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Mir gefallen knifflige Defekte, deren Behebung eine gewisse
Fähigkeit erfordert, alles wieder in
Ordnung zu bringen und brauchbar zu machen. Diesmal hatte ich
Glück und musste mir die "Arbeit" nicht kaufen, sondern
ein Modellbahn- freund fand mich und ersuchte
mich, einige Lokomotiven die Fehler hatten, wie- der in Schuss zu bringen. Da es nahezu neue Modelle
waren, tat er mir leid, da er verzweifelt
war, weil er auch beim Hersteller kein offenes Ohr für
die Instand- setzung seiner Loks fand.
Eines seiner mit wegen zu hoher Kosten für
einen Ersatzrahmen überlassenen Lokfragmente
war die mit
einem Rahmenbruch schadhafte E 1146 aufwarten. Diese
ARt Rahmenbruchs ist typisch für Modelle von Klein
Modellbahn, da dort schlechtes Gußmaterial
verwendet wurde. Das Material hat die Eigenschaft, im
Lauf der Zeit zu wachsen. Das Wachsen
deformiert die Lokgehäuse und beinhal- tet auch
Rahmenbrüche.
Mein Reparaturversuch bestand
grob gesprochen von der Instandsetzung des Kunststoffrahmens
in dem danach mit UHU Plus die aneinander angepassten Rahmenbruchstücke
eingeklebt wurden. Die Frage stellt sich, ob in den
vorange- gangenen Jahren das Wachstum das Ende
erreicht hat, oder ob es weitergeht?
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1146 001-1, vorläufiiger Bauzustabnd
Fahrvideo
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E-Lok 1146 001-1
Diese Lok leidet unter dem
Problem des Wachsens des Werkstoffes des Lokrahmens. In
der Folge wölbt sich der Rahmen beschädigt das
Gehäuse und zerbröckelt letztlich beim geringsten Druck auf einen
Teil.. Bei der Lok ist der Kunststoffrahmen der
Lok verbogen und teilweise eingerissen. Der darunter
liegende Metallrahmen ist in mehrere
Teilstücke zerbrochen. Die Motore hängen noch an den
Kabeln. EIn Versuch wird zeigen, ob der
Metallrahmen irgendwie zu verwenden ist und ob dann die
Drehgestelle so zu liegen kommen, dass keine
Verdrehung zueinander vorliegt und eine gute
Beweglichkeit der Drehge- stelle besteht.
Die Reaktivierung der 1063 zeigte den Weg wie es
gehen könnte, die zerfallene Lok doch noch auf's Gleis bringen
zu können. Daher wurde zuerst versucht, den
Kunststoffrahmen wieder in Form zu bringen. Leider fehlt
ein Eckstück, welches irgendwie hergestellt werden muss.
Nach einer Wärmebehandlung mit einem Föhn,
konnte er wieder weitgehend begradigt werden. Dann wurde
der Kunststoffrahmen mIt UHU PLUS geklebt. - Nach
langen Überlegungen wegen des Kaufs eines Ersatzrahmens
um 50.-€ verzichtete mein Freund auf die
Reparatur der Lok und überließ mir die Teile. Ich bastle
und tüftle gerne, daher versuchte ich eine Reparatur
mit allen möglichen Methoden hinzubekommen.
Nun hat die
Methode des Einklebens der gebrochenen
Metallrahmenstücke bei der 1063 gut funktioniert, also dachte ich, das
werde ich auch bei der 1146 so machen. Weil der Rahmen
aus acht mehr oder weniger großen Bruchstücken
bestand, wurden die einzelnen Teile mit Sekundenkleber
mittelflüssig einge- klebt. Die Bruchstellen wurden
ein wenig bearbeitet und mit einem Spalt zum nächsten
Stück eingeklebt. Heikel war die genaue Einklebung
der Führungen für die Motordrehgestelle, was aber
nicht genau genug gelang. Hinterher wird sich
zeigen, ob es gut genug ist.
Am Rahmen wurden
noch einige Klebestellen überschliffen, damit ein Zuviel
an Klebstoff entfernt wird und der Rahmen
wieder halbwegs schön aussieht. Schließlich wurde mit
dem EInbau der Drehgestelle begonnen, um zu
sehen, ob die Drehbewegung gut funktioniert. Nach dem
EInbau der Schleifkontakte konnte jedes Dreh- gestell
im Rahmen eingeklickt werden und die Motore danach montiert
werden.
Schließlich begann die Verdrahtung
der Motore. Zuvor wurde der Gewichtsklotz eingeklebt,
damit die Verka- belung einfacher geht. Die
Drähte der Motore wurden an der kleinen Printplatte
angelötet. Nach einigen Experimenten konnten
die richtigen Anschlüsse gefunden und die Kabel
angelötet werden. Zuletzt liefen bei- de Motore
wie es sein soll, doch der Eingriff der Schnecke
funkjtionierte nicht. Es haben sich auch die Motorauflagen
wegen des schlechten Gussmaterials gebogen, sodass kein
EIngriff zustandekommen konnte. Daher wurde am Hinterteil der Motore
ein dünnes Kunststoffplättchen unterlegt, sodass der
Eingriff schon fast funktionierte. Danach stellte sich
heraus, dass die Drehgestellblenden am Fahrgestell
angeschraubt sind und die Schraube könnte etwas mit
der Motorbefestigung zusammenhängen.
Das
stimmte, half aber nur bedingt ,denn wenn die Lok läuft
und man wechselt plötzlich die Fahrtrichtung hört man, wie die Schnecke
noch immer ein wenig über das Zahnrad drüber rutscht. -
Nach weiterem Unterlegen bei den Motoren
klappte es dann doch noch. Letztendlich läuft die Lok vom Geräusch und der Funktion her so, wie
sie laufen sollte. Warum das plötzlich so ist, ist nicht
ersichtlich. Daher muss die unbefriedigende Montage nochmal überarbeitet werden, um
den EIngriff zu verbessern.
Ein
Biegetest und sein unerwartetes Ergebnis
Es war
Zufriedenheit eingekehrt, die 1146 läuft nun wieder.
Jetzt wäre interessant, ob der geklebte Rahmen gut geklebt
ist. Mit etwas vorsichtig angesetztem Biegedruck auf den
Rahmen mit den Motoren, sollte der Test stattfinden.
Noch bevor ich nachgelassen hatte, krach, und ein
Drehgestell war abgebrochen. Mist, die ganze
Arbeit unnütz?
Ich wollte aufgeben, doch die viele
Zeit die man hat, weil man wegen Corona nicht hinausgehen soll,
moti- vierte
mich, doch noch einen Reparaturversuch zu starten.
Also wieder den Rahmen gerade auflegen und wieder mit
Sekundenkleber dezent aber genügend
verwenden und wieder kleben. Es
klappte und es macht den EIndruck, es hält jetzt den Bahnbetrieb aus. Danach wurden die Fehlteile am
Kunststoffrahmen und bei der Pufferbohle nachgebaut. Zuletzt wurde noch
ein
Puffer mit seinem Sockel aufgeklebt.
Schließlich
startete die Verkabelung. Mehr als mühsam, da die
Printplatte sehr schmutzig war, um sehen zu können,
wohin die Leiterbahnen laufen und welche Kabel dann dort
angelötet werden können. Stunden ver- gingen
bis endlich auch die Lichter halbwegs funktionierten.
Dann die Probefahrten ohne Gehäuse. Dabei zeigte
sich, dass eine Motorlagerung im Rahmen ungünstig sitzt,
sodass in einer Fahrtrichtung das Drehge- stell
ungünstig aufliegt und es zum Ruckeln der Lok kommt.
Dann wurde der Rahmen an der Stelle gering
abgefräst und das Drehgestell gleitet jetzt leicht und
liegt richtig am
Gleis auf. Die Lok fuhr einwandfrei mit leise summenden
Motoren.- Fein.
Das Aufsetzen des Gehäuses
ist noch nicht optimal möglich. Besonders stört im
Moment noch, weshalb es etwa 1mm oberhalb der
Kunststoffrahmenkante irgendwo ansteht und sich nur mit
sanfter Gewalt anpressen lässt. Doch das geht
auf den Rahmen und muss daher leichtgängiger gemacht
werden. Mit zwei extra ver- wendeten Schrauben
kann man das Gehäuse am Metallklotz der Lok anschrauben.
Der Klotz ist nun auch extra angeschraubt, lag
aber nicht optimal in seinem Rahmen
Ausschnitt auf, sodass dort eine Verbesserung notwendig
geworden ist. Wird die Schraube fest gezogen, liegt der
Klotz schief, was nicht bleiben kann.
Da der Klotz die Leiterplatte mit den
Anschlüssen trägt, ist sein Ausbau und eine Nacharbeit
ein Geduld- spiel. Doch es musste sein und nach
ein wenig Lötarbeit, konnte der Klotz ausgebaut und
abgefeilt werden. Mindestens 3mm auf der
Hauptauflagefläche und auch auf der Auflage am
Metallrahmen mussten abgefeilt werden. Nach
meheren Nacharbeiten passte der Klotz endlich und das
Gehäuse lag am Kunststoffrahmen an. Leider
zeigte sich, dass durch das Anziehen der
Klotzschraube der geklebte Metallrahmen nachgibt und das
Gehäuse wieder nur mittig aufliegt, weil sich der Rahmen
dadurch bieght. Weniger fetstes
Anziehen half. Es wurde daraufhin der Platz für
den Lokrahmen am Klotz nachgefeilt,
um den "Buckel" in der Mitte ein wenig zu verringern.
Mehr traute ich mir nicht zu feilen, damit das Wunderwerk
nicht wieder bricht. Schließlich konnte die Verdrahtung
wieder verlötet werden und eine Testfahrt
erfolgen. Die Lok fuhr anstandslos.
Jetzt
kam das Gehäuse dran. Es hatte an den Ecken verschiedene
Ausbrüche, die mit ABS-Kunststoff- stücken
ausgefüllt und der Form des Gehäuses angepasst
worden sind. Eine Ausbesserung mit annä- hernd
passender Farbe schloss diese Arbeit ab. Dann wurden
zwei Piko Einholm-Stromabnehmer aus Lagerbeständen auf
nachgemachten einfachen Distanzstücken aus Holz montiert. Die bei den Arbeiten
abgebrochenen Dachisolatoren wurden wieder aufgeklebt. Um das Gehäuse am Rahmen befestigen zu
können,
so dass es hinten und vorne gut aufliegt, war die Herstellung
von zwei Gewinden im Metallklotz not- wendig. Im
Gehäusedach wurden zwei Bohrungen hergestellt und mit
einem Senker für die Senkkopfschrau- ben
vorbereitet. - Zum Schluss wurden aus Märklinbeständen zwei
Kupplungshaken angefertigt und montiert. Die Lok fährt
jetzt sehr schön und ich bin damit sehr zufrieden.
Abschließend
ist zu sagen, dass sich die umfangreiche Arbeit
letztlich gelohnt hat. Auch wenn das Gehäuse nicht
genau aufliegt, lasse ich das Ergebnis gelten. Wer weiß
wie lange sich der Metallrahmen ruhig und stabil verhält? Bis dahin wird die Lok etliche Runden auf dem
Testovoal abspulen und Spaß bereiten können.
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fertig |
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zwei Gehäuseschrauben
Fahrvideo |
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die Bruchstücke und Teile der 1146 |
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Ansicht der Anschüsse |
Versuch der Rahmenklebung |
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der geklebte Rahmen |
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fehlendes Stück |
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Motore probeweise eingebaut |
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Lichtanschlüsse noch nicht verbunden |
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die Priontplatte wird beschalktet |
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nach einem Festigkeitstest ! |
die neue Bruchstelle |
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fehlendes Eck wiord nachgebaut |
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es fehlt noch der Puffer |
Verdrahtung für Testfahrt fertig |
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fertig |
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zwei Gehäuseschrauben
Fahrvideo |
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