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   B121 -  Beagle   (verschenkt)
 
 
 Mein Wunsch war schon immer, ein ziviles Modell zu haben, einen schönen und
 flott aussehenden Tiefdecker, ohne Klappen und Einziehfahrwerk und anderem
 Schnick-Schnack, mit dem man locker und vergnügt fliegen kann. Zufällig stolperte
 ich bei der Suche nach einem Graupner Gummimotormodell über dieses Modell
 aus Taiwan. Dem niedrigen Preis, ein Superschnäppchen, dem konnte ich nicht
 widerstehen. Einen Verbrenner, - was sonst -, Servos und andere Einbauteile lie-
 gen auf Lager, sodass ich sehr günstig zu einem neuen Flugmodell gekommen bin.
 Der Tupfen am "i" war dann die Feststellung, dass es dieses Flugzeug auch im
 Original gibt und dass das Flugmodell dem Original sehr nahe kommt.

Beagle  B 121
Video vom Erstflug

 

 Baubericht

 Das Modell ersteigerte (sotort kaufen) ich bei ebay. Schon am nächsten Tag bekam ich die Verständigung vom
 Versand und zwei Tage später traf der Bausatz aus Deutschland bei mir ein. Nach dem Öffnen der Schachtel
 bot sich mir ein nahezu überwältigender Anblick, denn die Teile waren tip-top in Ordnung und die Fertigung
 macht an den sichtbaren Stellen einen sehr guten Eindruck. Unvorstellbar ist  der hohe Vorfertigungsgrad, bei
 dem der metallene Motorträger, der Bugfahrwerkshalter, alle Schubstangen und die mit Schrauben gesicherten
 Scharniere auf allen Ruderflächen hervorstachen. Die Bauweise ist grundsätzlich in Holz, wobei der Rumpfober-
 teil ein durchgehendes Tiefziehteil ist.
 
 Begonnen habe ich mit dem Motoreinbau. Ich möchte aus meinem Lager einen 6,5 ccm MVVS Zweitaktmotor
 einbauen. Der Motor ist eine der großen Bauformen von 6,5 ccm Modellmotoren und dennoch hatte er im
 Motorträger noch gut 2mm Spiel. Das soll laut Bauanleitung nicht das Problem sein, denn der Motor wird
 danach nicht wie sonst üblich, mit vier Löchern versehen, sondern mit zwei starken Stahlbrücken, die mit je
 zwei Schrauben an der jeweiligen Auflagefläche niedergeschraubt werden. Somit könnte man rasch andere
 Motore einbauen...., wenn man das möchte. Ich entschied mich für die traditionelle Montagemethode.

 Der nächste Arbeitsschritt bestand in der Anpassung der Motorhaube an Motor und Rumpf. Man muss darauf
 achten, dass die eingebaute Schrägstellung, also Sturz und Seitenzug bei der Bearbeitung der Haube beachtet
 werden muss. Nachdem das Modell ja nicht für Scalewettbewerbe gedacht ist, muss man für die gute Optik
 keine Aufdoppelung und Lackierung usw. vornehmen. Leider übersah ich dass die Haube nicht richtig angesetzt
 war, als ich die Ausnehmeungen für den Zylinder usw. anzeichnete, was dazu führte , dass ich die Öffnung für
 den Zylinder etwas zu groß werden ließ. Na gut, die warme Luft muss ja auch irgendwo heraus ....

 Danach wurden die kleinen Querruderservos eingebaut und verdrahtet. Im Anschluss daran konnten die Trag-
 flächenhälften zusammengeleimt werden. Beim nächsten Modell dieser Type würde ich die Wurzelrippen auf
 Planheit kontrollieren und ggf. zurechtschleifen.

 Der Einbau des Höhenruders bereitet echt Schwierigkeiten, da die obere Hülle etwas schief aufgeklebt ist,
 sodass das HLW nicht im richtigen Winkel eingebaut werden kann. Durch Unterlegen und nach Wärmebehand-
 lung des Plastik-Rumpfoberteils konnte schlecht und recht die richtige Stellung erreicht und das Leitwerk einge-
 klebt  werden. Beim nächsten Modell würde ich das Zuviel abschleifen bis es passt.
 Weil das Höhenruder in Brettform und aus weichem Balsaholz ist, habe ich Zugstreben eingebaut, die überdies
 auch eine kleine Lageveränderung des HLW erlauben.

 Der Einbau des Hauptfahrwerks ist ein dunkles Kapitel bei diesem sonst perfekten Bausatz. Es gibt nämlich
 keine Angabe oder vorgesehene Bohrungen oder Markierungen, sodass man abschätzen muss wo das Fahr-
 werk montiert werden soll. Natürlich kenne ich die notwendigen Bedingungen der Montage eines solchen Fahr-
 werks, doch wollte ich mich an Fotos vom fliegenden Modell orientieren. Auch im Foto in der Bauanleitung
 sitzt das Fahrwerk an dieser Stelle und..., es liegt ca 3cm hinter dem Schwerpunkt. Das sollte funktionieren. Ein
 wenig befremdend wirkte auf mich auch die Methode der Befestigung des Fahrwerks am Rumpf. Dazu ge--
 nügen laut Hersteller drei Holzschrauben 3 x 10mm. Na ja, weil ich kritisch bin habe ich die Bohrungen mit
 Sekundenkleber gehärtet und Schrauben 3,2 x 16 mm verwendet.

 Zur Anlenkung des Bugfahrwerkes wurde im Fahrwerkslenkhebel der abgewinkelte Stahldraht eingesteckt.
 Bedingt durch die Bohrung im Motorspant kann das sich Gestänge nicht aushängen. Für den Fall, dass das
 doch vorkommen sollte ist ein M2-Gewinde da, welches zB mit einer Stopmutter gesichert werden könnte.

 Anschließend wurden die Servos für Seite- und Bugfahrwerkslenkung, Höhe und Gas eingebaut und die
 Anlenkungen angepasst.

 Bei der Endfertigstellung unmittelbar vor dem Auswiegen des Modells stellt sich heraus, dass der MVVS Motor
 eine verbogene Kurbelwelle hat. Dafür gibt es keine Lösung, also muss ein anderer Motor aus meinem Lager
 gefunden werden. Die Suche birgt auch ein Problem, denn der MVVS hat ein langes Lagervorderteil und  baut
 dramatisch größer als alle anderen gängigen Marken. Also ein Hirtenberger ist deutlich kürzer und schmäler,
 die Magnum 40 Pro sind auch kürzer, also kann nurmehr der russische MDS 40 helfen. Er passt von der Breite
 her gut aber die Vorbaulänge ist auch etwas kürzer als die des MVVS. Er passt von allen am Besten, muss aber
 mit der im Bausatz beinhalteten Klemmvorrichtung am Motorträger befestigt werden.

 Schließlich kann das Modell ausgewogen werden. Um den empfohlenen Schwerpunkt zu erreichen müssen 30g
 Blei am Motorspant befestigt werden.

 Der Rütteltest mit dem MDR 40 verlief ohne Probleme, obwohl die Testdauer mir verdächtig kurz voregekom-
 men war. Ich stand auch unter Zeitdruck, denn mein Enkelkind war zum ersten Mal in seinem Kinderwagen mit
 den Eltern ausser Haus und ich musste bis zu seiner Rückkehr mit dem Test fertig sein. - Lediglich eine kleine
 Nachjustierung an der Leerlaufnadel war erforderlich, damit der Motor spontan Gas annahm und sich sehr tief
 drosseln ließ. Auch im Übergang gab es kein Problem. Jetzt steht also dem Erstflug nichts mehr in Weg.

 Technische Daten: Spannweite: 1598mm, Rumpflänge: 1164mm, Fluggewicht: 2600g
 
 Erstflug, - der Versuch ... und dann die Motorprobleme

 
Endlich passte das Wetter und ich packte meine Beagle, das Werkzeug, die Sonnenbrillen und fuhr auf den
 Flugplatz. Beim Ausräumen des Autos stand fest, der Sender fehlt. Eine böse Vorahnung entstand, heute ist
 nicht mein Glückstag und ich sollte wohl besser wieder einräumen und nach Hause fahren. Nein, ich fuhr heim
 und holte den Sender.
 Endlich fertig zum Motorstart. Der Motor springt sofort an, lässt sich drosseln, nimmt prompt Gas an und dreht
 hoch und...stirbt ab. Das wiederholt sich mehrmals und ich demontiere die Motorhaube. Díe Verstellung der
 Leerlaufnadel brachte nichts, denn auch nach Rückstellung und folgendem minutenlangem Leerlauf dreht der
 Motor anstandslos hoch um dann wieder zu verrecken. Ich fahre nach Hause.
 Daheim wird nach einem anderen Vergaser gesucht und einer des ausgebauten MVVS 40 gefunden. Dort
 muss aber noch eine Hülse gedreht und mit UHU Plus geklebt werden, damit der Vergaser in die Bohrung des
 MDS hineinpasst. Vergaser montiert, eingestellt, Probelauf und ..... wie zuvor stirbt der Motor ab. Ich denke ich
 habe schon einige Erfahrung mit Motoren, doch sooo hat mich noch keiner belastet. Die Glühkerze hatte ich
 schon getauscht unbd sie passt gut. Die Leitungen sind dicht, es sind keine Blasen im Schlauch zu sehen.
 Dann könnte es noch der Fehler sein, dass der Druck aus dem Auspuff hier eine Rolle spielt. Tank ausgebaut
 und kontrolliert und festgestellt, dass die Bohrung des Tanknippels sehr dünn war. Sie wurde auf 2mm aufge-
 bohrt, ebenso die des Auspuffs. - Jetzt wird ein weiterer Testlauf zeigen, ob das die Ursache der Absteller war.
 Bevor ich aber den Drucktank aktivieren werde, versuche ich einen Lauftest ohne Drucktank, bei dem der Motor
 selbst ansaugen muss. Vielleicht funktioniert das ja. Wenn ja, dann sollte es auch mit dem Drucktank klappen.

 Einen Tag später, alle geplanten Änderungen durchgetestet, das Ergebnis ist unverändert: Der Motor stellt nach
 einer längeren Leerlaufphase nach dem Aufreissen und Hochdrehen des Motors nach kurzem Vollgaslauf ein-
 fach ab, so als wäre kein Sprit da. Zugegeben, ich bin ratlos! Ist der ABC-Motor noch nicht eingelaufen und
 klemmt?, das hört sich aber normal aber anders an?

 Jetzt gehe ich in eine weitere Testphase und habe einen Magnum 40 Pro Motor eingebaut. Wenn das dann
 auch nicht klappt, dann muss es am Tank liegen. - Der Test bestätigte es, die Probleme mit dem MDR 40
 liegen am Motor, denn der Magnum lief perfekt. Auch die Rolltests verliefen erfolgreich, doch am Ende merkte
 ich, dass der Auspufftopf locker ist. Eine Bohrung im Motorgehäuse war einmal ausgebrochen und danach Alu
 aufgeschweisst worden. Das Gewinde in dieser Bohrung hat nicht gehalten und ich rüstete von M3 auf M4 um.
 Das sollte bestand haben. - Ja, es hatte Bestand, doch der Motor lief mit 12.500 U/MIn und mit einem guten
 Übergang eigentlich zufriedenstellend, doch ließ er sich trotz einstündiger Einstellarbeit nicht unter 3500 U/Min
 drosseln (irgendwo kommt Falschluft).

 Nun sind aller guten Dinge drei, sagt man, was hoffentlich umgekehrt gilt. Nach dem dritten Motor nun der
 Vierte, wieder ein Magnum 40 Pro. Auch hier musste ich die Auspuffgewinde auf M4 umschneiden und ich bin
 gespannt, wie dieser Motor läuft.
 Der Test verlief zufriedenstellend. Die Einstellung der Leerlaufgemischschraube macht den Motor brauchbar
 oder auch nicht. Es bedarf Geduld und Aufmerksamkeit, die richtige Einstellung zu finden. Anfangs zeigten sich 
 die gleichen Symptome wie beim MDS 40. Dann musste ich Kerze wechseln und ich befasste mich auch seehr
 lange mit der Leerlaufschraube. - Der Motor war im Übergang zu mager, was letztlich nach einige Zeit daueren-
 dem Vollgaslauf und folgendem Leerlauf, beim beschleunigen wieder zuum Motor-AUS führte. Durch heraus-
 drehen (anfetten) der Gemisschschraube in 1/8tel-Schritten konnte die richtige Einstellung gefunden werden.
 Der "jüngere" Magnum Motor hat einen offenbar dichteren Vergaser, sodass diesmal sich auch ein regel-
 mäßiger und niedriger Leerlauf einstellen ließ. - Leider war der Wind zu stark und mein Flugakku (absichtlich)
 nicht voll geladen, sodass noch kein Erstflug erfolgte. Ausreichendes "taxeln" funktionierte ohne Motorabsteller
 doch durch einen Überschlag durch eine Seitenwindbö. Das leichte Modell erlitt keinen Schaden.

 Der Erstflug verlief erfolgreich. Der Motor lief sicher, obwohl der Leerlauf noch etwas Abmagerung vertragen
 hätte.  Anfangs hatte ich beim Flug das Gefühl, als würde ich vorne noch mehr Blei benötigen, doch nach gerin-
 gem Eintrimmung des Modells passte es dann ganz gut. Mit den empfohlenen Ruderausschlägen gehen geris-
 sene Rollen und Ecken mit dem Höhenruder. Zugegeben, das bin ich von meinen Warbirds nicht gewöhnt und
 ich finde es auch für dieses Modell unpassend. Ein Anfänger hat mit diesen Einstellungen keine Freude. Ich
 habe von Beginn an am Quer- und am Höhenruderuder daher 30% Expo eingestellt. Die Höhe passte so, das
 Querruder vertrug zuletzt 40% gut. Zu Hause habe ich die Querruder mit ca. 30% differentiert, wodurch die von
 mir für gewöhnlich geflogenen Kurven ohne Seitenruderbeisteuerung, dann sicher weniger Schiebeflugtendenz
 aufweisen wird.

 Zusammengefasst ist die Beagle ein angenehmes Modell, welches sich leicht starten und fliegen lässt und
 welches auch gute Langsamflugeigenschaften mitbringt. Damit hat zuminmdest jeder Fortgeschrittene viel 
 Flugspass um sehr wenig Geld.

 Doch nach etwa 8 Starts trat wieder die Motorproblematik zutage. Ich wollte fliegen, schaffte aber nur eine
 Platzrunde mit Motorabsteller. Daraufhin wieder einstündige Motorjustierungen mit auf jeden Fall 1/4 Umdre-
 hung fetterer Hauptdüse, aber ohne wirklichen Erfolg. Eine Nacht darüber geschlafen, heim nachgedacht, kam
 ich zur Erkenntnis, der Motor bekommt zu wenig Sprit.
 Vor dem Flug checkte ich die Leitungen und den Spritfilter und siehe da, darin steckte ein kleines Stück Kunst-
 stoff, offenbar ein Relikt vom früheren Aufbohren des Auspuffstutzens am Tank. Das Stück konnte durch das
 Flitersieb nicht zum Vergaser steckte aber in der Zuleitungsröhre des Filters. Dorthin kam es vermutlich beim
 zügigen Abpumpen des Tanks und klemmte dort. Bei langsamem Motorlauf kam noch genug Sprit durch, doch
 wenn der Motor dann nach längerer Niedriglast gefordert wurde, war es für längeren Vollgaslauf zu wenig.
 Darüber hinaus wurde der Motor neu grundeingestellt. Das erfolgt über die Hauptdüse, kann aber durch eine
 Fehleinstellung der Leerlaufdüse beeinflusst werden. Folglich wurde erst die Leerlaufdüse um 1 Umdrehuing
 herausgedreht (fett) und dann die Hauptdüse eingestellt. Bei dem Motor handelt es sich um einen gut eingelau-
 fenen ABC-Motor der bei Magerstellung ohne großes Gekreische stehen bleibt. Der Verdacht, dass das auch
 eine Ursache der Absteller sein könnte war immer da, aber ... - Nach der Hauptdüse wurde die Leerlaufdüse
 eingestellt und mit einer brauchbaren Einstellung geflogen. Nachher wurde die Leerlaufdüse noch 1/8 Umdre-
 hung hineingedreht (mager) und im Probelauf getestet. Der Übergang ist jetzt fast in Ordnung und der Motor
 bleibt auch bei extremen Test am Boden am Laufen. - Mag sein, dass auch der frische Sprit (Rapicon) ein
 wenig zur Verbesserung beigetragen hat, wenn dann nur wenig.

 Inzwischen habe ich zahlreiche Starts und Landungen durchgeführt und bleibe dabei, dass die Beagle ein
 einfach gestricktes und empfehlenswertes Flugmodell für Training und Freizeitfliegen ist. Für mein Steuerver-
 halten werde ich die empfohlenen Ruderwege am Höhen- und Querruder etwas reduzieren, um danach auch
 die Expo-Funktion zu reduzieren.
 
 

       
der Bausatz der vormontierte metallmotorträger vormontierte Schubstangen schraubengesicherte Scharniere
inter4essant: Bugfahrwerkshalter mit Nieten befestigt! der MVVS-Motor bereits montiert Einblick in den Rumpf die Motorhaube
Microservos eingebaut Flügel passt gut Höhenrudereinbau problematisch zur Erhöhung der Festigkeit des Höhenruders
erster Versuch das Modell zu komplettieren, samt Fahrwerk Fahrwerksanlenkung und Gasgestänge fertig  der Servoeinbau samt Anlenkungen ist fertig  die HLW-Anlenkungen und Abstspannungen fertig 
Motorumbau zu MDS 40 (mit der im Bausatz enthaltenen SDpannvorrichtung) der Auspuff ist von einem OS-Motor das fertige Modell sieht nett aus ....  
       
       
jetzt mit Magnum 40 Pro   Video vom Erstflug