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Als Freund von "Warbids",
also der ehemals im
Weltkrieg eingesetzten Jagd- und Bombenflugzeugen, habe ich
mich bisher immer für die meiner Meinung nach seltener in
unseren Landen gebräuchlichen amerikanischen
und englischen Flugzeuge interessiert.
Nun hatte
ich mir auch ein amerikanisches
Trainerflugzeug, die AT 6 Texan, als größeres Modell mit
2,1m Spannweite zugelegt und auch einige Male
erfolgreich geflogen. Doch so ganz überzeugte mich
das Modell nicht, es war zu wenig "kriegerisch", also
kein Jäger und daher nicht für härteren
Flugbetrieb gedacht. Ein richtiger Jäger ist
eben flotter und ... kriegerischer.
Ein Freund mit vielen Kontakten
sollte mir beim Verkauf behilflich sein oder
ein Tauschmodell finden. Zufällig hatte er eine Me 109,
die ihm wegen Motorproblem- chen Sorgen
bereitete und die er mir zum Tausch anbot. Wir wurden handelseins
und nun überarbeite ich das schon
länger im Gebrauch gestandene Modell nach
meinem Gutdünken. Es ist nicht viel und nichts
tiefgründiges zu tun, doch einige Checks, zB. den Motor ordentlich einstellen, die Tankfunktion
und die Servofunk- tion prüfen, etc. sind immer
wichtigt.
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die "rote 7" im Original

meine Me 109
Video |
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Technische
Daten Spannweite: 2,30m (einteilig), Länge:1,85m,
Fluggewicht: 6,8kg, Motor: P.H. 180 AR 30ccm Viertakt,
Prop: 16 x 8" (1900-8550 U/Min), Eurokit Pressluft Einziehfahrwerk
Einrohrsystem, Landeklappen
Die
Aufarbeitung meiner Me 109 und der Flugbetrieb
Bei der Durschicht
des Modells fiel der Motorraum negativ auf, da er mit
nicht spritbeständiger Farbe gestrichen war. Alles
war runzelig, klebrig, fett, einfach schiach! Mit
Nitroverdünnung und Spachtel konnte der Dreck entfernt
werden. Dann folgte ein Anstrich mit grünem
Lack und nachfolgend eine Behandlung mit spritfestem
Zweikom- ponentenlack.Ebenso störend sind viele
Dellen und Lackabschürfungen, die vom Transport stammen. Schade, aber das Modell soll ja ohnedies nicht
"wie
gerade aus der Fabrik gekommen" aussehen. So weit möglich
wurden die Cuts im Holz mit Superkleber gesichert und nach Möglichkeit mit einer passenden Farbe
bemalt.
Dank der Hinweise von Kurt konnte
ich einige kleine technische Schönheitsfehler beheben.
Damit kann ich davon ausgehen, dass später da
und dort keine versteckten Probleme auftauchen. So war
zB. das Tankpendel vom Rohr abgerutscht, sodass ich
es gleich gegen eines mit einem Sinterfilter tauschte. Was ich
nicht beachtet habe war, dass das Befüllungsventil
nicht wie sonst üblich zwischen Tank und Vergaser liegt,
sondern es ist an einem eigenen Tankanschluss angeschlossen. Das bedeutet,
dass der Tank derzeit nur durch den Auspuffs- chlauch entleert
werden kann. Dazu muss das Modell auf den Rücken gelegt
werden. Naja, - das lassen wir vor- erst so.
Ein
weiteres Problemchen ist die Verwendung eines E-Starters
bei dem Scale-Spinner der Me. Ein normaler E-Starter rutscht sofort auf der großen Spinnerkrümmung ab. Daher wurde
aus einem Ersatz-Startergummi ein passender Ansatz hergestellt. Auf der Drehbank wurde der Gummi
eingespannt und mit der Powerfile zugespitzt und mit einer Vertiefung versehen, die das Abrutschen
verhindern soll. Das Trockentraining war jedenfalls
erfolgreich, aber wenn der Sprit den Zylinder dicht macht
kommt die Kompression und dann wird sich zeigen ob es
funktioniert. Normaler Weise startet man so einen Motor ohnedies mit der Hand.....
Der
Motorlauftest und damit der "Rütteltest" stehen als
nächstes am Plan. Mit dem 16x8-3Blatt Propeller dreht
der Motor knapp 7000 U/Min, also zu wenig. Mit
dem Zweiblattprop 16x8 wird er munter und dreht rund 8400
U/Min und die Flugleistung ist damit auch akzeptabel. Natürlich mit mehr Power würde das Ding agiler werden,
doch das muss nicht sein. Das Modell macht
auch so viel Spaß und sieht im Flug reaslistisch aus.
Der
Erstflug erfolgte am Modellflugplatz des MFC Böhmerwald,
im Mühlviertel. Der Motor wurde lediglich mit der Spitzendrehzahl
so eingestellt, dass er im Steigflug nicht abmagert; die
Leerlaufeinstellung blieb unverän- dert. Ein schöner
Startlauf ohne Schreck wurde von einem recht akzeptablen
Flug abgelöst. Die Flugge- schwindigkeit des Modells könnte
wie schon angedeutet noch etwas höher sein, doch reicht
sie für angenehme und stressfreie Flüge aus. Die Landeklappen
wurden getestet und können für langsame niedrige
Vorbeiflüge eingesetzt werden. Auch bei der Landung kamen
sie voll zum Einsatz, sie wirken unkritisch, doch bedarf
es vieler Versuche, sie in Abstimmung mit der Landedrehzahl
des Motors optimal einzusetzen. - Doch das konnte hier
noch nicht weiter trainiert werden, da sich beim Pressluftfahrwerk
ein kleiner Defekt eingestellt hat, der das selbsttätige
Ausfahren des Fahrwerks infolge Druckverlustes nach
3 Minuten Flugdauer bewirkte. Diesen Schaden konnte ich
vor Ort nicht beheben und somit endeten die Me-Flüge im
Mühlviertel.
Die Flüge am Heimatflugplatz
wurden zur Perfektionierung verwendet. Das Fahrwerk
funktioniert jetzt zufrieden- stellend. Die
Testlandungen mit Klappen verliefen problemlos, jedoch
gelingen die Landungen damit für das geschulte Auge noch nicht schön genug,
da das Modell, wenn es langsam wird, zum Schwänzeln
beginnt. Hin- gegen bei Anflügen ohne Klappen
gelingt jede Landung, auch die mit vorhergeendem
Motorabsteller.
Motorabsteller
beim Turn abwärts
Offenbar ist
durch die Spritänderung eine Nachjustierung der
Leerlaufeinstellung notwendig geworden. Nach der Korrektur läuft der Motor im Leerlauf jetzt auch bei
nach vor geneigtem Rumpf gut weiter. Dennoch scheint das
Optimum der Einstellung noch nicht erreicht zu sein,
obwohl der Motor im Leerlauf jetzt nicht mehr so stark
raucht, was mich zur Meinung verleitete, die
Einstellung wäre zu fett. Bei den nächsten Flügen wird
oft der Turn geflogen, denn beim Abwärtsast ging der Motor
zweimal aus. Nach der Neueinstellung sollte das nicht mehr
passieren.- Dooooch! Noch immer ist der Leerlauf zu
fett, was zur Überfettung bei ganz
gedrosseltem, nach unten gerichtetem Motor
führt. Bei neuerlichen Versuchen konnte eine beinahe
gute Leerlaufeinstellung gefunden werden, bei der der Motor zwar langsamer wird, aber im Test nicht
mehr stehen blieb. Der nächste Turn wird es zeigen ob
die optimale Einstellung schon gefunden worden
ist. Im Zuge der Arbeiten an der Leerlaufnadel
wurde das Drucknippel am Auspufftopf auf übliche 2mm Durchme- ser aufgebohrt. Die Vergasereinstellung
änderte sich dadurch natürlich etwas und in der Folge
wurde die Leerlaufschraube fast eine halbe
Umdrehung oder mehr, hineingedreht. Jetzt läuft der Motor gut, dennoch ist
das Problem mit dem Absterben
des Motors bei Talfahrt noch immer nicht gänzlich
gelöst. Mit dem Drossel- hebel vorn, auf volle Gastrimmung
offen gestellt, scheint das Problem gelöst zu sein. -
Doch muss ich unbedingt einen Turn fliegen? - Nein, daher lasse ich
derzeit sie Sache und beobachte wie sich der
PH 180 bei länge- rer Laufzeit entwickelt.
Fahrwerkarbeiten
Ungeachtet
der Feinjustierung des Vergasers macht das
alte Einziehfahrwerk kleine Probleme. Es ist manch- mal undicht, aber man findet nicht wo. Nach
Dichtigkeitsprüfung mit Seifenwasser konnten einige
kleine Aus- tritte gefunden und behoben werden.
Aber noch immer gab es den fallweisen großen
Luftaustritt nur wo??? Schließlich tauschte ich die
gesamte Steuerung, alle Schläuche und die
Pressluftflasche aus. Doch noch immer gab es wie vorher die
Leckagen, also kann es nurmehr an den
Fahrwerksmechaniken liegen. Diese wurden ausgebaut und
die Zylinder abgeschraubt und die Gummidichtringe
kontrolliert. Offensichtlich dürfte zuviel Silikonöl zum
Quellen der Gummi geführt haben, bei einem Fahrwerk
war es dann so schlimm, dass es nicht mehr mit Federkraft
ausgefahren ist. Eine gute Reinigung, etwas Vasilinfett
und ein neuer Dichtring schufen Abhilfe. Damit dürfte
ist ausreichende Dichtigkeit erreicht worden sein, die dem Alter des Fahrwerks entspricht.
Um
den Motorlauf zu verbessern wurden ja, s.o.
Einstellarbeiten durchgeführt. Da trotzdem ein Mehr an
Leis- tung für das Modell verträglich wäre,
wurden die am Original vorhandenen Ölkühler
nachgerüstet. Damit wird "der Motor jetzt sicher besser
laufen und der Flieger schneller fliegen"... (:-). - Nein,
beim zweiten heutigen Flug streikte der Motor wieder.
Der Landeanflug war wieder problemlos, doch
leider erkannte ich die geringe Erhe- bung des
Kartoffelfeldes unmittelbar vor dem Pistenbeginn nicht,
sodass die Fahrwerke dort hängen blieben, eines ausriss
und das Modell einen langsamen Überschlag direkt
an der Flugplatzgrenze hinlegte. Echt Sch.... Die
Reparatur stellt mich, s.u., vor keine großen Probleme, sieht
man von der Lackierung ab. Wo finde ich
passende Farben??? - Die Antwort: Beim
Forstinger.
Höhenrudermischer
für Landeanflug mit Klappen
Erfreulich war die
Wirkung
des Mischers für Klappen auf Höhenruder (mit 10%), der
das Modell langsamer flie- gen ließ aber eine
deutliche Sinktendenz gebracht hat. Wie sonst auch musste nun
leicht gezogen werden, um den Sinkwinkel abzuflachen.
Das ging ganz gut, aber mit nur 8 % tief dazugemischt ist
geht es noch besser. Das Modell sinkt im Endanflug,
mit auf erhöhtes Standgas gedrosseltem Motor merklich,
doch muss das Höhen- ruder wieder zum Einstellen
und Halten des Sinkwinkels bewusst eingesetzt werden.
Ab Anflughöhe 1 m über dem Flugplatz muss der Gleitwinkel
flach gehalten werden, denn das "Aufplumpsen" aus 30cm
Höhe, - wenn auch direkt auf die Federbeine -, ist nicht
vorteilhaft und könnte in etwas Arbeit ausarten. Wenn
das Modell mit vollen Klappen dann aufgesetzt wurde, beträgt die Rollstrecke
noch etwa 30 - 50m. Das ist jedoch eine kritische
Landung die nicht angestrebt werden sollte. Durch die geringe Masse des
Modells ist Geschwindigkeit
auf Rasenpiste sehr rasch abgebaut und das Modell kommt zum
schnell zum Stillstand (auch mit halber Lande- klappen
einstellung).
Flugerfahrungen
(5.10.11)
Bei einem Flug mit merklichem aber
nicht übermäßigem Gegenwind verhält sich das Modell sehr angenehm.
Abgesehen von Bereichen mit
bekannten Verwirbelungen ist trotz der nicht gerade
übermotorisierten Leistung, der Flug gegen den
Wind nur wenig langsamer als bei Windstille. Die
Gutmütigkeit des Modells zeigte sich an diesem Tag, als, warum auch immer, ein Querruderservo sich aus
der Verankerung löste und nurmehr am Kabel hängend am
Flügel baumelte. Nur mit wenig mehr
Querrudereinsatz (man hätte trimmen können) konnte das
Modell anstandslos geflogen und gelandet
werden. - So "harmlos" würde ich mir gerne alle meine
Modelle wünschen.
Tanken
Für die Betankung
und die Luftbefüllung bestehen eigene Ventile. Für das
Treibstoffventil gibt es einen eigenen Tankstutzen
über den auch abgesaugt werden kann. Zu dem Zweck wird
das Modell im zusammengebauten Zustand und mit
den Rädern am Boden, auf die Nase gestellt. Das
Pressluftventil wird ebenfalls mit einem eige- nen
Stutzen durch Eindrücken geöffnet und hält den Stutzen.
Zur Entfernung muss die Überschubhülse nach hinten
gedrückt werden, dann wird der Stutzen frei. Für die
Glühung besteht ebenfalls eine gesonderte Anschlussbuchse
und ein dazu passendes Kabel mit Stecker.
Zum
Starten des Motors gibt es einen speziell
angefertigten Startereinsatz für die Einbuchtung auf der
Spinner- spitze oder einen extra
Getriebestarter mit einem großen, außen am Spinner
passenden Gummieinsatz. Motorwechsel
Just jetzt läuft mit ein neuwertiger PH 180
über den Weg und siehe da, er komprimiert merklich besser. Also
habe ich kurzerhand
die Motore ausgetauscht. Bin gespannt wieviel Leistungsunterschied zu bemerken sein
wird?
- Ich weiß es inzwischen schon, - fast keiner -,
sieht man von max 50 U/Min mehr ab. Fazit aus dem
Vergleich: Der Unterschied der Leistung zweier
Motoren mit annähernd gleicher Laufdauer ist in
Abhängigkeit vom Kaltdurchdrehen des Motors, sprich der
gefühlten Kompression, mehr als vernachlässigbar. Mag sein, dass der besser komprimierende Motor im Senkrechtsteigflug
dann doch mehr Drehzahl bringt, aber das wird
sich in Grenzen halten und muss erst erflogen
werden.
Unten folgt ein Flugbericht vom nächsten Flug
und seinen Folgen .....
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gereinigt und neu spritfest gestrichen |
das Innenleben der Me |
Motorraum fertig |
Fahrwerk fertig |
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speziell angepasster Startergummi |
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vor dem Erstflug |
ein durchaus
realistisches Flugbild ..... |
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starker Leerlaufrauch - kein Brand |
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Motoreinstellung verbessern |
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Zubau der Ölkühler |
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das gerissene Loch |
erste Montagen |
Fahrwerksstellung passt |
Aufbau fehlender Einbauten |
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Oberseite (mit Vorschaden) verkittet |
die Unterseite ist geschlossen |
fertig zusammengabaut |
vom Schaden ist praktisch nix zu sehen |
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sie wieder geworden wie sie war |
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Start zum Fotoflug 1.1.2011 |
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Landeanflug mit Klappen |
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der "neue" Motor |
Motorwechsel |
der PH 180iger ist drinnen |
Kanal- und Schalterbelegung |
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Nächster
Flug vom 16.10.2017:
Inzwischen
sind fast 3 Jahre vergangen. Ehemals wurde nach dem
Motorumbau ein kurzer Probelauf duchge- führt.
Wegen meiner Chemofolgen konnte ich damals keine
optimale Einstellung erreichen und gab mich mit dem
annehmbaren Vollast- und Drossellauf zufrieden. Beim
heutigen Flug wurde die Grundeinstellung des Motors
getestet, wobei eine Schwäche auffiel, indem der Motor
bei sehr niedriger Leerlaufdrehzahl keinen Übergang
schaffte und abstarb. Der Flug verlief erfolgreich, sieht
man davon ab, dass beim Ausrollen über den
Flugplatzzufahrtsweg hinaus, das Modell in ein abgeschgnittenes Maisfeld
lief und dabei ein Fahrwerk aus dem Flügel brach.
Die Reparatur
Nach dem Ausbau des defekten Fahrwerks wurden
alle eingebrochenen Flügelbereiche ausgeschnitten, damit sie
mit neuer Beplankung ausgebessert werden können. Zuerst
musste jedoch die ausgerissene Fahrwerks- aufnahme
repariert werden. Die hintere Fwk-Halterung war durch
die herausgerissenen Schrauben deformiert. Sie
war aber noch immer felsenfest im Flügel verankert.
Daher entschloss ich mich, unter die ausgebesserte originale
Befestigung eine zusätzliche Platte einzuharzen, in der
künftig die langen Schrauben Halt finden können.
Die vordere Tragplattenbefestigung wurde neu
eingerichtet und mit Stabilit eingeklebt.
Bevor
die Fahrwerke für die Wiederverwendung vorbereitet
wurden, mussten die beim Ausrollen gering verbogenen 6
mm Stahlhaltebolzen gerade gebogen werden. Danach wurde
zur Kontrolle der reparierten Fahrwerksauflage das
entnommene Fahrwerk wieder auf der im Flügel
verbliebenen Auflage provisorisch montiert. Zur
Kontrolle der Einbaulage des Fahrwerks wurde
eine Schablone angefertigt und mit deren Hilfe die noch
einzuharzende, vordere Fahrwerksauflage,
ausgerichtet und dann mit Stabilit eingeharzt.
Die
beschädigten, gebrochenen Beplankungsstücke wurden
entlang von Rippen und Holmen ausgeschnitten. Danach
wurden Holzstückchen an den Rippen und Holmen angeklebt,
auf die die neuen Balsabrettchen mit Ponal
aufgeleimt wurden. Anschließend konnte alles
verschliffen werden. Das Balsaholz wurde mit Porenfüller eingestrichen
und nachher verkittet. Da das Modell seit seiner
Erbauung offenbar keine Papierbespannung hatte,
wurde auch von mir keine aufgebracht. Nach dem
Feinschliff konnten die ausgebesserten Stellen wieder lackiert
werden. Zuletzt wurden die Fahrwerke wieder eingebaut
und erprobt. Flugtag
am 18.10.2017:
Vor einem weiteren Flug mussten Leerlauf und Übergang
ordentlich eingestellt werden!
Es muss sicherge- stellt sein, dass der Motor
so tief als möglich gedrosselt werden kann und danach
einwandfrei hochdreht. Um das zu erreichen
wurde die Leerlaufdüsennadel um 1/16tel Umdrehung
herausgedreht, also in Richtung fet- teres
Gemisch. Das war genug, doch drehte der Motor noch ein
wenig zu hoch, was aber an der Trimmungs- einstellung
lag, die senderseitig geändert werden musste. Auch die
Mitteneinstellung des Gasweges wurde verändert,
sodass im oberen Bereich noch Drehzahlsteigerungen
merkbar wurden, wenn der Knüppel über den halben
Weg hinaus bewegt wird. Beim Testlauf wurde der Motor
auf 8580 U/Min bei Vollast und auf 1900 U/Min im
Leerlauf eingestellt. Die Gasannahme funktionierte jetzt
auch bei der niedrigen Leerlaufdrehzahl
zufriedenstellend.
Damit stand dem Testflug
nichts mehr im Wege. Auf jeden Fall MÜSSEN
beim Flug auf kurzen Rasenpisten die Landeklappen in Stellung voll
verwendet werden! Das fehlte leider beim vorletzten
Flug. Zuvor wurden alle Rudereinstellungen
überprüft und nachjustiert. Daher war zu erwarten, dass
einige Einstel- lungen im Flug neu erflogen
werden mussten. Der Start gelang, die Fahrwerke
eingezogen, so konnte der Trimmflug beginnen.
Nachdem kein Wind ging, war das Einfliegen einfacher.
Das Modell stieg ziemlich stark und ich musste vorerst
einige Rasten tiefer trimmen, konnte aber dann annähernd
die Mittelstellung eingestellt werden. Nach einigen
Flugfiguren, dabei ein Looping mit großem Durchmesser
bis in die Nebeluntergrenze hinein, wurden Landeanflüge
trainiert. Anschließend wurde die Funktion der
Landeklappen erprobt und festge- stellt, dass die Zumischung
von 8% Tiefenruder eventuell reduziert werden sollte, da das
Höhenruder gering gezogen gehalten werden musste. Die Funktion des
Höhenruders wird vorerst mit EXPO 25% belassen. Insgesamt
gab es sechs Landeanflüge, bei vier davon musste knapp
über dem Boden wieder Gas gegeben werden, was
verlässlich funktionierte. Die beiden Landungen
verliefen problemlos. - Fazit: das Modell kann künftig wieder
problemlos eingesetzt werden.
Zur
Erinnerung:
Das Betanken erfolgt durch das
Tankventil am Rumpf. Enttankt muss über den Überlauf,
den Drucktankan- schluss (beim Auspufftopf), werden. Zu diesem
Zweck muss, wie unten am Bild zu sehen, der Rumpf rücklings
liegend und am Modellständer schräg angelehnt
positioniert werden. Nur so kann der Tank ganz entleert
werden.
Wie jüngst die Erprobung
nach längerer Lagerzeit zeigte, machen die alternden
Pressluftleitungen immer wieder Probleme mit
der Dichtheit. Unter der Verhärtung des Kunststofffs
leiden alle Anschlüsse des im Rumpf befindlichen
Festo-T-Stücks und tritt dort Luft aus. Als Alternative
wird ein anderes T-Stück verwendet, auf das die
einzelnen Leitungen aufgeschoben werden. Um die
Dichtigkeit zusätzlich zu erhöhen werden die Leitungen mit
Sekundenkleber zusätzlich fixiert. - Auch das
T-Stück im Flügel wird ausgetauscht, sodass die Anzahl
der kritischen Festo-Stückelungen reduziert
wird, bei denen Undichtigkeit bestehen kann.
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Beplankung eingedrückt, Riss in Nasenleiste |
neue Beplankung wird eingesetzt |
das ausgerissene Fahrwerk |
provisorischer Fahrwerkseinbau |
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es wird beplankt |
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Rumpfposition beim Enttanken |
Innenansicht der Kabel und des Druckschlauches |
das Glühkabel ist angeschlossen |
Pressluft Steuerung |
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