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   Experimental Segelflugmodell   "Solong II"   (O. Czepa)
   Experimental Segelflugmodell   "Phönix"  mit Variophon 2 - Tipp-Steuerung
(Volantex, Eigenbau)
 
 
 1) Das neu aufzubauende Modell war ursprünglich ein Experimentalmodell für
 Solarflug von  O. Czepa, der damit verschiedene Auswirkungen von diversen
 Änderungen an Tragflächen etc. erprobt hat. Schließlich waren die Tests abge-
 schlossen und die Reste des Modells landeten im Lager. Nachdem das Lager
 geräumt werden  musste, bekam ich die Möglichkeit, mir diverse Sachen zu
 nehmen, die ich gerne haben wollte. Darunter befanden sich die Teile des
 nachstehend beschriebenen Modells.

 Der stabartige Kastenrumpf ist in Leichtbauweise gebaut. Das Höhenruder
 und das Seitenruder waren unbeweglich, da in einer Halle nur Gleitflüge mit
 dem Modell geflogen und gemessen worden sind. Höhen und Seitenruder
 sind in Brettbauweise mit Papierbespannung gebaut. Die nicht zum Rumpf
 passenden Tragflächen sind in Rippenbauweise hergestellt. Künftig wird die
 Tragflächenhalterung vereinfacht und die Flügel mit Gummiringen auf der
 Flügelauflage befestigt.

 Technische Daten "Solong II":
 Spannweite: 2000mm, Länge: 1350mm, Fluggewicht: 860g,
 Motor: Joker K 2826-14-V3/1180kV, 240W,  Prop: 9x5, Strom: 6,7A
 Regler: Roxxy 25A,  Akku: 2 LiIon Zellen, 2900mAh
 Fernsteuerung: MC 24, 35mHz

 
 2) Meine Variophon- und Telecont Tipp-Fernsteuerungen habe ich haupt-
 sächlich in Modellschiffen verwendet. Dabei lernte ich viel über die alte
 Technik.  Zwar flog ich mit einer Variophon S Anlage bereits einen Graupner
 Amateur, doch erinnere ich mich nur, dass es wegen zu großer Ruderwege
 ein Teufelsritt war, der glücklich und ohne Bruch zu Ende ging. Daher folgte
 die Anwendung in Schiffsmodellen.

 Nun ergab sich, dass ich ein Variophon 2-Set bekam und nachdem es funk-
 tioniert, möchte ich den Versuch unternehmen, einen leichten kleinen Schwach-
 wind Hangsegler zu bauen. Dabei sollen Tragflächen eines "Pulsar" F1E-Seg-
 lers zum Einsatz kommen. Ein Holzrumpf eines kleinen Seglers soll als Auf-
 nahme der Varioton Empfangsanlage dienen.
 Problematisch wird die Größe des Pendler-Empfängers mit zwei Schaltstufen
 (Seite, Höhe)  und die zwei Bellamatc Rudermaschinensein, die im Rumpf
 unterzubringen sind.  Gewichtsbezogen schlägt sich allerdings die Stromversor-
 gung des Empfängers mit 6V und 2,4V zu Buche, doch werde ich einen spezi-
 ellen Akku bauen, bei dem von den 6V aus zwei Zellen 2,4V entnommen werden.

 Technische Daten vom Segler  "Varioton":
 Spannweite: 1850mm, Länge: 950 mm, Fluggewicht: ?g,
 Fernsteuerung: Graupner Variophon 2 / Varioton, Empfangsanlage,
 Empfänger Akku: 6V mit 2,4V Abzapfung für Rudermaschinen
 

 3) Ein Modell mit guten Voraussetzungen und niedrigem Kaufpreis gilt als bes-
 sere Basis für den Versuch mit der Tipp-Steuerung. Der "Phönix" von Volantex
 ermöglicht die Erhöhung der V-Form, die für den Kurvenflug eines Zweiachs-
 Flugmodells wichtig ist, da die Flügel auf Stahlstiften aufgesteckt werden. So war
 und ist das bei vielen Modellen üblich. Allerdings ist der Bausatz ohne Servos
 ausgestattet, was den Einbau der Varioton Empfangsanlage ermöglicht. Klar ist,
 dass der Kunststoffrumpf nicht unzerstörbar ist und bei den ersten Flugversuchen
 Vorsicht gebiten ist. Insgesamt sind die aerodynamischen Voraussetzungen bes-
 ser als bei meinem Eigenbau-Projekt Varioton.

 Technische Daten "Phönix":
 Spannweite: 2400mm, Länge: 1130mm, Fluggewicht Originalversion: 1160g,
 Fernsteuerung: Graupner Variophon 2 / Varioton, Empfangsanlage,
 Empfänger Akku: 6V mit 2,4V Abzapfung für Rudermaschinen
Schwerpunkt 75mm +/- 5mm



Solong II
Flugvideo


Solong im Flug




die Variophon 2 Tipp-Steuerung mit 27,12mHz
Funktionsvideo Variophon 2


die Empfangsanlage ist einghebaut



bereit zum Einfliegen



 Das Ausgangsmodell Volantex Phoenix
 Die Bauberichte meiner Experimental Segelflugmodelle 
 
 Der Umbaubericht "Solong II"


 Begonnen wurde damit, dass die ehemalige Tragflächenaufnahme für andere Testflächenund das Blei
 auf der Unterseite des Rumpf es entfernt wurden. Danach wurden  die beschädigten Stellen des Höhen
 und Seitenruder neu bespannt. Anschließend konnte mit der Revision der Flügel begonnen werden,
 wobei auf einer Tragfläche das Tragrohr in den Flügel hineingeschoben war, aber herausgezogen und
 neu eingeklebt werden musste.
 Da die Flügel nicht zu der ehemaligen Tragflächenbefestigung am Rumpf passten, wurde dieser Aufsatz
 vom Rumpf entfernt. Nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem zu entscheiden war, wie es mit dem
 Experimentalmodell weiter gehen könnte. Der Entschluss ergab, dass der Flieger als ferngesteuerter,
 elektrisch angetriebener Leichtwindsegler eingesetzt werden soll.

 Gewichte der Einzelteile vor dem Umbau
 Rumpf: 98g, Hlw+Slw: 22g, 2 Flügel: 338g,= gesamt: 458g
 erste Abwaage zwischendurch
 Rumpf mit Leitwerken, Servos und Motor: 230g
 Abwaage nach Erstflug
 Gesamtgewicht: 755g , (letzter Flug: 860g)

 Rumpfarbeiten

 Dazu ist der EInbau zweier 5g-Servos im Rumpfheck vorgesehen, um die jetzt steuerbaren Seiten- und
 Höhenruder zu bewegen. Das Rumpfvorderteil musste um einige Zentimeter gekürzt werden, damit ein
 kleiner Außenläufer E-Motor angebaut werden kann. Zur Befestigung des Motors wurden vier 30mm
 lange Hartbalsa-Dreikantleisten in  die Rumpfecken geklebt. An diesen Eckleisten wird der Motor mit-
 tels Montagekreuz und mit passenden Holzschrauben angeschraubt. Mit einer Öffnung kurz nach dem
 Motor am Rumpfoberteil wurde die Möglichkeit geschaffen, den Akku, den Regler und den Empfänger
 im Rumpf unterbringen zu können. Ein Reisenauer Spinner mit einer 5mm Wellenbohrung und 38mm
 Durchmesser wurde am Ende der Umbauten am Rumpf montiert.

 Das Leitwerk

 Bei dem Modell war das ehemals verwendete Höhen und Seitenleitwerk dabei. Beide Teile sind fix und
 mussten zum steuern des Modells umgebaut werden. Beim Höhenleitwerk wurde auf der linken Seite eine
 Ruderklappe ausgeschnitten und mit Scharnierband angeklebt.  Weiters wurde das Servo in der Seiten-
 ruderfinne eingebaut und mit einem kurzen Gestänge mit der Ruderklappe verbunden. Es sind +/- 2mm
 Ruderweg möglich.- Das Seitenruder wurde an die Seitenruderfinne angepasst und mit zwei Polyester-
 scharnieren  gelenkig eingerichtet. Je Seite können etwa 45° Ausschlag gesteuert werden. Elektrisch
 werden die beiden Servos mit einer 0,14²-Leitung im Rumpfinneren angeschlossen.

 Der An- und Abbau des Höhenruders ist eine sehr heikle Arbeit, es sollte aber wegen der filigranen
 Ausführung zum Transport abgenommen oder speziell vor Schäden gesichert werden.


 Flügelauflage

 Um mir die Arbeit zu erleichtern, wählte ich eine einfache Flügelauflage, bei der die Tragflächen mit ihrer
 V-Form aufliegen und mit Gummiringen am Rumpf befestigt werden. Dazu wurden vier Balsateile mit
 V-Form-Abschrägung hergestellt und mittig zusammengeklebt, sodass eine Auflage für die vordere oder
 hintere Flügelkante zustande kommt.

 Um die Flügel gemäß dem Schwerpunkt am Rumpf zu positionieren, wurde der Rumpf mit komplettem
 Leitwerk, samt Akku, Regler und Empfänger, aber ohne Propeller händisch ausgewogen. An der Stelle
 wo der Rumpf in der Waage war, wird der Flügel mit dem angegebenen Schwerpunkt (62mm ab Nasen-
 leiste) angeordnet und die V-Form-Auflagen mit Doppelklebeband aufgeklebt (damit sie noch verschoben
 werden können). Auf den Auflagestücken wurde vor der Nasen- und nach der Endleiste ein Balsastücke
 aufgeklebt, die zur genauen Einortung der Tragfläche dienen.

 Die Befestigung der Flügel erfolgt mit 2 Stk. 10mm x 110mm x1mm Gummiringen. Der Flügel sitzt richtig
 am Rumpf, wie der optische Vergleich mit dem Höhenruder zeigte.

 Fertigstellung und  Flugvorbereitungen

 Die Einstellung des Schwerpunktes kann erst nach der Montage eines Spinners erfolgen. Um den
 Schwerpunkt ohne Bleizugabe zu erreichen, musste für die notwendigen Teile der richtige Platz gefunden
 werden. Im Voraus wurde eine Möglichkeit gesucht, dass der Empfänger im Rumpf nahe der Nasenleiste
 untergebracht wird und der LiIon-Stangenakku im vorhandenen Rumpfausschnitt nach hinten eingescho-
 ben wird und dabei im vorderen Bereich auf dem Regler zu liegen kommt. Im Rumpf ist es nun eng ge-
 worden, denn die Kabel und die großen Stecker füllen den Raum im Rumpf vollständig aus. Der Akku und
 die Stecker werden mit dem ausgeschnittenen Deckel verschlossen und vorläufig mit einem Gummiring
 verschlossen gehalten.

 Die realisierte EInbausituation des in den Rumpf eingeschobenen Empfängers ist etwa in der Nähe der
 Nasenleite. Vor dem Empfänger liegt der Stangenakku. Dessen Schutz gegen Verrücken nach hinten er-
 folgt so, dass ein Bowdenzugröhrchen mittig durch den Rumpf geschoben wird. Das Röhrchen kann ent-
 fert werden, damit der Empfänger bei Bedarf herausgezogen werden kann.

 Die Erprobung des Motors

 Nach der Montage des Spinners wurde der Motor getestet. Die Erwartungen wurden leider nicht erfüllt,
 denn der kleine Motor ist eben klein und schwach. Der gefühlte Motorzug sollte aber ausreichen, das
 leichte Modell in flachem Steigflug in die Höhe zu bringen. Besser wäre wohl ein Getriebemotor gewesen,
 doch der war mir für dieses Experimentalflugzeug zu teuer. Die gemessene Stromaufnahme beträgt 6,7A
 (12A Motormax.)

 Erste Flüge

 Bei nahezu Windstille wurde das Modell eingeworfen, wobei der ungesteuerte Wurf auf Kopflastigkeit hin-
 gewiesen hat. Dennoch wurde der erste Flug gestartet, wobei der Segler sehr gemächlich und flach in die
 Höhe stieg. Um im Horizontalflug zu bleiben, reichte die volle Höhenrudertrimmung gezogen nicht aus und
 der Flieger musste ständig gezogen geflogen werden. Die Erreichung größerer Höhe als 50m bedarf lan-
 ger Motorlaufzeit, wenn keine Aufwinde mithlefen. Bei 7,6A max. Stromaufnahme ist der 2900mAh Akku
 lange als Energiespender verwendbar. Die Steuerung des Seitenruders funktioniert gut und das Modell
 lässt sich auch in engen Kurven fliegen. Die abschließende Landung verlief erfolgreich.

 Nach Erhöhung detr EWD erfolgte am Folgetag ein neuerlicher Flugtest. Diesmal steig das Modell ohne
 ziehen zu müssen von alleine, jedoch dann so stark, dass der Motor an seine Leistungsgrenze kam und  nachgedrückt werden musste. Nachdem eine ausreichende Flughöhe erreicht war, wurde das Fluggebiet
 erkundet, ob irgendwo Aufwinde bestehen. Um einen horizontalen Flugzustand zu erreichen, musste auch
 diesmal die volle Höhentrimmung hochgeschaltet werden. Damit kam nahezu ein Horizontalflug zustande.
 Die Windgeschwindigkeit an dem Tag lag bei 3m/Sek , also kein starker Wind. Während des Abflieges
 des Geländes sollte wieder der Motor eingeschaltet werden, doch es kam kein Steigflug zustande. Mit der
 vorhandenen Flughöhe war es möglich, wieder näher heran zu fliegen, doch dabei kam es zu starken
 Pumpbewegungen, die kaum abzufangen waren und zum Verlust an Flughöhe führten. Schon etwas näher
 herangekommen, konnte ein neuerleicher Pumper des Modells nicht abgefangen werden, worauf es am
 Boden aufschlug.

 Reparatur und Ursachenforschung

 Der Grund für die kaum aussteuerbaren abrupten Pumpbewegungen dürften ein Reichweitenverlust des
 Empfängers sein, so war der erste Gedanke zu dem Fehlschlag. Schon bei der Erprobung in der Garage
 fiel auf, dass bereits nach 15m Entfernung die Ruder zu zucken begonnen haben, was nicht überragend
 gut ist.

 Jedoch bei der Reparaturarbeit am Höhenruder und beim EInbau eines 2,4 Ghz Jeti-Empfängers zwi-
 schen den Flügelauflagen fiel auf, dass das Pumpen einen anderen Grund haben könnte. Es zeigte sich
 bei den damit zusammenhängenden Funktionstetst, dass der Motor nur bei der ersten Einschaltung mit
 Vollast lief, bei nachfolgenden Einschaltungen nur ganz langsam. Daher wird es so gewesen sein, dass
 ich den Motor einschaltete, der aber mangels Leistung kaum Steigen brachte. Wegen der Entfernung
 konnte ich die Motorgeräusche nicht hören und abschätzen und zog das Modell, um die Steigleistung zu
 erhöhen. Das führte zum Überziehen des Modells und damit zu den Pumpaktionen, die dreimal hinter-
 einander, mit abnehmender Höhe der Abfangversuche, schließlich zum Aufschlag führten.
 Hätte ich das Modell ausgleiten lassen, wäre wohl kaum ein Schaden entstanden. - Die Fehlersuche
 ergab, dass offenbar der 9.-€ billige No Name-Regler schadhaft war und ein anderer eingebaut werden
 musste. Um beim nächsten Flugversuch besseres Gleiten zu erreichen, wurde nochmals die EWD erhöht.
 
 Neue Flüge

 Nach den Reparaturen wurden zwei Flüge am Mollmannsberg erfolgreich durchgeführt. Bei schwachem
 Wind mit ca. 3m/sek und mit windstillen Fasen, erfolgte der erste Start gegen den Wind. Das Modell
 stieg im Winkel von ca. 30° und mehr, wodurch es zum Überziehen kam. Durch Zurücknahme der Leistung
 flachte der Steigwinkel ab und das Modell stieg mit gehaltenem Tiefenruderausschlag schön in die Höhe.
 Nach  Abschaltung des Motors begann ein angenehmer Gleitflug. Das halbe Höhenruder wirkt ausrei-
 chend gut, ebenso das Seitenruder. Die Höhenrudertrimmung in Neutralstellung reichte bei den vorherr-
 schenden Windverhältnissen nicht aus, um die Höhe halten zu können. Mit voller Hochtrimmung ist der Flug
 ohne viel Zwischendurch-Ziehen wunderbar möglich. In einer Thermikfase stieg der Solong auf geschätzt
 120m und weiter, sodass ich mit vorsichtigem Drücken in weiten Kreisen, die Höhe abbauen konnte. Die
 Landung gelang während einer Flaute und endete fast vor den Füßen.

 Beim zweiten Start wurde der Ruderweg des Tiefenruders um 20% erhöht, wodurch Überziehungen aus-
 gesteuert werden können. Bei diesem Flug wurde wieder eine große Höhe erreicht und diesmal versucht,
 mit voller Tiefenrudertrimmung aus der Thermik herauszufliegen. Das gelang ohne kritischer Flugzustände.
 Die Landung erfolgte gezogen und weich, jedoch einige Meter entfernt.

 Zusammengefasst ist beim Fliegen zu beachten, dass nur ein flacher Steigflug von etwa 20° geflogen
 werden soll, wobei mit dem Höhenruder angepasst tief gesteuert werden muss. Um bei schwachelm Wind
 die Höhe halten zu können oder leicht zu steigen, genügt es, die volle Höhenrudertrimmung einzustellen.
 Um aus einer Aufwindzone gefahrlos herausfliegen zu können, genügt es die HR-Trimmung voll auf Drük-
 ken zu stellen. Das Flugverhalten des Modells ist hervorragend und eher langsam, mit einem Wort ein
 Opa-Flieger. Versuchsweise wird die Empfehlung von Hr. Czepa umgesetzt, und die EWD auf 3,5°
 (bis 5°) erhöht.

 Dritter Flugversuch

 Vom Konstrukteur des Modells bekam ich nach einer Beschau einige Tipps, was für die Verbesserung
 des Modells sinnvoll wären. Die EWD erhöhen (geht bis 5°) und die 9x6 Propellerblätter montieren. Gesagt,
 getan, der Start war ungemütlicher ausgefallen. Zog der Motor jetzt so viel mehr? und reichte das Ausmass
 des Tiefenruderweges nicht? Im Gleitflug hat sich die Vergrößerung der EWD insofern positiv ausgewirkt,
 dass jetzt die Höhe mit der Trimmung in Neutral gehalten werden konnte. Nach einem fast 25 Minütigen
 Flug kam es wegen Unterfliegung des Geländes zur einem kurzen Empfangsausfall. Das Gas geben führte
 zu einem nicht mehr sichtbaren Überziehen des Modells und durch das ungesteuerte Pumpen zu einem Ab-
 sturz außer Sicht.
 Die Teile konnten wieder gefunden werden und war erfreulich, dass die Reparatur leicht möglich war.

 Nachdem die Flüge immer ohne Helfer erfolgten, konnten keine Videoaufnahmen gemacht werden. Gerade
 hier wäre es interessant gewesen zu sehen, wie langsam das Modell gegflogen werden kann.

 Reparatur

 Die Bruchstellen des Rumpfes wurden mit Sekundenkleber geklebt und mit Verstärkungen aus 0,6mm
 Sperrholz beklebt. Auch an der Rumpfsitze wurden Verstärkungen aufgeklebt und eine neue Motorverklei-
 dung angefertigt. Weiters wurde auf Hinweis von Hr. Czepa der Motorsturz drastisch vergrößert. Man wird
 sehen ob dadurch das Überziehverhalten im Steigflug verbessert wird. Die abgebrochenen Flügelenden
 wurden wieder angeklebt und die Flügel danach ausgewogen. Zuletzt wird der Schwerpunkt neu eingestellt,
 damit der Solong II wieder einsatzbereit ist. Das Fluggewicht beträgt jetzt 860g (vorher 755g). Der 9x5
 Propeller wurde wieder montiert.

 Nächsten Experimente und der Phönix siehe nach dem Bilderblock.

 Bau des Experimental Seglers "Solong II" 
der Rumpf ist gekürzt Ansicht der Tragflächen und Rumpf das Flügelprofil die Form der Tragflügel
Ansicht Höhen- und Seitenruder Motorbefestigungen eingeklebt der Motor ist montiert Ansicht auf die Eckleisten 
der Regler passt hinein  das HLW mit halberr Ruderklappe    das Höhenruderservo 
  Seitenruderservo  und so sieht das Leitwerk aus  provisorisch adaptiertes Modell 
provisorisch adaptiertes Modell     Farbmarkierungen alles was in den Rumpf hinein muss 
Regler, Akku und Stecker haben Platz  Ansicht des Rumpfes Motor mit Prop und Spinner  Anschlag für Akku 
 
Ansicht der Flügelbefestigung  die Motorverkleidung   neue Organisation im Rumpf   
nach dem Erstflug     endlich fliegt der Solong II super
Absturz Mollmannsberg  Rumpfschaden    geklebt mit Verstärkung
   
repariert mit Verstärkungen  der Solong ist wiedser einsatzbereit    
       
 Die Idee vom Bau des Experimental Seglers "VariotonI" 

 Versuch Experimental Segler "Varioton"  -  Modell für eine Variophon 2 Tipp Fernsteuerung

 
Ausgehend von der Verfügbarkeit einer Tipp-Fernsteuerung entstand die Idee, die Steuerung in einen
 Leichtwindsegeler einzubauen. Weiters gab es eine Tragfläche eines F1E-Segelflugmodells, welches
 ich verwenden wollte. Anfangs fehlte ein barauchbarer Rumpf aus Holz, in den die Empfangsanlage
 passt. Meine Suche nach einem brauchbaren Rumpf war aussichtslos, daher muss ich wohl selbst einen
 bauen. Doch das dauert noch, da andere Projekte laufen....

 Um den Rumpf zu bauen wurde ein Plan angefertigt. Der Rumpf wird aus 2mm Balsabrettern gebaut,
 wobei der Boden im vorderen Teil aus 2mm Sperrholz hergestellt wird. In den Eckbereichen werden
 2mm Leisten eingeklebt, damit die Ecken abgerundet werden können. Im Bereicht der Empfangsanlage
 werden die Innenseiten im Rumpf mit 1mm Sperrholz verstärkt. Der Rumpf hat vorne einen Querschnitt
 von 50x50mm und verläuft zum Heck hin auf 30x30mm.
 Die Rumpfspitze wird aus vier verleimten 25x25mm Balsa Leistenstücken hergestellt und rund verschliffen.
 Die Rumpfoberseite ist die durchgehend eben und dient als Auflage für das Höhenruderbrett und das
 Seitenleitwerk. Sie hat eine Öffnung die den Zugang zur Empfangsanlage ermöglicht.
 Die Tragfläche wird im Winkel von 2,5° angestellt und mit Gummiringen am Rumpf befestigt. Dadurch
 kann die zarte Fläche bei ungünstiger Landung vom Rumpf abgleiten.

 Zwischendurch wurde überlegt, welche Teile der Empfangsanlage verwendet werden müssen. Das sind:
 Pendler-Empfänger, die Schaltstufen 1 und 2, das Schalterkabel und der Akku.
 Beim 6V Empfänger-Akku  werden zur Einsparung eines zusätzlichen Akkus, von zwei Zellen des Akkus
 2,4V für die Rudermaschinen entnommen.
 Einzelgewichte der Empfangsanlage: 6V 850mAh-Akku: 71g, Schalterkabel: 19g, 2 Bellamatic Ruder-
 maschinen: 75g, Empfänger mit 2 Schaltstufen: 115g,  Gesamt: 276g

 Um den Rumpf bauen zu können wäre der Ankuf von Balsabrettchen und Leisten erforderlich geworden.
 Zusätzlich wäre die Beschaffung zweier Tafeln  Flugzeugsperrholz 1 und 2mm notwendig geworden. Die
 Kosten dafür sind nicht überwältigend, doch das Ergebnis des Baues des Rumpfes und die aerodynami-
 schen Eigenschaften sind unsicher.


 
Die Suche nach einem gebrauchten, für den Versuch geeigneten Modell, eventuell Airfisch (um teure
 120.- €) verlief nicht erfolgreich. Damit ist diese Variante gestorben und wird daher nicht umgesetzt.
 Allerdings konnte ich ein Angebot eines modernen Segelflugmodells aus EPP Schaum und mit einem
 Kunststoffrumpf  finden, wo ich ein neues und aufzubauendes Segelflugmodell um 95.-€ bekomme. Ich
 werde daher den Versuch unternehmen, dieses Modell mit der einfachen Tipp-Anlage auszustatten. 
 Darüber wird nachstehend berichtet.

       
Variophon 2 Tipp-Fernsteuerung die Tragfläche in einem Stück    
die Skizzen für den Rumpfbau
       
  Bau des Experimental Seglers "Phönix" 
 
 Experimental Segelflugmodell "Phönix" und der Einbau einer Variophon 2 Tipp Fernsteuerung

 
Nachdem ich mir vorgenommen habe, die Variophon 2 Tipp Fernsteuerung in einem Segelflugmodell
 einzubauen und zu erproben, kaufte ich einen Bausatz des ARF-Elektro Segelflugmodells Phoenix von
 Volantex. Ob dieses Projekt erfolgreich endet wird sich zeigen.
 Da das Modell vielfach erprobt und als gut fliegend beschrieben worden ist, sind die Voraussetzungen
 für den EInsatz der alten Variophon Steuerung günstig. Die Frage nach der EWD, dem Schwerpunkt,
 etc. ist hier bereits vorgegeben und entfällt langes Kopfzerbrechen darüber.
 Meine Phönix-Variante ist für einfachen Hangflug vorgesehen. Das erfordert ein wenig Wind und einen
 kleinen Hang, um zu sehen, wie das Modell fliegt uind wie es sich mit der Tipp-Anlage steuern lässt.
 Spannend und hoffentlich weniger stressig wie der Flug mit dem Graupner Amateur sollte es werfden.
 
 Dieses Modell ist mit modernen EPP-Flügeln aufgebaut die Querruder und Wölbklappen haben. Diese
 Klappen werden künftig nicht verwendet und fixiert. Ein Kunsstoffrumpf ist vorhanden, der wir ein GFK-
 Rumpf aufgebaut ist. Im Rumpf befinden sich bereits Brettauflagen auf denen Teile der Empfangsan-
 lage befestigt werden können. Der Einbau eines E-Motors entfällt und kann zum Gewichtsausgleich die
 alte und schwere Varioton Empfangsanlage dienen.

 
Nach Überlegungen, wie bestimmte Änderungen am Bausatz durchgeführt werden können, begann
 die  Arbeit am Experiment-Phönix

 Das Konztept für den Umbau zum Zweiachs Segelflugmodell

 Eine Lösung für die Verwedung des Modells als Zweiachs Segler war zu finden. Einfach ist es, die
 V-Form der Fragfläche zu erhöhen, doch müssen dazu die im Bausatz eingearbeitete geraden Stahl-
 rohre und die Flügelbefestigungen der Tragfläche erheblich geändert werden. Dazu müssen im Rumpf
 Führungsrohre für die gewinkelte Stahlstifte massiv und fest im Rumpf eingeharzt (Stabilit) werden.
 Dadurch können die abgewinkelten Stifte im Rumpf und in den vorhandenen, abgelängten Flächen-
 rohren eingeschoben werden. Die abgelängten Flächenrohre werden in den Formrohren in den Trag-
 flächen genau geführt.

 Die künftige Tragflächenbefestigung
 
 Um die Flächenrohre im Rumpf stabil zu befestigen wurden zwei 20mm Hartbalsaleisten zusammen-
 geleimt, in die notwendige Form gebracht und mit den Bohrungen versehen. Um die Kräfte der Stahl-
 winkel  zum Rumpf gut abzufedern, wurden beidseits an der Innenseite im Rumpf 8mm Sperrholzteile
 mit den Bohrungen aufgeharzt (Stabilit). Im gleichen Arbeitsgang wurde das Mittelstück aus Hartbalsa
 auf die Sperrholz Seitenteile aufgeleimt. Diese Seitenteile stützen sich zusätzlich auf der im Rumnpf
 eingebauten Verstärkungsplatte ab. Noch während der Aushärtung wurden die bereits abgelängten
 Rohrführungen eingepresst.

 Die Wurzelrippen der Flächenhälften mussten abgeschliffen werden, um der V-Form zu entsprechen.
 Die originalen Flügelhalterungen (Klipse) können wegen der V-Form nicht mehr eingreifen und musste
 eine Anpassung vorgenommen werden. Durch das Abschleifen der Wurzelrippen wegen der V-Form
 konnten die Flügelhalterungen näher zum Rumpf gelangen. Durch vorsichtiges Aufbiegen der Halter in
 den Flügeln können sie nun die Flügel am Rumpf halten.

 Um eine ausreichende V-Form zu erreichen, wurden die 5mm Flächenstahlstifte entsprechend abge-
 winkelt. Die bein Bausatz vorhandenen Alu Rohre mit den CFK-Rohreinlagen wurden verwendet.
 Damit die 5mm Stahlstifte in die CFK-Rohre passen, mussten diese aufgebohrt werden. Das war eine
 heikle, Geduld und Zeit fordernde Arbeit. Mit den kurzen Flächen-Einschubrohren aus Aluminium wird
 es notwendig sein, auf den 8mm Rohren etwas aufzubringen oder sie in den Quadratrohren in den Flü-
 geln einzukleben.
 
 Die Schwerpunktlage wird zum Thema

 Der Schwerpunkt ist essentiell für den einwandfreien Flug des Flugmodells wichtig. Infolge des Um-
 baus des dreiachsigen Elektro-Seglers auf einen Zweiachssegler (nur Seiten- und Höhenruder) mit
 Verwendung der alten Tipp-Fernsteuerung, ergibt sich eine andere Anordnung der Empfangsanlage.
 Im Modell werden üblicher Weise am Rumpfheck Nano-Servos (9g)  für das Höhen- und Seitenleitwerk
 eingebaut, was mit den schweren Bellamatic Rudermaschinen (je 33g) nicht möglich ist. Es muss die
 herkömmliche Lösung mit Rudermaschinen im Cockpit und mit Bowdenzügen angewendet werden.
 Die relativ schwere Empfangsanlage kann im Rumpfbug untergebracht werden, weil der sonst dort
 angeordnete Motor nicht eingebaut wird.

 Dennoch wurde eine erste Überprüfung der Gewichtsverteilung vorgenommen. Dazu musste das Leit-
 werk zusammengebaut und provisorisch am Rumpf befestigt werden. Ebenso wurden die Tragflächen
 angesteckt. Danach konnte die Empfangsanlage im Rumpfbug untergebracht und der Rumpf an der
 Stelle des Schwerpunktes angehoben werden. Das Heck erwies sich dabei als schwer, was bedeutet,
 dass im Rumpfbug Blei eingelegt werden muss, um den vorgegebenen Schwerpunkt zu erreichen.

 Nach EInbau der Empfängertragplatte im Rumpf wurde für die Rudermaschinen eine Halterung gebaut.
 Danach konnten die Bowdenzüge eingeklebt werden. Im nächsten Schritt wurde die Befestigung für die
 Empfangseinheit und den Akku eingebaut.
 Um zu sehen, wieviel Blei in Rumpfbug eingelegt werden muss, wurde das Modell auf die Schwerpunkt-
 waage gelegt. Mit etwa 90g Blei konnte die leichte Kopflastigkeit bei den Markierungen auf den Flügeln
 bei 75mm, - dem auch in der BA angegbenen Schwerpunkt -, erreicht werden.

 Rudermaschinen und Ruderwege

 Nach der Montage des Leitwerks konnten die Bowdenzüge auf die erforderliche Länge gebracht und an
 den Rudern und den Rudermaschinen befestigt werden. Die nachfolgende Funktionskontrolle ergab er-
 nüchternd geringe Ruderausschläge. Trotz Einhängens an den innersten Bohrungen blieben die Ruder-
 ausschläge klein und betragen je ~15 Grad. Zwar sind die Ruderflächen groß doch ist unklar wie deren
 Wirkung sein wird. Eine Rudermaschine musste getauscht werden, da sie zu schwach war, um die End-
 position des Höhenruders zu erreichen.

 Flugerfahrungen und notwendige Anpassungen

 Beim konstruktiv mit der richtigen EWD und der zugehörigen Angabe des Schwerpunkts gefertigten Mo-
 dell, kann man davon ausgehen, dass das Modell fliegt. Bezogen auf die geringen Ruderausschläge
 wird sich zeigen, ob und wie das Modell reasgiert und so beim Hangflug eingesetzt werden kann. 
 Meine nur geringen Erfahrungen bezüglich der dort unangenehm großen Ruderausschläge beim Graupner
 AMATEUR (nur +/- 4mm Ausschlag an der Ruderkante), sollte der Flugversuch klappen. Fest steht, dass
 dazu ein mäßiger Wind im rechten Winkel den Hang anblasen muss. Noch vor einem Flugversuch am
 Hang muss der Segler eingeworfen und auf besten Gleitflug eingetrimmt werden.

 Der erste Flugtest bei Null Wind war nicht erfolgreich. Es scheiterte an einem guten Wurf, bei dem ich mit
 meinen müden Beinen nicht nicht die, für einen ordentlichen Gleitflug erforderliche Fluggeschwindigkeit
 aufbringen konnte. Auch ein zweiter speerwurfartiger Versuch war zu schwach und der Segler ging nach
 etwa 10m sanft im hohen Gras nieder. Beide "Landungen" erolgten ohne Beschädigung.
 Im aufkommeden Wind versuchte ich, den Segler an den vorhandenen Schwerpunkt Marken on den Flü-
 geln zu unterstützen. Dabei zeigte sich Schwanzlastigkeit!

 Das Steuern mit dem kleinen Variophon Sender ist ulkig und gewöhnungsbedürftig. Zwar kann ich mit
 der Linken die Taster für das Höhenruder gut erreichen, muss aber auch den Sender gut festhalten. Und
 bis die Wurfhand nach dem Wurf am Senderknüppel angelangt ist, dauert zu lange. In der Zeit ist das
 Modell schon gelandet.
 Daheim angekommen wurde das Modell neuerlich ausgewogen. Das ergab eine notwendige Bleizugabe
 von 70g (insgesamt jetzt 160g) mit der sich die Rumpfnase nach unten neigte.

 Wie man im Internet sehen kann, ist das Modell ist nicht für langsame Schleichflüge konstruiert, sondern
 braucht eine etwas höhere Fluggeschwindigkeit, damit die Aerodynamik voll funktioniert. Das veranlasste
 mich zur Spekuation, dass das Modell mit der Tipp-Steuerung am Hang verwendbar sein müsste. Meine
 ersten Einflugversuche fanden bei nahezu Windstille statt und sind somit nicht sehr aussagekräftig.

 Voraussetzung für einen guten Gleitflug ist es aber, dass bei neutraler Höhenruderflosse ein einwandfreier
 und ausreichend langer Gleitflug zustandekommt. Das ist wichtig, denn Nachtrimmen, wie wir es von den
 modernen Steuerungen her kennen, das gibt es hier nicht!


       
  Empfangsanlage hat ausreichend Platz    Blick ins Rumpfinnere
Skizze der Flügelhalterung  Teile der Flügelhalteerung  die eingeklebte Flügelhalterung die Halterohre sind eingebaut 
Rumpdspitze aus Hartbalsateilen  das zusammengebaute Leitwerk  die großen Flügelsteckstifte angeschliffene Wurzelrippe
     
Rudermnaschinen, Empfänger eingebaut       
erster provisorischer Zusammenbau      
     
bereit zuum Einfliegen