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Da mir vorschwebt, für
meine kleinen Enkel eine bescheidene Märklin M-Gleis- Modellbahnanlage
zu bauen, besteht ein Interesse an österreichischen
Lokomoti- ven, die man dort fahren lassen
könnte. Solche Loks gibt es derzeit im Hause Märklin
nur in beschränkter Anzahl und Type und nur zu
gehobenem Preis. Ergänzend ist 2022
festzustellen, dass Märklin mit Rix und Hamo heute auch
mehrere Loks mit Österreichbezug erzeugen.
Noch immer sind diese Loks nur in kleinen
Serien gefertigt und dadurch teuer.
Besonders die Idee eine
alte umherliegende Teilelok der Type 2060 von Klein- bahn zu
vervollständigen und gleichzeitig auf
Wechselstrombetrieb für das Märklinsystem umzubauen
und verwendbar zu machen, führte zum Start dieses
Umbau-Projektes. In unserer Sammlung befindet sich
neben der auf Wechseldtrombetrieb umgerüs- teten
2060 Jenbach Diesellok auch noch eine grüne Version. Um für den
zuge- kauften Personenzug mit blau/weißen Waggons
und Beleuchtung, wird eine klei- ne Lok gebraucht. Dem Kauf
um 10.- € konnte ich nicht widerstehen und die
kommenden Reparaturarbeiten werden Spaß
machen.
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2060.08, Kleinbahn, Umbau ~ AC
Fahrvideo

2060.08, Kleinbahn
Fahrvideo
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Umrüstung
einen Verschubdiesellok 2060 für Wechselstrombetrieb |
Zuerst
wurde die Lok vollständig zerlegt und mit Spezialbenzin
gereinigt. Anschließend wurden Bohrung und Gewinde
für den Schleifer hergestellt. Nach dem Zusammenbau des
Fahrgestells mit dem Rahmen wurde pro- visorisch
der Motor eingebaut. Es folgte die Lötung des
Radschleifers direkt am Motorkontakt auf Seite der Räder
mit den Zahnrädern. Der zweite Motorkontakt wurde mit
einer Drahtspule mit Masse verbunden. Nun konnte
ein Probebetrieb des Fertigen Fahrgestells, aber mit
Gleichstrom erfolgen. - Allerdings kaann der Radschleifer nicht am Motorkontakt bleiben, denn sonst
funktioniert FRU 55 500 nicht.
Nachdem der
Gleichstrom-Probelauf erfolgreich verlaufen ist konnte der Schleifer
demontiert werden. Am alten Testoval mit dem Trix
Express Pappgleis wurde dann neuerlich eine Probefahrt
durchgeführt. Dort liegt die Mittelschiene auf
Höhe der Gleisoberkante, so wie das auch bei den Weichen
beim Punktkontaktgleis der Fall ist. Dabei zeigte
sich, dass der Schleifer nicht weit genug einfedern
konnte und
die Lok vom Schleifer leicht an- gehoben wird. Daher
musste nun doch eine mindestens 1mm tiefe Ausfräsung
hergestellt werden, welche auch eine Vertiefung
für die Schleiferenden beinhaltet.
Der
zur Verwendung vorgesehene Motor einer moderneren Bauart
wurde montiert und dann das Gehäuse ver- suchsweise
darüber gestülpt. Es ließ sich jedoch nicht montieren,
da der Motorschild des Motors zu breit war. Also
musste der Motor wieder abgebaut und zerlegt werden. Es
wurde dann das Motorschild eines alten Mo- tors
samt zugehörigem Anker in den Ringmagnet eingebaut. Der
Motor läuft gut und kann wieder verwendet werden. Da
die Lieferung des FRU und eines neuen Schleifers
abgewartet werden musste, wurden die fehlenden Auf- tritte
am Lokgehäuse mit Kupferdrahtstücken ergänzt und nach
der Klebung lackiert. Da das Gehäuse der kleinen
Diesellok sehr klein ist und kein Platz für den Einbau
des FRU besteht, musste das vorne liegende Bleigewicht
teilweise abgeschnitten und anders befestigt werden.
Dabei wurde auch ein Distanzrohr für die Gehäusebefestigung
eingeklebt.
Der Probelauf der Lok ohne
Gehäuse verleif erfolgreich. Durch das fehlende Gewicht
beschränkt sich die Zug- kraft der Lok auf
wenige Waggons. Die Verwendung der Lok soll ja auch nur
zum Verschub einzelner Waggons dienen.
Inzwischen wurden innen im Gehäuse Fenster
angeklebt. Der Versuch das Gehäuse aufzusetzten
scheiterte jedoch an den dünnen Folien, da der
Motor an den Scheiben anstand. Die Scheiben mussten
wieder entfernt werden. Auch das kleine, neben
dem FRU eingeklebte Bleigewicht und die aus dem
Motorlager herausragen- de Motorwelle mussten
abgeschliffen werden. Erst danach ließ sich das Gehäuse
ordnungsbemä aufsetzten und befestigen. Damit
wird die Lok in das Lokverzeichnis aufgenommen.
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die fertige Lok 2060.08 |
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Unteransicht mit Radschleifern und Mittenschleifer |
die Lok wird zerlegt |
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das Fahrgestell für Schleifer vorbereitet |
Schleifer provisorisch montiert |
Motor provisor. angeschraubt - Gehäuse passt aber nicht
drüber |
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ohne Ausfräsungen für Schleifer geht es nicht |
Schleifer provisorisch montiert - passt |
neuer Massekontakt |
umgebauter Motor |
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2060.08 - Reinigung und
Umpolung |
Die
schadhafte, zu einem Niedrigpreis angebotene kleine
Jenbach Diesellok war nicht schadhaft. Schon
die ersten Meter am Testoval zeigten, die Lok ist in
gutem technischen Zustand. Abgesehen davon, dass die
vier Haltestangen für die Verschieber und ein
Lufteinlass fehlten, war die Lok in gutem Zustand. Eine
kleine Innenreinigung rundete die Arbeit an der
Diesellok ab.
Die vier Haltestangen wurde
aus 1,8mm Stahldraht hergestellt und für den fehlenden
Lufteinlass wurde eine M2 Schraube in das Gehäuse
eingeschraubt.
Wie bei Kleinbahn Käufen
üblich, musste die Lok umgepolt werden, wobei die Henry-Spulen
weggelassen worden. Die Lok macht Freude und zieht
ausrei- chend gut. Das Video zeigt die Lok vor
einem kleinen Regionalzug, wie er früher in
unserer Gegend zu sehen war. |
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2060.08, -2L |
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Video |
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Motor mit Originalpolung |
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