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   Schnellboot Gepard, P 6098  -  meine Wiesel-Version   (Graupner) 
 
 
 Die Geschichte von der Entstehung meines Schnellbootes Gepard

 Manchmal entwickeln sich die Dinge ganz anders als man denkt. Da kaufte ich
 mir ein uraltes Modellschiff Condor, um es aufzuarbeiten und meinen Enkeln
 später zu überlassen. Bei der Suche nach dem Boot fand ich das Angebot
 eines preiswerten unvollständigen Torpedobootes Wiesel, welches ich kaufte.
 Dieses Torpedobootprojekt ermöglicht es mir, im kommenden Corona-Winter
 2020 das Boot zu komplettieren und es betriebsfähig zu machen.
 
 Bei der Arbeit an der Graupner Yacht Condor (Bjhr.1953) entstand die Frage
 nach der richtigen Motorisierung des Bootes. Ein Freund beantwortete meine
 Nachfage damit, dass er mir ein komplettes Torpedoboot Dachs (Graupner,
 Bjhr.1966) schenkte. Nun hatte ich plötzlich und ungeplant ein motorisiertes,
 fast betriebsbereites Torpedoboot Dachs, welches sein Erbauer als Boot
 "Zobel" benannte.

 Inzwischen traf das zuvor gekaufte Boot Wiesel (ab 1973 erzeugt) ein, welches
 jetzt eigentlich nicht mehr benötigt worden wäre. Doch iIm Hinblick auf den
 nächsten Winter wurde das bereits mit einem ABS-Rumpf  ausgestattete Boot
 jedoch als willkommene Arbeitsbeschaffung angesehen. Es gibt reichlich daran
 zu tun, da die Aufbauten und der Mast etc. fehlen, die nachgebaut werden müs-
 sen, da sie kaum im Internet zu finden sind. Und die Motorisierung mit allem
 Drum und Dran, ist für mich ebenfalls eine interessante Aufgabe.

 Letztendlich wurde das Schiff zu einer Mischung aus dem Schnellboot Wiesel
 in einer späteren Versíon mit den Aufbauten der Nachfolgetype Gepard.
 Und wie das fertige Schiff fährt, wird am Ende des Berichtes berichtet.

 Technische Daten:
 Länge: 107cm, Breite: 17,5cm, fahrbereit: Tiefgang: 58mm, Fahrgewicht: ~3,5kg,
 Motore: 3 x XA 2212 Brushless 820kV, je 60W,  Regler: 3 x Ezrun 18A,
 Akku: 2 x 3S 3600 parallel,  
 M 1 : 40
 Fernsteuerung:
 Exmitter EX 7 2,4Ghz,  Funktionen: Vorwärts-Stop-Retour, Ruder, Beleuchtung


Torpedoboot Gepard, P6098

Fahrvideo






 Bilder vom fertigen Modell 
       
     
       
Gepard läuft aus Bilder aus dem Video
       
 
 Die Aufarbeitung und der Weiterbau des Schiffes

 Nach dem Auspacken sah ich mir die gekauften Teile an und war damit zufrieden. Drei Motore für 6V Be-
 triebsspannung waren da und Stevenrohre mit Schmiervasen waren bereits eingebaut. Im Heck waren die
 Ruder eingebaut. Ob das Boot schon einmal gefahren wurde ist nicht anzunehmen. Auch das Deck und
 einige Kleinaufbauten, alles ABS-Teile, sind vorhanden. Dennoch fehlen die wichtigsten und großen Auf-
 bauten, sodass meiner gewünschten Arbeitswut nichts im Wege steht. Gleichzu Beginn wurde ein Ständer
 angefertigt, damit das Boot künftig ordentlich abgestellt werden kann. Die Rumpfauflagen wurden mit Moos-
 gummi beklebt und auf einer Platte aufgeleimt und verschraubt.

 Bevor mit den Arbeiten begonnen werden konnte, musste ich mich mit mir selbst auf das nachzubauende
 Vorbildschiff einigen. Die Wahl fiel schwer, denn ein Torpedoboot Dachs=Zobel ist schon vorhanden, daher
 sollte das Schiff ein anderes Aussehen erhalten. Dabei fand ich an dem vom Typ Wiesel (142) weiterent-
 wickelten Schiffstyp Gepard (143) gefallen, welcher als Flugkörperschnellboot bezeichnet wird. Jedoch
 hatte ich mit der dann nötigen Herstellung der Flugkörper Abschussrampen keine Freude. Ich habe mich für
 einen gemischten Typ entschieden, auch wenn es diesen in der Realität (vermutlich) nie gab. Das Modell
 wird also ein Schnellboot Wiesel werden, das noch zwei Torpedorohre am Heck hat, jedoch mit den Auf-
 bauten des Schiffstyps Gepard ausgestattet worden ist und daher als Schiff "Gepard" bezeichnet wird.

 Bevor jedoch die Aufbauten samt den vielen Details angegangen werden konnten, musste nach meinem
 Dafürhalten, zuerst die Antriebslösung und die Anordnung der Steuerung gefunden werden und voll  funk-
 tionsfähig eingebaut sein.

 Jetzt geht es mit der Arbeit los ...

 Vorweg möchte ich anführen, dass ich während des Fertigbaues des Schiffes, mangels besseren Wis-
 sens, zahlreiche Experimente und Fehlkäufe gemacht habe, was in meinem Bericht zu lesen ist. Das
 führte zu Mehrkosten und Zeitverzögerungen durch die Wartezeiten, bis endlich passende Teile geliefert
 wurden. Oft zeigte sich erst bei der versuchten Verwendung der Teile, dass sie den Einsatzzweck nicht
 erfüllen konnten, weil sie zu groß oder zu klein waren etc. Schließlich fand ich bei der Verwirklichung der
 einzelnen Baufasen doch eine gute und brauchbare Lösung. Vielleicht hilft die Story meiner Bauarbeiten
 anderen Modellbauern oder meinen Nachfahren, wenn sie sich wundern, weshalb dieses oder jenes so
 oder anders angefertigt/eingebaut worden ist.

 Begonnen wurde mit der Aufarbeitung des Rumpfes damit, dass die teilweise vom Deck abgelöste Rumpf-
 haut von innen her mit Sekundenkleber an die hölzerne Deckumrandung angeklebt wurde. Das defekte Ab-
 schlussholz dews Rumpfes wurde neu angeklebt und der Spalt zum Heck mit einem 4mm Sperrholzteil
 ausgefüllt. Das verstärkt das Heckteil und schließt gut ab. Auch im vorderen Bereich musste die Außenhaut
 an einigen Stellen nachgeklebt werden. Die bisher zart im Rumpf eingeklebten Hozteile und Motorhalterun-
 gen samt Motoren wurden entfernt, sodass der Rumpf innen fast wie im Neuzustand war. Die locker sitzenden
 Schmiervasen wurden  mit Stabilit größerflächig verklebt.
 
 Betreffend Motorisierung wollte ich anfangs bei den im Boot befindlichen Motoren bleiben. Da ich von der,
 im Torpedoboot Dachs eingebauten originalen Motorisierung  jedoch nicht begeistert war, wolte ich das
 Boot zu etwas flotterer Fahrgeschwindigkeit bringen. Daher wurde anstelle der 6V Gleichstrommotore auf
 Brushless Motore umgerüstet. In beiden Fällen fehlt mir aber die Kenntnis, was gut ist und funktioniert, so-
 dass die spätere Erprobung erst zeigen wird, ob die auf Internetinformationen gestützte Umrüstung erfolg-
 reich sein wird. Mit der Umrüstung auf Brushlessantrieb war auch die Besorgung von 3 geeigneten Reglern
 notwendig, jedoch sehr schwierig.

 Im Verbund mit der Motorisierung galt es auch, möglichst geräuschmindernde Wellenkupplungen zu finden.
 Kostspielige Versuche verliefen geräuschvoll, doch konnten letztlich schwarzen Doppelgelenk-Kardankupp-
 lungen gefunden und eingebaut werden. Die danach noch auftretenden Geräusche dtammten von den
 Schraubenwellen, wenn deren axiales Spiel zu groß eingestellt war.
 
 Das Farbschema
 Beginnt man den Aufbau eines Modells, bedarf es auch einer Idee, wie die Farbgebung aussehen soll.
 Zwischendurch forschte ich also nach, welche Farbgebung mein Wiesel am Ende bekommen soll. In einem
 Forum konnte ich die Farbgebung des Wiesel nach den Überarbeitungen in 1976 finden. Demnach wurde
 gegenüber den Jahren davor die dünklere Farbvariante angewendet:
 Aufbauten: senkrechte Flächen RAL 7000, waagrechte Flächen RAL7012. -  Bei mir alles RAL 7000.
 Rumpf: ober Wasser RAL 7000, unter Wasser: Ral 3000, Wasserlinie RAL 9005.

 Die neuen Aufbauten entstehen

 Um die Deckaufbauten herstellen zu können wurden im Internet Zeichnungen und Bilder des Schiffes ge-
 sucht, die dazu als Unterlage dienen könnten. Zufällig fanden sich bei der Internetsuche neue Bilder von
 einer moderneren und modifizierten Variante des Schiffstyps der Zobel-Klasse (142 =  Dachs, Wiesel)
 gefunden, die danach als Gepard-Klasse (143) bezeichet wurde. Die neue Bootsklasse wird als  Flugkör-
 perschnellboot bezeichnet und hat keine Torpedos mehr an Bord. Bei diesem Schiffstyp sind die Abschuss-
 rampen der Flugkörper sehr schwierig anzufertigende Bauteile, deren Herstellung mich nicht reizte. Die
 Torpedorohre und das Drumherum sind vorhanden und gefallen mir besser. Für mich ist diese gemischte
 Variante interessant und ich habe mich entschlossen, sie zu verwirklichen.

 Begonnen wurde mit der Aufnahme der Abmessungen der Aufbauten aus den ausgedruckten  Internet-
 zeichnungen und mit deren Umrechnung auf die Modellmaße. Die einzelnen Teile wurden zuerst auf Papier
 und danach auf Sperrholz übertragen. Danach können sie ausgesägt werden.
 Bedingt durch die Optik und Größe der bestehenden Reling, passte der Umrechnungsfaktor beim Höhen-
 maß der Aufbauten nicht. Daher wurden die Aufbauten um 20mm erhöht. - Hinterher betrachtet, passt das.

 Zwischendurch der Motoreinbau

 Nachdem ich mich noch nicht entschieden hatte, aus welchem Material ich die Aufbauten herstelle, hatte
 ich zwischendurch am Schiffsrumpf weitergearbeitet. Beim Versuch die Motore mit starren Wellenkupplun-
 gen auszustatten, zeigte sich beim Lauftest, dass die Wellen im Rumpf schwingen und Lärm erzeugen.
 Beim Festhalten der Welle(n) war der Lärm deutlich geringer. Daher wurde ein Spant eingeklebt, der auch
 die Stevenrohre hält und dadurch die Schwingungen und den Lärm wesentlich reduziert. Schwierigkeiten
 wegen Lärmbildung bereiten auch die roten NAVY-Kardangelenke, doch gibt es für die alten Motore mit
 2mm Wellen kaum mehr passende Wellenkupplungen zu kaufen. Und wenn sind sie teuer. Um das Geld
 für eine brauchbare Wellenkupplung für die alten Motore bekomme ich beinahe einen adequaten (billigen)
 Brushless Motor und dazu passende kostengünstigere Wellenkupplungen.

 Die Brushlessmotore werden wegen ihrer höheren Leistung das Boot schneller machen, sodass es dem
 Originalfahrbild näher kommen kann. Inzwischen sind die schwarzen NAVY Doppelkardan-Wellenkupplun-
 gen 4>4mm eingetroffen. Sobald die Motore und deren Haltebügel da sind, kann es an den Einbau gehen.
 Die erste Brusless-Lieferung kam mit falschen Motoren mit zu hoher Drehzahl. Es mussten andere nach-
 bestellt werden und zuletzt wurden XA 2212-Motore mit 820kV und je 60W Leistung (drei Motore gesamt
 180W) geliefert.

 Der Einbau der Motore mit den zugekauften Motorbefestigungen würde auf den Außenwellen keine knick-
 freie Einbaulage zulassen. Daher musste eine andere Motorbefestigungsvariante gewählt werden. Bei
 der neuen Variante werden die außenliegenden Motore an einem Spant montiert, der an drei, mIt dem
 Rumpf verklebten Befestigungen mit M3 Schrauben  angeschraubt ist. Der etwas geneigt montierte Motor-
 trägerspant erlaubt, dass die Kardangelenke nahezu Knickfrei laufen können. -  Durch diese Befestigungs-
 methode können die Motore samt Spant abmontiert und von den Wellen abgezogen werden. - Schwierig
 war die Ermittlung des möglichst genauen Punktes, wo jeder Motor am Spant befestigt werden muss. Das
 gelang mit einem auf den Schraubenwellen aufgeschobenen Messingrohr. Die Anfertigung der Befesti-
 gungslöcher der 2 Motore war nicht einfach. Der mittlere Motor konnte mit einem Motorträger auf einem,
 die notwendige Motorneigung aufweisenden Holzklotz, angeschraubt werden.

 Nach dem Eintreffen der drei Ezrun 18A-Regler wurde deren Funktion überprüpft. Ohne dem Wegprogram-
 mieren der Bremsstellung funktionieren die Regler bereits annehmbar gut. Um die Regler geordnet unterzu-
 bringen wurden sie auf einer am Rumpfboden aufliegenden 2mm Sperrholzplatte samt den zugehörigen
 T60-Steckern usw. befestigt. Nach  Anfertigung der Verdrahtung der Akkustecker auf der Reglerplatte
 konnte der erste Testlauf der drei Motore stattfinden. - Es hört sich ungewöhnlich an, der gesamte Antrieb
 ist aber nicht zu überhören. Wenn der Motor abgeschaltet wird, erklingt ein heller Glockenton, wie er bei
 einem alten Maschinentelegrafen auch zu hören war. Ob man den Ton auch noch hört, wenn das Boot 50m
 weit weg ist, wird sich später zeigen.
 
 Nach der Fertigstellung der Platte für die Befestigung der Regler wurden im Heck kleine Befestigungen für
 das Seitenruderservo und für den Empfänger eingeklebt. Jetzt könnte ein Probelauf im Wasser am Teich
 erfolgen, der zur Feststellung der Stromaufnahme dienen könnte, um danach die Fahrzeit errechnen zu kön-
 nen. Um einen groben Überblick zu bekommen, wurde die Stromaufnahme eines Motors getestet, indem er
 außen am Mantel mit einem Lederhandschuh eingebremst worden ist. Dabei wurde der Wert von 6A nicht
 überschritten, wobei jeder Motor bis 12A belastbar wäre. Der gemessene Wert ist bestimmt höher als beim
 Lauf im Wasser. - Somit muss durch die insgesamt 36A Akkubelastung mit den 7200 mAh Akkukapazität
 eine Fahrzeit von bis zu 30 Minuten Volllast möglich sein. - So werde ich aber bestimmt nie fahren.

 Ein Lauftest der drei Motore ließ erkennen, dass die 3 großen Propeller mit 42mm  Durchmesser bei den
 ca.7000 U/Min Höchstdrehzahl einen deutlich merkbaren Luftstrom erzeugen. Wie sich das im Wasser aus-
 wirkt, ob die Motoren durch die Props merklich eingebremst werden, wird sich zeigen. Und vorweg genom-
 men, der Badewannentest verlief gewaltig.

 Pech: Nach einigen Tagen der Steuerungstestungen fiel der neue Empfänger zu Boden und bekam einen
 kleinen irreparablen Schaden im Bereich des Antennenanschlusses am Print. Ein neuer Empfänger musste
 bestellt werden.
 
 Die Aufbauten entstehen
 
 Die Wartezeiten zwischen Lieferungen nützend, wurden die am Holz aufgezeichneten Aufbauten aus 3mm
 Pappelsperrholz ausgesägt. Das Sperrholz ist leicht und lässt sich gut bearbeiten und bald war der Grund-
 aufbau fertig. Nachdem er fertig war,  bemerkte ich, dass die Aufbauten zu niedrig sind, denn die Reling war
 mit 25mm schon halb so hoch wie die Aufbauten. Habe ich mich verrechnet?  Und so wie das aussah, gefiel
 es mir nicht also wurden sie um 2cm erhöht. Jetzt passen die Relationen optisch deutlich besser.

 Der Vorteil der Sperrholzverwendung besteht auch in Hinsicht auf die spätere Lackierung. Das Holzgebäude
 wurde zuerst an den Stellen mit Spalten oder Unebenheiten mit Simprops weißem Schnellkitt gekittet. Das
 Gehäuse wurde danach überschliffen und innen und außen mit Porenfüller gestrichen. Danach wurde neuer-
 lich ein Feinschliff durchgeführt und noch vorhandenen Unebenheiten nachgekittet. Nach neuerlicherm Schliff
 wurde mit Filler Spray grau der Aufbau lackiert. Nun findet man Unebeheiten besser und kann nacharbeiten.

 Die Aufbauten werden mit drei Schrauben am Deck befestigt. Das Deck wird plangerecht mit etlichen Kunst-
 stoffriegeln niedergespannt. Leider hat der Vorbesitzer die an der Deckunterseite befindlichen Auflageleisten
 nicht genau eingeklebt, sodass das Deck nicht gut aufliegt und daher nicht wasserdicht ist!

 Die Maste werden angefertigt

 Die Dimensionierung der Maste war problematisch, da aus den kleinen Planansichten aus dem Internet, das
 Herausmessen der Rohrdurchmesser nahezu unmöglich war. Mit Hilfe der Fotos von den Originalen konnte
 ein brauchbares Aussehen erreicht werden. Um die Einzelteile herstellen zu können, wurde eine Planskizze
 mit den notwendigen Ansichten gezeichnet. Mit deren Hilfe wurden die einzelnen Rohrstücke abgelängt und
 an die Natur durch Zurechtbiegen angepasst. Die einzelnen Teile wurden zusammengelötet und sind vorläu-
 fig steckbar auf den Aufbauten befestigt. So weit man es jetzt sehen kann, scheinen die eInzelnen Mastteile
 optisch im richtigen Maßstab gelungen sein.

 Das Warten auf die Materialzusendung für Mastdetails ergibt die Gelegenheit, die Schiffschraubenwellen
 mit Abstützungen zwischen der Rumpfunterseite und den Wellenrohren anzufertigen und sie anzukleben. Es
 wurde dabei darauf geachtet, dass die Wellenrohre nicht verspannt werden. Das Kleben ließ sich gut mit
 dem 2K-Kleber Stabilit durchführen, da er sowohl am ABS-Rumpf als auch an den Messingrohren gute
 Haltekraft hat.

 Weiter ging es mit dem Mastbau, nachdem das Messing-T-Profil für die kleinen Mastausleger eingetroffen
 war. Nun konnten die Ausleger aus dem T-Profil ausgeschnitten und für die Verlötung mit dem Mast vorberei-
 tet werden. Die Verlötung mit dem Mastrohr ist spannend, da jeder Lötvorgang rasch erfolgen muss, damit
 der zuvor angelötete Ausleger nicht wieder locker wird. 
 Schließlich konnte für den "Mast", die Halterung für den Radardom, eine für mich akzeptable Lösung gefun-
 den werden. Ein Ei aus Kunststoff, vom Osterbaum, leistete hier gute Dienste, wenngleich es ein wenig
 kleiner im Durchmesser und in der Höhe ist, als es der Maßstab erfordern würde.

 Inzwischen sind die Mastausleger aus Messing fertig und müssen noch mit Bohrungen für die Kabel der
 Mastlampen versehen werden, die für die künftige Beleuchtung notwendig sind. Das Anlöten der Ausleger
 war eine heikle Arbeit, die mit dem 100W-Lötkolben machbar war. -  Nun wieder das Warten auf die Mast-
 lampen etc. Die Dinge kann man leider erst bestellen, wenn man weiß wie groß die Teile geworden sind, auf
 denen sie angebracht werden sollen. - Hätte ich einen kompletten Bausatz des Modells vor mir, bräuchte ich
 mir über die Größenverhältnisse keine Gedanken machen, hier aber schon.

 Weiter geht es mit dem Baubericht unten nach dem Bilderblock.

       
die Verpackung Wieselrumpf im Ankaufszustand    die Motore gabs auch dazu
zum Rumpf gabs noch Kleinteile   Ruder und Propeller sind eingebaut  
der Heckteil ist defekt  die Heckreparatur Beginn  Rudereinklebung verstärkt  Schmiervasen neu eingeharzt 
probeweise Motoraufstellung  das Deck passt wieder am Rumpf  der Rumpf am neuen Modellständer mit der Steuerung wird gefahren
Plangrundlage für Aufbauten die aufgezeichneten Aufbauten Spanten eingebaut, alte 6V Motore der (falsche) Brushless Motor Var. 1
die Teile für den Aufbau ausgesägt     Aufbau nimmt Form an: Var. 1
Var 1 zu niedrig  Variante 2, um 2cm  höher    der neue Brushless Motor Var. 2 
die Bohrungen für die Motore  Motore probeweise montiert  drei Motore 2212 820kV fix eingebaut Heckansicht mit den 42er Propellern
derzeitige Ansicht der Aufbauten Vorderansicht    
die angeschlossenen Regler  Ansicht der Rumpfeinbauten Akkus, Regler und die Motore  Zeicvhnung für Mastherstellung 
Versuchsaufstellung  Größenverhältnis    nun bekommen die Maste ihre Form  der Radarturm mit Verstärkungen
die Wellenstützen sind angeharzt  die Mastausleger der Radarturm  der Hauptmast mit den Auslegern 

 Geschütztürme werden gebaut, die Beleuchtung aktiviert, usw.

 Die Formgebung der Geschütztürme wurde ebenso ein Kapitel bei meinen Bauabweichungen vom Vorbild-
 schiffstyp Gepard. Da die Bauart der neuen Geschütztürme denen von deDachs=Zobel gleichen sollen,  weil
 die Bauweise einfacher ist als die Eiform der modernen Geschütze, war der Weg zur Herstellung wieder über
 eine Zeichnung zu beschreiten. Die moderne rundeTurmausführung wie bei den neuen Schiffen ist für mich
 schwierig zu realisieren als die offenen Türme, bei denen kein Tiefziehen von Kunststofffolien notwendig ist

 Um die Türme bauen zu können, wurde zuvor eine Zeichnung erstellt, die als Bauvorlage dient. Da die
 Turmummantelung auch schräge Flächen aufweist, wollte ich die Ummantelung angleichen. Doch leider
 habe ich meine ehemaligen Kenntnisse aus darstellender Geometrie vergessen. Als Ausweg wurde die
 Ummantelung probeweise aus dünnem Karton angefertigt. Diese Vorlage wird zur Übertragung auf den
 Werkstoff verwendet. Schließlich wurden für die Ummantelung des Drehturms ein 1mm Sperrholz verwen-
 det und in ganzer Länge der Umhüllung auf der Grundplatte aufgeklebt. Durch das Sperrholz kann die vor-
 dere Front nicht so wie gezeichnet eckig verformt werden sondern bleibt rundlich. Eventuell gelingt nachträg-
 lich mit Hilfe von und mit Wärmebehandlung doch eine Angleichung an die Zeichnung. - Nein, nicht wirklich.

 Die Befestigung der Türme erfolgt mit Schrauben, die es ermöglichen, die Türme drehen zu können. Die
 Fertigung der Kanonen und deren Ständer wird mit Balsaholz vorgenommen. Schließlich muss  ich danach
 trachten, dass die Massen oberhalb des Decks möglichst gering bleiben, damit sich das Schiff bei Kurven-
 fahrt nicht zu weit neigt und schaukelt.  Die Kanonenrohre werden beweglich ausgeführt.

 Nun wurde mit dem Anbau der Mastlampen begonnen. Insgesamt wurden 5 Lampen angebaut und ange-
 schlossen. Das Einziehen der Kabel für jede Lampe war nicht einfach, doch es gelang. Die Lämpchen
 wurden angeklebt und die Kabel im ca. 8 - 10mm Länge gekürzt und mit den im Mast eingezogenen Kabel
 verlötet. Jede Lampe wurde gesondert versorgt, damit allenfalls eine andere Schaltung vorgenommen wer-
 den kann. Danach wurde mit der Befestigung der Scheinwerfer begonnen. Um das Ausklinken der Schein-
 werfer aus den Haltebügeln künftig zu vermeiden wurden aus 0,8mm Stahldraht Bügel gebogen und in die
 extra dafür angefertigten Bohrungen in den Scheinwerferteilen eingelinkt. Die Scheinwerfer wurden danach
 montiert.

 Die Verwirklichung einer drehbaren Radarantenne folgte als nächste Arbeit. Der Getriebemotor mit der
 Kupplung für den Stahldraht zum Radarbalken wurde an einem Aluwinkel mit Stabilit angeklebt und der
 Winkel am Aufbau innen angeschraubt.  Der Motor wurde angeschlossen und ein Probelauf gestartet.
 Bedingt durch die Höhe der Akkuspannung kann die Drehzahl der Radarantenne beeinflusst werden. Ideal
 dürften 4,8V sein, sodass ich entschied, die Beleuchtungen und den Radarantennenmotor mit einem ge-
 sonderten vierzelligen NiMh-Akku zu betreiben. Zur Fertigstellung der Schiffsbeleuchtung wurden die seit-
 lichen Positionslampen am Gehäuse angeklebt und je eine rote und eine grüne LED (mit Vorwiderstand
 220 Ohm) eingebaut. Danach wurden die Scheinwerfer verdrahtet und konnten angeschlossen werden.

 Jetzt ist zu entscheiden, wie die Beschaltung der einzelnen Lichtquellenerfolgen muss. Um die Lichtgruppen
 schalten zu können wurden zuerst eine 2- und eine 1-Kanal Schaltelektronik im Boot eingebaut.
 Leider gab es ein Problem mit der Exmitter-Steuerung, mit dem Empfänger, da dieser nicht in der Lage
 war, die elektronischen Schaltelektroniken anzusprechen. Die 2K-Elektronik war von Beginn an defekt, da
 sie auch mit der Graupner 35Mhz-Steuerung nicht funktionierte. Daher wurden zwei Miniservos mit Mikro-
 schaltern bestückt, verdrahtet und eingebaut. Sie funktionieren perfekt.
 Auf der ersten Stufe des 3-Stellungs-Senderschalters leuchten die allgemeinen Positionslampen und in Stel-
 lung 2 beginnen zusätzlich die 3 hinteren Signallampen am Mast leuchten. Zusätzlich kann mit einem Schalter
 am Aufbau díe grundsätzlich mitlaufende Radarantenne weggeschaltet werden. Mit dem zweiten Schalter am  
 Sender können  beide Scheinwerfer geschaltet werden.

 Die Stromversorgung der Beleuchtung erfolgt über einen gesonderten 4,8V-Akku, Obwohl die Lampen 6V
 vertragen soll kein 5-zelliger Akku verwendet werden, um eine Zerstörung der Lampen zu vermeiden. Das
 Tauschen der Lampen würde eine heikle Geduldarbeit werden, die ich mir künftig gerne ersparen möchte!

 Arbeiten an den Aufbauten und am Deck

 Farblich habe ich mich inzwischen auch entschieden und es werden das Deck und die Aufbauten etc. in
 Steingrau (RAL 7000) gestrichen. Der Rumpf wird oberhalb der Wasserlinie ebenfalls im gleichen Farbton
 wie die Aufauten lackiert. Unterhalb der Wasserlinie wird Feuerrot (RAL 3000) verwendet.
 
Damit ergibt sich ein optischer Unterschied zu unserem zweiten Schnellboot Wiesel (P 6093), welches
 genau dem Graupner Bausatz und der damaligen hellen Farbgebung entspricht.

 Langsam werden die technischen Arbeiten beendet und die Fertigstellung und Ausstattung der Aufbauten
 kann weitergeführt werden. Die Türen, Stiegen, Deckel und die Handgriffe am Aufbau wurden angeklebt,
 die Mastkonstruktionen ebenfalls. Die Unterseite des Decks wurde mit Porenfüller gestrichen, um gegen
 Feuchtigkeit geschützt zu werden. Nach Trocknung des Anstriches der Aufbauten wurden alle Fenstercellon-
 scheiben eingeklebt und eine Innenbeleuchtung der Brücke eingebaut und verdrahtet. Um die Aufbauten
 leicht abnehmen zu können, wurde das Kabel für die Beleuchtung mit einer Steckverbindung ausgerüstet.

 Schwierig gestaltete sich die Anbringung der Reling am Oberdeck, da die Beschaffung von baugleichen
 Relingstützen wie am Rumpf offenbar ein Problem ist. Es gibt Stützen gleicher Art, von KRICK, die aber
 nicht zu den schon vorhandenen Stützen passen, die natürlich eine andere Bestellnummer haben. Darauf
 muss man aber erst kommen, denn nebeneinander sieht man die Stützen nicht abgebildet oder angeboten!.
 Insgesamt 20 Stück werden am Aufbau benötigt, doch sind erst 10 passende angekommen. Durch weitere
 Fehlkäufe mit Lieferzeitverzögerungen, kamen 50 Stück zu dünne Stützen gleicher Höhe und Bohrungsan-
 zahl zusammen. - Als Verbindungsdraht wird jetzt ein vorhandener 0,6mm Messingdraht verwendet, der vor
 der Verwendung erst mühsam geradegebogen werden muss. Damit der Draht hält, wird er an einigen Stellen
 mit Sekundenkleber fixiert. Weiters konnte die während der Arbeiten am Rumpf abgenommene Deckreling
 wiederum montiert werden. Die Stützen wurde ebenfalls mit Sekundenkleber gesichert und gestrichen. Noch
 fehlen 10 Stück Stützen, die hoffentlich bald eintreffen, damit die obere Reling fertiggestellt werden kann.

 Damit das Schiff optisch aufgewertet wird, wurden die Signalflaggen wie bei den Vorbildschiffen nachemp-
 funden umd am Mast aufgezogen. Die Flaggen wurden aus weißem Papier hergestellt, welches beidseitig
 mit Filzschreibern und Lack bestrichen worden ist. Zwirnfäden wurden zwischen den Mastauslegern und dem
 Mastgerüst gespannt und die Flaggen mit Sekundenkleber angeklebt. - 

 Schwimmtest und Ausbalanzierung

 Um abschätzen zu können, ob das Schiff richtig schwimmt, wurde ein Schwimmtest in der Badewanne
 durchgeführt. Zuvor erfolgte die Einbringung von Bleiplatten am Schiffsboden und wurde beobachtet, ob
 die richtige Schiffslage auf Wasserlinie erreicht wird. Die Bleiplatten werden zu diesem Zweck so lange 
 im Schiff verschoben oder zusätzliche Platten ergänzt, bis die Schiffslage passt. Die Bleiplatten werden
 nach der Testung (lösbar) mit PVH-Leim eingeklebt, damit sie nicht verrutschen können.

 Um die Gewichtsverteilung der Schiffslänge nach schon vor dem Wassern annähernd vorzubereiten, wurde
 eine Wiegung durchgeführt, bei der einmal das Heckgewicht und dann das Buggewicht gemessen wurde.
 Mit den Bleiplatten im Rumpf unter den Akkus, beträgt das  Heckgewicht 1440g und das Buggewicht 1410g.
 Im Wasser wird man sehen, ob die biher eingebrachte Zuladung von 720g ausreicht und das Schiff richtig
 im Wasser liegt.

 In der Badewanne wurde das Modell ohne Aufbauten ins Wasser gebracht und es schwamm schon sehr
 richtig. Einseitig links wurden 60g Blei eingelegt und die Wasserlinie war im Heckbereich erreicht. Mit den
 Aufbauten ergab sich eine Verbesserung der Wasserlage im vorderen Bereich, wo die Wasserlinie fast
 erreicht worden ist. Um den Bugbereich noch ein wenig tiefer zu bekommen, wurden zusätzlich 300g Blei
 am Rumpfboden befestigt. Beim der ersten Auslauf wird sich zeigen, ob die Lage nun endgültig stimmt.- Mit
 Spannung wurde danach das Aufrichtmoment getestet, da Sorge besteht, dass die Aufbauten und das Deck,
 vielleicht etwas zu schwer geworden sind. Sie wiegen 660g. Das könnte beim Kurvenfahren problematisch
 werden, zumindest aber unrealistisch aussehen.  Die seitlichen Testbewegungen sahen unkritisch aus,
 wiewohl das Schiff doch schwankte. Mit den zusätzlichen 300g Blei könnte das Verhalten verringert werden.
 Mit einem voraussichtlichen Gesamtgewicht von knapp über 3kg sollte das Schnellboot an die 15km/h
 schnell fahren können, schenkt man den Angaben und Berechnungen aus dem Internet glauben.

 Nun wurde ein Testlauf der Motore vorgenommen und versucht, die Stromaufnahme an einem Akku zu mes-
 sen. Das ganz vorsichtige Einschalten der Motore auf die erste Raste am Sender führte zu einem Blitzstart
 des Bootes und zur Karrambolage mit der Badewanne. Das Rückhalten des Bootes bei danach auf volle
 Leistung geschalteter Motore ließ die erhebliche Kraft des Antriebes erkennen. Das Wasser in der Wanne
 wurde zu einem Wildbach. Die während des Vollgaslaufes gemessene Spannung konnte nicht sicher abge-
 lesen werden. Wegen der nur kurzen Laufdauer konnte keine Erwärmung der Motore und Regler festgestellt
 werden. Sollte bei längerer Laufzeit eine größere Erwärmung entstehen, könnte einüber den Reglern einge-
 bauter Miniaturlüfter eingeschaltet werden.

 ACHTUNG: Für den ersten Betrieb des Schiffes muss der Schalter für die Ruderwegverkürzung (50%)
 auf REDUZIERT geschaltet werden. Erst auf freier Fläche kann der volle Ruderweg eingeschaltet werden,
 wodurch Schnellfahrt möglich wird. Die Ruderwirkung bei verringertem Ausschlag ist beim ersten Auslauf
 genau zu beachten.

 Nachrüstung eines Lüfters für die Regler

 Um bei der ersten Testfahrt die Erwärmung der Regler notfalls verhindern zu können, wurde ein PC-Lüfter
 eingebaut. Zur Erwärmung könnte es leicht kommen, da vom Aufbau her ist keine Belüftung des Rumpfin-
 nenraumens vorgesehen ist. Daher wurde ein kleiner 40x40mm PC-Lüfter mit einem Schalter verwendet,
 der auf einer dünnen Sperrholzplatte oberhalb der Reglerplatte befestigt ist, um den Kühlluftstrom ein wenig
 zu lenken, wurde beim offenen Spant zu den Akkus hin eine Platte im Rumpfboden eingesteckt. Sie soll die
 Luftströmung zwischen dem Motorspant und der Platte auch zu den außenliegenden Reglern hin ablenken. 

 Die Stromversorgung des 12V-Lüfters erfolgt direkt von den 3S-Lipo Akkus und sie ist schaltbar ausgelegt.
 Nach dem ersten Fahrbetrieb kann entschieden werden, ob der Lüfter künftig eingeschaltet werden muss,
 oder ob ohne Kühlung gefahren werden kann. Insbesondere bei niedriger Fahrgeschwindigkeit soll ja bei
 Reglern mehr Abwärme entstehen als bei Vollast (?). Man wird es sehen. 

 Eine Schiffsbesatzung und die Reling am Oberdeck werden ergänzt

 Um dem Schiff etwas "Leben" einzuhauchen, wurde eine kleine Besatzung an Deck ergänzt. Die Figuren
 von Italeri sind im Maßstab 1:35, also eher unmerklich größer als der Schiffsmaßstab 1:40 verlangen würde.
 Eine Schnellbootbesatzung von Italeri musste dafür herhalten. Nach der Bemalung konnten die Figuren am
 Deck positioniert und angeklebt werden und sie beleben das Modell. -  Und wenn endlich die richtigen
 Relingstützen da sind, kann die Reling am Oberdeck fertiggestellt werden. Tatsächlich erlebte ich es noch,
 dass die richtigen Stützen ankamen und am Oberdeck angebracht werden konnten.

 Der Bericht über den ersten Auslauf folgt nach dem Bilderblock.
 

der Dachs-Geschützturm als Muster Zeichnung für die Ges hütztürme  das Turmgehäuse: einfach, ohne Ecken  
Türme mit Kanonengestell  Kanonen mit Rohren   Anpassprobe für diverses Deckzubehör ...langsam wird es fertig
vorderer Geschützturm  hinterer Geschützturm   so sind die Lämpchen angebaut der Mast mit allen Lampen.
Scheinwerfer vorn mit Gewinde   Scheinwerfer hinten Soeziaslbefestigung  der Getriebemotor für das Radar 
die (leider nötige) Antriebswelle  der montioerte Getriebemotor und Kabel der Mastlichter Radarantenne provisorisch aktiv  
alle Positionslampe in Betrieb  die beiden Schaltservos  Deckunterseite mit Stecker zur Trennung Türen, Deckel, Handgriffe montiert 
  Aufbau miit beleuchteter Brücke  Scheinwerfer eingeschaltet  zwischendurch eine Seitenansicht
Ansicht oberen Reling am Aufbau    alle Deckaufbauten festgeklebt  
die Antenne über das Deck geführt  Brücke mit Windschutz  Schiff beleuchtet   
  Lüfter für die Regler  Empfänger, Schaltservos, Ruderservo  die Kleinigkeiten werden mehr
Besatzung auf der Brücke Besatzung am Geschütz Torpedowarte endlich obere Reling fertig
endlich ist dir rote Farbe dran endlich Rumflackierung abgeschlossen   der Slipwagen für Gepard
  
 Die Fertigstellung des Schiffes und die erste Erprobung

 Nach der Lackierung der Aufbauten
wäre noch der Rumpf oberhalb der Wasserlinie in Steingrau und der
 Unterwasserteil in Feuerrot zu lackieren. Es war schon von Beginn an klar, dass der rote Lack nicht gut am
 ABS Rumpf haftet. Ich hatte Hoffnung, dass die Haftung nur an einígen Stellen schlecht wäre, doch nach dem
 Abzug des Abdeckbandes nach dem Streichen des Oberwasserrumpfes, waren alle Hoffnungen vernichtet.
 Mit dem Abdeckband ging sehr viel der roten Farbe mit ab.
 
 Um den Unterwasserrumpf neu zu färbeln, muss der alte Lack weg und die Rumpfoberfäche haftend gemacht
 werden. Ohne Schleifarbeit muss das gehen und so besorgte ich mir ein Abbeizmittel aus dem Modellbau,
 welches von Carson angeboten wird. Schon der erste Test, bei dem das Mittel mit dem Pinsel auf einer klei-
 nen Fläche aufgetragen wurde, war ein Misserfolg. EIn weiteres Bestreichen der Stelle war kaum erfolgreicher.
 Da kam die Idee, den Lack so abzubekommen, wie er mit dem Abdeckband beim Grau streichen abgegan-
 gen ist .Und tatsächlich ließ sich der Lack mit braunem Klebe-Packband bravourös abziehen. Kleine Rest-
 stellen wurden nass abgeschliffen, wie auch der ganze zu lackierende Rumpfteil.

 Die Schwierigkeit beim Abdecken des grauen Bereiches war, dass mit dem Abdeckband beim Abziehen der
 graue Lack mitging. Daher wurde mit einem 3mm Abdeckband gearbeitet, und darauf wurden mit ebenso
 schmaler Klebefläche, Zeitungen am schmalen Abdeckband aufgeklebt. Dann wurde windstilles Wetter und
 ein Sonnentag abgewartet und der Rumpf mit Belton Spray Feuerrot lackiert. - Das Abziehen der Zeitungen
 und des Abdeckbandes verlief ohne weitere Lackablösungen bei der grauen Farbe.

 Vorteilhaft ist, dass die originalen Wieselrümpfe an der Wasserlinie zwischen Rot und Grau eine schwarze
 Linie haben. Um nicht im grauen Bereich zu Lackablösungen durch Abdeckband zu kommen, wurde ein
 7mm breites schwarzes Kunststoffzierband aus dem Automobilbau aufgeklebt. An den Enden wurde mit
 Sekundenkleber ein besserer Halt hergestellt. - Fertig!
 
 Endlich sind die Arbeiten am Schnellboot weitestgehend abgeschlossen. Lediglich die Nummerierung und
 das Namesnschild werden erst später angebracht. Jetzt und wäre die erste  möglich. Da das Fahrwasser
 im Feber aber mit einer Eisdecke verschlossen war, müssen wärmere Zeiten abgewartet werden.

 Der erste Auslauf

 Endlich hatte ich Mut zum ersten Auslauf des Schiffes. In  Internetforen war ja beschrieben worden, dass das
 Schiff mit Übermotorisierung schwierig zu fahren sei. Daher wurde der Start hinausgeschoben. Doch am
 20.6.21 war es so weit, das Schiff kam endlich ins Wasser.

 Der erste Test im Wasser diente der Erprobung der Schubkraft des Bootes. Die Schrauben waren im Was-
 ser, der Bug lag noch am Schotter im Wasser auf. Nach geringer Vorwärtssteuerung schob sich das Schiff
 vehement am Schotter in Richtung Ufer. Das genügte mir, um zu erkennen, dass die Motore sehr kräftig sind.
 Mit Rückwärtsfahrt ging es flott auf den Teich hinaus. Danach, mit noch geringer Geschwindigkeit, - die bei
 meinem original motorisierten Wiesel bei voller Leistung ansteht -, ging es in die erste enge Kurve. Der
 Aufbau neigte sich gering nach außen, so wie es auch die Vorbildschiffe tun. In gerader Fahrt wurde voll
 beschleunigt und das Schiff wurde ziemlich flott. Kurven mit großen Radien wurden zum Test gefahren, doch
 ergaben sich  keine kritischen Momente.

 Da ich mit der rechten Hand die Videokamera bediente, musste ich die bisherige Fahrt mit der Linken, am
 nach unten hängenden Sender steuern. Um auf volle Leistung zu schalten, mussten die Videoaufnahmen be-
 endet werden. Danach führ ich hinaus und beschleunigte das Schiff. Als die Endgeschwindigkeit erreicht war
 schaltete ich aug volle Leistung. Es ergab sich eine ruckartige Beschleunigung und eine enorme Bugwelle.
 Aus der Entfernung war nicht zu erkennen, ob Wasser auch auf das Deck spritzt, sodass sofort wieder
 die Leisdtung reduziert wurde. Bei einigen weiteren Versuchen erkannte ich, dass eine Kurvenfahrt mit hoher
 Fahrt sehr problematisch werden könnte und dass der Teich mit dieser Fahrgeschwindigkeit zu klein wird.
 Ich führte die weiteren Fahrten nurmehr mit 50% Leistung durch.

 Am Ende der Fahrt fühlte ich die Temparatur von den Motoren, Reglern und Akkus und war froh, dass sie
 sich kaum warm anfühlten. Eine Kontrolle nach Wassereintritt zeigte, dass einige Tropfen im Rumpf waren.
 Bei genauerer Beschau am Bautisch stellte sich heraus, dass die Wellenöler nicht festgezogen waren und
 vermutlich dort ein wenig Wasser einsickern konnte. Die Öler wurden festgezogen und  nachher mit Nitro
 entfettet und nachher mit Stabilit ummantelt und abgedichtet. Eine nächste Testfahrt wird zeigen ob noch
 Wasser eindringt.
 
 Um den Sender nicht umprogrammieren zu müssen wird versucht, anstelle der 3S Lipo Akkus nur 2S Akkus
 zu verwenden. Die Drehzahlmessung am Bautisch ergab, dass die Motore mit 3S Lipo Akku ca. 9000 U/Min
 bei 100% Leistung im Leerlauf drehen. Mit der 50%-Schaltung drehen die Motore etwa 4400 U/Min.  Wird ein
 2S Akku mit 100% Leistung verwendet, sinkt die Drehzahl auf 6050 U/Min.Das bedeutet, dass die Umstellung
 auf 2S Betrieb das Schiff für normalen Betrieb sicherer verwendbar macht, es aber doch ein wenig schneller
 fährt als mit halber Kraft bei 3S Akkubetreib. - Die nächste Fahrt wird mit 2S Lipo gefahren, auch um das
 Fahrverhalten des Schiffs besser kennen zu lernen.

       
Gepard läuft aus Bilder aus dem Video Fahrvideo