich nicht passend.
 Daher begann die Suche nach einem passenden Wagen, oder zumindest einem halbwegs passenden, den
 man Umbauern und umlackieren kann. Bei Lima wurde ich zuerst fündig, doch musste Wagen umlackiert
 werden. Ein weiteres Manko war die Dachform und -höhe, sowie die etwas schmälere Bauform als der Blitz.
 Die Suche geht also weiter und vielleicht passt ein anderer Schnellzugwagen, der natürlich auch umlackiert
 werden muss.

 Anmerkung:  Kleinbahn rechnete früher die Fahrzeuglänge im Maßastab 1:100 und die Wagenbreite im Maß-
 stab 1:87, weshalb die Wagen und Loks etwas gedrungen wirken, aber fahrtechnich in Bogenfahrt davon profi-
 tieren. - Da ich es mit dem Maßstab nicht so eng sehe, daher kann ich mit einigen Abstrichen leben und freue
 mich über den durch den Zwischenwagen (oder seinen besser passenden Nachfolger) etwas aufgewerteten
 Blauen Blitz.
 Übrigens ist auf den Bildern weiter unten auch der Rote Pfeil von Kleinbahn zu sehen, der ja dem Blauen Blitz
 ähnelt.

 Auch der Betrieb der beiden Kleinbahntriebwagen in Doppeltraktion und mit einem provisorischen Zwischen-
 wagen musste erprobt werden. Wenn auch nicht originalgetreu, so sieht das Gespann interessant aus und es
 fährt auch sehr schön.

       
VT 5045.02, Bjhr  ~ 1990      
    der provisor. Zwischenwagen (Lima) Zwischenwagen Eigenbau (Liliput)
  
 Kurzbeschreibung des Umbaues eines VT 5045.07 für Märklin

 Als patriotisch angehauchter Modellbahnfreund muss auf meiner Anlage auch ein
 Blauer Blitz fahren. Nur 1975 war die Möglichkeit einen Blauen Blitz für Märklin zu
 beschaffen ein Ding der Unmöglichkeit. Also konnte man sich nur selbst helfen und
 einen Blitz elektrisch für Wechselstrom und das Mittelleitersystem umrüsten.

 Anfänglich hatte ich den gelesenen Hinweisen folgend, einfach einen Gleichrichter
 eingebaut. Dazu musste noch eine Möglichkeit des Anbaues eines Schleifers reali-
 siert werden. Das mit dem Schleifer war kein großes Problem, jedcoh stellte sich
 heraus, dass mit dem Gleichrichter der Zug zwar fuhr, aber nur in eine Richtung.
 Die Idee kam schließlich, dass ich einen Motor einer Märklin Lok einbaue und den
 Fahrtrichtungsumschalter auch.
 
 Nach langem Suchen fand ich bei einem Modellbahn-Gebrauchthändler ein Fahrge
stell einer E 10 von Märklin.
 Dieses Fahrwerk arbeitete ich um, sodass es in das Gehäuse des Blitzes passte. Die Breite passte genau und
 es war hier nichts zu verändern. Jedoch die Länge passte nicht und ich musste vom Lokfahrgestell eine Verlän-
 gerung aus Messingblech anfertigen und anlöten. Die Sorge mit der Fahrtrichtungsumschaltung war durch den
 Einbau eines Fahrtrichtungsumschalters gelöst. Bei diesem Umbau bot sich auch der Einbau einer Beleuchtung
 in Wagenmitte an. Um dem Treiebwagen etwas mehr Kraft zu verleihen, wurde das Bleigewicht einer Kleinbahn
 1010 hinter dem Motor montiert. Der Anbau des Drehgestells mit dem Schleifer war keine große Angelegenheit.
 Damit das Gehäuse lagerichtig am Fahrgestell aufliegt wurden im Motorbereich kleine Holzstücke angeklebt, die
 nun als Auflage des Gehäuses dienen.

 Der Anhänger erhielt ebenfalls eine Beleuchtung, sodass auch hier ein Schleifer und Radkontakte nachzurüsten
 waren. Um mehr Druck auf die damals sehr buckelig verlegten Gleise zu erzielen, wurden im Bereich des
 Schleiferdrehgestells etliche Gramm Blei angeklebt. Der Zug fährt sehr gut.

       
der Blaue Blitz mit Märklin Motor      Fahrvideo 
 
       

 Das Projekt  Blauer Blitz - Langzug wird umgesetzt

 Eine dem Originalfernzug des Blauen Blitzes (Wien - Bregenz, Wien - Villach)
 ähnelde Garintur zu schaffen ging nach Umlackierung einiger Schürzenwagen
 von Liliput, Fleischmann und Lima in Erfüllung. Am Beginn ergab ja bereits die
 Umrüstung eines zweiten VT 5045.07 auf Normalkupplungen, dass erstmals
 eine Doppeltraktion mit zwei Triebwagengarnitueren möglich wurde.

 Bedingt durch den künftigen Einsatz auf der Anlage meines Freundes ergäbe sich
 jedoch in Abschaltbereichen von Signalen, dass nur ein Triebkopf abgeschaltet
 würde, der zweite außerhalb der Abschaltung aber aber weiterlaufen würde.
 Daraus folgt, dass der zweite Triebkopf nicht angetrieben ausgeführt sein darf.
 Somit musste eine Änderung erfolgen, ein Triebkopf muss zu einem Dummy umge-
 baut werden.
 
 Um das Vorhaben zu realisieren, wurde bei ebay ein Triebkopf gekauft und umge-
 baut. Dort sollte der Motor a) umgepolt und b) funktionslos gemacht und das
 Antriebszahnrad zwischen Motor und Fahrgestellgetriebe ausgebaut werden. Der
 Motor sollte im Drehgestell bleiben, damit er später einmal wieder aktiviert werden
 kann.




 Der für das Projekt angekaufte Triebwagen bedarf einer dringenden Wartung. Der Motor dreht angestrengt
 und langsam und das Getriebe schimmert sehr ölig. Neben der Verschmutzung lag der Fehler auch an einer
 abgerissenen Drahtverbindung vom Anker zum Kommuter. Daher wurde der Motor ausgebaut, gereinigt und
 das abgerissene Drähtchen von einer Ankerspule zum Kollektor wieder angelötet. Leider war das Ergebnis
 unbefriedigend, sodass aus einem Restmotor der Anker verwendet werden musste. Dieser ertüchtigte den
 Blauen Blit zwar, doch er wurde kein "Schneller".

 Schließlich wurde eine Halterung für den im Zuge der Umpolung isoliert aunzubringenden Stromabnehmer
 geschaffen. Wegen der unbefriedigenden Leistung des Motors wurden später am hinteren Drehgestell zu-
 sätzlich Radschleifer angebracht. Doch auch das brachte keine Leistungssteigerung.

 Der Triebwagen lief nun mit den zwei umlackierten Liliput Schürzenwagen und dem üblichen Blitz-Steuerwa-
 gen bei 12V noch immer eher zäh. Nun muss man bedenken, der Blitz entspricht leistungsbezogen etwa der
 kleinen Jenbach Diesellok und die hat auch nicht mehr zu bieten, denn ohne Haftreifen ist diesem Dilemma
 nicht zu entkommen. Nur das geht wieder aus Kontaktgründen nicht....

 Aus Verzweigflung veranstaltete ich mit zwei meiner nun drei Triebköpfen ein "Rennen", um zu sehen
 welcher der Leistungsfähigste ist. Schließlich wählte ich einen als künftiges Zugfahrzeug aus. Den schwäch-
 sten Triebkopf ereilte das Abspecken, also der o.a. Ausbau des Motors usw. - Zur Zugkrafterhöhung kamen
 etliche Gramm Blei in den motorisierten TWG. Es wuchs zwar die Zugkraft meines Favoriten, doch den inzwi-
 schen elektrisch und mechanisch ausgeschalteten Motor im Dummy-Triebkopf zog er die leichte Steigung
 meiner Tischplatte nicht nach oben. 

 Folglich musste der Dummy-Triebkopf weiter abgespeckt werden. Das verbindende Zahnrad zwischen erster
 und zweiter Achse wurde auch noch ausgebaut. Auch das brachte keine merkliche Verbesserung. Dann
 wurde sogar der Motor entfernt. EIne schwache Besserung stellte sich ein, doch die Steigung meiner Tisch-
 platte führte noch immer zum Durchdrehen der Räder. - Also noch immer keine brauchbare Lösung vorhanden.

 Um doch eine brauchbare Lösung für einen respektablen Zug mit zumindest zwei Zwischenwagen erreichen
 zu können bleibt nichts anderes übrig, als den ziehenden Triebkopf mit einem zweiten Motor auszustatten.
 Zuvor wurde nochmals versucht, im Antriebsdrehgestell des "Dummy-Triebkopfes" alle Antriebszahnräder
 auszubauen und die Federkraft der Radschleifer zu verringern, damit der Rollwiderstand so weit als möglich
 reduziert wird. In dieser Konstellation hat der vorgesehene Triebkopf den Zug noch die Steigung meines
 Arbeitstisches hochziehen können.

 Um eine brauchbare Garnitur zu bekommen wird in der nächsten Schlechtwetterphase der Einbau eines
 zweiten Motors notwendig sein. Das wird dann auch ermöglichen, eventuell noch einen dritten Zwischenwagen
 einzukuppeln. Dann würde der "Langzug" schon einen besseren Eindruck machen. - Gerade noch rechtzeitig
 vor dem dritten Wagenumbau kam von meinem Freund die Meldung, dass er auf seiner Anlage nur Züge mit
 maximal 4 Schnellzugwagen fahren lassen möchte. Daher braucht es also keinen dritten Zwischenwagen mehr.

 Den zweiten Motor konnte ich aus meinem, vom Vorbesitzer auf Zweimotorbetrieb umgebauten VT 5046-Twg. 
 (vermutlich Fahrgestell eines Schnellbahntriebwagens) entnehmen. Doch der Rahmen des Triebwagens
 musste für den Einbau des Motors erheblich abgeändert werden. Es musste eine Rahmenkonstruktion ge-
 schaffen werden, die diesen Motor aufnehmen kann. Das konnte mit Messingblech und Messingstäben reali-
 siert werden. - Bei der Nachrüstung eines zweiten Motors gibt es allerdings das Problem mit der eventuell
 etwas unterschiedlichen Getriebeübersetzung, denn der zweite Motor scheint ein langsamer zu sein.

 Um den VT 5046 weiterverwenden zu können, muss anstelle des Motor- ein Laufdrehgestell eingebaut werden,
 welches halbwegs zum Erscheinungsbild des Triebwagens passt. Das gelang zufriedenstellend.
 
 Bei der ersten Testfahrt des Zuges auf der Modellbahnanlage meine Freundes konnte man sehen,  dass der
 umgebaute Triebwagen meines Blauen Blitzes mit dem zweiten Motor konnte die Wagen und den Dummy-
 Triebkopf, die relativ steilen Gleiswendeln der Anlage meines Freundes gut hinaufziehen hat können. Dennoch
 würde ich gerne einmal andere Motore oder Drehgestelle einbauen, denn der Triebwagen schleicht dahin,
 verglichen mit den üblichen Triebwagen von Kleinbahn.

 Für Langzuggarnitur Einbau von zweitem Motor in einen Triebwagen
       
Umbau des Twg. - zweiter Motor  ... Triebkopf für  Doppeltraktion/Langzug   Probe der Drehgestellaufnahme
Anschluss Standarddrehgestell ANschluss Motor 2 beide Motore im Fahrgestell montiert Ansicht zweimotoriger Triebkopf
Untersicht Dummy-Twg und zweimotoriger Triebkopf   in dieser Form kann der TWG-Zug fahren  
BLauer Blitz Langzug - erste Probe ... ... Modellbahnanlage meines Freundens Fahrvideo  
  Für den Langzug mit zwei Triebköpfen -  Bau eines Dummy-Triebwagens
VT 5945.07, Ausgangsprodukt für Langzug mit abschaltbarem Motor die Umpolung beginnt   der montierte umgepolte und einsatzbe-
reite Motor
     
das Fahrgestell ohne Antrieb      

 Vergleich der Triebwagenzüge Kleinbahn Blauer Blitz und Roter Pfeil und Garnitur mit Zwischenwagen

 Der Vergleich zwischen dem Blauen Blitz und dem Roten Pfeil zeigt die Einfachheit mit der in den Jahren um
 1953 bis 1958 die Herzen der Modellbahner zum Rasen gebracht werden konnten. Mit relativ geringem Auf-
 wand wurde von Kleinbahn aus dem Steuerwagen des Blauen Blitz ein zweiter für den Roten Pfeil gefertigt. Mit
 minimalem Aufwand wurden auf den Roten Pfeil Stromabnehmer montiert und fertig. Man hätte zumindest die    
 Unterlagen der Stromabnehmer von einer E-Lok verwenden können. Nachrüsten möchte ich solche Dinger
 nicht, damit der Originalzustand erhalten bleibt. Beide Züge verwenden den gleichen Motor und die anderen
 Drehgestelle sind ebenfalls in beiden Fällen gleich.

       
 
VT 5045.02 mit Lima Zwischenwagen  Triebwagwagenzug daneben Roter Pfeil    Auszug aus dem Katalog 
 
 Roter Pfeil mit Zwischenwagen

 Angeregt durch obige Zugsbild
ung wurde auch ein Zwischenwagen für den VT 5045.07 diesmal in Form des
 Roten Pfeils hergestellt. Es gibt ja farbgleiche Kleinbahn-Schürzenwagen, die zwar einen etwas anders geform-
 ten Wagenabschluss haben, der aber bei nicht strenger Betrachtung kaum störend wirkt. Allerdings müssen die
 Drehgestelle mit Kupplungen gegen solche ohne Kupplung aber mit anderen Kupplungen ersetzt werden.
 Dennoch wird der Rote Pfeil durch den Zwischenwagen interessanter und sieht gut aus. Der Zwischenwagen-
 umbau ist hier zu sehen: Zwischenwagen Roter Pfeil


  Roter Pfeil mit Zwischenwagen    
Roter Pfeil mit Zwischenwagen   Blauer Blitz mit zwei Triebköpfen  
 
 Vergleich der Triebwagenzüge Piko-Kleinbahn und Liliput-Kleinbahn - der Unterschied ist groß

 Der Star unter den Blauen Blitzen ist zweifellos die Variante von Piko. Sie ist in allen Proportionen maßstäblich
 und im Vergleich mit einem Kleinbahn Triebwagenzug fällt das besonders in der Länge auf. Kleinbahn rechnet
 nämlich mit dem Maßstab mit 1: 100 anstelle 1: 87 aber nur in den Längenrelationen.

 Kleinbahn und Liliput scheinen Zwillinge zu sein, denn die Unterschiede im Gehäuse und der Motorbauart
 ähneln sich sehr. Das hat sicherlich auch mit der Material- und Werkzeugsituation in den frühen Jahren vor
 1950 zu tun.

       
Piko (li) und Kleinbahn VT 5045.02     man sieht den Längenunterschied deutlich
Liliput VT 5045.06 (li), Kleinbahn VT 5045.07 und Kleinbahn VT 5045.02 (re)   Fahrgestell Liliput VT 5045.06 Fahrgestell Kleinbahn VT 5045.07