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   North American  P 51 D  - Mustang  "Marie" ( Absturz)                                               zur Version 2
 

 Eigentlich wollte ich aus dem restlichen Flügelpaar und den Leitwerken aus den
 Bausatzresten für die Twin Mustang ein neues P51-Modell bauen. Aber es kommt
 immer anders als man denkt und das Superangebot von Schweighofer, einen
 kompletten Bausatz zu einem Superpreis, konnte ich ja dann doch nicht ausschla-
 gen. Also baue ich die "Marie" rasch zusammen, damit ich ehebaldigst damit

 fliegen gehen kann.
 Das ist deshalb wichtig, da meine Eigenbau - Twin Mustang ja aus 2 Bausätzen
 der "Marie" entstanden ist und dann halbwegs so gut fliegt wie diese "Marie".


 Zum Einsatz wird einer meiner vielen modifizeirten Hype 91 mit einem OS-Vergaser
 kommen (wenn sich der alte Vergasertyp bewährt) und auch das Serien-Einzieh-
 fahrwerk werde ich verwenden - ich habe ja davon noch 4 gleiche Fahrwerke in
 Reserve. An Servos baue ich gebrauchte Servos ein und auch zum Test erstmals
 auch drei Digitalservos.

  
 Für Interessierte die technischen Daten des Modells:

 Spannweite: 1, 67m, Länge: 1, 42m, Gewicht: 3,8 kg, Motor: Hype 91 Zweitakt,
 Prop: 14x7-3Blatt



 das Originalflugzeug

 mein Modell

 das Modell aus dem Bausatz

 

 
Der Bau der Mustang "Marie"

 
Erster Tag:
 Begonnen wird bei  mir immer mit dem Motoreinbau samt Anpassung der Motorhaube. Da die vom Bausatz
 vorgesehene Baulänge eine zu kurze Rumpfnase mit sich bringt, wurde der Motor so weit als möglich nach
 vorne gerückt montiert. Weiters passt die vorgesehene Einbauhöhe des Motors nicht so recht, sie ist zu
 niedrig. Also wurde die Einbauhöhe angehoben, was zu einem originalgetreueren Verlauf der Rumpfkontur
 führt. Die Anpassungen der Motorhaube, also kürzen, da sie bei mir nicht über den Rumpf aufgeshoben wird,
 war der nächte Arbeitsschritt. Zusätzlich wurden auch die Öffnungen für den Auspuff und die Abluftöffnung
 grob hergestellt.


 Zweiter Tag:
 Nun wurden die Befestigungen samt der Abdeckleisten für die Motorhaube am Rumpf aufgeklebt und
 zurechtgefeilt. Danach erfolgte die langwierige Anpassung der Motorhaubenlänge. Nachdem das geschafft
 war wurde mit dem Bohren der Befestigungslöcher begonnen. Hier stellte sich ein Hindernis bei den Monta-
 ge- und Demontageversuchen in den Weg, nämlich der seitlich herausragende Auspufftopf.

 Danach wurde das Gasgestänge hergestellt und eingebaut. Ebenso wurde das Gasservo verbaut und der
 Servoweg gleich im Sender eingespeichert. Schließlich begannen die rumpfseitigen Vorbereitungen für den
 Einbau des Höhenruders, gefolgt von der Zusammenklebung der Tragflächenhälften.


 Dritter Tag:
 Die Tragflächen wurden in der Folge zuerst überall dort wo es verdächtig aussah mit Nachklebungen be-
 dacht. Ebenso wurden an den  Rippen an denen die Fahrwerksbefestigungen angeklebt sind, zusätzlich
 noch je eine Verstärkungsrippe angepasst und solide eingeklebt.

 Jetzt konnten die Fahrwerke samt den Radschalen montiert werden. Der nächste Arbeitsgang bestand aus
 dem Einbau des Einziehfahrwerksservos (Hitec 75 BB) und der Montage und Anpassung der Fahrwerks-
 anlenkungen. Die bei dem Servo befindliche Steuerscheibe ist eine Nummer zu klein und mußte gegen eine
 größere getauscht werden, um ausreichenden Hub für die Betätigung der Fahrwerke zu bringen.

 Ein weiterer Schritt betraf die Fertigstellung des Rumpfes. Dazu gehörte die Lackierung des Motorspantes
 mit Slberfarbe und danach mit eine Überlackierung mit Zweikomponenten Klarlack, damit ein spritfester
 Abschluss des Spants gegeben ist.
 Als nächstes wurden die Servos für Höhe und Seite in den vorgesehenen Ausschnitten im Rumpfheck mon-
 tiert. Die Herstellung der Anlenkungen für die Ruder konnte mit den, dem Bausatz beiliegenden Stahldrähten
 und Anlenkungsteilen rasch erfolgen.
 Zuletzt wurde das Heckfahrwerk mit der Seitenruderanlenkung montiert.


 Vierter Tag (Halbtag):
 Der Einbau des Motors leitet langsam den Weg zur Fertigstellung des Modells ein. Auch der Tank wurde
 endgültig in seine Lage gebracht, mit Schaumgummi positioniert und mit Gummiringen fixiert. Die zwei
 Schläuche wurden einer mit dem Vergaser und der zweite mit dem Schalldämpferüberdruckventil verbun-
 den.
 Als nächstes begann die Befestigung der Pilotenfigur und dann die Montage der Kabinenhaube. Dazu war
 es nötig, die Haube mit einigen Schrauben zu befestigen, da sie sehr steif ist und sich nicht genau an die
 Rumpfkontur anlegte. Schade.


 Fünfter Tag:
 Man fragt sich was mit ARF gemeint ist? Schließlich arbeite ich schon den fünften Tag (wie in einer Firma)
 und muss mich mit den sehr oberflächlichen Angaben der Bauanleitung herumschlagen. Viele Punkte, zB
 die Befsetigung der Kabinenhaube, sind überhaupt nicht dargestellt. Dergleichen unklare Montagedetails
 gibt es mehrere und somit ist das Modell alles andere als für "bauliche" Anfänger geeignet. Andererseits
 muss man den Preis bedenken, der ja sehr moderat ist, und man daher in Summe dennoch sehr gute
 Qualität  für's gute Geld bekommt.

 Nun, am letzten Tag ging es noch um den Einbau der Querruderservos. Mit den im Flügel befindlichen
 Schnüren lassen sich die Kabel leicht einziehen.

 Sechster Tag:
 Problematisch sind jedoch noch die Einbauten der Servos. Diese müssen etwas schräg montiert werden,
 was dazu führt, dass von den Befestigungshölzern der Servodeckel einige Zentimeter ausgeschnitten wer-
 den müssen. Nur so können die Servos dann eingebaut und angeschraubt werden. - Last not least werden
 die Beschriftungen mit Seifenwasser aufgebracht und zurechtgerückt.

 Allerdings ist es schwierig das dem Original möglichst genau entsprechend nachzustellen, da nur zwei Bilder
 des Originalflugzeuges zu finden waren.

 Ganz wichtig ist die Schwerpunktseinstellung die als letzte Arbeit an dem Modell zu erledigen ist. Mit allen
 Servos usw. auf die Schwerpunktswaage, den beabsichtigten Akku am Modell verschieben und schon hat
 man den Schwerpunkt ohne Bleizugabe eingestellt (S=135mm). Um den Akku an der erforderlichen Stelle
 befestigen zu können, musste ein kleines Brettchen für die Akkubefestigung eingeklebt werden.

 Jetzt fehlen nur mehr die Fahrwerksabdeckungen die an den Federbeinen befestigt werden müssen. Doch
 das erledige ich morgen ....


 Tag sieben - der Rütteltest:
 Damit bezeichne ich den ersten Probelauf des Motors im fertigen Modell. Da es zur Zeit zu kalt ist wird es
 erst in einigen Tagen dazu kommen. Jedenfalls habe ich noch vor dem Test den Vergaser am Hype 91
 getauscht, da die Erfahrungen damit auf einem 7,5ccm Motor nicht sehr positiv ausgefallen sind. Jetzt habe
 ich einen Webra Dynamix-Vergaser montiert und bin gespannt wie der Motor laufen wird und mit welcher
 Leistung. Inzwischen ist auch das klar: Leerlauf ca 1800-2000, noch optimierbar und Vollast mit der
 Graupner 14x7-3Bl mit 7900 U/Min: Das reicht um das Modell senkrecht nach oben aus der Hand zu ziehen. 
 Jedenfalls zeigt der Langlauf-Rütteltest, dass der Motor noch nicht eingelaufen ist und - dass der Holzrumpf
 die Vibrationen nicht schluckt - leider. Die Servos werden hierbei auf herz und Nieren getestet und zeigt sich,
 dass die Billigservos zu viel Getriebe-und Achsspiel haben, denn sowohl die Querruder (Expert Speed digi-
 tal 3.7kg-Servos) als auch ein altes S300 Robbe Servo am Höhenruder, flattern in allen Lagen. Das S300
 wurde gegen ein JR 5077 getauscht, der Rest bleibt einstweilen. Ein Rolltest am Gras fiel akzeptabel aus,
 sieht man davon ab, dass grausamer Wind gegangen ist, der schnelleres Rollen wegen Abhebegefahr nicht
 zuließ. Schon jetzt ist das Fahrwerk derart wackelig, dass man meint, der Flieger hätte schon 50 Flüge
 überstanden.


 Der Erstflug:
 Nach neuerlicher Feinjustierung des Motors wurde der Erstflug versucht. Schon beim Standlauf zeigte sich
 das Wackelige beim Fahrwerk - damit muss manwohl vorerst leben. Das Rollen zum Start ist kaum möglich,
 denn kaum hat man den Rollwiederstand im Gras überwunden, reicht der Propellerzug um das Modell sofort
 auf die Nase gehen zu lassen.  Das Ziehen nützt NULL. Dann also hinaus auf die Piste tragen und dort mit
 Vollgas und voll gezogen weg. So schenll kann man als Einzelperson dann nicht reagieren, hebt das leichte
 Modell nach 3 m ab. Die Korrekturen an den Knüppeln verhinderten Schlimmes. Die Maschine steigt dann
 unter gut 45 Grad weg, und das ganz schön flott. Also der Reiz eine Rolle zu fliegen ist da und es funktioniert
 auch mit den scheinbar kleinen Querrudern. Der Expowert am Höhenruder mit 20% und am Querruder mit
 30% sind für meine Flugweise ideal gewählt. - Ich bin begeistert und drehe etliche Rollen, teste den Rücken-
 flug und möchte gerne einige Turn fliegen. Diese Figur schafft mir seltsamer Weise derzeit Probleme - es
 wird nie was. Dann noch Loopings und eine Kuban-Acht und ich bin mit meinen Künsten vorerst zufrieden,
 mit dem Modell allemal noch mehr. Fliegt wirklich gut und kann auch langsam geflogen werden. Um zum Ende
 zu kommen beginne ich den Landeanflug aus einer halben Kuban-Acht und setze butterweich auf - und
 schwupps, das Modell steht und stützt sich am Propeller ab. Beim Modell sehe ich dann, dass ein Rad fast
 90 Grad quer zur Fahrtrichtung steht.

  Das muss ich rasch ändern und ich baute daher noch am gleichen Tag ein mechanisches Eurokit-Fahrwerk ein.
 An diesem Fahrwerk muss man wegen der Bauhöhe etwas feilen und eine kleine Steuerscheibe am Einzieh-
 fahrwerkservo montieren. Der Einziehvorgang hört sich dann etwas angestrengt an, aber es funktioniert und ist
 wesentlich stabiler und exakter. Anstelle der 4mm-Federbeine verwende ich jetzt mittelfeste 5mm Federstahl-
 drähte (ohne Windung). Wenn es zu einer Verformungen kommen sollte, kann man das Bein wieder zurückbie-
 gen. Vielleicht baue ich später auch noch ein Federbein ein, doch eigentlich möchte ich das Modell so einfach

 als möglich zu belassen.
 Noch ein Wort zum Hype 91 mit Dynamix-Vergaser: Tja, das Ding läuft sehr zufriedenstellend (8000 U/min mit
14x7-3Blatt) und mancher Modellflieger am Flugplatz war nicht wenig erstaunt darüber. Ich hoffe das bleibt so
 und wenn der Motor eingelaufen ist, wird es noch besser.


 Zusammenfassung: Dieses Modell ist für Warbirdeinsteiger sehr preisgünstig,obwohl man ein anderes
 mechanisches Einziehfahrwerk  (ca. 50.- €) mit etwas nach vorne geneigten Federbeinen vom Startweg ein-
 bauen sollte.


 Nachruf :
 Leider hat mich das gut fliegende Modell zum Übermut verleitet. Im Zuge einerin niedriger Höhe geflogenen
 langsamen Rolle hatte ich zu viel gedrückt und das Modell stieg viel zu steil im Rücken nach oben. Das korrigier-
 te ich mit Ziehen - leider etwas zu viel und zu lang - und ehe es mir bewußt wurde, steckte das Modellbis zum
 Flügelansatz in der weichen Erde.

 Ergebnis: Totalschaden am Modell, wegen abgebrochener Kurbelwelle und gespregtem Vergaseransatz auch
 der Motor, wegen zerbrochenem Gehäuse und gebrochener Platine auch der Empfänger.


 Nachdem das Modell jedoch so angenehme Flugeigenschaften hatte bestellte ich bereits einen neuen Bausatz.
 Hier werde ich die Erfahrungen einfließen lassen, die das wären: Winkel der Befestigung der Fahrwerke in
 Richtung zu mehr Vorlauf ändern sowie die Tiefe der Höhenruderblätter um 1cm vergrößern. Beide Maßnahem
 dienen einzig dazu, dass das Modell am Boden beim Rollen besser steuerbar wird.

  HD

Der Bausatzinhalt Motor eingebaut Motorhaubenauflage Gasanlenkung
der Gasservoeinbau der Fahrwerksschacht  die fertig eingebauten Fahrwerke   das Einziehservo 
eingebautes Höhenleitwerk  Höhen- und Seitenruder angelenkt der gestrichene versiegelte Motrospant  der fast fertige Rumpf 
 
Ansicht des Schalldämpfers      fast fertig 
   
  Video der Fahrwerksfunktion  die P 51 ist jetzt fertig    
     
      am Motor jetzt ein Webra Dynamix-Vergaser, damit er problemlos läuft
 
die EUROKIT-Fahrwerksmechanik nach dem Fahrwerksumbau     
vor dem letzten Flug  (:-()      
die traurigen Reste nach dem Crash   ich bei der Teilesuche Motor mit abgebrochener Kurbelwelle und Auspufftopf
                 
            zur Version 2