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Mein
ewiger Wunsch war es, irgendwann auch einmal eine echte
Curare von Hanno Prettner zu besitzen. Nun,
beim HSV Burg Kreuzenstein war ich nicht der Einzige mit diesem Wunsch, sodass in einer Gruppenarbeit
gleich mehrere Bau- sätze des Modells hergestellt worden sind. In
meinem Hirn wollte ich immer einen kleinen Unterschied zu den Curare's der anderen haben. Also
baute ich meine Curare mit gepfeilten Flächen
und nannte sie "Mystere". Es gab auch einen Erst- flug mit
dem flotten Modell mit dem HP Gold Cup und einer neuen Multiplex 27FM
Fernsteuerung. Leider
dauerte der Flug nicht sehr lange, da der Empfänger
mysteriöser Weise
den Geist aufgab. Beim Service bestätigte man den Fehler
und baute als Wiedergut machung die Anlage gleich
auf 35 Mhz um. Nett, oder? Der nur kurze Flug blieb mir in
guter Erinnerung und passend zu meinem
heutigen Nostalgiefimmel, musste ich mir sofort einen Bausatz der neuen Curare beschaffen.
Allerdings gibt es heute kleine Unterschiede
zur damaligen Ur-Curare, zB bei dem Motoreinbau.
Ich habe ich keinen passenden
10 ccm Webra-Motor, - die sind alle zu groß.
Also musste ich mir über den Lagerbestand anderer 10er-Typen
hinaus, doch einen neuen Motor kaufen. Es ist das ein Evolution 60 NX,
der in seinen Ab- messungen einem 40er-Motor entspricht und leicht ist.
Er hat genau die selben Abmessungen des empfohlenen OS 55 FX,
der mir aber viel zu teuer war.
Technische
Daten vom fertigen Modell: Spannweite: 1,64m, Länge: 1,40m,
Fluggewicht trocken: 2900g, Motor: 10ccm (Kurzhuber)
mit Resorohr, Prop 11x10 APC / 13000U/Min, Tank: 500ccm.
Der
Baubeginn ist frühestens nach dem Ende eines anderen Bauvorhabens
für einen Freund möglich und wenn es die
Gesundheit zulässt; - zwischenzeitlich ist das Modell
sogar schon fertig geworden.
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meine erste Version :"Mystere"

der Bausatz

meine neue Curare
Flugvideo des
neuen Besitzers |
Die Curae wird gebaut...
Erste
Überlegungen zum Motoreinbau
Wie immer steht bei mir der
Motoreinbau an erster Stelle. Zu begutachten war, in wie
weit der Evolution 10 ccm-Motor wirklich in den genau
vorgearbeiteten Motorträger und die -aufnahmen hinein
passt. Ja, er passt haargenau in das Modell. Ein Vergleich mit einem
extra ersteigerten Webra Speed 61 fiel zu dessen
ungunsten aus, da man den Motorträger hätte erheblich umändern müssen, da der Webra echt um eine
Nummer zu groß und zu schwer gewesen wäre. Schade, aber was solls,
eine originale Curare wird das Modell
ohnedies nicht.
Und schon der erste Klagepunkt:
Es ist kein Abstandsmaß Rumpfspant bis
Motorhaubenabschluss, beim Spinner, in der Bauanleitung angegeben.
Natürlich, mit etwas Messarbeit bekommt man
das schnell hin und kann den Motor einrichten.
Übrigens einige Worte zum
Rumpf im Bereich Motorträger: Sehr wenig Holz und das
noch dazu von weißen Pappeln. Ich werde wohl eine
dünne Lage Glasgewebe einlegen und verharzen. Das schadet
sicher nicht und macht das Modell nicht wirklich schwerer.
Aber, ich habs dann doch nicht gemacht und es hält doch
alles; - schließlich handelt es sich ja hier auch um kein
Anfängermodell.
Der
Fahrwerkseinbau im Rumpf und andere Einbauten
Das Fahrwerk, das
zum Modell empfohlen wird, ist durchaus akzeptabel. Klein und
gut, soll
das fertige Modell ja laut Katalog sehr leicht
sein (stimmt).
Allerdings gibt es bezüglich der Lenkbarkeit des Bugfahr- werks
keine für mich ausreichenden Angaben oder nur eher abratende Aussagen
in der Bauanleitung. Man sieht zwar in Baufotos wie es gehen könnte, genaue Angaben fehlen aber. Wenn man die Lenkung
dennoch aktivieren möchte merkt
man bald, weshalb die Geradeausfixierung sooo angepriesen
wird.
Zu dieser meiner obigen und
unten stehenden Darstellung
kam von einem, offenbar der Fa. Schgweighofer
nahestehenden
Herrn das Ersuchen, meinen, diesen Text doch abzuändern, denn meine Darstellung träfe nicht zu, weil in der Bauanleitung alles genau
gezeigt würde.
Dumm wie ich offenbar bin, weis ich nicht was ich abändern
sollte, denn auf de, der Bauanleitung beiliegen- den Korrekturzettel enthaltenen Bildern, sind
zwar, wie er meint, 4
Fotos zu dem Thema zu sehen. Das stimmt, doch die Dinge
die für die Radanlenkung von
Bedeutung sind fehlen dort aber. Allerdings sieht man nur
in einem Bild, der Nr 21, wie die aktive Anlenkung erfolgen
soll. Meine Kritik richtet sich an die Bauanleitung,
weil sie doch nicht so klare und exakte
Angaben zur Realisierung der Übertragung der Servokraft auf den
Fahr- werkslenkhebel enthält.
Deshalb nehme ich auch die Aussage in der Bauanleitung
zur Kenntnis, dass die Anlenkung auch von
Hr. Prettner angeblich nicht verwendet worden ist. Mag
sein???? - Ich bin der Sache nachgegangen und
brachte in Erfahrung, dass Prettners Curare tatsächlich
kein gelenktes Bugragd hatte! So gesehen, ist
vage Beschreibung doch richtig und ich muss Abbitte
leisten. Vermutlich
wieder dumm von
mir, ich möchte aber die mir im Bausatz angebotene
lenkbare Einziehfahrwerks- lösung nutzen. Ich bin eben (leider) nicht Herr Prettner oder einer der
Testpiloten, die, wie vom Beschwerde- führer behauptet,
mit dem Modell auch ohne lenkbarem Bugrad auf
die Piste fahren können. Ich will mein Modell, - wie vielleicht auch andere Modellflieger, die meine
Beschreibung lesen-, auch am Boden lenken können. Das zu realisieren ging bei mir leider nur in der
Weise, wie ich es
nachstehend beschrieben habe und worüber nichts in der sonst durchaus brauchbaren Bauanleitung erwähnt wird:
Nämlich
erstens, das Anbringen des vorgesehenen Sicherungsclips
für das Fahrwerksbein (Stahldraht), zur Verhinderung des Herausfallens des ausgefahrenen Fahrwerks
aus der Fahrwerksmechanik, kann nicht montiert werden.
Das ist eine unmöglich zu lösende Aufgabe, da
eine dafür wesentliche Nut im Federbein fehlt.
- Und
genau davon steht in der Bauanleitung eben gar nichts,
was ich unbedingt kritisieren möchte weil: "Aber das ist ja Sache des Fahrwerksherstellers...", so
sagen es die
Schöpfer der Bauanleitung / des Bau- satzes, deren
Standpunkt ich schon verstehen, aber nicht akzeptieren kann.
Abputzen auf einen Anderen, der weit weg ist,
das ist einfach. Das ist kein Kundendienst und hilft
mir nicht weiter!
Es fehlt,
wie schon erwähnt, nämlich die
sonst bei anderen ähnlichen Fahrwerken die für diese Sicherung
not- wendige Nut für den, dem
Fahrwerk jedoch beiliegenden Sicherungsring. Den Ring über
den Stahldraht ohne der nötigen Nut zu bekommen, ist für mich (und sicher alle
anderen Modellbauer) unmöglich. Ohne Nut
ver- rutscht der Ring ja! Und an diese Stelle komme ich nicht wirklich gut heran. Doch mit etwas Nachdenken und
probieren kommt man auf eine andere
funktionelle Lösung: Ich habe anstelle des Sicherungsringes eine kleine Beilagscheibe am Fahrwerksdraht
direkt angelötet, fertig! War auch nicht gut erreichbar, aber deutlich besser, als den an sich cleveren
Sicherungsring (wenn eine Nut da wäre) zu montieren. Ich habe
eben von Schweighofer ein
Lander-"Montags-Fahrwerk" verkauft bekommen; eben Pech gehabt!?
Beim Anlenkhebel des
Lander-Bugfahrwerks, wie gesagt bei
meinem, gibt es ein weiteres Problem. Nämlich
bedingt durch die kurze Führungslänge des
Gleitstiftes am Anlenkhebel kommt es zum Verkanten des Anlenk- Gleitsegments auf dem Stahlstift, wenn das Fahrwerk zB eingefahren
wird. Auch Öl hilft
hier nichts, also muss selbst ein neues Anlenkungs-Gleitsegment geschaffen
werden.
Den im Aluminium des
Fahrwerkslenkhebels beinhart befestigten Gleitstift
konnte ich mit Geduld entfernen. Danach wurde ein M2
Gewinde geschnitten und ein neuer Gleitstift
angefertigt. Dieser ist jetzt geschraubt, gesichert und mit UHU-Endfest
eingeklebt. Das Anlenkungs-Gleitstück wurde aus einem Messingrohr mit
fast vierfacher Länge der Originalanlenkung (ca.
8mm) gefertitg, und von mir mit einem Messingwinkel verlötet.
Wie auch bei der Originalanlenkung wurde auch in dem neuen Teil ein Gleitschlitz für den Gabelkopf
herge- stellt. Damit diese Anlenkung nicht verloren gehen
kann, wurde am Gleitstift oben eine M2-Mutter
zur Sicherung festgeschraubt und mit Loctite gesichert.
Die Funktionsprobe konnte mit einem optimalen
Ablauf abgeschlos- sen werden, sowohl die Lenkung im ausgefahreren und eingefahrenen Zustand bewegt sich
wie gewollt. (Und das auch im Flugbetrieb, wie die
spätere Erprobung zeigte.)
Zu dem / meinem
Modell angebotenen Lander-Fahrwerk ist noch wichtig zu erwähnen, dass
ich es nicht
wirklich fest zusammenschrauben (nachziehen) durfte, denn dann
hat es geklemmt! Die Schrauben waren nur sehr
wenig angezogen und ich habe sie daher mit Lack gesichert und hoffe das widersteht den
Vibrationen.
Auch die Montage der Räder mit den
beiliegenden Bauteilen wirkt für mich eigenartig. Sie wird bestimmt fest
genug sein. Aber das Aluminium für die Radaufnahme ist eben leichter als Stahl und
daher adequat. (Es ist wirklich fest genug,
wie die zweimalige Flugerprobung am rumpeligen Rasenplatz
bewies).
Der Tank passt sehr genau in
den Rumpf, steht aber etwas über den unteren Kabinenrand
hinaus, sodaß man ihn ein wenig durch die
Kabinenhaube sehen kann. Das hat den Vorteil beim
betanken, dass man sieht, wenn der Tank voll wird.
Würde man den Tank nicht sehen, weil einige Millimeter zu
hoch, dann würde das optisch das Cockpit verschönern;
aber alles kann man nicht haben.....
- Rasch waren alle Tankeinbauten
fertig, ein Sinterpendel-Filter montiert und schon
konnte der Tank im Rumpf untergebracht werden.
Über die Befesti- gung muss ich noch nachdenken, doch wird
das kein
Problem sein. Der endgültige Tank- und
Kabinenhau- benanbau war wieder eine kleine Bastelpartie,
aber das gehört ja dazu. Die Kaninenhaube läßt sich nicht montieren,
wenn der Tank so weit als möglich nach vorn geschoben
ist. Folg- lich wurde ein schmales Distanzstück an der
Motorträgerrückwand angeklebt und am Kabinenhaubenrahmen
vorne einige Millimeter abgefräst. Mit zusätzlich verkürzten
Führungsbolzerln klappt jetzt die Montage der
Pilotenkanzel perfekt. - Nachtrag zum Tankeinbau:
Ja der Tank wurde von mir mit einem Kabelbinder an der Bodenplatte befestigt und ein
kleiner Winkel gegen wegrutschen nach hinten am Boden angeklebt.
Der
Einbau der Servos im Rumpf wurde danach begonnen und fertig
gestellt. Für das Seitenruderservo muss man die im Bausatz enthaltenen 10x10 Kiefernleistenstücke
für die erhöhte Montage verwenden. Das verhin- dert gegenseitige Behinderung des
Seitenruder- und Höhenruderhebels. Das Gasservo wurde als erstes mit
dem Gestänge versehen und es
funktionierte alles perfekt. Die Befestigung des
Resorohres macht mir im Moment Kopfzerbrechen,
doch wenn ich dann im Arbeitsfortschritt an der Stelle
angelangt bin, dann fällt mir schon eine Lösung ein. Der
nächste Schritt wird die Anlenkung des Bugfahrwerks an das Seitenruderservo
sein.
Schließlich erfolgte der Einbau
der Querruder-und des Bremsklappenservos in den Tragflächenhälften.
Der nächste
Arbeitsschritt war die Verklebung der Flächenhälften.
Abschließend wurden noch die Führungs- dübbel und die
Verstärkungsplatte bei der Flügelbefestigung mit Epoxi
geharzt. - Der nächste Tag erlaubte dann die Herstellung
der Bohrungen für die Flächenbefestigungsschrauben. Eine
optische Prüfung der exak- ten Flügeauflage am Rumpf
verlief befriedigend; auch die Vermessung der genauen
Mittigkeit der Flügel- montage ergab nur wenige Millimeter
Unterschied, der leicht ausgeglichen werden konnte. Schließlich wurden die Ruderscharniere
mit PVH-Leim einseitig am Flügel verklebt. Die Querruder
werden erst später angeklebt.
Der
Flügel, das Höhenruder, die Motorhaube usw., usw....
Die
nächste Arbeit betraf die Anpassung der Motorhaube. Durch den Krümmer für
das Resonanzrohr muss ein nicht unübersehbarer
Ausschnitt hergestellt werden; auch beim Vergaser muss
für die Beweglichkeit des Kückens leider auch viel
ausgeschnitten werden. Schließlich passt irgendwann
alles und der Abstand von der Spinnerplatte zur Haube
ist ca. 2mm groß. - Noch zum Rumpf gehörig ist
der Einbau der Stahldrähte für die Betätigung der
Höhenruderblätter und des Seitenruders. Die
Durchdringung der bereits im Rumpf eingebauten
Bowdenzüge durch die Rumpfwand ist eine kleine Schwachstelle,
da nur wenig Holz da ist an denen die Bowdenzugrohre
fixiert sind. Bis endlich der Stahldraht leichtgängig
im Bowdenzug hin und herflutscht, das dauert und man
braucht reichlich Geduld dafür. Aber mit zwei Kunststoffhutzen
konnten die Austrittsstellen der Stahldrähte optisch gut
kaschiert werden.
Nach einer Unterbrechung
wegen einem 10-tägigen Spitalsaufenthalt, konnte das für
den Einbau vorbereitete
Höhenruder endgültig
mit dem Rumpf verleimt werden. Mit dem PVH-Leim und
dessen längerer Aushärtezeit hat man ausreichend
Zeit die Leitwerkshälften in den richtigen Winkel an den
Rumpf heran zu bringen. Mit Autoabdeckband kann ausreichend starker Zug erreicht und die
Leitwerksstellung beim Aushärten dement- sprechend
beeinflusst werden. Hier hilft allein das
"Augometer", welches aus einer Sichtposition in der Rumpf-
längsachse den Abstand der Höhenleitwerkshälften
zur Tragfläche gut erkennen läßt. Geht man in dieser
Po- sition etwas niederer dann decken sich irgendwann
die Leitwerksenden mit der Flügelkontour. - Als nächstes
werden die Ruderanlenkungen montiert und zuletzt
die Ruderscharniere eingeklebt.
Die
Montage der Ruderhörner ging gut von der Hand und
schwups, waren der Querruder und Höhenruder bereits mit
dem Flügel verklebt. Die Rudergestänge am Flügel, sowohl
die für die Querruder alsauch jene für die Klappen
hatten genau die richtigen Maße und waren
schnell eingebaut.
Etwas heikler war die
Anlenkung der Höhenrudergestänge am Servoarm, denn da
muss man im doch relativ engen Rumpf die
beiden Stellringe so positionieren, dass die
Rudergestänge künftig und selbstätig keine gegenseitige
Verschiebung erleiden könnten. Doch auch diese
kleine Hürde konnte locker genommen werden.
Und
schon stand die Curare weitestgehend fertig auf ihren
drei Rädern. Sie sieht gut aus. Zusammenfassend
beurteile ich den Bausatz als gelungene und genaue
Arbeit des Herstellers. Die Baubeschreibung ist ja
eigentlich keine optimale und könnte, trotz meinen doch längeren
Erfahrungen im Modellbau, besser und vollständiger
sein. Man muss dann weniger lang nachdenken und
andere Lösungen erfinden. Außerdem sollten Fehler wie falsche Längenangaben
beim Hauptfahrwerk nicht passieren! - leider bin ich
unter Einhaltung der Bauanleitung darauf hineingefallen
und mußte neue Federbeine besorgen.
Das günstige
Gewicht
von 2,80 kg, - ohne Empfänger aber mit kleinem Akku
-, lässt gute Flugleistungen erwar- ten. Derzeit ist
wegen des Wetters und meinem Kreuz an einen ersten Motorlauf
oder gar Flug nicht zu denken. Aber das wird
sicher noch....
Zur
Vorbereitung auf den Erstflug und damit des "Rütteltests", das ist
das Einlaufen des Motors und Kon- trolle was dabei so
alles locker wird oder gar wegbricht, ist noch
davor die Einstellung des Schwerpunktes erforderlich.
nach der Bauanleitung werden 95mm bis zur
Nasenleiste angegeben, weiters jedoch "für Profis"
bis
110mm. Für mich als Semi-Profi werden also 98mm als
erster Test passen. Ja, jetzt muss das Wetter nur noch schön werden....
Der
Motor "Evolution 60 NX"
Es wurde nicht schön.
Hochwasser, Jahrtausendhochwasser in Österreich,
Deutschland, Tschechien usw., ein Chaos. Bei uns
regnet es kurzzeitig nur ganz leicht, es war aber dennoch trostlos.
Zu diesem Wetter passt das Motor einlaufen irgendwie ganz gut dazu.
Vorweg noch einige
Bemerkungen zu dem Motor: Bei der Nachschau nach
Schnäppchen fand ich bei unse- rem steirischen Modellbaugrosshändler
um 98.- den Evolution 60 NX, angepriesen als der 60iger im
Gehäuse eines 40igers. Noch dazu ist der 60 NX
ein Kurzhuber der alten Klasse, also besser zum
Nostalgiemodell pas- send. Na da musste ich
zuschlagen, dass musste ich sehen und testen, was der Motor
wirklich wert ist.
Wie so oft schaue ich dazu
auch ins Internet bei einschlägigen Foren nach,- naja
und auch USA. Was die Leut' da alles an Problemen haben, da kann
man sich nur wundern. Einige kommen gut
zurecht, was ich später auch bestätigen kann, andere
gehen wieder auf die Chinesen los, dass das
alles schlechte Ware wäre. Ich habe viele Motore aus
Fernost, in den verschiedensten Größen und egal ob 2T
oder 4T, ich bin zufrieden. Wohl kann ich sagen, dass
ich den Unterschied zu OS nicht sooooo gross finde. Richtig ist
aus meiner Sicht und nach meinen vielen Tests, dass die Chinesen mit den
Vergasern nicht immer den besten Griff bei der Bestückung
haben, das ist bei OSdeutlich besser. Aber
auch dort gibt es Montagsmotore und Pumpenungeheuer aus
der ersten Stunde dieser Technik. Nun genug
davon, jetzt also zur Praxis:
Also der Motor
wieder ausgebaut und mit dem Serienauspuff am Prüfstand montiert und Sprit in den
Tank .... und los geht es.Nach einigen Minuten Leerlauf
wurde mehr Gas gegeben und langsam auch Vollgas. Dazu
musste die Düsennadel ganz weit herausgedreht werden,
damit der Motor fetter wird. Er wurde aber immer
schneller. Also die Düsennadel ansehen und mit anderen vergleichen. Siehe da, die Spitze ist sehr
kurz aber das sollte kein Problem sein. Daher verwendete ich eine andere ähnliche Nadel mit
flacherer und etwas länge- rer Spitze und schon
war die Einstellbarkeit wie bei anderen Motoren gleich.
(Das gäbe es bei OS kaum). Schließlich gab es dann
erste Vollgasphasen. Mit einer
11x7 Graupner 2-Blatt Nylon ergaben sich alsbald 11500
U/Min. Bei Leerlauf geht es etwa mit 2300
U/Min. Die Drehzahl ist für die Graupner Nylon Latte schon
grenzwertig und sie liegt damit nahe am "Zerfliegen" (brechen).
Dann erprobte ich die
2-Blatt
11x8
Sonic.
Der Motor hörte sich
jetzt auch
schon freier
an und die Gasannahme hatte ich fürs erste
auch
gut
hinbekom- men. Als dann Zeit für die
Drehzahlmessung war, kam der Motor mit der 11x8 auf
beachtliche 12000 U/Min; und das mit dem Normalauspufftopf!
Danach kam das Resonanzrohr zum
Einsatz. Sehr
leise, angenehm. Ohne spezielle Abstimmung
ergaben sich bei Vollgas sofort
erstaunliche14300 U/Min.
Ehrlich, da beginne ich mich zu fürchten, denn meine
91iger drehen nur so um die 8000U/Min und hören sich erträglich
an. Dann
fiel mir ein, dass auf meinem 61iger Webra Racing, in einem F3A-Modell, auch aus früheren Zeiten, ein Profi-Prop
2-Blatt mit 11 x 11 oder so ähn- lich drauf
ist. Nachdem der letzte Racing-Lauf schon sehr
lange her ist, weis ich nimmer wie hoch der gedreht
hat, denke aber es hörte sich nicht so giftig an. - Also suchte ich nach anderen Props und fand,
man soll es ja nicht gleich übertreiben, eine Graupner
Sonic-Luftschraube 11 x 10. Dazu hätte ich
auch noch eine 11 x 11 und so eine auch von APC, doch die ist dann vielleicht schon zu belastend. - Na eines weiß ich
inzwischen, die GR 11 x 10 erlaubt mit dem Resorohr
immerhin noch gut 13000 U/Min und das, obwohl der Motor
noch nicht wirk- lich vollständig eingelaufen ist. Da ich zu dieser Zeit mit meinem Rücken nicht so gerne am Boden herumwerkte, habe
ich mir nur wenig Zeit für die Einstellung des
Überganges genommen. Es ist oft bei wenig
abgestimmten Resorohren, dass es im Übergang zur
Überfettung kommt. Dennoch geht das jetzt ganz gut,
insbesondere dann, wenn man den Gas- hebel zuerst nur wenig und langsam nach vorne bewegt. Dann kann man
den Vergaser auch "aufreissen" und der Motor nimmt schlagartig
das Gas an. Beim Flug möchte ich diese Technik aber
nicht ständig beachten müssen und habe daher die Servolaufzeit
auf Vollgas auf 1,5 Sekunden eingestellt.
Einwandfrei funktioniert das jetzt und die kurze
Verzögerungszeit fiel mir im Flug sicher nicht störend auf. Hier
ist später noch an der Optimierung der
Einstellung zu arbeiten.
Wie ich ja schon sagte, vor dem Erstflug kommt
immer der "Rütteltest" des Modells. Der Testlauf
des Motors mit der 11 x 10 2-Blatt brachte keine
unangenehmen Überraschungen mit sich. Alles
ist fest und hat die Dreh- zahlspiele
ausgehalten. Nachdem ich erstmals nach eineinhalb Jahren
wieder zu Boden gehen konnte, um den Motor zu starten, war ich dann heilfroh, dass der Motor eher problemlos
einzustellen war. Auch der Hebetest und die Rückenfluglage verliefen zufriedenstellend. - Hat man sich einmal an
das grelle "Schreien" des Antriebs- aggregtes gewöhnt,
dann traut man sich auch zur ohnedies weit vom Propeller liegenden Düsennadel hinzu- greifen und
sie zu
justieren.
Noch meine Sicht zum Preis des
Motors: Den Motor plus Dämpfer bekam ich wie gesagt, bei Schweighofer im Abverkauf um 98.- Euro. Die Marke Evolution
hat bisher keine schlechte Mundpropaganda, was für sie spricht. Ein Vergleicheich mit dem Preis des
vorgeschlagenen OS 55 AX (plus Schalldämpfer): 155.-
leß mir die Entscheidung leicht fallen, denn
die zwanzig Flüge die ich eventuell mit dem Modell
mache, hält selbst der schlechteste Chinamotor
locker aus.
Das
Einfliegen
Meinen persönlichen
Verbrenner-Erstflug nach der langen schweren Erkrankung habe ich jedoch
zuvor mit einer Kwick Fly MK3 gemacht und kann mich danach, ganz von
meinen Flugkünsten überzeugt, der Curare widmen. Gesagt getan, der Curare-Erstflug war gelungen, das
Fahrwerk hielt dem ungemähten Flugplatz trotz
zwei flotter Landungen, stand.
Und der Motor leistete auch mit dem Coolpower 5% Nitro-Sprit mehr als
notwendig ist, um mit dem Modell riesig große Loopings zu fliegen. Mit etwas
Höhenrudertrimmung und etwas Querrudertrimm flog das Model wie "auf Schienen". Etliche
Rundflüge dienten der Feststellung der Steuerreaktion
und zur Gewöhnung an das neue Flugbild. Der Schwerpunkt passte fürs Erste
auch.- War auch die Kwick Fly nicht sooo langsam, dann
ist die Curare doch ein deutliches Stück flotter.
Aber,
das macht nix, denn die Curare lässt sich butterweich steuern
und fliegt super. Dennoch fehlt mir noch die 100%-ige Sicherheit mit dem Modell, ganz
davon zu schweigen das Können, mit der Curare
echten und saube- ren Kunstflug zu fliegen. Da
muss ich noch viiiel üben! Vorerst war
ich jedoch glücklich, dass ich trotz des niedri- gen
Sonnenstandes und des grellen Vormittagslichtes, die
Fluglage habe gut erkennen können und nach etwa 6-7 Minuten Flugdauer sicher gelandet bin. Die Landung erfolgte ohne
Klappen, die wurden noch nicht erprobt.
Betreffend
des elektrischen Fahrwerks von Lander gibt es bisher
keine Probleme zu vermelden. Trotz meiner flotten Landungen
gab es nichts gerade zu biegen oder zu beanstanden.
Super, hoffentlich bleibt es so.
Da das
Modell nun längere Zeit gelagert wird, wurde der Motor
mit reichlich Anti-Rostöl gefüllt und mit dem Star- ter
länger durchgedreht, damit sich das Öl überall gut
verteilt.
Der nächste Flug
etwa zwei Jahre später war auch erfolgreich. Nur
witterungsbedingte (Windstille) geringe Einstellungsänderungen an der
Hauptdüse (drei Zähne fett) waren für einen zufriedenstellenden Motorlauf
nötig. Da der ABC-Motor noch sehr neu ist, wurde er jedoch
einen Zahn fetter gestellt. Das tat der Leistung aber
keinen Abbruch. Nach einigen einfachen Kunstflugfiguren
wurden in mittlerer Flughöhe die Landeklappen auf die
erste Stellung (Dreistellungsschalter) ausgefahren. Das Modell flog dabei noch
zu schnell, sodass es ein wenig stieg. Das bedeutet,
dass man dadurch schon langsamer würde fliegen
können. Die Landung wurde
wieder flott und gelungen durchgeführt.
Wie
ich das bei allen meinem Motorfliegern mache, wurde
auch diesmal dem Motor vor der Lagerung wieder Beachtung
geschenkt und er wieder mit Antirostöl befüllt und
ordentlich durchgedreht.
Mangesl eines
Kameramannes gibt es kein Erstflugvideo, jedoch bekam
ich vom Käufer des Modells ein kurzes Video,
wo man das Modell fliegen sieht.
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Bugfahrwerk eingebaut |
Motor montiert |
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Tank eingepasst |
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Fahrwerk ausgefahren ... |
... eingefahren |
so sieht das Modell jetzt aus |
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Servos eingebaut - enge Sache |
der Krümmer des OS 55 passt genau |
Tank eingebaut |
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Fahrwerk-Lenkanlenkung
verkantet beim Einziehen |
verekantsicherer selbstgefertiger Lenkhebel |
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die Führungslänge des Anlekhebels passt perfekt |
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Flügel zusammengeklebt und Führungsbolzen eingeklebt |
Flügel mit Servos bestückt |
Anpassen der Motorhaube an den Rumpf und Motor |
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Höhenleitwerk einrichten und verkleben |
schon erkennt man die "Curare" |
Ruderanlenkungen fertig |
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das Modell ist jetzt bautechnisch fertig ... |
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der erste Motorlauf |
vor dem Erstflug |
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... und danach: Alles ist ganz! |
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Foto der Curare bei Wr. Modellbaumesse 2013 |
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