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Die
Dalotel gab's im Original nur in Anzahl von 2 Stk. - Hanno Prettner
nützte die
Technik des Originals, denn es
hatte wie eín Segelflugzeug
Bremsklappen (Sturzflugbremsen). Damit konnte man dem
Constant-Speed-Flugstil, den Prettner damals auch im Modellflug
eingeführt hat, näher kommen. Außerdem war das Original, für die
damalige (und heutige) Zeit einmalig, ein
Einziehfahrwerk in der Tragfläche. Die Größe des
Modells von Prettner und sein damit möglicher
Constantspeed-Flugstil (Rollenkreis zum
mitlaufen), verschlug den Punkterichtern und Teilnehmern
bei der WM den Atem. Nicht umsonst trennten
ihn vom Zweiten ca. 400 (!) Punkte; die nächsten Piloten hatten nur 4-10 Punkte Differenz!
Mein 1/4 Scale-Modell (die Dalotel Nr.2) mit 2,3
m Spannweite und 1,76 m Länge
stammt von einem damals sehr begehrten amerikanischer Holzbaukasten
(Birdi), der von Röga vertrieben worden ist
und dessen Pläne (angeblich) Hanno Prettner wesentlich beeinflusst haben soll. Seine eigene große Dalotel für Schaufliegen
hatte ja um
10 cm mehr Spannweite (2,4m), hatte eine größere Rumpflänge und
war
wie das WM-Modell durch zwei mit einem Getriebe gekoppelten Webra 61er
mit Resorohren
imposant angetrieben. Die Wettbewerbsmaschine der WM
war mit 2,85 m noch größer und stellte er damals an der WM
1978 alles andere
in den Schatten.
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Dalotel
Nr 1, "die Kleine"

Dalotel Nr 2, "die Große"
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Dalotel
Nr. 1 - die "Kleine"
Etwas fällt mir besonders zur Dalotel Nr 1, "die Kleine",
(Röga) ein: Ich habe meist etwas gegen Mode- erscheinungen. Die Dalotel war damals eine
Modelerscheineung - und das auf Jahre hinaus, denn jeder
Dalotel-Pilot glaubte er wäre Hanno Prettner
und Weltmeister. Es sei mir mein
Ausspruch von damals verziehen: "Jeder Trottel fliegt Dalotel". - Ist ja auch nicht weiter schlimm,
ich habe mir in der Auslauf- phase der Dalotel-Ära auch noch eine mit
ca. 1,5 m Spannweite zugelegt die verbilligt im
Abverkauf zu bekommen war. Das Modell wurde
von mir als Testträger eines Saito Twin (ist eigentlich ein
V-Motor mit
2 gegenüberliegenden Zylindern, hnlich wie ein Boxermotor) mit 13 ccm eingesetzt. Der Bau
war einfach und die farbliche Gestaltung habe ich sehr
genau und schön hinbekommen. Sie flog "zu gut" und
undramatisch, also nicht den Adrenalinspiegel
hochtreibend, und wurde daher samt Motor verkauft.
Ein anderes Projekt hatte sich in meinem Kopf breit
gemacht und wegen der Kosten entschied ich mich
dazu, das Modell zu verkaufen. -
Den Motor wollte ich zuvor gesondert verkaufen, den
wollte aber ohnedies niemand, weil er den Leuten
zu kompliziert erschienen ist.
Erst nach vielen Jahren
habe ich jetzt wieder einige alte Fotos von meinem Flieger
gefunden (s.u.).
Dalotel Nr. 2
- die "Birdi"
In meinem Modell leistet ein 30 ccm Super Tigre seine Arbeit und das
geht bei ca. 7,2 kg Fluggewicht auch ganz gut. Fertiggestellt habe ich das
gekaufte Rohbaumodell vom leider verstorbenen Hans Hnoysky im Jahr 1999 und shabe einen Rohbau dann ferti
gestellt, foliert und ausgestattet. Nun, viele Flugstunden hat das Ding seither nicht am Buckel und die Motorhaube entspricht nicht dem
Original. Im
Bausatz für den eigentlich ein 15 ccm 2 Takter! vorgesehen gewesen
war, für den es natürlich die gebaute Haube aus dem Bausatz gibt.
Die "Große"
(Dalotel Nr. 2) wartete seit Jahren auf eine Frischluftkur.
Inzwischen flog ich damit auch schon bei Sturm bei meinem
Freund Fred
am Flugplatz in der Nähe von Staats und es ging sehr gut.
Leider habe ich damals entdeckt, dass die Kurbelwelle des Motors einen Schlag vom Absturz mit der
zuvor geflogenen
Extra, 20 Jahre davor, bekommen hatte
und daher gibt es unangenommene Vibrationen. Eine neue original verpackte Kurbelwelle besorgte ich über ebay aus England. Ratet
mal woher der Verkäufer sie hatte? - natürlich von Schweighofer!
So klein ist die Welt. Mit der neuen
Kurbelwelle läuft der Motor perfekt und darüber
bin ich froh und freue mich, wenn ich das
Modell wieder mal fliege.
Dann kam der Punkt, an
dem ich das Modell günstig (380.-) verkaufen wollte,
weil ich damit ja kaum
fliege, es viel Platz wegnimmt und ich mir ein etwa
gleich großes Modell einer YAK 54 (für meinen
Sternmotor) gekauft habe.
EIn
Flugtag am 08.11.2010 zum Vorfliegen der Dalotel Nachdem die Kollegen
kurzfristig nicht san der Dalotel ehr interessiert waren, dachte ich
nach und kam z um Schluss, das Modell nun doch nicht und schon garnicht zu diesem Preis zu verkaufen.
Ich nahm alle Teile, putzte sie, begann den alten Akku
zum Leben zu erwecken und rüstete auf einen
Jeti R6-Empfänger um. Das ging völlig
überzeugend vonstatten, doch wollte ich den unentschlossenen Kollegen das Modell vorfliegen, damit die sehen, dass sie eine gute Chance vertan haben. Schließlich am Platz angekommen, das Modell zusammengebaut, gings an den Start. Zufällig war an dem
Montag in den frühen Vormittags- stunden
ein Betrieb, wie sonst nur an gut besuchten Sonntagen.
Da das Frequenzproblem mit Jeti 2,4GhZ kein
Problem mehr ist, kann man ja leichter loslegen als
früher. In den Vergaser mit Injektionsspritze einige Tropfen
Sprit, die Kerze dran, einen Schlag auf den Propeller
und der Motor läuft perfekt an. Und los geht es hinaus
auf die Piste rollen, dann Startposition und
Gas rein, rollen und abheben. Das geht mit dem großen
Flieger problemlos. Die Figuren gelingen mir nicht
so ganz, ich bemühe mich auch nicht besonders, wiewohl
es mir ja um das Eindrillen der Anflüge auf
den Platz bzw. die Einhaltung der Flugebene für die
Flugfiguren geht. - Die Höhentrimmung mußte ich geringfügig
auf Drücken stellen, jedoch im Rückenflug benötige
ich deutlich Tiefenruder. Ansonsten gelangen die
Figuren sehr gut und das Modell reagiert sanft aber
beinhart auf meine
(oft mangelhaften) Vorgaben mit dem Steuerknüppel. Der noch fehlende Spinner
wird den Schwerpunkt gering weiter nach vorn verlegen was zur Folge hat, dass die Höhenrudertrimmung
zurückgenommen werden kann. Die
Fluggeschwindigkeit ist mittelschnell einzustufen und
die Landungen sind trotz geringer Sinkrate
kein Problem. Alles in Allem gesehen, es wäre
wirklich unklug das angenehm fliegende Modell zu
veräußern; Käufet meldete sich ohnedies keiner.
Schließlich tauschte ich
das Modell gegen drei Jamada Viertakter, zwei mit 23ccm,
und ein Einspritzmotor mit 26ccm,,samt
zugehörigen Resonanzrohren und Ersatzteilen, ein und
beendete damit die Dalotel-Story.
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