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      YAMADA 120 FZ  -  Reparaturversuch
   
 Mit fortschreitendem höhern Alter verliert man infolge körperlicher Schwächen, die Kraft und vielleicht
 auch ein wenig das Interesse, Modellflug zu betreiben. Dazu kommt, dass der massive Einzug der Elek-
 tortechnik mit leistungsstarken Motoren und Akkus, die Verberennerverwendung deutich zurückdrängen.
 Das Ergebnis ist, dass die ehemals wertvollen und hervorragenden Verbrenner Motore ins Lager kom-
 men und davor hoffentlich gut gereinigt worden sind, vor allem innen.
 Mein 10 Jahre älterer lieber Modellflugfreund Berti, eine erfolgreicher Modellbauer und Wettbewerbs-
 flieger begann, seine Bestände langsam abzubauen. Da ich Motore sammle schenkte er mir all seine
 Gustostücke, die er Jahrzehnte hindurch aufbewahrt hatte.

 Nachdem er fast jedes Wochenende Modellflug in verschiedenen Klassen betrieben hat, hatte er mit
 der unterlassenen Innenreinigung der Motore in den Modellen nie Schwierigkeiten. Und wenn die Modelle
 abgegeben wurden, blieben die ausgebauten Motore so liegen, wie sie ausgebaut worden sind, was sich
 nach jahrelanger Lagerung als nahezu motorentödlich zeigt: Alle Motore "stecken", will heißen, sie sind
 durch das im Treibstoff befindliche Öl (meist mit Rizinusanteil) verharzt und damit unbrauchbar und defekt.

 Die Marke Yamada steht für Motore, deren Leistung weit über den sonstigen Motorangeboten liegt, da sie
 aufwändiger konstruiert sind. Die zusätzlichen Treibstoffpiumpen, die weitaus komplizierteren und deutlich
 präziser gebauten Vergaser, etc., leiden unter der Verharzung enorm.

 In der Schatzkiste befand sie auch ein Yamada 120 FZ der steckte. Der Qualität des Motors gedenk,
 wurde der ehemals sündteure Motor teilzerlegt, um ihn wieder drehbar und finktionsfägig zu bekommen,
 um ihn gereinigt in einer Schachtel lagern zu können.
 Nachdem sogar schon die Vergaserklappe steckte ließ sich daraus ableiten, dass noch mehr "Schäden"
 zu erwarten sind.
 
 Die Reparatur
 
 Nach dem Abschrauben des Vergasers und nachfolgendem Versuch, mit Lösungsmitteln den Vergaser
 und den Motor drehbar zu machen wurde klar, es steckt noch mehr. Die Demontage des Ventildeckels
 ergab, dass die Ventile in geöffnetem Zustand steckten und auch die Stössel der Ventilsteuerung, da
 sich auch die Kipphebel nicht bewegen ließen. Dann wurde Lösungsöl bei den Ventilfedern und den
 Ventilstangen eingebracht, um dort Bewegung zu ermöglichen. Doch rasch war da nichts zu machen.
 
 Die Ventilsteuerung ist sehr heikel und daher sollte zuerst bei der Ventilnocke Lösungsmittel einge-
 bracht werden, um die Stössel wieder beweglich werden zu lassen.  Dazu muss der Deckel des Nocken-
 gehäuses abgenommen werden, was sich, der genauen Passung der Teile wegen, nicht bewerkstelligen
 ließ.

 Um doch zu den Stösseln Lösungsmittel bringen zu können, ist nun die Demontage des Zylinderkopfes
 notwendig. Zuerst mussten die Ventilhebel abgebaut werden, damit Zugang zu den Zylinderkopfschrau-
 ben möglich wird. Nach der Abhebung des Zylinderkopfes konnten die Ventilführungen und die Stössel-
 stangen abgenommen werden. Danach zeigte sich, dass der Motor einen gröberen Defekt hat, da so-
 gar die Ventilstangen verbogen waren. Die Begradigung der Ventilstangen war rasch geschafft.

 Nun könnte Lösöl direkt auf der Oberseite der Stössel eingefüllt werden. Mit viel Druck auf die Stössel
 konnte eine erste Bewegung der Dinger festgestellt werden. Nach einstündiger Wartezeit schien die
 Bewegung besser geworden zu sein. Eine längere Einwirkzeit scheint noch erforderlich, um künftig zu
 gewährleisten, dass die Ventilfedern ausreichend Kraft zur Anpressung der Stössel an die Nocken auf-
 bringen können. Am Folgetag arbeitenen die Stössel normal umnd der Motor wurde zusammengebaut.

 Der Zusammenbau bedurfte zuerst das Einfädeln der Ventilstangenrohre. Danach konnten die Venti-
 stösselstangen eingeführt werden, wobei noch einige Tropfen Öl in die Rohre gegeben wurden. Nun
 konnte der Zylimderkopf angeschraubt werden. Schließlich konnten die Kipphebel so eingebaut werden,
 dass sie wieder an die vorige Stelle kamen. Dann efolgte die Mopntaghe der Glühkerze und Drehver-
 suche mit einem Propeller, um zu sehen, wie es mit der Kompression aussieht. Die war schwach.
 Daher wurde die Ventileinstellung überprüft und festgestellt, dass das Ansaugventil falsch einegstellt war,
 wodurch es nicht schließen konnte. Doch auch nach der Einstellung schien die Kompression nicht wie
 sonst üblich zu sein, trotdem Öl in den Zylinder geträufelt wurde. - Es wäre möglich, dass sich beim Be-
 trieb des Motors die Sache bessert.

 Die relativ schwache Kompression ist nicht das Hauptproblem des Motors, sondern sein Vergaser,
 der sich nicht mehr öffnen ließ. Selbst die langdauernde Einbringung von Lösöl und die spätere Erwär-
 mung des Gehäuses brachten keine Hilfe. Mangels Erkenntnis, wie das Kücken ausgebaut werden
 kann, bleibt der Motor unverwendbar. - Das war er schon20 Jahre lang, mit nioch wesentlich schlimme-
 ren defekten.
 Interessant wäre, wieso die Stösselstengen derart stark verbogen waren, doch wird sich das nicht mehr
 klären lassen. Der gut geölte Motor wurde in eine schöne Verpackung gelegt und vielleicht kommt die
 Zeit, dass er wieder zum Laufen gebracht wird.

 120 FZ -  Reparatur
Vergaser - Kücken steckt Zylinderkopf, Stösselstangen verbogen Stösselöstangen begradigt Blick auf den geöffneten Motor 
  der Nockenwellendeckel der nicht abgeht  Blick  in den Vergaser mit stecken dem Kücken   
      mit Schwingungsdämpfer und Krümm