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In den frühen Tagen
meiner "Großmodellfliegerei" gab es eine Aeronca die
u.a. mit einem Webra Bully Methanol bestückt
war. Das Modell wurde samt Motor verkauft,
doch die guten Erinnerungen an den Motor bestehen noch
immer. Entsprechend meiner Intentionen, suchte
ich und kam jetzt sogar zu zwei Motoren. Ein gebrauchter
in Methanolversion und ein zweiter, unkompletter, in
Benzinaus- führung.
Hier gibt es
aber für mich willkommene Arbeit, um die Motore wieder
lauffähig und verwendbar zu machen. Die Motore der Serie hatten
nämlich zu Beginn der Pro- duktion
einen Flansch zwischen Motor und Vergaser, der
aus Aluminium gefertigt war. Dieser leitete jedoch die
Wärme vom Motor über die dünnen Dichtungen zum
Vergaser weiter, was zumindest zu
Warmstartproblemen führte. Später wurde in der Serie ein Wärmeisolierflansch
verbaut.
Mein Methanolbully war ein
Geschenk eines Freundes (!) und hat bereits ein länge- res
Flugleben hinter sich. Er soll
aber sehr gut mit einem Resorohr laufen. Doch zufällig
fand ich einen günstigen ungelaufenen Motor
in Benzinausführung, bei dem jedoch die Zündelektronik, die Propellerscheibe und der Zwischenflansch
fehlt.
Da es im Haus eine kleine Drehbank
gibt, sind also diese Dinge gut herzustellen. Und eine
günstige Zündelektronik wird sich über kurz oder lang
auch noch finden lassen. |

Webra Bully 35 - Methanol
Webra Bully 35
- Benzin |
Herstellung
des Zwischenflansches und der Propellerscheibe
Von
einem Freund erhielt ich das notwendige Pertinax
Hartpapier in 10mm Dicke, welches für den Wärme- schutzflansch
benötigt wird. Nach Vermessung des Aluflansches vom
Mtehanolmotor konnten die Arbeiten zur
Herstellung zweier Pertinaxflansche beginnen. Um
die Bearbeitung auf der Drehbank günstiger zu gestalten,
wurden die ursprünglichen Quadrate zu Acht- ecken
umgearbeitet. Damit die Stücke außen abgedreht werden
können müssen sie auf einem Dorn aufge- spannt
werden. Zu dem Zweck wurde mittig ein 7,5mm-Loch
gebohrt, welches dann mit einem M8 Gewinde versehen
wurde. Das dient dazu, dass die beiden Stücke auf ein
Gewindestück aufgeschraubt und mit
Kontermuttern befestigt werden konnten. Dann erfolgten
die weiteren Außendreharbeiten.
Jetzt konnten die
Scheiben außen im Drehbankfutter gespannt und die
Innenbohrung auf das Maß 16mm auf- geweitet
werden. Anschließend wurde die Ringnut für die
Unterdruckansteuerung des Vergasers eingestochen. Schließlich
konnten die Bohrungen und Gewinde für die Druckleitung,
die Flanschbefestigung und für die Vergaserbefestigung hergestellt
werden.
Vor der Montage der Dämmungen wurden aus
Dichtungsmaterial neue Flanschdichtungen für die Motor-
und die Vergaserseite angefertigt.
Anschließend
erfolgte die Montage des Wärmeschutzflansches am
Benzinmotor. Nach heutigem Planungs- stand
soll dieser einmal in meiner Hawker Typhoon eingesetzt
werden, da diese eine derartig große Motor- haube
hat, unter der der Motor verschwindet. Vor dem
Einsatz wird der Benziner jedoch einem Prüfstandlauf unterzogen.
Hierbei muss der Einsatz einer Fremdfabrikatzündanlage,
eines Walbro-Vergasers (man weiß nicht ob der Delorto
eine Benzinversion ist?)
und eines geeigenten Schalldämpfers geprüft
werden. Nachdem ein günstiger neuer Walbro-Vergaser bei
ebay auf- zutreiben war, noch dazu mit
Chokeeinrichtung, wurde dieser montiert. Der Einbau
eines Schalldämpfers im ge- planten Projekt, wird dann noch
einige Fragen aufwerfen, aber auch dafür wird sich eine
Lösung finden.
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Bully 35 Methanol |
Bully 35 Benzin (gekaufter Zustand) |
Benzinausführung mit Dämmflasch |
mit Propellerscheibe und Zündung |
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Skizze mit den Teilen |
Ansicht des orig. Flansches aus Alu |
Herstellung der Wärmeschutzflansche |
ein Dämmflansch fertig |
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die alten und neuen Dichtungen |
der montierte Wärmedämmflansch |
Motorenvergleich: li. Methanol, re. Benzin |
Ansicht des Benzieners |
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li. Delortovergaser, re. Walbro |
Walbro mit Chokeeinrichtung montiert |
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die neue Ersatzzundanlage |
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