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   Hangflug am Gebmannsberg
 

 
 Hangflug am Gebmannsberg

 Endlich fand ich in 20 km Entfernung einen sehr guten Hang, der mit einem
 E-Segler praktisch in allen Himmelsrichtungen befliegbar ist und der eine fast
 ebene Landewiese ohne Steine und Büsche aufweist. Die ersten Startstellen sind
 für westliche bis nördliche Winde, bzw für süd bis nordöstliche Winde geeignet.
 Die dort befindliche Landewiese ist für alle Flugbereiche ideal verwendbar.
 Etwa 400m weiter entfernt liegt ein ausgeprägter Südhang, der es zulässt bei
 Winden aus Südwesten bis Südosten zu fliegen. Hinter dem Hang liegt eine läng-
 liche Landewiese bei der bei den Landungen auf Leewinde zu achten ist.



Höhe: 337 m
Video vom Rundblick
Video vomn einem Rundflug


 Leider ist der Berg an keiner Seite mit "alpinem Hangabfall" ausgestattet, sodass derStart großer und
 schwerer Segelflugmodelle nicht leicht möglich ist. Ungeachtet dessen bietet die Ostseite bei gutem Über-
 blick die Möglichkeit, mit dem Modell weite Strecken nach rechts und links zu fliegen. Der Hang hat etwa
 eine Überhöhung  von ca. 150m über der Tallage. Der Start und Landeplatz des Nordwest- und Südost-
 fluggeländes besteht aus einer horizontalen Wiese. Zum Hang muss man eine ebene Gehstrecke von
 max.einem halben Kilometer in Kauf nehmen. Unmittelbar vor erreichen der Hangkante geht man auf der
 ebenen, etwa 15m breiten Landeschneise, wo man bei stärkeren westlichen Windeinflüssen mit Leever-
 wirbelungen rechnen muss.
 Die Zufahrt zum Hang ist jedoch nur bei trockenem Wetter und Boden mit Fahrzeugen mit größerer Boden-
 freiheit möglich. Nach bisheriger Erfahrung dauert nach mehrtägigenm Regen das Auftrocknen der Feld-
 wegsteilstrecken bis zu einer Woche lang.

 Wichtig: Modellflug mehrere Piloten ist auch hier nicht unbedingt gerne gesehen und ist mit Problemen
 von verschiedener Seite zu rechnen, weshalb deeskalierendes Verhalten bei Auseinandersetzungen
 sehr zu empfehlen ist!

 Hangtest mit Wildcat von Horizon
 Die ersten Testflüge sowohl am Nordwesthang als auch am Südosthang wurden mit einem kleinen E-Mo-
 torflieger, einer Wildcat, durchgeführt. Westseitig konnte guter Aufwind festgestellt werden, auch auf der
 Südostseite, doch bedurfte es dazu, weit vor den Startplatz hinauszufliegen, da dort erst die Auswirkun-
 gen der Hangkante mit ihrem stärkerem  Aufwind bemerkbar wurden. Leider wird das Modell in dieser
 Entfernung unangenehm klein. Der Testflug war erfolgreich.

 Lift Off - Testflug 1 bei Südostwind
 Der nächste Flug erfolgte mit einem Lift Off mit elektrischer Aufstiegshilfe an der flacheren Ostseite. In
 Abhängigkeit von leichten Thermikablösungen ergaben die Windverhältnisse durchschnittlich 15km/h
 Windgeschwindigkeit. Jedoch brach der Wind zwischendurch immer wieder ein, wodurch das Fliegen
 nicht erleichtert wurde. Mit 3,5 Minuten Motorlaufzeit ergab sich eine Flugzeit von 27 Minuten; - und damit
 war ich zufrieden.

 Problematisch ist auf der Ostseite des Hanges die Lage der Hangkante vom Startpunkt, denn durch die
 Entfernung von etwa 200m bis zur Kante, wird ein 2m-Modell optisch schon klein. Fliegt man weit ins Tal
 hinaus und kommt mangels Aufwind unter die Horizontlinie, dann wird die Sichtbarkeit des kleinen Modells
 deutlich schlechter. Besonders negativ fällt in dieser Situation eine kleine Baumgruppe abseits auf, hinter
 der das Modell kurz aus dem Blickfeld entschwindet. Man muss darauf achten immer über den Bäumen
 zu bleiben oder daneben. Mit großen Modellen ist dort einfacher zu fliegen, da sie vielleicht weiter draußen
 Aufwind bekommen können und vorallem weil sie wesentlich besser sichtbar sind.

 Test mit Salto (WIK) und DG 300
 Nun, der Test ist erfolgt wobei eher ein West-Nord-Westwind vorherrschte, der parallel zur linken Hang-
 inie wehte. Trotz nur 12 km/h Durchschnittswindgeschwindigkeit konnte ohne kurzer thermischer Ablö-
 sungen mit dem originalen WIk-Salto (2,3m) die Höhe gehalten werden. Der nachfolgende Testflug mit der
 DG 300 (3,6m Spw) mit E-Antrieb verlief deutlich besser, da mit Motorhilfe eine größere Ausgangshöhe
 erfloghen werden konnte, von der aus der Aufwind besser genutzt werden konnte.

 Flugversuch mit Carrera SB 10 3,3m
 Bei reichlich Wind um ca, 15km/h wollte ich bei nordwestlichjem Wind die uralte kleine SB 10 fliegen. Mit
 Mut warf ich den motorlosen Flieger in die Luft, hoffend, dass er fliegen wird. Und wie er flog. Steil nach
 oben und fast überzogen hing das Modell alsbald da. Nachdrücken half, doch die Höhe schwand, denn
 trotz Wind kam kein Flug hinaus vor den Hang zustande. Schließlich trat ich den Landeanflug an und wollte
 versuchen, den Flieger bruchfrei zu landen. Doch der Wind führ mir unter die Tragfläche und drehte das
 Modell so, dass ich es mit den kleinen Querrudern nichtmehr dorthin steuern konnte, wo ich wollte dass
 es hinfliegt. Und ehe ich es mir versah, hing der Flieger in einem schon abseits liegenden Baum. Nur mit
 Hilfe des mit Sägewerkzeug herbeigeholten Sohnes Stefan, gelang die Bergung des Modells. Kaum zu
 glauben, es war heil geblieben.

 Test 2 mit Lift off am Südosthang
 Wenn man Hangfliegen möchte, muss man fallweise mit weniger idealen Windbedingungen zurecht kom-
 men. So ergab es sich, dass der Wind bei einem Flugtag eher westlich wehte. Der vordere Hang NW-
 und Südost-Hang schien  mir nicht günstig. Daher versuchte ich den vorderen, noch etwas höher gelege-
 nen Südosthang zu erkunden. Von einer tatsächlichen Hangkante fiel dort ein etwa 40m breiter und unbe-
 wachsener Hangstreifen gut 150m tief ab, bis hin zu den abfalchenden Äckern. Die geglückte Zufahrt dort-
 hin erfolgte über einen ca. 15m breiten Wiesenstreifen, der sich als Landewiese anbietet. Den Wagen
 konnte ich westlich der Hangkante bei Büschen abstellen.
 Nun der Lift Off ist ein toller Segler, doch benötigt er dennoch Aufwind in ausreichendem Maß. Der Wind
 bließ mit 37km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, also relativ stark, doch leider in einem Winkel von 45 Grad
 zum Hang und aus südwestlicher Richtung.
 Der Start mit kurzer Elektrounterstützung war problemlos und konnte die Höhe gut gehalten werden.
 Mit den zwischendurch auftretenden kurzen Thermiken war aber keine grössere Höhe zu erreichen. Mit
 etwa 15 Sekunden Motorflug konnte eine gute Flughöhe erreicht werden, die zur ausgiebigen Erkundung
 des Hanges reichte. Nachdem der Wind nahezu aus West anströmte, konnte oberhalb des rechts vom
 Hang gelegenen Wäldchens guter Aufwind gefunden werden. In dieser Höhe konnte auch weit vor den
 Hang hinausgeflogen und Thermikablösungen ausgenützt werden. Zwischendurch wurden Kustflugfigu-
 ren geflogen. Die Landung fiel nicht optimal aus, da von dem westlich rechts gelegenen Wäldchen Verwir-
 belungen in Bodennähe, die Landung nicht gerade erleichtert wurde.

 Flug mit Fiesta und Minimoa 1:5
 Um endlich höher aufsteigen zu können, gelang mir der Einsatz meiner zwei Modelle mit mehr als 2m
 Spannweite. Die Witterung war freundlich, doch weder der Wind noch die Thermik ausreichend, um hoch
 hinauf zu kommen. Der 3,2m messende MPX-Segler Fiesta war mit jeweils nur wenigen Sekun´den
 Motorlauf in angemessener Höhe (30-40m) über der Hangkante Nordwest. Mühsam war zeitweise, ent-
 lang des Hangkantenverlaufes in oft nur 10m Höhe herumzukrebsen, mit dem gezogenen Höhenruder
 den Segler am Limit zu fliegen. Mehrfach wurde versucht, über mir, 15m hinter der "Hangkante" , wo
 der meiste Aufwind zu erwarten wäre, zu fliegen, doch das funktionierte selten. Bei diesen Flugmanövern
 dürfte ich über mir schon im Lee geflogen sein, was zu einem Höhenverlust führte. Dreimal ging es sich
 aus, dass danach der Segler 1m über der Wiese zur Hangkante vorflog und danach noch weiter sank,
 sodass er kurzfristig außer Sichtweite war. Nur das sofortige Einschalten des Motors brachte das Modell
 wieder nach oben. Beim vierten Mal klappte das nicht und das Modell bekam im hohen Gras abseits
 Bodenkontakt. Vermutlich durch das Einschalten des Motors wurde der Motorspant ausgerissen, wobei
 sich lohnte, dass ich die Einklebung eher "nur ausreichend stark" vorgenommen habe. Nach einer Flug-
 zeit von einmal 39 und zuletzt 25 Minuten hatte ich vom Fiesta-Fliegen ohnedies schon genug, doch so
 schlecht wie zuletzt, wollte ich nicht landen.
 
 Da ich einen lieben Freund mit hatte, konnte ich erstmals mit meiner 3,4m Minimoa am Hang fliegen,
 denn er startete das Modell. Es war ein erhebender Anblick, als die Knickflügelminimoa sich in die Höhe
 hinauf begab. War zuvor eher der Wind, wenn überhaupt, aus nördlicher oder nordwestlicher Richtung ge-
 kommen, so drehte er zu Mittag plötzlioch auf Südost um. Just da startete die Minimoa und ich kam in eine
 schöne Thermikblase hinien und stieg sehr hoch. Da das Modell kein Vario hat, gab es keine Höhenan-
 gabe, was mir ja eigentlich gleichgültig ist. Es war ein optischer Genuss, den Oldtimer eher in langsamen
 Kreisen steigen zu sehen. Als mir dann meine Augen Unsicherheit beim Fliegen weit abseits über dem
 höchsten Punkt des Berges besorgten, musste ich die Störklappen ausfahren. Das war das erste Mal,
 dass ich, um aus der Thermik zu kommmen, die Bremsen ziehen musste. EIn angemessener Abstieg
 folgte, imdem ich versuchte, im weiten Bogen aus dem Aufwindbereich herauszufliegen. Das gelang,
 worauf dann wieder ein Herumkrebsen am fliegerischen Limit folgte.
 Durch die Gutmütigkeit der Minimoa gab es dadurch keine Schwierigkeiten. Einige Male musste auch der
 Hilfsmotor eingeschaltet werden, da auch das weite Hinausfliegen vor den Hang, mich in keine nutzbare
 Thermik brachte. Nach fast einer Dreiviertelstunde landete ich unter Einsatz der Bremsklappen, mit deren
 Dosierbarkeit kann man den Landeanflug sehr schön steuern. Die perfekte Landung ließ den Flugtag erfreu-
 lich ausklingen.

       
Sicht auf Landewiese von Landewiese nach Westen, nach oben zum Südwesthang Ostansicht von der Strtaße (1,5km weg) Westansicht aus Gebmanns
Ostseite links mit störender Baumgruppe Ostseite Mitte links Ostseite Mitte rechts Geländeverlauf Ostseite rechts (Blick Richtung Gipfel)
Geländeverlauf Westseite links (Gipfel) Westseite Mitte links Wesgtseite Mitte rechts Westseite rechts zur Landewiese
 
Wioldcat Lift Off Fiesta Minimoa