Derzeit habe ich Glück und bekomme
wieder ein
Modell geschenkt, das Segel- boot
Collie 1 von Graupner. Ja, der Platz wird bei allen
Freunden knapp
und auch die Zeit, um die vielen Modelle zu benützen fehlt. Prioritäten, was gefahren oder geflogen werden
soll, müssen gesetzt werden. Das traf bei meinem
Freund Berti zu und er schenkte mir sein mehr
als 50 Jahre altes Segelboot, welches er noch vor seiner
Modellflugzeit gebaut und gefahren hat. Wie immer sind seine Modelle sehr schön gebaut und haben viele
technische Raffinessen, die den damaligen Möglichkeiten und Verfügbarkeiten überlegen
waren.
Das Boot hat eine vom Freund selbst gebaute Segelwinde
eingebaut,
die mit einem kleinen Getriebemotor und
diversen Endschaltern versehen ist. Sie wird mit einem eigenen Akku betrieben, für den mein Freund vor
einigen Jahren einen 2S Lipo eingebaut hat. Ein
dazugehöriges Ladekabel mit Balancerstec- ker
hat er ebenfalls angefertigt und mir übergeben. Auch
alle Pläne und die Bau- und Betriebsanleitung
ist vorhanden.
Technische Daten: Länge:710mm,
Breite: 166mm, Masthöhe: 850mm, Gewicht+Steuerung: 1,5kg Akku
Segelwinde: Lipo 2S 700, Empfänger-Akku: 4Zellen 700mAh Fernsteuerung:
Graupner Variophon/MPX-Umbau mit 40Mhz Proportionalstg.
Nun liegt es an mir, das Boot für meine Enkel
(und mich) verwendbar zu machen. Neben unserem
alten Segelboot Rainbow gibt es jetzt die Collie und hoffentlich künftig keinen Streit
unter den Enkeln, dass einer nicht mit einem Segelboot fah- ren
kann, wenn es der andere gleichzeitig auch tut.
Nachdem
meine Erinnerung aus den Zeiten mit dem Boot Rainbow
nachgelas- sen hat, muss ich mich erst schlau
machen, mit welchen Knüppeln am Sender das Boot
am Besten gesteuert werden kann. Wie sich bei der
Erprobung ergab, wird das Ruder mit dem
Querruderknüppel und die Segelwinde mit dem Gas- knüppel gesteuert.
Der Gasknüppel vorn strafft das Segel, der Hebel hinten
läst es weit aufgehen, was zum Stillstand des
Bootes führen kann,- oder umgekehrt.
Grundsätzlich wird das Boot mit
dem Seitenruder und dem Großsegel gesteuert. Die
Fock hat hier eine fixe Grundeinstellung. In den Jahren der
Auslieferung des Modells waren noch
Tipp-Fernsteuerungen im Gebrauch, und es wurde nur mit
dem Seitenruder und fix eingestellter Segelstellung gefahren. Diese Version
bedingte aber
eine vorausgehende Grundeinstellung der beiden
Segel. Aus heutiger Sicht ist die jetz vorhandene
Variante doch deutlich besser.
Der Fahrtest
wird spannend, denn mir ist unklar, welche Wirkung die
fix einge- stelle Fock haben wird. Da im
Internet beschrieben wird, dass das Seitenruder bei
der Collie 1 zu klein ist, wurde es ein wenig
vergrößert. Um am Boot nicht zu viel zu
verändern, wird der Kiel nicht vergrößert. Es fehlt auch
das original von Graupner angebotene
Zusatzgewicht. Angeblich
fährt das Boot auch so gut und es wird auch
mit Zusatzkiel kein Rennboot. Man wird vielleicht sehen...
Achtung:
Vor Inbetriebnahme nach längerer
Lagerung müssen die im Kiel- raum befindlichen
Akkus für die Winde (Lipo 2S) und den Empfängerstrom 4,8V
NiCd kontrolliert und aufgeladen bzw. ausgetauscht
werden!
Als
Neuerung habe ich mich entschlossen, zu dem aus den
Jahren um 1965 stammenden Boot den auf
Proportionalsteuerung umgebauten Variophon- Sender zu
verwenden. - Mit dem rechten Knüppel wird die Kurve, das
Seiten- ruder, mit der Gasfunktion die
Segelwinde. Bei Gasknüppel vorne wird das Segel
gestrafft, das Modell wird schneller. Der Gasknüppel
hinten, lässt das Segel ausschwenken und es
fährt langfsam. - Wie
sich das in der Praxis be- währen wird ist
abzuwarten.
Da ich ein Angebot eines größeren
und modernen Segelbootes bekam, tauschte ich
die Collie gegen eine Comtesse ein.
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Collie (Graupner, ab 1967)
Fahrvideo



die Steuereung im
Boot
Collie mit umgebauter 'Variophon / Multiplex Fernsteuerung |