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     Dash 7 - De Haviland Canada  (Robbe, Originalbausatz, im Flugzeugmuseum Wr. Neustadt)
     
Dash 8
 - De Havilland Canada   (Robbe,  Eigenbau)
 
 
 Elektroflug war für mich um 1990 eine Sache, der ich nicht unbedingt
 zu nahe kommen wollte, der ich nicht traute. Es stinkt nicht, macht
 keinen Motorenlärm, die Modelle sind nicht aus Holz oder GFK, son-
 dern aus Styropor. Brrrr.  Es singen höchstens die Motore und der
 Regler. Deshalb konnte ich mich bisher fürE-Antriebe nicht erwärmen.

 Trotzdem kam 1995 mit dem Bau der Robbe Dash 7 ein ansehn-
 liches Modell zustande, welches zu der Zeit damals noch sehr außer-
 gewöhnlich war.- Ein Experiment, welches durchaus positiv verlief.

 Seit 2024, stehe ich dem Elektroflug wegen meiner Bandscheiben-
 probleme positiv gegenüber. Fällt doch das Bücken beim Anstarten 
 der Verbrennermotore weg, was heute für mich wichtig ist

 Noch experimentierfreudiger war ehemals Herr Czepa, der von der
 problemlosen Funktion meiner Dash 7 begeistert worden war. Sein
 Experimental Modell hat der Aerodynamiker 1996 mit nur zwei Moto-
 ren gebaut. Nach Abschluss seiner erfolgreichen Versuche konnte
 ich ihm das Modell, dessen Typenbezeichnung ihm uninterressant
 war, also die Dash 8, sehr günstig abkaufen. Er hatte aus Gewichts-
 gründen an allem gespart was möglich war, daher war das Modell
 farblos. Das Modell wurde von mir gewichtssparend nur mit Wasser-
 farbe gelb gestrichen.
 Ich verwendete das Modell öfter und flog damit auch am Hang.

Dash 7

Dash 8, osker Czepa

2025 - Dash 8 im neuen Military Look
Erstflugvideo


 Technische Daten Robbe Dash 7 und Dash 8, M 1:16
 Dash 7  Spannweite:1,8m, Läng: 1,5m, Fluggewicht 2,5kg, 
 Motore:  4x Speed 400 - 7,2V,  Akku 8 (10) Zellen NiCd 3000,
 Fernstéuerung: Microprop Professional PCM
 Dash 8  Spannweite und Länge wie Dash 7, Fluggewicht 1,75kg
 Motore: 2x Speed 400 - 7,2V, Stromaufnahme beide 23A, Akku Lipo 3S 3200,
 Fernsteuerung: MC 24-Jeti


 
 
DASH 7

 1995 konnte ich einer Viermotorigen im "Hosentaschenformat" (ca. 1,8m Spw.), der
 Robbe Dash 7, nicht widerstehen. Natürlich musste das Fahrwerk auch dabei sein um
 Bodenstartauf der Asphaltpiste durchführen zu können, was auch tatsächlich funktionierte.
 Das war anfangs nicht sicher, denn die damaligen Akkus und Motore waren nicht sehr
 leistungsstark, dass man denen das zutrauen konnte.

 Mit viel Mühe wurde nach der flugtechnischen Ausstattung das Modell im Tyrolean-Look
 bebügelt. Das war auch eine Herausforderung, da das Bügeleisen nicht sehr heiß werden
 durfte. Auch das hat funktioniert und das Modell sah gut aus und wurde nicht zu schwer.

 Das Fliegen des Modells war keine Herausforderung, es flog sehr gutmütig und nicht zu
 schnell. Der Start mit dem gefederten fix montierten Fahrwerk von der Asphaltpiste weg
 und auch die Landung war für mich kein Problem und kein Nervenkitzel. Das Modell ist
 wunderbar leicht zu steuern.

 Der Akkutausch und ehemals das Mitführen eines gesonderten Empfänger Akkus war
 unangenehm, da immer zum Akkutausch die Fläche abgenommen werden musste. - Das
 Auftanken eines Verbrennermodells ist dagegen deutlich weniger stressig.

 Meine Viermotorige Dash 7 im Tyrolean-Look landete nach einigen Flügen zuletzt mit vielen
 anderen voll ausgerüsteten Modellen, antiken Fernsteuerungen und Modellmotoren etc.,
 im Jahr 1998 in der Modellflugsammlung des Luftfahrtmuseums Aviaticum in Wr. Neustadt.


 DASH 8


 
1996: Ein ehemaliges HSV- Mitglied, Oskar Czepa, experimentierte mit dem gleichen
 Modell wegen der Motoren usw. - Er verkaufte mir nach seinen Tests, die für ihn danach
 nicht mehr interessante Leichtvariante der viermotorigen Dash 7, die er zur zweimotori-
 gen Dash 8 umgebaut hatte. Sein ehemaliges Modell hatte flugbereit 1,35kg Gewicht!
 Der Rumpf mit 8 zellitgem Akku wog 948g, die Tragfläche komplett 582g  Bei mir wurde
 es durch den anfänglichen gelben Anstrich kaum schwerer. Das Gewicht beträgt mit dem
 grauen Anstrich nun 1400g, Der Schwerpunkt soll bei 80 mm liegen.

 Ich rüstete das Modell für den Flugbetrieb mit 8- bis 10-zelligen NiCd Akkus auf und flog
 mehrfach damit bei allen möglichen und unmöglichen Wettersituationen und Orten.
 Zum Schutz des Styropor Rumpfes wurde er wegen der Außenlandungen im Gelände,
 auf der Unterseite mit Klebefolie beklebt. Das hatte auch den Vorteil, dass man im Winter
 von der Schneedecke weg einen "Bodenstart" durchführen konnte.
 Besonders der Flug in Hohenau bei -18 Grad, oder beim Silvesterfligen beim HSV, direkt
 vom Schnee weg, ist mir in guter Erinnerung.
 Das Modell wurde bei schwachem Wind mehrmals auch am Hang geflogen und es hat
 immer Spaß gemacht. Die sehr gutmütigen Flugeigenschaften machten es mir dort möglich,
 mit Motorunterstützung bis vor die Füße heranzufliegen.

 Um die Idee, das Modell wieder einmal zu verwenden (2021) wurde überlegt, dass heut-
 zutag Flugleistungen noch verbessert werden können, denn die leichteren Lipo-Akkus
 und ein BEC-Regler reduzieren das Gewicht und damit die Flächenbelastung. -  Vielleicht
 hole ich das Modell docj wieder mal vom Dachboden und mache ein Update und kann 
 Zeit und Gewicht in die Farbgebung investieren.

 Im Jahr 2025 war es dann so weit, die Dash 8 wurde vom Dachboden geholt, Sie wurde
 überarbeitet, mit einem 3S 3200 Lipo und einem Regler mit BEC besückt. Damit ist beim
 Warbirdtreffen bei der MFG Königsbrunn ein 6-Minuten-Flug im Military Look möglich.

 Flugerfahrungen 2025

 Mangels Kenntnis, wo der Schwerpunkt liegt wurde trotzdem der erste Flugversuch unter-
 nommen. Die Überlegung war, dass das Modell ehemals mit einen 8 zelligen NiCd Akku
 geflogen wurde und der Schwerpunkt damals passte. Die Frage des neuen Gewichts mit
 einem Lipo Akku wurde von mir anfangs locker genommen und dem Gewicht eines 8-zel-
 ligen NiCd-Akkus gleichgesetzt.
 Der erste Flug eIn Chaos. Doch konnte ich die extreme Hecklastigkeit durch volle Trim-
 mung tief und mit stänhdigem Drücken im Flug in den Griff bekommen. Eine flotte Landung
 ins weiche hohe Gras gelang gut.
 Nun war klar, der Schwerpunkt ist falsch. Nun begann ich zu überlegen, wie schwer denn
 die NiCd Akkus waren und las, dass eine Zelle etwa 56g hatte. Bei 8 Zellen kommt man
 auf 450g. Mein Lipo hat nur 240g, - es fehlt daher viel.

 Am Folgetag bekam der Akku auf seiner Frontseite provisorisch nur 230g Bleistücke ange-
 klebt. Tatsächlich gelang der Flug diesmal deutlich besser und dauerte gut 5 Minuten lang.
 Der Akku war dabei auf 78% Kapazität entleert worden. Die gemessene max. Stromauf-
 nahme beider Motore beträgt 23A.
 Nachdem beim Flug das Heck den Drang hatte, tiefer zu fliegen, ist also noch Blei im Bug  erforderlich. Daher wurde das Gewicht des Akkus samt den provisorisch angeklebten
 Bleigewichten auf 520g erhöht. Damit dürfte der Schwerpunkt deutlich verbessert werden
 und er liegt jetzt bei ca. 90mm.
 Anmerkung: Der neue Bausatz der Robbe Dash 8 ist maßlich anders (kleiner) als meine
 alte Dash aus 1995, die zur Dash 8 ( 2 Motore) umgebaut wurde. Es kann daher dieser
 Schwerpunkt (60mm) nicht übernommen werden. -  Im Internet beschrieb ein Dash 7 Pilot,
 dass er den Schwerpunkt bei 120mm liegen habe. Bei meinem Modell passt dieser Wert
 trotz identer Aerodynamikeingenschaften nicht, wie sich bei den Testflügen ergab.

 Bei der späteren Kontrolle des Modells fiel auf, dass das Höhenruder eine leicht gezogene
 Stellung eingenommen hatte, was ich durch volles Tieftrimmen weitgehend ausgleichen
 konnte. Der Flug erfolgte am frühen Abend bei bereits tiefem Sonnenstand, weshalb ich
 noch keinen zufriedenstellenden ruhigen Flug aber eine gute Landung erzielte.
 Das Höhenruder wurde in genaue Neutralstellung getrimmt. Damit sollte die richtige Flug-
 einstellung vielleicht erreicht werden.
 

       
Robbe Dash 7 beim Start Überflug Landeanflug
Robbe Dash 8 - Version Czepa  
Dash 8 mit neuem Grund-Anstrich    zusammengebaut   
Vorbereitung zum Erstflug    Erstflugvideo