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Zur Komplettierung der Sammlung der E- Lok-Typen
BB xxxx wurde eine alter- tümliche BB 9201 aus
französischer Produktion der Jahre nach 1950 zugekauft. Diese
Loktype BB 9200 gab es bei den Franösischen Staatsbahnen
tatsächlich. Das Interesse am Kauf entstand
durch
die ungewöhnliche Antriebstechnik der Jouef-Lok, deren Komponenten alle aus
Messing gefertigt sind. Ein Motor mit
durchgehender Welle und Ritzeln an den Enden, treibt beide Drehgestelle
über je ein Tellerrad an, von dem in jedem
Drehgestell zwei Achsen angetrieben werden. Heute
verwendet man dazu Kardanwellen. Es wird spannend
sein zu sehen, wie dieses
Antriebssystem bei welliger Gleislage funktioniert.
Nach der ersten Testfahrt zeigte sich, dass die
Lok "geländegängig" ist und früher wohl als
Teppichbahn Lok verwendet worden sein dürfte. Allerdings
sind einige Kleinigkeiten zu kontrollieren und
nachzuarbeiten, damit sie wieder gut läuft.
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BB 9201, Jouef
Fahrvideo
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Servicearbeiten an der BB 9201
Nach der ersten Testfahrt war klar, dass die Lok
trocken läuft und die Achsschleifkontakte verschmutzt
waren. Die Suche nach den Schleifkontakten war
nicht einfach, aber schließlich fand ich sie an einem
Dreh- gestell. Hier waren auf jeder Achse die
Räder so ausgeführt, dass ihre Achsrohre als
Schleiffläche dienen. Direkt unter jeder
Achshälfe befidet sich eine Art Schleifkohle, die durch
eine Feder an das Achsrohr ge- presst wird.
Nach der Reinigung der Achsen und der Schleifflächen
lief die alte Lok einwandfrei.
Allerdings
war zu sehen, dass ein Drehgestell nicht immer im
EIngriff und daher ohne Antrieb ist. Das merkt man
auch akustisch, besonders aber, wenn Wagen angehängt
sind, da dann Zugkraft fehlt. Um den Fehler zu
beheben musste das Lokhgehäuse demontiert werden.
Werksseitig sind dazu an jedem Gehäuseende je eine
kleine Schraube vorgesehen. Doch ein Vorbesitzer hat
anstelle der Schraube kurz Tapezierenägel mit Pattex
eingeklebt. Nach dem Service wurden wieder Schrauben
verwendet, die natürlich nicht den Originalen entsprechen.
Nachdem bei der geöffnetenLok rasch
ersichtlich war, dass das Tellerlad zu großen Anstand
zum Motorritzel hat und dieses nicht immer im
EIngriff ist. Daher musste das Drehgestell ausgebaut
werden, denn nur so kann man unter das
Tellerrad eine Beilagescheibe einlegen, die den
notwendigen Abstand wieder herstellt. Nach der
Reparatur wurden alle Zahnräder dezent gefettet und die
Achslager leicht geölt. Danach erfolgten längere Probefahrten,
die ohne jedes Problem abliefen. Durch die Fettung und
Schmierung läuft die Lok deutlich leiser und
mit weniger Getriebegeräuschen.
Zum
Anschluss de Überarbeitung wurde kleiner Rostanfall an
einigen Teilen entfernt und mit Lack ausgebes- sert.
Der Lack der Lok ist nicht überall einwandfrei, doch ist
die Lokomotive noch immer schön anzusehen. Im Verband
mit den silbernen Hornby SNCF-Schnellzugwagen sieht man
ihr das Alter nicht an. EIn guter Kauf und
eine Lok,. die heute schon ein Oldtimer ist.
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Ansicht der Drehgestellantriebe |
Der Antrieb in der Lok |
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Motzorritzel und Tellerrad |
Ansichtz des Getriebes im Drehgestell |
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