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Hangflug am Stetterberg
Nachdem
ich mit den ferngesteuerten Modellen auch bei Ostwinden
fliegen wollte, verwiesen mich meine
Clubkollegen vor mehr als 45 Jahren auf den Stetterberg.
Ich
selbst habe mich auch umgesehen, einen mit dem
Auto erreichbaren Hang für Ostwinde zu finden,
doch der Hinweis war besser. Damals konnte man noch unter
Missachtung des Fahrverbotes hinauf fahren;
man konnte auch von Seebarn den Hang erreichen,
doch ging das über echte Feldwege, die bei feuchtem
Boden eines Allradautos bedurft hätten.
In meiner Erinnerung ist noch, als eines frühen
Sommerabends ein überge- schnappter Jäger ankam
und mich, meine hübsche Frau und meine Mutter
be- drohte und den Abschuss meines Modells androhte.
Irgendwie verscheuchten ihn die Frauen.
Abgesehen von diesem Negativerlebnis entstand größeres
Ungemach, nämlich, dass ständig mehr und
leider wenig disziplinierte Modellflieger
auftauchten. Seither meide ich das Gelände. Ich
wollte damals eine Regelung mit den Bauern und Jägern
herstellen, damit meine Clubkollegen dort unbelästigt
fliegen hätten können, doch gab es im Klub damals kaum Interesse
an einer derartigen Rege- lung. Paradoxer Weise sind
heute diese Piloten Mitglieder in dem später
ge- gründeten 1. HMS-Klub. - Der Klub kann
über 70 Jahre alten Mitgliedern eine Ausnahmegenehmigung
zur Befahrung des Feldweges zum Hang geben. Der Startpunkt
ist über einen mit Fahrtverbit
belegten Feldweg, der links von der Landesstraße zwischen
Stetten und Enzersfeld abzweigt, zu erreichen.
Grundsätzlich ist es gut, dass der Hang-Klub
gegründet wurde und sich mit Hilfe der Aeroklub Juristen gegen die Jäger hat durchsetzen können.
Jetzt herrschen dort geregelte und ordentliche
Modellfugvoraussetzungen. Dennoch zieht es
mich zu dieser illustren Gemeinschaft nicht mehr hin und ich nütze
die von mir gefundenen und erprobten
Modellflughänge in der näheren Umgebung.
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Höhe: 258 m

Rückholung meiner Ka 6 e

das Modell im Flug |