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Nachdem mir das
Reparieren und Instandsetzten von gebrauchten
Lokomotiven viel Spass macht, kaufe ich zu
(relativ) günstigen Preisen manchmal Arbeit ein. So auch
hier, bei der gefälligen DDR E-Lok der BR 11. Sie weist
neben schad- haften Stromabnehmern noch einen
gravierenden Schaden im Antrieb auf, denn laut Verkäufer
dreht der Motor nicht. Ich kenne die DDR-Produkte nun
schon ein wenig und hoffe, dass u.U. meine hierfür
notwendigen "russischen Reparaturme- thoden" (ohne
geeignetes Material dennoch ein Ding zur Funktion zu
bringen) die Maschine wieder auf die Schiene
bringen werden.
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E11.022, Piko, DR
Fahrvideo |
Die Reparatur Nr 1
- zweimotorige Originalversion
Die Lok kam in einer leicht beschädigten
Ortiginalverpackung an. Schlechter sahen die
Stromabnehmer aus, wobei einer besonders in
sich verdreht war. Das zu reparieren war eine leichte
Aufgabe. Im Verkaufstext wurde angegeben, dass
ein Motor steckt. Die Zerlegung dert Lok ist einfach, da
man nur das Gehäuse mit Bedacht auseinander
ziehen muss, damit das Fahrgestell lose wird und aus dem
Gehäuse herausrutscht.
Tatsächlich steckte
einer der Motore. Ohne viel zu zerlegen begann ich den
Anker des Motors leicht zu drehen und es
knackste leise und siehe da, der Motor war frei und
drehte sich. Bei der Gelegenheit wurde gecheckt ob andere
sichtbare Mängel zu finden wären, do es war alles OK.
Die Motorlager wurde mit einem Tropfen Öl geschmiert
und das Gehäuse wieder aufgedrückt. Der nachfolgende
Lauftest war erfolgreich. Nach einer Stun- de
Laufdauer traten keine mechanischen Hemmungen bei den
Motoren und Drehgestellen auf. Die Lok läuft elektrisch
sehr gut, doch hat auch sie das gleiche Problem wie alle
meine DDR-Piko-Loks, die Räder sind werksseitig nicht
genau
zentrisch und/oder schief auf den Achsen aufgepresst,
wodurch es zu einem deutlichen Wackeln des Lokkastens kommt.
Besonders bei der Bogenfahrt fällt es auf. Schade
eigentlich, laufen beide Motore sehr ruhig und
leise und das Modell ist insgesamt sehr gefällig.
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verbogene Stromabnehmer, sonst OK |
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die Zerlegungh des Fahrgestells |
die Printplatte hat einige Aufgaben |
Ansicht Getriebe |
Ansichtr Motorschild |
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Gehäuse abgenommen |
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Ansicht der Drehgestelle |
Sicht auf die Motore |
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Service
bei Lok Nr 2 - die einmotorige Variante
Der Ankauf der Lok erfolgte
nur, weil die Dachaufbauten, die Isolatoren, bei einem
anderen Projekt benötigt worden wären.
Zwischenzeitlich fanden sich jedoch einige brauchbare Isolatoren,
sodass die Lok doch für zumindest leichten Fahrbetrieb ver- wendet werden kann. Die Lok ist vom Vorbesitzer mit
einem Messingrahmen ver- sehen worden und hat nur einen angetriebenen Motor, der jedoch Haftreifen auf
den angetriebenen Achsen aufweist. Vermutlich
ergibt sich dadurch verminderter Kontakt mit
den Schienen,
sodass sich der Vorbesitzer von der Lok trennte; der
Testbetrieb wird zeigen wie verwendbar sie
sein wird.
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DR E 11.022, einmotorige Version
Fahrvideo |
Wie
immer kommt zuerst die Probefahrt. Kontaktprobleme, das
Piko-Wackeln bei den alten DDR-Lopks und der
vom Vorbesitzer angefertigte Metallrahmen der sich nach
Abnahme des Gehäuses zeigt, lassen einige Arbeitsstunden
erwarten. - Für die Abnahme des Gehäuses
muss man es in der Mitte vorsichtig auseinader- ziehen
bis es die bei den Fenstern aushängt und nach unten
herausrutscht.
Na die jetzt anfallenden
Arbeiten machen mir ja nix aus, denn das Basteln macht
mir ja Spaß. Schon als erstes Novum beim
Öffenen fielen mir zwei Metallblöcke entgegen. Sie
enthalten die Beleuchtung Fernlicht und Schlussbeleuchtung.
Da Kleinteile fehlen beschränke ich mich nur auf die
Aktivierung der Fernscheinwerfer als Beleuchtung
an beiden Enden der Lok. - Dazu muss bei jedem
Block neben der Lampenfassung ein Gewinde M2
hergestellt werden. Die kleine Schraube verhindert das
Herausfallen des Lämpchens und hält das Kabel für den
Masseanschluss. Ein einzelner Draht wird direkt am
Pluspol des Lämpchens angelötet und mit dem Plus am
Motor verbunden. - Für den Lampenwechsel muss man mit
einem kleinen Imbusschraubenzieher die Schraube
herausgedreht werden, dann kann das Lämpchen aus der
Halterung herausgezogen werden.
Weiter ging
es mit der Montage der beigelegten Kupplung an einem
Drehgestell, der Montage eines Haftrei- fens,
sowie einer Reinigung des Antriebes und sehr dezenter
Schmierung der Motorlager. Weiters wurden die Radschleifer
nachgebogen, damit sie besser an den Rädern anliegen und
zu besserer Stromübertragung führen.
Nach
dem Zusammenbau wurde wieder eine Testfahrt gemacht, die
leider weitehhin ein Wackeln zeigte, jedoch die
Kontaktierung in Ordnung war. Leider zeigte sich, dass
die Lok in eine Richtung etwas langsamer fährt, in der
anderen Richtzung das Getriebegeräusch etwas lauter ist,
aber die Lok deutlich schneller fährt.
Die
an sich gefällige und brauchbare Lok ist meine Zweite
dieser Type, sodass ich mich entschieden habe, die Lok
meinem Freund zu überlassen. Er fährt oft mit 16 V und
dann saust sie auch wieder.
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die überholte Lok E 11 |
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selbst gebautes Fahrgestell |
die Eigenbau-Schleifer |
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Ansicht vor Lichteinbau |
Ansicht mit Lichtverkabelung |
Befestigungsschraube für Lämpche |
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