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   1014 001-2, ÖBB  -  Projekt Eigenbau mit ATLAS-Gehäuse und Piko-Fahrwerk, später 1822 001-2
   1014 008-5, ÖBB  -  Überarbeitung einer gebrauchten Roco-Lokomotive
   1014 003-6, ÖBB  -  Eigenbau Elektrolok mit Roco Gehäuse und Hamo-Fahrwerk
 
 
 Von den moderneren Elektroloktypen der ÖBB gibt es nur zu hohen Preisen
 Lok-Modelle zu kaufen. Darum schritt ich zum "Eigenbau", was für mich be-
 deutet, dass meine Lok am Ende dem Vorbildnur  weitgehend gleichen wird,
 aber einige Randdetails nicht stimmen oder vorhanden sein werden. Letzte-
 res ist leider auch  Folge meiner altersbedingt nachlassenden handwerklichen
 Fähigkeiten.

 Das erste 1014-Projekt wurde wie nachstehend beschrieben verwirklicht, und
 wurde später daraus ein Modell einer 1822, der Brenner-Lok. Der Grund  war,
 die um ca. 2m kürzere LüP der 1014, sodass meine Eigenbau 1014 maßstäb-
 lich ohnedies zu lange gewesen wäre. Meine 1014 passt genau zur Länge der
 1822 und wurde daher dementsprechend verändert, was nachstehend be-
 schrieben wird..

 Dennoch wird zuerst die Herstellung meiner 1014 001-2 beschrieben. Hier
 ist die Verwendung eines Fahrgestells eines Taurus Modells von Piko möglich.
 Ich hatte ursprünglich dafür vor, ein Gehäuse einer E 185 zu verwenden und
 hoffte, es im Vergleich zur 1014 als Ausgangsbasis anpassen zu könnte.
 Nach genauerer Betrachtung erwies sich allerdings das sehr ähnliche Gehäuse
 der 1012 besser für die Umarbeitrung zum Konturverlauf der 1014 geeignet.
 Ich denke, wenn die Lok einen Meter weit weg ist, wird man die Details kaum
 mehr genau erkennen, die den Unterschied zur Vorbildlok ausmachen. Neben
 den Änderungen am Gehäuse sind die Lackarbeiten ein Problem. 

 Bei den Arbeiten am Gehäuse zeigte sich, dass das Abdeckband auf der vor-
 handenen Lackierung des 1012-Gehäuses nur schlecht klebt. Eine Lackierung
 mittels Spray scheidet also gänzlich aus. Nur die händische Pinselarbeit bleibt 
 für die farbliche Umgestaltung des Gehäuses übrig, wodurch das Aussehen
 wegen leichter Farbunterschiede nicht optimal gelungen ist. Die Anpassung der
 roten und weißen Farbe war schwierig. Dennoch wird für mich die Lok zu einer
 1014, eben meiner Version der 1014. Schon jetzt kann ich sagen, der Umbau
 ist mir trotz diverser Bauerschwernisse nach meiner Beurteilung gut gelungen.
 Daher eignete es sich auch für die spätere Umgestaltung zur 1822.
 
 Da es mir zwischendurch gelang, ein Gehäuse einer 1014 003-6 von Roco zu
 kaufen, werde ich es zum Bau einer Lok verwenden, bei der ich auf ein ande-
 res Fahrgestell zugreife. Noch vor den  Arbeiten an dieser Version konnte ich
 eine komplette Roco 1014 008-5 kaufen. 
 Somit konnte ich die ex-Projektlok 1014 001-2  in meine 1822 001-2 umgestalten.

ÖBB 1014 005-8, Roco  V3
Fahrvideo 





ÖBB 1014 003-6, Eigenbau  V2
Fahrvideo




ÖBB 1014 001-2, ex Prokjekt  V1
Fahrvideo
 


 Das Projekt Herstellung einer Elektrolokomotive  ÖBB  1014 001-2  (Version 1)

 Begonnen hat es mit dem Ankauf und der erfolgreichen Umsetzung des Umbaues eines Standmodells
 einer 1012 vom ATLAS-Verlag, welches mir Mut zur Herstellung eines Lokmodells einer optisch ähnli-
 chen 1014 machte. Bei der 1014-Lok lässt sich das jedoch nicht so einfach wie bei der 1012 machen.
 Obwohl das Gehäuse der 1012 ziemlich ähnlich dem der 1014 ist, muss versucht werden, die Dachsäu-
 len oberhalb der Scheinwerfer anzuschleifen, damit sie etwas eckig erscheinen und der 1014 besser
 entsprechen. Ob das Gehäuse dort dick genug ist, wird sich zeigen. - Und sollte die Bearbeitung nur
 teilweise möglich sein, werde ich mich damit zufriedengeben und die Lok optisch und farblich best-
 möglich der 1014 angleichen. Für meine Anforderungen an die Nachbaugenauigkeit reicht das auch.
 Modellbahnspezialisten würden esnatürlich  wesentlich besser machen.

 Als Fahrgestell meiner 1014 wird wieder ein gebrauchtes einer Piko-Taurus verwendet. Das Fahrgestell
 passt sehr gut und alle anderen preislich erschwinglichen DB-Lokmodelle ähnlicher Bauform passen nicht.
 Ein erster Versuch mit einer 185er zeigte, das 1012-Gehäuse ist etwas länger als das 185er Fahrgestell.
 Die Gehäuseform der 185er Lok passt auch nicht, das 1012-Gehäuse ist klar die beste Wahl.

 Die Arbeit am Lokbau beginnt mit dem Abschleifen der Eckbereiche am Fahrgestell und deren nachfol-
 gender Abrundung, damit das 1012-Gehäuse am Fahrgestell gut sitzt. Die bei den 1012-Loks erkannten
 notwendigen Änderungen an der Bauhöhe des vorderen Lampenanschlages am Fahrgestell, müssten
 noch die EInfräsungen für die LEDs hergestellt werden. Die LEDs sollten im Gehäuse eingeklebt, ver-
 drahtet und mit einem Kabelbaum mit der Lokelektrik verbunden werden. - Diese Idee ließ sich nicht
 verwirklichen und es wird, wie bei der 1012, die vorhandene Lok-Beleuchtung verwendet.
 
 Gedanken zur Lackierung und was daraus wurde

 Das Lokomotivgehäuse muss vor der Lackierung vollständig diverser Teile entledigt werden. Danach
 sollte das Gehäuse entfettet werden, damit der neue Lack ordentlich hält. Doch womit ist fraglich, denn
 zu scharfe Mittel fressen auch gleich die Farbe und den Kunstoff auf. Daher blieb das Gehäuse unbehan-
 delt. Nachfolgende Klebeversuche mit dem schmalen Abdeckband zeigten, dass es nicht gut am vorhan-
 denen Untergrund haftet. - Damit läuft das alles auf Handarbeit hinaus und Sprayen ist nicht möglich.
 Weil das Abdeckband nicht ausreichend gut haftet, musste ich also mit dem dünnen Pinsel entlang der
 Kontur des Abdeckbandes streichen.
 Die Suche nach einem, besser als das  Atlas 1012-Gehäuse passenden Gehäuse, geht weiter und wird
 auf ein Ersatzgehäuse einer 1014 von Roco hinauslaufen. -  Genug Zeit dafür ist da, denn die Coronabe-
 schränkungen dauern bestimmt noch länger (viel länger).

 Die Umarbeitung der ersten 1014 wurde schließlich begonnen und das 1012 Gehäuse von Atlas an den
 Frontscheibenstehern etwas abgefeilt, um sie mehr der 1014 anzugleichen. Leider gelang das an allen
 vier Dachsäulen nicht gleichmäßig gut wie gewünscht. Auch mangelte es an Geduld und Sehkraft.

 Das Streichen des Gehäuses gelang halbwegs. Die dunkelgraue Farbe ist von meinen Schnellbooten
 übrig geblieben und passt im Farbton sehr gut. Das seidenmatte Rot ist problematisch, doch fand ich ein
 Revell Döschen, welches den Farbton ziemlich gut trifft. Mit dieser Farbe strich ich mit großer Vorsicht die
 zu bemalenden Stellen. Der Unterschied zwischen dem gestrichenen seidenmatten Rot auf dem Gehäuse
 ist natürlich aus der Nähe betrachtet sichtbar. Ähnlich ist die Situation bei der Farbe Weiß. Generell ist
 das Streichen schwierig, denn die Farben dürfen nicht zu dickflüssig sein, denn sonst sieht man die Pinsel-
 striche nach dem Abtrocknen der Farbe. Zu viel Verdünnung mach den Lack dünnflüssig und er unterläuft
 das nur leicht haftende, 3mm breite Abdeckband. Dafür verläuft er sehr gut und hat eine glatte Oberfläche.
 Ich muss es mit dem Verdünnen versuchen, darf aber nur die heiklen Stellen mit dickerem Lack streichen.

 Weil das Gehäuse der 1014 gegenüber dem der 1012 Änderungen im Dachbereich hat, mussten vier
 dünne Cellon-Kühlluftgitter angefertigt und aufgeklebt werden. Erst danach konnte der Bereich und die
 Gitter gestrichen werden. Die Kühlluftgitter der 1012 sind länger, sie werden jedoch in ihrer Form und
 Farbe belassen. Man könnte Teilbereiche dunkel streichen ..., aber oft ist weniger mehr.

 Im nächsten Arbeitschritt werden die weißen Bereiche an den Lokfronten gestrichen, wobei ich mich nur
 auf die Fensterscheibensteher beschränken musste. Vielleicht gelingt mir ein schöner Übergang zum Ori-
 ginallack, den man nicht sehr bemerkt. Es ist für mich sehr schwierig, mit dem verdünnten seidenmatt
 weißen Lack zu streichen, ohne dass der Pinselstrich sichtbar bleibt. Den sieht man aber nur bei sehr
 naher Betrachtung oder auf vergrösserten Fotos. Nicht zu übersehen ist das mittige ÖBB-Logo der 1012,
 welches ich belasse, was weniger stark auffällt, als es zu übermalen. Und wer das Vorbild nicht kennt,
 dem fällt der "Fehler" nicht auf.

 Zusammengefasst sieht das Gehäuse meiner 1014 doch dem der Vorbildlok ziemlich ähnlich, die leichten
 Farbdifferenzen sind nur bei Betrachtung aus der Nähe sichtbar. Schwierig wird zum Schluss die Änderung
 der Loknummer, bei unbedingt der 2er gegen einen 4rer zutauschen wäre. Das wird eine sehr schwierige
 Aufgabe, denn die Zeit mit meiner ruhigen Hand und den guten Augen ist längst vorüber. Und rote Aufreibe-
 ziffern sind in dieser Größe und Schrifttype nicht aufzutreiben.

 Alle Arbeiten zur Fertigstellung der Lok

 Während der Perioden der Trockenung der Farben wurde ein Steckersystem angefertigt und eingebaut,
 welches künftig die Umschaltung auf Oberleitungsbetrieb ermöglicht. Die dazu brauchbaren, leitenden
 Stromabnehmer wurden bestellt. Sie werden im Gehäuse miteinander elektrisch verbunden und mit dem
 Umschaltstecker verlötet. Ähnlich wie bei Kleinbahn E-Loks wird am Dach ein kleiner Stecker von einer in
 die andere Buchse gesteckt und so die Umschaltung von Ober- auf Unterleitungsbetrieb durchgeführt.

 Endlich kam das Fahrgestell in Form der HUPAC-Taurus-Lok an. Die Lok war ein Schnäppchen, denn sie
 "fährt nicht". Das ist ein Hammer für mich, denn diesen Fehler finde ich. So war es dann auch, als ich das
 Lokgehäuse abgenommen hatte, denn das war klar zu sehen, warum die Lok nicht fährt. Der Vorbesitzer
 hatte sie auf Oberleitungsbetrieb umgebaut, daher fährt die mit Unterleitungseinstellung natürlich nicht!
 Durch die Oberleitungsverdrahtung sah ich meine Vorüberlegungen bestätigt, wie die künftige Verdrahtung
 mit dem Betriebsartenstecker sein muss. Ich werde die vorhandene Kupferverbindung und die leitenden
 Stromabnehmer für die neue Lok verwenden.

 Jetzt begann die Bearbeitung des Fahrgestells, wobei auf jeder Seite die 2mm an vorstehden Ecken am
 Fahrgestell abgefräst (elektrisch) werden mussten. Dadurch kann der Atlas-Fahrerstand verwendet werden,
 der auch zur Höheneinstellung des Lokgehäuses dient. Nach der Anpassungen der Lichtleiter konnten auch
 die Bohrungen in den Scheinwerfern gebohrt werden. Durch die kleinen Bohrungen dringt ein wenig das
 Licht durch. Der LED-Einbau wurde nicht angestrebt, da das die Zerlegung des Fahrgestells und viele
 heikle Fräsarbeiten erfordern würde.

 Schließlich wurde mit der Anfertigung und Anklebung der Schürzen an den Lokenden begonnen. Nach
 dem Biegen, Anpassen  und dem nachfolgendem Aufkleben wurden die Befestigungslöcher für das
 Gehäuse in den Pufferbohlen gebohrt. Im Fahrgestell wurde danach je ein M2 Gewinde für die Gehäuse-
 befestigung eingeschnitten. Nachdem die Schürzen rundum verklebt waren, wurden die Puffer einer Piko
 Taurus Lok in den Pufferbohlen eingeklebt. Abschließend konnte die Lackierunhg der Schürzen mit dunkel-
 grauem Lack erfolgen.

 Von der Hupac-Lok wurden die dort montierten Märklin Stromabnehmer abmontiert und an der 1014 an-
 gepasst und die Halterung und Isolatoren rot lackiert. Die Verbindung der Stromabnehmer erfolgt im Ge-
 häuse mit einem isolierten Kupferdraht. Das kurze rote Kabel vom Betriebsartenstecker wurde am Kupfer-
 draht angelötet, das schwarze Kabel wird mit den Kabeln von den Schleifern der Drehgestelle verlötet. Um
 die Verdrahtung abzuschließen musste das Kabel vom Stecker für die Betreibsarten am PLUS-Kontakt auf
 der Leiterplatte angelötet werden.

 Die Testfahrten verliefen sehr gut und probloemlos. Die Lok läuft sehr leise, eben eine moderne Lok.

       
1014 001-0 ÖBB - Atlas/Piko      Video
       
  Die Vorbilder als Hilfe auf dem Weg zum Umbau
 
1014 - die Vorbildlok (Basis Atlas) 1014 Front  1ß12 Front  Vergleichsfoto 
  Mögliche Lok-Modelle für das Projekt 1014 001-2 -  Version 1
185 - erste Idee für Umbau, verworfen     Video 
ATLAS Standmodell als Umbauigehäuse meine erste 1012 mit ATLAS Gehäuse...    
Hupac 1116, Fahrgestell für Vers. 1      
  Bilder vom Aufbau der 1014 001-2, Version 1 (mit Atlas Gehäuse und Piko-Fahrwerk)
   
mein modifiziertes 1012 Gehäuse wird.... schrittweise  zur 1014 umgestrichen die Lackierung ist weitgehend fertig   
Einbau Umschaltung für OL-/UL-Betrieb    Stecker oben kann umgesteckt werden  das Fahrgestell 
Verdrahtung der Stromabnehmer   Einblich ins Fahrgestell  die vorstehenden Fahrgesdtellecken
Ansicht der abgefeilten Ecken    bearbeiteter Fahrerstand   Fahrerstand in Endlage 
Haltestangen nachgerüstet Vorbereitung der Stromabnehmer  die Schürzen werden angepasst  Schürze und Puffer angeklebt
Piko Puffer von Taurus-Lok verwendet Auflage zur Gehäuse-Höheneinstellung  Gewinde für Gehäusebefastigung  Anschlüsse im originalen Zustand 
Schürze und Puffer lackiert  Gehäuse am Fahrgestell montiert    Stromabnehmer montagefertig 
die Verdrahtung Betriebsartenstecker  der Stecker neben dem Lüftungsgitter  fertig  Umbau erfolgreich
       
  Eine Serien Roco Lok 1014 008-5 wird überholt  -  Version 3
       
 
  Eine angekaufte 1014 008- 5 wird einem kleinen Überarbeitung zugeführt

  Noch bevor die Arbeiten für das Projekt Version 2 begonnen wurden, fand sich eine gebrauchte
 und leistbare 1014. Durch Zufall fiel mir eine leicht ramponierte, bespielte 1014 008-5 bei ebay auf, die
 für mich erschwinglich war und ich sie ohne viel zu überlegen kaufte. Diese Lok hatte unterschiedliche
 Stromabnehmer, die überdies stark gebastelt aussehen und das Gehäuse weist leichte Beschädigun-
 gen auf, die Kupplungen müssen getauscht werden. Es ist unglaublich, die Lok ist sehr sauber und
 brauchte nicht gereinigt zu werden. Als ich die Verpackung genauer ansah, fand ich die Zurüstteile wie
 Scheibenwischer, Kupplungen, Schläuche usw. Spannend war der erste kurze Fahrtest der zur vollsten
 Zufriedenheit ausfiel. Die Lok läuft leise und der Lichtwechsel funktioniert auch. Herz was willst du mehr.
 
 Wegen der unterschiedlichen gebastelten Stromabnehmer war ein Tausch notwendig. Allerdings hatte ich
 keine passenden Stromabnehmer im Lager, sodass ich welche von Piko montierte, die nicht so fein wie
 die von Roco sind. Damit kann ich aber leben. Die Scheibenwischer aus dem Säckchen mit Zurüstteilen
 wurden angebracht, ein fehlender musste selber improvisiert werden. Damit die Wischer nicht beim Ein-
 legen der Lok in ihre Verpackung abbrechen, musste die Originalverpackung in den Frontscheibenberei-
 chen ausgefräst werden, damit mehr Freiraum besteht und die Wischer nicht mehr die Verpackung berüh-
 ren können.

 Jetzt ist die feine Lokomotive wieder voll verwendbar und ich freue mich, dass ich sie sehr günstig kaufen
 konnte. Damit ist die Sammlung der modernen ÖBB Loks (vor der Taurus-Einführung) fast abgeschlossen.

       
1014 008-5 (Roco) Video
      die Technik der Roco-Lok 
  Vergleich meiner Eigenbau 1014 Version 1 mit der Roco 1014 008-5 Version 3
 
vorne 1014 005-8 , hinten 1014 001-2 Längenunterschied     
       
  Eigenbau der 1014 003-6   -  Version 2, mit Roco Gehäuse und HAMO-Fahrwerk
       

 Meine zweites Eigenbauprojekt einer 1014 mit dem Roco-Gehäuse einer 003-6

 Da es mir gelungen ist, ein Gehäuse einer 1014 von Roco zu ersteigern, nehme ich die Chance wahr, eine
 zweite 1014-Lok zu bauen. Doch nach dem Erhalt des Gehäuses trat rasch Ernüchterung ein, denn es ist
 um ca. 2cm kürzer als das Gehäuse einer Taurus-Lok oder der Atlas 1012. Die Probe der Anpassung an
 ein Taurus-Fahrgestell schlug fehl, auch das kürzere Fahrgestell einer 185er-Lok ist für das Gehäuse zu
 lange. Nun beginnt eine vermutlich längere Suche nach einem brauchbaren Fahrgestell. Nachdem eines
 gefunden worden ist, kann das Projekt weitergeführt werden.

 Zuerst wurde eine Lima BR 111 E-Lok beschafft, die ein Fahrgestell aus Kunststoff und nur ein angetrie-
 benes Drehgestell hat. Um eine vermeintlich "besser" passende Variante zu bekommen, kaufte ich ich eine
 Roco E 140 an, welche erst mit viel Umarbeiten für das 1014-Gehäuse brauchbar gemacht werden könnte.
 Doch das E 140 Fahrgestell passt nicht, da der Drehgestellabstand und die Länge kurz ist.
 Die Lima 111-Lok könnte vermutlich passend gemacht werden, doch müsste die Beleuchtung umgebaut
 werden. Außerdem ist das Fahrgestell um einen Deut zu breit, wenn man es genau nimmt. Allenfalls müßte
 man vom Roco-Gehäuse die Mittelschürzen entfernen, was mir nicht sinnvoll erscheint.
 Ebenso ist das Gehäuse der Ro2 1035 von Lima zu breit. Bevor das Kunststoff-Fahrgestell einer Lima Lok
 erheblich bearbeitet werden muss, versuche ich noch eine HAMO E 40 oder eine ähnliche Lok mit Metall-
 fahrgestell  (Blech) kostengünstig zu erwerben.

 Nach dem Eintreffen der Hamo E 141 hatte ich eine fast neu erscheinende Lok vor mir liegen. Auch hier ist
 die Fahrgestellänge und der Drehgestellabstand für das Roco-Gehäuse zu gering. Daher entschied ich mich
 dazu, das Lokfahrgestell in zwei Teile zu zerschneiden und sie, in an das Roco-Gehäuse angepasst, mit
 einem Blech  zu verlängern. - Vor dem Beginn des Umbaus mussten Motor und Drehsgestell und die Lam-
 penhalter ausgebaut werden. Anschließend begann die Vermessung und danach das Zersägen des Hamo-
 Fahrgestells in zwei Hälften. Jetzt konnte aus einem 1,2mm Zinkblech das Verbindungsstück hergestellt
 werden. Anschließend wurden die Teile mit UHU-PLUS-Endfest 300 zusammengeklebt.

 Schon bei den Anpassarbeiten des Hamo-Fahrgestells wurde festgestellt, dass das Fahrwerk tiefer im
 Lokkasten sittzen muss, damit der Lokkasten in der richtigen Höhe liegt. Daher wurden die originalen An-
 schläge abgefräst und aus Sperrholz neue eingeklebt. Danach wurde der Schwenkbereich des Drehgestells
 überprüft. Da zeigte sich, dass die Drehgestellblenden an den Eckbereichen Anbauten hatten, die abge-
 fräst werden mussten.

 Endlich konnten die Drehgestelle für die Probefahrt eingebaut und verdrahtet werden. Die Testfahrt war so-
 fort erfolgreich verlaufen, sodass weitergearbeitet werden konnte. Das Einfügen des Fahrgestells ins
 Gehäuse bedarf Feingefühl und etwas Geduld, bis der Rahmen an den Auflagepunkten aufliegt. Besonders
 hakt es bei den Griffstangen der Fahrerstandtüren, wo man ein wenig das Gehäuse vom Rahmen wegzie-
 hen muss.

 Ein Versuch mit einem am Fahrgestell angelöteten Lämpchen missglückte hinsichtlich der Lichtleiterposi-
 tion infolge zu großem Abstand. Daher wurden Lämpchen in den dafür vorgesehenen Bereichen der Fahrer-
 stände eingebaut und mit einem Tröpfchen Sekundenkleber fixiert. Die Verdrahtung ist mit einer Steckver-
 bindung gelöst, damit bei Wartungsarbeiten das Gehäuse gänzlich vom Fahrgestell entfernt werden kann.
 Beim Stecker besteht eine Farbmarkierung damit die Lämpchen zur Fahrtrichtung passend leuchten.

 Die Befestigung des Gehäuses am Fahrgestell erfolgt mit einer Zentralschraube am Dach. Die beiden
 Stromabnehmer wurden mit dünnen Unterlagen am Lokdach befestigt, sie sind jedoch nicht elektrisch ver-
 bunden und für Oberleitungsbetrieb nicht vorgesehen.
 Zur Fertigstellung der Lok wurden die Kupplungshaken angeschraubt. Weiters wurden die Schnee-Bahn-
 räumer am Drehgestellrahmen mit Sekundenkleber angeklebt. Die fehlenden vier Scheibenwischer wurden
 aus 0,5mm dicker transparenter Folie mühsamst ausgeschnitten, lackiert und mit Sekundenkleber angeklebt.

 Bei längerdauernden Testfahrten mit einem Zug mit Fleischmann Blech-Schnellzugwagen lief die Lok her-
 vorragend gut. Fallweise kommt es vor, dass die Lok bei ganz langsamer Fahrt in einer Richtung kleine,
 nicht nachverfolgbare Kontaktaussetzer hat.

 
  Die 1014 003-6 mit Roco Gehäuse wird gebaut - Variante 2
       
1014 003-6 Projektlok     Video 
       
     
       
das Roco 1014 003-6 Projektgehäuse  Gehäuse und das kurze Fahrgestell  Laufdrehgestell wird ausgebaut  der Motor wird ausgebaut 
  das geteilte Fahrgestell der 141  und so wird es werden   
die Klebung mit UHU-PLUS-Endfest 300   das muss 24 Stunden aushärten  Rahmen fertig  Drehgestelle eomgebaut 
vorne Projekt 1014, hinten die Roco-Lok Ansicht Fahrgestell von oben  Ansicht Bleigewichte  Fahrgestell bereit für erste Probvefahrt 
Unteransicht mit Bleigewichten  Stecker für eingebaute Beleuchtung  zwei Fleischmann Stromabnehmer  
die Befestigungsschraube  vorne 1014 008-5, hinten 003-6     
       
  E 141 211-3:  Endlich die richtige Lok für das 1014-Projekt
 
 
 Nachdem die bisherigen Loks nicht befriedigend in das Roco-1014-Gehäuse
 passten oder nur mit größtem Aufwand, wurde noch ein Versuch mit dem Kauf
 einer Hamo E 141 gemacht.

 Eine preiswerte und zufällig gut erhaltene 141 kam ins Haus und wurde mit dem
 1014-Gehäuse verglichen. Auch hier passt nicht alles, denn das Fahrgestell und
 der Drehgestellabstand ist für die 1014 deutlich zu kurz. Mit einer Verlängerungs-
 brücke aus Blech könnte das Fahrgestell passend gemacht werden.

 Bei den Testfahrten der E 141 stellt sich heraus, dass keine optimale Kontakt-
 gabe besteht. Nach den gründlichen Reinigungen der Radschleifer und Räder
 besserte sich die Situation ein wenig. Erst genauere Tests ergaben, dass es
 am Laufdrehgestell bei montiertem Gehäuse, zu Kontaktproblemem kommt.
 Durch Unterlegen einer Beilagescheibe konnte dem Drehgestell mehr Bewe-
 gungsraum gegeben werden und somit der Fehler behoben werden. Weiters
 wurde am Widerstand im Gehäuse der blanke Draht isoliert, sodass auch hier
 mit keinen Schwierigkeiten mehr zu rechnen ist.

 Das nach dem Umbau zurückbleibende schöne Gehäuse wird auf die alte blaue
 E 141 005-9 montiert.

141 211-2, Hamo
Fahrvideo

 
  E 141 Hamo für den Bau der  ÖBB 1014 003-6
 
E 141 211-3 (Hamo), -2L     Video 
       
  Die für das Projekt auszuscheidenen Loks
BR 111 (Lima)   BR 140 814-5 (Roco)  
 Ro2 1035, SJ  (Lima)   BR 141 211-3 (Hamo)