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Auf der Suche nach
einer schweren Dampflok die ähnlich einer 52er ist, und
die mit Wechselstrom betrieben werden kann,
stieß ich auf eine gut aussehende BR50 von
Fleischmann. Nach Erhalt der Lok wurde sofort eine
Testfahrt gestartet, die je- doch anfangs nicht
zufriedenstellend ausfiel. Zuerst dauerte es einige Zeit
bis die Lok überhaupt in Fahrt kam. Dann kein Erfolg
bei der Fahrtrichtungsumschaltung. Durch oftmaliges
Umschalten kam etwas Leben in die Lok. Schließlich fuhr
sie einige Runden doch plötzlich fiel sie
wieder in den Langsamfahrtmodus zurück. Da die Lok
sauber war musste das Problem anderswo zu
finden sein. Der Umschaltvorgang funktionierte
nicht jedes Mal und wenn, dann gab es die, bei schlecht
justierten Märklin-Umschaltern bekannten, "Bocksprünge"
der Lok.
Auch das Umschaltgeräusch erinnerte an Märklin, also war klar, dass hier für die uner-
klärliche
Fahrtreduktion keine Elektronik schuld sein konnte.
Nachdem im Lang- samfahrmodus der Trafo
abschaltete, muss also irgendwo auch ein Kurzschluss vorliegen.
Den Fehler galt es also zu finden .... |
 BR 50 Fleischmann
Fahrvideo |
Eine lange
Fehlersuche und deren einfache Reparatur
Nachdem mir die firmenhistorische Entwicklung
dieser Loktype unbekannt ist und daher ihre technische
Aus- führung unklar war, musste also die
Fehlerquelle Schritt für Schritt ausfindig gemacht
werden. Im ersten Anlauf wurde der
Fahrtrichtungsumschalter ausgebaut und provisorisch
durch einen elektronischen Uhlenbrock FRU 55
500 ersetzt. Doch der Umbau brachte keinen Erfolg, alles
war wie zuvor.
Bei den zahlreichen
Testfahrten fiel mir auf, dass bei den Kabeln die aus
dem Lokfahrgestell heraus kommen, gelegentlich
leichtes Aufblitzen zu sehen war. Doch wohin ich die
Kabel auch drückte oder sie unter Last be- wegte,
der Fehler mit Drehzahlabfall entstand nicht. Also
musste ich beginnen den Lokkessel abzubauen, um danach
zu den Radschleifern zu kommen, und zu ihren Anschlüssen.
Die Durchgangsmessung signalisierte immer
wieder einen Kurzschluss, der mich zur Verzweiflung
brachte. Dann fiel mir ein, dass ja das vordere Lämpchen
noch Kontakt hatte - das ergab natürlich immer die
Kurzschlussanzeige.
Der Ausbau des
Lämpchens kam einer Odyssee gleich, denn es war viel
abzubauen. Ein Steuergestänge rechts am Kessel
musste ich abzwicken (Reparatur mit Sekundenkleber oder
dünnem Schrumpfschlauch). Auch die Puffer
mussten ausgeschraubt und die Lampenfassung abgelötet
werden. Dann ließen sich die Abdeckung des
Fahrgestells mit den darauf befindlichen Kontakten
abheben und man sah darunter. Allerdings war
keine Kurzschlussstelle zu finden, auch keine leichte,
die nur zum Teil aktiv werden könnte. Nun blieb nur noch der Verdacht,
dass die Zuleitung zum Schleifkontakt am Rahmen eine
Scheuerstelle hat, die bei Kurven- fahrt gelegentlich
wirksam wird. Doch auch da gab es jetzt keinen
Kurzschluss zu messen. - Nun, vielleicht liegt es
vielleicht am Motor. Vielleicht ist er verölt oder die
Schleifkohlen sind abgearbeitet oder ein Kabel liegt an Masse an. - Jedenfalls konnte der Kessel
wieder montiert und der Umschalter provisorisch dort
eingeschoben werden.
Daher wurde der Motor
zerlegt und alles gereinigt und kontrolliert und danach
dezent geschrmiert. AUch hier war kein Fehler
feststellbar. Also wurde der Fahrtrichtungsumschalter
wieder definitiv angelötet und eingebaut. Der
Antriebstender
war ohne Gehäuse und es wurde Probegefahren. Das
bedeutet, dass der Tender nur mit lose eingehängter
Kupplung zur Lok verwendet wurde. - Etliche Proberunden
mit voller Fahrt verliefen anfangs erfolgreich, doch plötzlich kam wieder der
Drehzahlverlust jedoch war deutlich zu sehen, dass die
Tenderkupp- lung am, an Masse anliegendem
Bleigewicht des Tenders, anstreifte und es deutlich
sichtbar blitze.
Damit war der grundlegende
Fehler eingegrenzt worden! Doch, wenn der Tender komplett montiert ist,
kann es an dieser Stelle keinen Kontakt geben.
Also kann es nur im Bereich der Befestigungschraube für
die Kupplung an der Lok liegen, dass die
Schraube an die Kontaktbahnen der Radschleifer ankommt,
wenn man sie zu weit einschraubt. Der
Fahrversuch mit gelockerter Schraube verlief nun endlich
fehlerfrei.
Nach der fertigen Montage der
Lok wurde noch eine Gehäusereinigung vorgenommen, sodass
die Lokomotive nahezu wie neu aussieht. Die
Freude ist groß, der Fehler wurde gefunden und der sehr günstige Preis für die- ses
eher seltene Lokmodell wiegt die Paar Stunden
Arbeit auf jeden Fall auf. Jetzt schnurrt die Lok
wieder.
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Fahrtrichtungsumschalter Variante Fleischmann |
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die Lok wird zerlegt |
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die Puffer müssenweg |
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der Schleifer ist weg |
der Motor vor der ZTerlegung |
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der Anker wurde gereinigt und aufgeraut |
Moztor wieder betriebsbereit |
Hinteransicht der BR 50 |
Das Fahrgestell |
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50 058 wieder einsatzbereit |
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