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    Reihe 12. 08 (ex 214),  BBÖ   (Liliput Wien)   -   Service und Inbetriebnahme
    Reihe 12       (ex 214),  BBÖ  
(Kleinbahn)      -  Totalrestaurierung
 
 
 Wie auch bei meinen vielen anderen Modellen erkennbar, ist es auch ein wenig
 Patriotismus, der hinter meinem Wunsch steckt, ein Modell der stärksten und
 größten österreichischen Dampflokomotive zu besitzen. Schon als vor 1960 bei
 Kleinbahn ein Modell dieser Lok angeboten wurde,  waren meine Kinderaugen
 sehr groß. Mein Onkel Hans hatte so eine 12/214er Lok von Kleinbahn, die er,
 auch weil er nicht wußte, dass ich mich eines Tages wieder für die Modellbahn
 interessieren werde, irgendwann zu Geld gemacht hat. - Mein Wunsch wurde in
 den letzten zwei Jahren aus Kostengründen  immer wieder vor mir hergeschoben.
 Doch 2014, nach Weihnachten, konnte ich dann nach Rücksprache mit meiner
 ieben Finanzministerin, endlich so ein kostspieliges Modell kaufen.

 


BR 12.08, BBÖ, Liliput

Fahrvideo

 Erste Erfahrungen mit der Liliput ÖBB 12. 08

 Zur Loktype ist zu sagen, dass die Lok als stärkste österreichische Dampflok als BR 214 gebaut worden
 ist. Sie war für Schnellzüge auf der Arlbergstrecke gebaut worden und wurde später, nach dem Anschluss
 Österreichs an Deutschland, als Reihe 12 bezeichchnet. Die Lokomotiven wurden auch auf der Südbahn-
 strecke eingesetzt, doch bereitete die Achsfolge auf der Semmeringstrecke große Abnützungen an Rad
 und Schiene. - Die Loktype wurde in Rumänien in Lizenz gebaut und eine fahrtüchtige Lok steht in Selzthal
 bei den Eisenbahnfreunden. Die 12.08 stand viele Jahre im Park vor dem Technischen Museum in Wien
 und wurde nach Strasshof ins "Heizhaus" verbracht, wo sie aufgearbeitet wurde (?) und wieder ins Gebäude
 des Technische Museum überstellt.
 
 Laut Angebot soll es sich bei der Lok um eine neue Maschine handeln, die allenfalls probegefahren worden
 sein soll. Ich glaube das auch, denn die Lok, also der Antriebstender, ist deutlich lauter als der  Piko BR 52
 Kondenstender. Und das will etwas heißen!  Ja der hervorragend detaillierte Tender besitzt ein Gußgehäuse,
 welches den Körperschall des Antriebes wie eine Lautsprechermembrane verbreitet. Bei etwas schnellerer
 Fahrt wird das Geräusch erträglicher und man hört den leise summenden Bühler-Motor durch. Ganz abge-
 sehen von dem Geräusch hatte die Lok einige Tropfen Öl nötig. Gut, nach ca. 25 Jahren in der Schachtel
 liegen, dann wird Öl schon mal nötig. Schon nach wenigen Runden auf dem Testoval verabschieden sich die
 Haftreifen. Dann, mit anderen Haftreifen wieder eine Probefahrt mit dem Zug, aber die lange Garnitur bleibt
 stehen, der Motor läuft. Also wieder zerlegen, Motor ausbauen und Mitnehmer aus Alu ausbauen und mit
 Locktide auf der Welle aufkleben. Jetzt fährt sie wieder.
 
 Eigentlich bin ich zur Zeit von dem hervorragend gestalteten Modell enttäuscht, denn im Moment fällt mir
 nichts ein, wie ich den Tender leise bekomme. Was aber unbedingt geschen musste, war Öl auf alle Achs-
 und Getriebelager zu geben und die Lok einige Runden drehen zu lassen. Natürlich wurde auch die Schnek-
 ke mit Turbinenöl mit enormen Notlaufeigenschaften beträufelt. Beim Zusammenbau wurde die Kupplungs-
 stange zwischen Lok und Tender erstmals (?) richtig eingebaut.

 Der Probelauf mit Haftreifen zeigte, dass 8 Trix-Schnellzug-Blechwagen mit Innenbeleuchtung kein Zugkraft-
 problem bereiten. Kritisch zeigt sich, dass der Triebtender keine guten Laufeigenschaften aufweist und im
 Roco-Normalkreis mit Mühe in der Spur bleibt. Die Lok selbst kann sich nach Bogenfahrt nicht "zentrieren"
 und läuft mit dem Heizhaus etwas schräg und aussermittig.

 Vor allem möchte ich das Geräuschproblem lösen, doch dazu muss ich mich umhören, was andere in der
 Situation gemacht haben. - Mein erster Versuch half ein wenig. Dazu habe ich innen im Tendergehäuse
 beidseitig zwei schmale Streifen 3mm dickes Doppelklebeband im Bereich des Motors angeklebt. Der
 Fahreinsatz lässt ich mit etwas Druck einschieben und siehe da, das störende Geräusch wurde leiser.
 Zwischenzeitlich ist mir klar geworden, was die Ursache für dieses gräßliche Geräusch sein dürfte: Der
 Motormitnehmer, der in der Ausnehmiung der ersten Schwungmasse des Antriebs sein drehzahlabhängi-
 ges Unwesen treibt. Das dürfte auf mangelnden Rundlauf des Mitnehmers zurückzuführen sein, der hier
 ähnlich wie ein Vibrator wirkt. Und so hört sích das auch an. Leider ist der Mitnehmer so klein und nicht
 spannbar, so dass ich ihn in der Drehbank nicht nachbearbeiten kann. Zur Zeit läuft die Lok doch fehlen
 z.Zt. einige passende Haftreifen.

       
       
   
       
Das Lokfahrwerk  der Motorausbau beginnt