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Leider ist der Berg an keiner Seite mit
"alpinem Hangabfall" ausgestattet, sodass derStart großer und
schwerer Segelflugmodelle nicht leicht möglich
ist. Ungeachtet dessen bietet die Ostseite
bei gutem Über- blick die Möglichkeit, mit dem Modell weite
Strecken nach
rechts und links zu fliegen. Der Hang hat etwa eine Überhöhung von ca. 150m
über der Tallage. Der Start und Landeplatz des Nordwest-
und Südost- fluggeländes besteht aus einer
horizontalen Wiese. Zum Hang muss man eine ebene Gehstrecke von
max.einem halben Kilometer
in Kauf nehmen. Unmittelbar vor erreichen der Hangkante
geht man auf der ebenen,
etwa 15m breiten Landeschneise, wo man bei
stärkeren westlichen Windeinflüssen
mit Leever- wirbelungen rechnen muss. Die Zufahrt zum Hang ist jedoch nur bei
trockenem Wetter und Boden mit Fahrzeugen mit
größerer Boden- freiheit möglich. Nach bisheriger
Erfahrung dauert nach mehrtägigenm Regen das
Auftrocknen der Feld- wegsteilstrecken bis zu einer Woche lang.
Wichtig: Modellflug mehrere Piloten
ist auch hier nicht unbedingt gerne gesehen und ist mit Problemen von verschiedener Seite zu rechnen, weshalb
deeskalierendes Verhalten bei Auseinandersetzungen sehr zu empfehlen ist!
Hangtest
mit Wildcat von Horizon Die
ersten Testflüge sowohl am Nordwesthang als auch am
Südosthang wurden mit einem kleinen E-Mo- torflieger,
einer Wildcat, durchgeführt. Westseitig konnte guter
Aufwind festgestellt werden, auch auf der Südostseite, doch bedurfte es dazu, weit vor den Startplatz
hinauszufliegen, da dort erst die Auswirkun- gen der
Hangkante mit ihrem stärkerem Aufwind bemerkbar
wurden. Leider wird
das Modell in dieser Entfernung unangenehm klein. Der
Testflug war erfolgreich.
Lift
Off - Testflug 1 bei Südostwind Der
nächste Flug erfolgte mit einem Lift Off mit
elektrischer Aufstiegshilfe an der
flacheren Ostseite. In Abhängigkeit von leichten
Thermikablösungen ergaben die Windverhältnisse durchschnittlich 15km/h
Windgeschwindigkeit. Jedoch brach der Wind
zwischendurch immer wieder ein, wodurch das Fliegen nicht erleichtert
wurde. Mit 3,5 Minuten Motorlaufzeit ergab sich
eine Flugzeit von 27 Minuten; - und damit war ich zufrieden.
Problematisch
ist auf der Ostseite des Hanges die Lage der Hangkante
vom Startpunkt, denn durch die Entfernung von
etwa 200m bis zur Kante, wird ein 2m-Modell optisch schon
klein. Fliegt man weit ins Tal hinaus und kommt
mangels Aufwind unter die Horizontlinie, dann wird die
Sichtbarkeit des kleinen Modells deutlich schlechter.
Besonders negativ fällt in dieser Situation eine kleine
Baumgruppe abseits auf, hinter der das Modell kurz aus
dem Blickfeld entschwindet. Man muss darauf achten immer
über den Bäumen zu bleiben oder daneben. Mit großen Modellen
ist dort einfacher zu fliegen, da sie vielleicht weiter
draußen Aufwind bekommen
können und vorallem weil sie wesentlich besser sichtbar
sind.
Test
mit Salto (WIK) und DG 300 Nun,
der Test ist erfolgt wobei eher ein West-Nord-Westwind
vorherrschte, der parallel zur linken Hang- inie wehte. Trotz nur 12 km/h
Durchschnittswindgeschwindigkeit konnte ohne kurzer
thermischer Ablö- sungen mit dem originalen
WIk-Salto (2,3m) die Höhe gehalten werden. Der
nachfolgende Testflug mit der DG 300 (3,6m Spw) mit E-Antrieb
verlief deutlich besser, da mit Motorhilfe eine größere
Ausgangshöhe erfloghen werden konnte, von der
aus der Aufwind besser genutzt werden konnte.
Flugversuch
mit Carrera SB 10 3,3m Bei
reichlich Wind um ca, 15km/h wollte ich bei
nordwestlichjem Wind die uralte kleine SB 10 fliegen.
Mit Mut warf ich den motorlosen Flieger in die
Luft, hoffend, dass er fliegen wird. Und wie er flog.
Steil nach oben und fast überzogen hing das
Modell alsbald da. Nachdrücken half, doch die Höhe
schwand, denn trotz Wind kam kein Flug hinaus
vor den Hang zustande. Schließlich trat ich den
Landeanflug an und wollte versuchen, den Flieger
bruchfrei zu landen. Doch der Wind führ mir unter die
Tragfläche und drehte das Modell so, dass ich es mit
den kleinen Querrudern nichtmehr dorthin steuern konnte,
wo ich wollte dass es hinfliegt. Und ehe ich es mir
versah, hing der Flieger in einem schon abseits
liegenden Baum. Nur mit Hilfe des mit Sägewerkzeug herbeigeholten
Sohnes Stefan, gelang die Bergung des Modells. Kaum zu glauben, es war heil geblieben.
Test
2 mit Lift off am Südosthang Wenn
man Hangfliegen möchte, muss man fallweise mit weniger
idealen Windbedingungen zurecht kom- men. So
ergab es sich, dass der Wind bei einem Flugtag eher
westlich wehte. Der vordere Hang NW- und Südost-Hang schien
mir nicht günstig. Daher versuchte ich den vorderen,
noch
etwas höher gelege- nen Südosthang zu erkunden. Von
einer tatsächlichen Hangkante fiel dort ein etwa 40m
breiter und unbe- wachsener Hangstreifen gut 150m
tief ab, bis hin zu den abfalchenden Äckern. Die
geglückte Zufahrt
dort- hin erfolgte über einen ca. 15m breiten Wiesenstreifen,
der sich als Landewiese anbietet. Den Wagen konnte ich westlich der Hangkante bei Büschen abstellen.
Nun der Lift Off ist ein toller Segler, doch
benötigt er dennoch Aufwind in ausreichendem Maß. Der
Wind bließ mit 37km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit, also relativ stark, doch
leider in einem Winkel von 45 Grad zum Hang
und aus südwestlicher Richtung. Der
Start mit kurzer Elektrounterstützung war problemlos und
konnte die Höhe gut gehalten werden. Mit
den zwischendurch auftretenden kurzen Thermiken war aber
keine grössere Höhe zu erreichen. Mit etwa 15 Sekunden
Motorflug konnte eine gute Flughöhe erreicht werden, die
zur ausgiebigen Erkundung des Hanges reichte. Nachdem der
Wind nahezu aus West anströmte, konnte oberhalb des
rechts vom Hang gelegenen Wäldchens guter Aufwind
gefunden werden. In dieser Höhe konnte auch weit vor den Hang hinausgeflogen und Thermikablösungen
ausgenützt werden. Zwischendurch wurden Kustflugfigu- ren
geflogen. Die Landung fiel nicht optimal aus, da von dem
westlich rechts gelegenen Wäldchen Verwir- belungen in Bodennähe,
die Landung nicht gerade erleichtert wurde.
Flug
mit Fiesta und Minimoa 1:5 Um
endlich höher aufsteigen zu können, gelang mir der
Einsatz meiner zwei Modelle mit mehr als 2m Spannweite.
Die Witterung war freundlich, doch weder der Wind noch
die Thermik ausreichend, um hoch hinauf zu kommen.
Der 3,2m messende MPX-Segler Fiesta war mit jeweils nur
wenigen Sekun´den Motorlauf in angemessener
Höhe (30-40m) über der Hangkante Nordwest. Mühsam war
zeitweise, ent- lang des Hangkantenverlaufes in
oft nur 10m Höhe herumzukrebsen, mit dem gezogenen
Höhenruder den Segler am Limit zu fliegen. Mehrfach
wurde versucht, über mir, 15m hinter der "Hangkante" ,
wo der meiste Aufwind zu erwarten wäre, zu fliegen,
doch das funktionierte selten. Bei diesen Flugmanövern
dürfte ich über mir schon im Lee geflogen sein, was
zu einem Höhenverlust führte. Dreimal ging es sich aus,
dass danach der Segler 1m über der Wiese zur Hangkante
vorflog und danach noch weiter sank, sodass er
kurzfristig außer Sichtweite war. Nur das sofortige Einschalten
des Motors brachte das Modell wieder nach oben. Beim
vierten Mal klappte das nicht und das Modell
bekam im hohen Gras abseits Bodenkontakt. Vermutlich
durch das Einschalten des Motors wurde der Motorspant
ausgerissen, wobei sich lohnte, dass ich die Einklebung
eher "nur ausreichend stark" vorgenommen
habe. Nach einer Flug- zeit von einmal 39 und zuletzt 25
Minuten hatte ich vom Fiesta-Fliegen ohnedies schon
genug, doch so schlecht wie zuletzt, wollte ich nicht landen. Da
ich einen lieben Freund mit hatte, konnte ich erstmals
mit meiner 3,4m Minimoa am Hang fliegen, denn er startete
das Modell. Es war ein erhebender Anblick, als die
Knickflügelminimoa sich in die Höhe hinauf begab. War
zuvor eher der Wind, wenn überhaupt, aus nördlicher oder
nordwestlicher Richtung ge- kommen, so drehte er
zu Mittag plötzlioch auf Südost um. Just da startete die
Minimoa und ich kam in eine schöne Thermikblase hinien
und stieg sehr hoch. Da das Modell kein Vario hat, gab
es keine Höhenan- gabe, was mir ja eigentlich gleichgültig
ist. Es war ein optischer Genuss, den Oldtimer eher in
langsamen Kreisen steigen zu sehen. Als mir dann
meine Augen Unsicherheit beim Fliegen weit abseits über
dem höchsten Punkt des Berges besorgten, musste
ich die Störklappen ausfahren. Das war das erste Mal,
dass ich, um aus der Thermik zu kommmen, die Bremsen
ziehen musste. EIn angemessener Abstieg folgte,
imdem ich versuchte, im weiten Bogen aus dem Aufwindbereich
herauszufliegen. Das gelang, worauf dann wieder ein
Herumkrebsen am fliegerischen Limit folgte. Durch
die Gutmütigkeit der Minimoa gab es dadurch keine
Schwierigkeiten. Einige Male musste auch der Hilfsmotor
eingeschaltet werden, da auch das weite Hinausfliegen
vor den Hang, mich in keine nutzbare Thermik brachte.
Nach fast einer Dreiviertelstunde landete ich unter
Einsatz der Bremsklappen, mit deren Dosierbarkeit
kann man den Landeanflug sehr schön steuern. Die perfekte
Landung ließ den Flugtag erfreu- lich ausklingen.
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