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Als
Gegenleisung für Arbeiten zur Verwendbarmachung der von
meinem Freund auf Flohmärkten angekauften
Schiffsmodelle bekomme ich im Ge- genzug Modelle, zu
denen ich andernfalls nie gekommen wäre. Und mir gefällt
das so, denn es kostet mich nichts und die
"Arbeit" macht mir Spaß und ich habe eine Beschäftigung
(Arbeitstherapie).
Für die Ingangsetzung einer 40 Jahre alten
Seabex konnte ich mir die Pegasus Yacht aus
seinem Lager aussuchen. Das Modell ist schön ge- baut, hat aber ggü. der Originalversion von Graupner
Abweichungen beim Aufbau und beim Antrieb. Es gibt nur einen
riesigen Motor der einen 5 Baltt Propeller antreibt. Offensichtlich ist der Erbauer vom Konzept
Graupner ab- gegangen und hat es nach seinen
Vorstellungen abgeändert und das M- dell daher "Pegasus VI." genannt. Mich stört
der Unterschied nicht, dass die Graupner Version
zwei Motore hat, denn ich denke mir, da habe ich im Gegensatz dazu nur ein mögliches Motorproblem. - Mein Gott,
ich habe ja reichlich andere und kompliziertere Modelle die ich
auswählen kann, wenn ich Stress beim
Fahren brauche.
Das Modell ist sehr schön gebaut und sieht
gefällig aus. Nur der BOSCH- Motor, der macht mich
unsicher. Es scheint als wäre er aus einem PKW. Der Erbauer hat wohl viel selbst gebastelt, so
auch einen Regler, den ich aber wegen unklarer
Funktion sofort ausgebaut und durch einen modernen Regler ersetzt habe. Unklar ist mir noch, wie
ich mit dem Scheinbar unwuchtig laufenden, aber schön
und äuserst stabil eingebauten
Motor verfahren werde. Das Laufge- räusch klingt nahezu
wie ein Dieselmotor, wenn 6V Spannung anliegen. Der Propellerwind ist aber deutlich merkbar. Nach
genauer Ansicht der vom Erbauer selbst gefertigten
Wellenkupplung wurde die Lärmquelle
lokalisiert. Ein als Übertragungselement der
Leistung angefertigtes Gummizwischenstück war zerbröselt,
sodass die Mitnehmer metallischen Kontakt hatten.
Das muss geändert werden und danach wäre das
elegante Modell einsatzbereit.
Technische
Daten, M 1:32: Länge: 1210mm, Breite: 222m, Gewicht:
6500g, Motor: ANGEEK 775 12V, 3500U/Min,
Propeller: 5 Bl 50mm Dm, Regler: New Rain
60A BEC, Antriebs Akkus: 2x Lipo 3S 5200mAh parallel,
Akku für Beleuchtung und Radarantenne: eine LiIon
Zelle, Fernsteuerung: Flysky
FS-i6X (Nr.6), für Ruder und Motorsteuerung, Telemetrie:
Spannungsanzeige |

Pegasus VI. (Graupner,
modifiziert)
Fahrvideo



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Die Geschichte über die Reaktivierung der
Yacht
Arbeiten im Rumpf
Das etwas
staubige Modell wurde zuerst mit Seifenlösung gereinigt
und erschien danach in altem Glanz wieder.
Unterschiedlich zu den sonst auf Bildern zu sehenden
Graupenr Pegasus Yachten hat das schöne Modell
nur einen Einwellenantrieb. Das stört mich nicht.
Danach
wurde versucht, denn riesigen Motor des Modells in Gang zu setzen.
Es gelang mit 6V und er drehte sich, aber es
ratterte dabei an der Wellenkupplung. Mit 12V und bei
höherer Dreh- zahl besserte sich das, aber
nach Drehrichtungswechseln klapperte es laut. Daher blieb nur
übrig, den Motor auszubauen und zu
versuchen die
Kupplung zu sanieren. Der an soliden 3mm
Stahlwinkeln angebaute Motor war rasch entfernt und es
zeigte sich eine vom Erbauer selbst und präzise
angefertigte Wellenkupplung mit 3 Mitnehmern, die in
einem Gummi- ring endeten, in der auch der
versetzt eingreifenden Mitnehmer der Steven-Kupplung
steckten. Doch das Gummigelenk war
vermutlich altersbedingt zerbröselt
und so kam es zum metallischen Kontakten und zur
Lärmquelle. Als Antriebsmotor war ein 12V KFZ-E-Motor
von Bosch verwendet worden, der 1000g auf die Waage
brachte. Mit 60mm Dm und einer Länge von 110mm
ist das hohe Gewicht kein Wunder mehr. Als
Ersatz wurde ein Fernsost Motor der Type Angeek 775 12-36V
eingebaut. Mit einer Hochlast-- kupplung von
Krick konnte eine ideale Verbindung zur Propellerwelle
gefunden werden.
Vorbereitung zur Inbetriebnahme des neuen Motors
und des Modells
Nach dem Einbau einer
massiven Motorhalterung konnte mit dem Regler
und mit zwei parallel ge- schalteten 3S 3000
Lipos und der neuen Hochlast Wellenkupplung ein Testlauf erfolgen. Die Lauf- geräusche sind jetzt
minimal und die Leerlaufdrehzahl beträgt
3500 U/Min. Beim Retourlauf mit ge- drosselter Senderprogrammierung wurden 2200U/Min gemessen. Im Sender wurden
die Schaltwege auf 65% für Vorwärts- und 50%
für Rückwärtsfahrt einprogram- miert, was
keinen Einfluss auf die Höchstdrehzahl hat, jedoch auf die Feinfühligkeit am
Knüppelweg.
Zur Überwachung der Spannung
wurde ein Sensor eingebaut und der Messwert der
Antriebsakkus und des BEC im Senderdisplay
angezeigt. Die in Messing
gefertigten Maste wurden weiß lackiert, da das besser
zum eleganten Eindruck des Modells passt. - Weiters
wurde die Beleuchtung erprobt, doch war vorerst dabei
kein Erfolg beschert. Am nächsten Tag wurde
die Verdrahtung brauchbar gemacht. Alle Lampen der
Innenbe- leuchtung, alle Positionslichter und
die Radarantenne wurden zusammengeschlossen. Sie werden von
einer LiIon Zelle gespeist und funktionieren jetzt. Im Rumpf
wurde auf der rechten Seite eine Halterung
für die Zelle eingeklebt und die Kontakte mit einem
Kabel und Stecker versehen. An dem Stecker
wird das Kabel der Beleuchtung angesteckt. Die Zelle
wird nur in die Akkuhalte- rung hineingedrückt
und hat dann Kontakt zu den Anschlüssen und die
Verbraucher beginnen zu arbeiten. Das Bug-Licht
muss auf der Unterseite der Stecker des Aufbaus
angesteckt werden.
Danach wurde das Ruder
eingestellt und erprobt. Derzeit ist der Einschlag ~40°
pro Seite. Die Mittenstellung wurde am Sender
neutralisiert und am alten Servo in der
Vierkant-Rudernocke die Neuralstellung
eingestellt und die Gestängelänge angepasst. Damit ich bei der ersten Fahrt mit der Videokamera aufnehmen kann, wurde der linke Knüppel
für die Kurvensteuerung im Sender zugemischt. Beide
Funktionen wurden mit 75% Exponentialfunktion programmiert.
Die
bisher vom Erbauer verwendete Akkuhalterung wird weiter verwendet.
Zwei 3S Lipos können nach dem Anziehen des
Befestigungsbügels niedergehalten werden. Die endgültige Einbauposition der Akkus muss beim Auswiegen des Modells erprobt
werden.
Fahrbericht
Die erste Fahrt wurde
nach dem Auswiegen des Modells im Pool durchgeführt. Zusätzlich
wurden 1215g Bleiplatten im Rumpf verteilt bis
die Wasserlinie erreicht war. Beim nachfolgenden
Fahrtest zeigte sich, dass noch ein wenig Blei
rein muss, um das Krängen in Kurven zu verringern. Der
Er- bauer hat große Schlingerdämpfer angebaut
die jedoch scheinbar nicht extrem wirken. Um das
Schlingern bei der Testfahrt im
Werfthafen von Beginn an zu verringern wurde die Leistung auf
40% reduziert. Bei der Fahrt am
7.6.2026 auf freier Wasserfläche wurde "langsasm"
begonnen. Die Lage des Mo- dells am Wasser war
jedoch zufriedenstellend. Bei längerer Fahrt änderte
sich die Seitenlage gering und wurde zum
Ausgleich am Heck ein Stein aufgelegt. Die Ursache der
Seitenneigung war später zu erkennen, denn eine
Akkuhaltzerung löste sich einseitig, sodass die Akkus
ein wenig verrutschten.
Es war zu erkennen,
dass das Modell buglastig ist und ein wenig Blei
entfernt werden mnuss. Zum Ausgleich wird eine
neue Akkuhalterung eingebaut und damir die Akkus weiter
ins Heck geschoben. Das wird zu einer besseren
Schiffslage beitragen.
Nachdem sich das
Schlingerverhalten des Modells nicht angsterregend
zeigte, wurde im Sender die
Drehzahleinstellung auf 60% erhöht. Bei der Fahrt danach
war zu sehen, dass der Bug ein wenig aus dem
Wasser kommt und dass das im Internet beschriebene
unruhige Fahrt des Modells hier nicht
zutrifft.
Jedenfalls wurde
klar, dass der eingebaute Motor mit dem großen 5 Blatt
Propeller mehr als ausrei- chend
Leistung hat und der Stromverbrauch gering
ist.
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Bilder von der
Fertigstellung und von
der ersten Fahrt |
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Ankerwinde |
Lüftungsklappe |
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Ansicht Deck am Heck |
das Oberdeck mit Teppichboden |
Maste |
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Pegasus bei Nacht |
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beim Trimmen wurde auch gefahren |
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Testfahrt im Werfthafen |
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Fahrvideo |
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Anpassungen für den
Fahrbetrieb |
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der schwere BOSCH-Motor |
der neu Angeek 775 Motor |
die Bleigewichte beim Austrimmen |
Ansicht mit der neuen Akkubefestigung |
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