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   Dalotel  DM 165  Viking  -  Modelle von Röga und Birdi   (Nr 1 verkauft, Nr 2 verschenkt)
 

 
  Die Dalotel gab's im Original nur in Anzahl von 2 Stk. - Hanno Prettner nützte die
 Technik des Originals, denn es hatte wie eín Segelflugzeug Bremsklappen
 (Sturzflugbremsen). Damit konnte man dem Constant-Speed-Flugstil, den Prettner
  damals auch im Modellflug eingeführt hat, näher kommen. Außerdem war das
 Original, für die damalige (und heutige) Zeit einmalig, ein Einziehfahrwerk in der
 Tragfläche. Die Größe des Modells von Prettner und sein damit möglicher
 Constantspeed-Flugstil (Rollenkreis zum mitlaufen), verschlug den Punkterichtern
 und Teilnehmern bei der WM den Atem. Nicht umsonst trennten ihn vom Zweiten
 ca. 400 (!) Punkte; die nächsten Piloten hatten nur 4-10 Punkte Differenz!

 Mein 1/4 Scale-Modell (die Dalotel Nr.2) mit 2,3 m Spannweite und 1,76 m Länge
 stammt von einem damals sehr begehrten amerikanischer Holzbaukasten (Birdi),
 der von Röga vertrieben worden ist und dessen Pläne (angeblich) Hanno Prettner
 wesentlich beeinflusst haben soll. Seine eigene große Dalotel für Schaufliegen
 hatte ja um 10 cm mehr Spannweite (2,4m), hatte eine größere Rumpflänge und
 war wie das WM-Modell durch zwei mit einem Getriebe gekoppelten Webra 61er
 mit Resorohren imposant angetrieben. Die Wettbewerbsmaschine der WM war
 mit 2,85 m noch größer und stellte er damals an der WM 1978 alles andere in den
 Schatten.

         



 Dalotel Nr 1, "die Kleine"



 


 Dalotel Nr 2, "die Große"

   
  Dalotel Nr. 1 - die "Kleine"
 Etwas fällt mir besonders zur Dalotel Nr 1, "die Kleine", (Röga)  ein: Ich habe meist etwas gegen Mode-
 erscheinungen. Die Dalotel war damals eine Modelerscheineung - und das auf Jahre hinaus, denn jeder
 Dalotel-Pilot glaubte er wäre Hanno Prettner und Weltmeister. Es sei mir mein Ausspruch von damals
 verziehen:  "Jeder Trottel  fliegt Dalotel". -  Ist ja auch nicht weiter schlimm, ich habe mir in der Auslauf-
 phase der Dalotel-Ära auch noch eine mit ca. 1,5 m Spannweite zugelegt die verbilligt im Abverkauf zu
 bekommen  war. Das Modell wurde von mir als Testträger eines Saito Twin (ist eigentlich ein V-Motor
 mit 2 gegenüberliegenden Zylindern, hnlich wie ein Boxermotor)  mit 13 ccm eingesetzt.
 Der Bau war einfach und die farbliche Gestaltung habe ich sehr genau und schön hinbekommen. Sie flog
 "zu gut" und undramatisch, also nicht den  Adrenalinspiegel hochtreibend, und wurde daher samt Motor
 verkauft. Ein anderes Projekt hatte sich in meinem Kopf breit gemacht und wegen der Kosten entschied
 ich mich dazu, das Modell zu verkaufen. - Den Motor wollte ich zuvor gesondert verkaufen, den wollte aber
 ohnedies niemand, weil er den Leuten zu kompliziert erschienen ist.

 Erst nach vielen Jahren habe ich jetzt wieder einige alte Fotos von meinem Flieger gefunden (s.u.).

  Dalotel Nr. 2 -  die  "Birdi"
 In meinem Modell leistet ein 30 ccm Super Tigre seine Arbeit und das geht bei ca. 7,2 kg Fluggewicht
 auch ganz gut. Fertiggestellt habe ich das gekaufte Rohbaumodell vom leider verstorbenen Hans Hnoysky
 im Jahr 1999 und shabe einen Rohbau dann ferti gestellt, foliert und ausgestattet.
 Nun, viele Flugstunden hat das Ding seither nicht am Buckel und die Motorhaube entspricht nicht dem
 Original. Im Bausatz für den eigentlich ein 15 ccm 2 Takter! vorgesehen gewesen war, für den es natürlich
 die gebaute Haube aus dem Bausatz gibt.

 Die "Große" (Dalotel Nr. 2) wartete seit Jahren auf eine Frischluftkur. Inzwischen flog ich damit auch schon
 bei Sturm bei meinem Freund Fred am Flugplatz in der Nähe von Staats und es ging sehr gut. Leider habe
 ich damals entdeckt, dass die Kurbelwelle des Motors einen Schlag vom Absturz mit der zuvor
 geflogenen  Extra, 20 Jahre davor, bekommen hatte und daher gibt es unangenommene Vibrationen. Eine
 neue original verpackte Kurbelwelle besorgte ich über ebay aus England. Ratet mal woher der Verkäufer
 sie hatte? - natürlich von  Schweighofer! So klein ist die Welt. Mit der neuen Kurbelwelle läuft der Motor
 perfekt und darüber bin ich froh und freue mich, wenn ich das Modell wieder mal fliege.

 
 Dann kam der Punkt, an dem ich das Modell günstig (380.-) verkaufen wollte, weil ich damit ja kaum fliege,
 es viel Platz wegnimmt und ich mir ein etwa gleich großes Modell einer YAK 54 (für meinen Sternmotor)
 gekauft habe.

 EIn Flugtag am 08.11.2010 zum Vorfliegen der Dalotel
 Nachdem die Kollegen kurzfristig nicht san der Dalotel ehr interessiert waren, dachte ich nach und kam z
 um Schluss, das Modell nun doch nicht und schon garnicht zu diesem Preis zu verkaufen. Ich nahm alle
 Teile, putzte sie, begann den alten Akku zum Leben zu erwecken und rüstete auf einen Jeti R6-Empfänger
 um. Das ging völlig überzeugend vonstatten, doch wollte ich den unentschlossenen Kollegen das Modell
 vorfliegen, damit  die sehen, dass sie eine gute Chance vertan haben. Schließlich am Platz angekommen,
  das Modell  zusammengebaut, gings an den Start. Zufällig war an dem Montag in den frühen Vormittags-
 stunden ein Betrieb, wie sonst nur an gut besuchten Sonntagen. Da das Frequenzproblem mit Jeti 2,4GhZ
 kein Problem mehr ist, kann man ja leichter loslegen als früher. In den Vergaser mit Injektionsspritze einige
 Tropfen Sprit, die Kerze dran, einen Schlag auf den Propeller und der Motor läuft perfekt an. Und los geht
 es hinaus auf die Piste rollen, dann Startposition und Gas rein, rollen und abheben. Das geht mit dem
 großen Flieger problemlos. Die Figuren gelingen mir nicht so ganz, ich bemühe mich auch nicht besonders,
 wiewohl es mir ja um das Eindrillen der Anflüge auf den Platz bzw. die Einhaltung der Flugebene für die
 Flugfiguren geht. - Die Höhentrimmung mußte ich geringfügig auf Drücken stellen, jedoch im Rückenflug
 benötige ich deutlich Tiefenruder. Ansonsten gelangen die Figuren sehr gut und das Modell reagiert sanft
 aber beinhart auf meine (oft mangelhaften) Vorgaben mit dem Steuerknüppel. Der noch fehlende Spinner
 wird den Schwerpunkt gering weiter nach vorn verlegen was zur Folge hat, dass die Höhenrudertrimmung
 zurückgenommen werden kann. Die Fluggeschwindigkeit ist mittelschnell einzustufen und die Landungen
 sind trotz geringer Sinkrate kein  Problem. 
 Alles in Allem gesehen, es wäre wirklich unklug das angenehm fliegende Modell zu veräußern; Käufet
 meldete sich ohnedies keiner.

 Schließlich tauschte ich das Modell gegen drei Jamada Viertakter, zwei mit 23ccm, und ein Einspritzmotor
 mit 26ccm,,samt zugehörigen Resonanzrohren und Ersatzteilen, ein und beendete damit die Dalotel-Story.

 Ein kleiner Historischer Rückblick
das Original      
  Weltmeister Hanno Prettner mit seiner Dalotel DM 165    
Dreiseitenansicht mit Daten Beschreibung das Vorbild der Webra Prettner-Twin
 Dalotel DM 165 "Viking" - mein Modell Nr
Dalotel Nr 2 - die "Große" mit dem Federbein-Fahrwerk
Super Tigre 3000 so sieht es im Rumpf aus
Ansicht des Flügerprofils das Federbein 10.8.10 - Dalotel zum Flugtrainig bereit  
       
  Flug am 08.11.2010 jetzt mit Spinner und Biela 18x8  
     
       
 Dalotel Nr 1
Dalotel Nr 1 im Bauzustand die fertige Dalotel (Nr 1)