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Modellbauer haben
die unterschiedlichsten Vorstellungen über ihr Hobby.
Meine ist nicht auf höchste Originaltreue
spezialisiert, sondern darauf, dass ich meine Handfertigkeit
dazu verwende, mit meinen bescheidenen Mitteln, eine
möglichst weitgehende optische Übereinstimmung meiner
Umbauten mit den Vorbildern zu erreichen.
Wesentlich ist für mich, dass das Endprodukt im
Fahr-/Spielbetrtieb für meinen heranwachsenden
Enkel gut verwendbar ist. Ein sehr
preisgünstiges Angebot einer Solo-BR 23 stach mir bei
ebay ins Auge und ich kam auf die Idee, mir
für die schlechte Jahreszeit ein kleines Projekt vorzu- nehmen.
Aus Kostengründen, meine Bastelei soll ja nicht Kosten
eines Neukaufs erreichen, erstand ich sehr
günstig ein Lokgehäuse einer BR 81, die optisch genau
zum Fahrerstand der BR 23 passen könnte. Ja
sie tat es wirklich, das ist inzwischen schon
klar geworden.
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BR 66 im Eigenbau
Fahrvideo |
Beginn
des Umbaues
Gleich zu Beginn die Testfahrt.
Nachdem ich die BR 23 von Märklin schon mehrfach zerlegt
und repariert habe ist mir bekannt, dass die
Loktype ein Problem mit einem Antriebszahnrad hat. So
ist es auch bei dieser Lok, bei der die Zähne
des Zahnrades an einer Stelle nurmehr halb so breit sind,
was dazu führt, dass es fallweise am Antriebszahnrad
vorbeirutscht. Gut, dachte ich, man könnte das Zahnrad
wenden, dann liefe das wieder eine Zeit lang, bis eben
einer versucht, - kleine Kinder machen das ja gerne -,
mit der Hand geschoben, die Lok am Tisch mit drehenden Rädern fahren zu sehen.
Das Anfahrmoment wird dann so groß, dass es wegen der
schon in den Jahren nachgelassenen Materialgüte
des Übertragungszahnrades dazu führt, dass einige Zähne des Zahnrades
brechen, oder wie hier, zur halben Zahnbreite
abrasiert sind. Stehen diese Zähne grade an der
Stelle, wo das Antriebszahnrad verläuft, dann ist nichts
mehr da, was die Drehbewegung übertragen kann. Bei
genauer Betrachtung ertkannte ich, dass das Wenden des
Zahnrades nicht geht, weil es mit einem zweiten kleinen
Ritzel versehen ist. Um
also den Fehler zu beheben musste ich einen
intakten gebrauchten Zahnradsatz
bestellen.
Weiters zeigte sich bei der Probefahrt,
dass die Lok einen groben Absturz hinter sich gebracht
hat, da ein Rad der ersten Achse leicht
schlägt. Darüber hinaus musste der
Fahrtrichtungsumschalter nachjustiert werden. Aber das
Maschienchen läuft letztlich nach etwas Feinarbeit und ein Paar Tropfen Öl wieder ganz
nett.
Nachdem das Gehäuse der BR 81
eingelangt war, konnte der Kohlebunker abgesägt werden.
Er passt perfekt an das Fahrerhaus der BR 23
und konnte nach einigen Feilarbeiten mit
UHU-Plus-Endfest angeklebt werden. Auch die
Lichtleitung für die Beleuchtung kann übernommen werden. Natürlich
kann meine BR 66, umgesetzt in die Realität, nicht
funktionieren, denn mit dem Kohlevorrat einer kleinen
Verschublok und ohne Wassertanks, ist natürlich kein
Dampfbetrieb möglich. - Ich denke, wenn mein Enkel
mit 10 Jahren (das ist 2023) die Lok
benützen wird, dann werden ihn all diese Details kaum
an der Benützung dieser ungewöhnlichen Lok hindern.
Der
Versuch die abgesägten kleinen Wassertanks der 81er zu
verwenden würde an deren Innenseiten in er- hebliche
Fräsarbeit ausarten, was mir aber keinen Spaß macht.
Die Methode, die Wassertanks mit Polystyrol- platten zu
bauen, wäre zu überlegen.... Und wer weiß, vielleicht
baue ich ja später noch Tanks an? Doch zuvor sollte das
Nachlaufdrehgestell montiert sein und perfekt und
entgleisungsfrei nachlaufen. Spannend
ist der Einbau des zweiachsigen Nachläufers einer
anderen Loktype (?), denn dort muss auch der Anhängehaken
dran. Oberhalb des Nachlaufgestells muss noch ein
Lokboden eingezogen werden auf dem ein
Lampenhalter für das Hecklicht montiert werden wird. Nicht
minder interessant stellt sich auch die einzubauende
Pufferbohle und speziell der Puffer dar, die ja etwas mehr als sonst in der Bogenfahrt überragen
werden. Der Grund ist klar, da ja die drei Antriebsachsen
relativ weit vorne liegen. Einen Zentimeter nach hinten gerückt,
liefe das Ganze viel besser. Aber dieser Aufwand lohnt sich nicht,
denn es ergäben sich daraus große Schwierigkeiten
ein neues passendes Getriebe zu finden; das ist
praktisch nicht möglich und übersteigt meine Vorstellung
von Bastelei bei weitem.
Nach dem das erstbestellte
Nachlaufdrehgestell eingetroffen war, wurde die
Möglichkeit der Montage überlegt. Es konnte
bald eine lokale Positionierung vorgenommen und
das Drehgestell provisorisch montiert werden.
Im Fahrversuch stellte sich heraus, dass ein
zusätzliches Gewicht nötig ist, welches das Drehgestell mit den
sehr niedrigen Spurkränzen auf dem
sehr schlechten Pappgleis von Trix Express, auch bei voller
Fahrt am Gleis hält. Mit aufgesetztem
Kesselgehäuse konnte die Kinematik des Nachläufers
nochmals überprüft werden, wobei ein wenig von den
aufgeklebten Bleistücken abgefräst werden musste, aber
auch im Heck des Lokgehäuses und an den
Innenseiten der Fahrerstandauftritte. Mit
der verwendeten Normkupplung ergibt sich im Fahrbetrieb
kein Problem, dass der Nachläufer entgleist. Im
Schubbetrieb kam es vorerst bei den schlechten Schienenstößen
im Bogen der uralten Trix Express Pappgleise zu Entgleisungen.
Durch die leicht erhöhte Belastung der kupplunsseitigen
Nachläuferachse, durch Erzeugung einer Vorspannung durch
Verbiegen der Drehgestellanlen- kung, konnte
die Entgleisungstendenz endgültig unterbunden werden. Am
schönen Märklin M-Gleis wird das Laufverhalten
ohnedies besser sein.
Nun konnte die optische Gestaltung des
Nachläufers erfolgen, die den Grund hatte, dass man bei
seitlicher Durchsicht nicht durchsehen kann.
Die nachfolgenden Probefahrten zeigten neuerlich das
Problem bei der Rückwärtsfahrt auf, dass der
Nachläufer im Gehäuse aneckt, wenn die Lok schnell fährt
und durch die Masse des Kesselaufbaues
überschwingt und den Nachläufer, wegen seiner niedrigen
Spurkränze, aus dem Gleis drückt. Das Gehäuse
musste an den neuralgischen Stellen nochmals abgefräst werden,
bis dann die Kinematik endgültig passte.
Nun war die
Rückfahrbeleuchtung herzustellen. Dazu wurde die
bestehende Befestigungsbohrung der Nach- läuferführung verwendet,
die nun aber einen kleinen Blechwinkel aufnimmt. Der
Winkel ist derart gestaltet, dass an ihm eine Lampenfassung
5,5 angelötet werden konnte. Damit war der Massekontakt
gesichert und ein neues Kabel zum Schleifkontakt
brachte die Lampe im Fahrbetrieb perfekt zum Leuchten.
Durch die Situierung des Lämpchens ist auch der
Fahrerstand etwas beleuchtet und es eintsteht der
Einduck alsob Kesselfeuer sichtbar wäre.
Anschließend wurden die Lackarbeiten am
Fahrwerk begonnen. Während der Durchtrocknung wurde der
be- reits von Anbauten befreite Lokaufbau mit
Nitroverdünnung seiner alten Farbe weitgehend entledigt.
Die Lackie- rung des Kessels wurde mit
seidenmattem schwarzen Lackspray von Belton
durchgeführt. - Auf die Anbringung der
original vorhandenen Wasserkästen wurde, wie schon
zuvgor erwähnt, vorerst
verzichtet; ich kann sie ja später immer noch
nachrüsten. - Die Lok verliert dadurch ihre
Authenzität, doch wird das beim Spielen
nicht sonderlich stören.
Das Aushärten des
Lackes dauerte einige Stunden. Danach wurden wieder die
Griffstangen, die Rohrattrappen und der
Raucheinsatz (abschaltbar) montiert. Zuletzt wurden
diverse Kanten und Auftritte und die Pufferbohlen mit
der obligaten roten Farbe lackiert, sodass zuletzt ein
netter Eindruck von der Lok zustande kam. Im Fahrbe- trieb
läuft der Nachläufer jetzt brav in jeder Richtung und das
mit gezogener und geschobener Last. Das ist fein und
mein Enkel Konstantin (und ich) wird sich beim Spielen mit der Lok
sicher freuen.
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das Lokgehäuse der BR 23 014 |
das Gehäuse der BR 81 |
hier bereits mit dem Tender der BR 81 |
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passt ja nicht so schlecht |
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bisherige Naqchläuferführung |
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hoffentlich bleibt das Modellbahninter-esse Konstantins
noch lange erhalten |
für Raucheinsatz aufgebohrt |
Kabeldurchführung |
erster Versuch der Nachläuferbefestigung unbauchbar |
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der Nachläufer |
Nachläufer provisorisch fixiert |
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Fahrwerksansicht mit Nachläufer |
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Lokansicht nach provisorischer Montage |
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neu angepasste Montage |
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mit optischer Abdeckung |
Seitenansicht fertig |
Untersicht |
Untersicht des Nachläufers, mit Indusi-Atrappe |
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angefertigte Pufferbohle einmgebaut |
Windleitbleche lackiert |
Kessel lackiert |
nue Pufferbohle neu gestrichen |
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die (vorläufig) fertige Lok BR 66 |
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die BR 66 ist jetzt endgültig fertig |
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