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Das Fliegen von Großmodellen hat einen besonderen Reiz,
denn es gleicht doch schon sehr dem Flug der großen
Vorbilder. Die Modelle gleichen den Originalen optisch besser als bei kleineren Modellen. Bisher beschränkte ich mich bei
meinen eigenen Modellen
maximal auf den Maßstab 1:4, also Quarterscale. Dabei
hatten diese Modelle bis zu ca. 2,7m Spannweite.
Meine
Gietz-DC - 3 hatte zwar immerhin auch 3,2m Spannweite, die war aber
im Maßstab 1:9 und doch am Bau- tisch um einiges handlicher
als die große Rosenthal Bird Dog.
2014 meldet sich ein ganz lieber Freund bei mir,
ob ich ihm seine Cessna Bird Dog, von
Rosenthal Modellbau, fertig bauen
könnte. Als ich hörte, dass sie im Maß- stab 1:3 ist, begann
ich zu zaudern. So etwas Großes hatte ich
bisher noch
nie am Bautisch. Immerhin hat die gute
Bird Dog
3,65 m Spannweite und eine Rumpflänge von 2,65 m. Das
Gewicht hat sich zuletzt bei etwa 23 kg eingependelt.
Der Antrieb er- folgt mit einem ca. 17,5 PS starken 3W
157XiB2, einen Boxer mit Doppelzündung und einer 32"x10" Latte erfolgen. Vorgegeben ist mir auch die Verwendung von
Hochstromservos
und einer Power Box, wie es auch von Rosenthal empfohlen
wird.
Die
Lackierung soll entsprechend dem Vorbild der OE-CCI, in Tarnoliv erfolgen.
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das Modell
vor Erstflug:
Video
Onboardvideo Landeanflug

das Original |
Die
Baubeschreibung Bird Dog - Neubau (Nr 1)
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Vorwort -
wichtig für Kaufinteressenten und die Bauplanung
Rosenthal
war für mich immer der Begriff für teure, tolle,
ausgefallene und hochqualitative Modellflugzeuge die ich
ehemals nur bewundern, mir aber nicht kaufen konnte.
Bedauerlicher Weise hat sich in den Jahren offenbar etwas
geändert, das sich für uns Modellbauer negativ zu Buche
schlägt.
Bedingt durch erlebte
erhebliche Probleme bei der Lieferung des Modells und
auch bei der Nachlieferung von Bausatzteilen, möchte ich
für künftige Kaufinteresseinten eine Empfehlung abgeben:
.) Unbedingt eine schriftliche Aufstellung
mit allen, zum Bausatzangebot gehörenden Teilen und dem
dafür zu entrichtenden Kaufpreis
anfordern. (Gilt auch für Einzelteilnachbestellungen)
.) Beim Erhalt der Lieferung wäre ein Zeuge (am Besten
wohl ein Notar) erforderlich, der die Bausatzliste mit
dem Inhalt der Lieferung vergleicht und
Fehlteile notiert und/oder mangelhafte Teile
fotografiert. .) Urgenzschreiben an Firma Rosehthal
eingeschrieben versenden und zusätzlich Telefonat mit
Hr. Beierle halten, um konkrete
Aussagen zu erhalten. Da in der Firma die Versandabteilung eine
Schwachstelle zu sein scheint, muss man
leider Druck machen. Und das mehrmals! .)
Erfahrungsgemäß dauern Nachlieferungen von nicht
mitgelieferten Teilen mehrere Monate bis hin zu einem
halben Jahr und mehr! Bitte bei der Bauzeit einplanen!
(Vielleicht würde hier ein Notar die Nachlieferung
beschleunigen können?) Bedauerlich, dass man bei so
einer bekannten Firma so einen
Hinweis machen muss.
Die Hoffnung besteht,
dass sich die Situation bessert; 2013 bis 2015 war es so
wie beschrieben.
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Anmerkung:
Folgende Textstellen in grüner Schriftfarbe beschreiben
die Erfahrungen usw., nach gut 20 Flugstunden
mit Nr 1 bzw. nach Reparatur und dem Bau einer weiteren Bird Dog.
Am Beginn der Arbeiten fiel auf, dass
keine Bauanleitung oder Empfehlungen vorlagen, an denen
man sich beim Bau orientieren könnte. Gut, das
Modell ist nicht für Anfänger konzipiert, so gab es
lediglich einige Fotos, an denen man einiges
von Bauphasen sehen und erahnen konnte, wie ein Modell
in der Firma repariert worden ist. Viele der
Bilder waren aber von oft nicht sehr
aussagekräftigen Ausdruck. Gegenüber der guten Machart
der Teile des Bausatzes für mich, der in 50
Jahren Modellflug schon etliche Modelle selbst
entwortfen, gebaut und geflogen hat, ein
Manko. Das war letztlich auch der Grund,
weshalb ich versuchte von meine Bauarbeiten einen
Bericht zu schreiben, der als
Arbeitsdokumentation gilt und der vielleicht
interessierten Modellbauern weiterhelfen kann. Für
unerfahrene Modellflieger und Modellbauer ist
also diese Bird Dog, auch mangels brauchbarer Bauunter- lagen, kein
ideales Modell, da dafür umfassendes Wissen im Umgang mit Werkstoffen, mit
Klebstoffen, mit Mechanik, mit Elektronik, mit
Motortechnik, mit Aerodynamik usw. notwendig ist.
Entscheidend sind bei der Baudurchführung aber
auch gute Kenntnisse und Erfahrungen mit den
aerodynamischen (Schwerpunkt, EWD) und mechanischen Erfordernissen
(Vibrationen), für deren angemessene Berücksichtigung
man sich beim Bau erst Lösungen einfallen
lassen muss. Meine nachfolgende Baubeschreibung und die
Bilder können Interessen- ten Ideen und Methoden
liefern und stellen bestimmt nicht die einzig machbare
Lösung dar. Genau das ist auch die
Argumentation von Rosehthal, dass eine Bauanleitung
sinnlos ist, weil die Modellbauer eigene Gewohn- heiten
haben und ohnedies alles anders bauen. Im
Anschluss wird meine Bauarbeit dem Ablauf der einzelnen
Bauphasen nach, textlich und bildlich dokumen- tiert. Für
Interessierte ist hier auch eine Arbeitsliste einsehbar, die
sowohl die Reihenfolge der von mir gewähl- ten Arbeitsschritte
erkennen lässt, ebenso auch den dafür benötigten Zeitaufwand:
ARBEITSLISTE
Jetzt geht's
los...
Die Dimension des Modells bedingt eine
überlegte und auf künftig hohe Betriebssicherheit
angepasste Arbeit. Schon im Vorfeld des Baues wurden mit
dem Besitzer richtungsweisende Entscheidungen getroffen,
die eine Verwendung eines bestimmten Motors
samt Auspuffsystem, einer Hochstromversorgung, von Hochstrom- servos in allen
Bereichen usw. bestimmt. Natürlich sollen später auch allfällige
Sonderfunktionen zur Ausführung, für die ja auch entsprechende Vorarbeiten einzuplanen und
auszuführen sind. Ein wichtiger Punkt in den
Vorüberlegungen muss auch die Situierung der Künftigen
Lipo-Akkus sein, denn die müssen nach jedem Flugtag
leicht entnehmbar sein.
Der Rumpf
- Rumpfarbeiten
Der
Befestigungsflansch für den Motorträger wurde bereits
eingeharzt. Zur Rundumverstärkung im Motorbefestigungsbereich
des Rumpfes wird von mir auch im Bereich der Anschrägung für die
Abluft innen ein Halbspant aus Sperrholz
eingeharzt. Somit können dann die Torsionskräfte vom
Motorträger besser in den Rumpf eingeleitet
werden. (Siehe Bilder unten) Um die weiteren Arbeiten am und im
Rumpf besser durchführen zu können, wurden alle Fenster
mit einem verbleibenden Steg von ca. 5 mm ausgesägt, auf dem
die Scheiben aufgeklebt (und später zusätzlich
geschraubt) werden.
Erfahrungen aus dem Betrieb:
Obige Methode ist längerfristig nicht empfehlenswert. Die Seitenscheiben
des Bausatzes sind so konzipiert, dass sie von
innen eingeklebt werden können. Die Front- und
Heckscheibe werden von außen aufgeklebt.
Unbedingt
empfiehlt es sich, alle Scheiben mit kleinen
Blechtreibschrauben (2,2 x 6mm) zu sichern.
Spanten
einbauen
Beachte
dazu den später folgenden Punkt Dachklappe!
Im
nächsten Schritt wurden die Rumpfspanten gesichtet, da
verzogen mit
Wärmeeinwirkung gerade gerichtet und dann an
der richtigen Stelle (zB. außen sichtbarer Verlauf von
Nieten) an den
Rumpf angepasst. Um eine richtige Einbaulage
der Spanten zu erzielen (rechter Winkel zur Längsachse), wurde vom Rumpfheck nach
vorne gemessen und für jeden Spant eine Markierung
hergestellt. Danach wurde der hintere und der
mittlere Rumpfspant ausgerichtet und mit Sekundenkleber vorläufig
"geheftet". Eine Blickkontrolle von oben läßt
Schräg- stellungen erkennen, die jetzt noch
leicht korrigierbar sind.
Der
erste Spant musste höhenmäßig auch an den Fahrwerksträger
angepasst werden; er wird wegen der Abklärung
mit der Flächenstrebenbefestigung erst später genau
eingerichtet. Mehr dazu siehe weiter unten.
Zwischendurch wurde die unter der Heckscheibe
befindliche Kofferablage angepasst.
Sobald später einmal die Servoeinbauten für
das Seitenruder
durchgeführt sein werden, ist der Zeitpunkt für die
Einklebung dieses Teils gekommen. Zum
Tagesabschluss wurden die beiden hinteren Spanten
eingeharzt. Vorher mussten Zwischenräume zwischen
Rumpfhaut und Spant mit Füllstücken ausgefüllt werden.
Dann kann das mit Microballs eingedickte Harz
aufgebracht werden. Dazu wird der Rumpf am Motorträger
aufgestellt, damit das Harz gut verlaufen kann. Dann
wurden die Spanten auf der vorderen Seite mit
Kreppband abgeklebt, um das Durchlaufen des an
der anderen Seite aufgebrachten Harzes zu
verhindern. Der vordere Spant wird gemeinsam mit dem
Fahrwerks- träger eingeharzt und sonst wie die
anderen Spanten behandelt.
Schwierige
Aufgaben haben ihren Reiz und deshalb habe ich mir als
nächste Arbeit das Fahrwerk vorgenom- men. Dessen
endgültiger Einbau kann erst nach Klärung der damit
anfallenden Fragen hinsichtlich späterer Schrägstellung
des Modells, nach Montage des Fahrwerks am Träger,
erfolgen. Zuvor muss daher die genaue Lage
des Fahrwerksträgers mit montiertem Fahrwerk im Rumpf
ermittelt werden. Wichtig: Das Fahrwerk kann
später nurmehr durch die große Rumpföffnung oberhalb des
Pilotenplatzes an- und abgeschraubt werden. Sehr wichtig
ist auch die Festlegung der Befestigungsmethode der
Flächenstreben.
Gegenüber
der ersten, hier eigentlich beschriebenen Bird Dog,
wurde inzwischen bei Rosenthal eine neue Lö-
sung für die Befestigung des
Fahrwerks und der Strebenbefestigung gefunden. Jezt kann
man die Streben am hinteren Hilfsspant des
Fahrwerksträgers (mit einem selbst zu schaffenden
Bauteil) anlenken. Der hier be- schriebene
Hilfsspant kann entfallen.
Inzwischen
habe ich eine Methode für die Flügelstreben gefunden.
Die Strebenbefestigung erhält einen eigenen Hilfsspant
kurz nach dem hinteren Fahrwerksspant.
Zwei Aluminiumwinkel die aus dem Rumpf herausragen und
eine Bohrung zur Befestigung der Streben (mittels
einer quer eingedrehten Schraube) werden an diesen
Hilfs- spant geklebt und verschraubt. Der Spant
wurde so dimensioniert, dass er weitgehend die dem
Original ent- sprechende Position einnimmt.
Siehs dazu auch die unten folgenden Bilder.
Die Montage dieses
Hilfsspants
muss im bestimmten Abstand (ca. 2cm) zum Fahrwerk erfolgen damit
später allfällige schwere Stöße und
Beschädigungen des Fahrwerkträgers nicht zusätzliche
Auswirkungen auf die Flügelstreben haben. Die
Streben werden später an einem aus Alu gefertigten
Plättchen, welches am Streben- halter
angeschraubt ist, angelenkt.
Sowohl der
Fahrwerksträger als auch der Strebenspant sind mit
zähflüssigem Polyersterharz vermengt mit Microballon,
eingeharzt. und zwischen den Spanten mit Kohlefasern
zusätzlich verstärkt worden. Nach dem Aushärten
kam zusätzlich noch Galsgewebe zum Einsatz. Es wurden alle
geklebten Spanten zusätzlich mit einer
Glasmatte mit dem Rumpf verbunden. Nach der Aushärtung
wurden überstehende Matten- und Harz- reste entfernt und die
mit Kreppband provisorisch verschlossenen Gewinde wieder freigelegt. Die
Fahrwerks- hälften konnten nun wieder eingebaut werden, sowie
auch die Strebenhalter.
Einstelldaten
Beim
Baubeginn eines Modells muss man die später notwendigen
Einstellwerte für die Aerodynamik beachten, da
sie fallweise Auswirkungen auf den Baufortgang
haben können. Inzwischen
konnten wir bei Fa. Rosenthal folgende Einstellwerte für den
Weiterbau in Erfahrung bringen: Schwerpunkt: Von der
Nasenleiste weg der erste Drittelpunkt, EWD = 1,5 Grad
(die allfällig
am Rumpf zu erkennende Anformung ist
falsch!),
Seitenzug = 2,5 Grad,
Sturz = 3 - 4
Grad, bei unserem Modell nahezu wie vom Motordom
vorgegeben; lediglich der Seitenzug wurde etwas reduziert.
Hier ein Hinweis zur Messung der EWD: Zur Messung
verwende ich eine elektronische Anzeige (Hangar 9). Hier ist vor den
Messungen zu überprüfen, ob die Anzeige bei längerer
gleichbleibender Stellung auch stabil bleibt oder ob
und in welcher Zeit die
Werte davonlaufen, damit man danach bei den Messungen dement- sprechend
rasch reagieren kann. Später
verwedete ich eine elektronische Pitch-Einstellwaage,
die ich an der Verscheibestange aufklebte und
die dann konstante Werte lieferte. Um die tiefen Flächen der
Bird Dog mit einer EWD-Waage "messen" zu können, musste
die übliche Länge der Verschiebestange auf 1 m verlängert werden.
Darüber hinaus mussten spezielle Anlegestücke aus
Sperrholz gefertigt werden, die an den
üblichen Messbackenträgern angeschraubt wurden. Wichtig
ist dabei, dass die Mittellinien der Anlegestücke
parallel zur Verschiebestange liegen!, andernfalls gibt
es Fehlmessungen. Im
Flug erwiesen sich die Einstelldaten brauchbar,
lediglich die EWD scheint etwas zu groß,denn wir hatten
etwa 3-5 Grad Tiefenruder im Horizontalflug.
Der Besitzer des Modells wollte den Schwerpunkt durch
Gewichtszugabe am Motorträger nicht weiter
nach vorne schieben, um so die Tiefstellung zu
korrigieren. Schade dass es bei der
Auslieferung seitens Rosenthal einen derartige Angaben
als Richtschnur nicht gibt. Zwischendurch die derzeit aktuelle
Gewichtsangabe während der Bauarbeiten: 16, 7 kg (23.03.14)
Hierher
passt auch die endgültige Überlegung zur künftigen Verteilung der
Steuerkanäle (MC 24):
1 = Gas,
2 = Querr.1, 3 =
Höhe (Y-Kabel), 4 = Seitenruder,
5 = Querr.2, 6 = Seite Spornrad,
7 = Klappe 1, 8 = Klappe 2, 9 = 2 x Zündung,
10 =
Schleppkupplung, 11 = Choke, (12 = Landescheinwerfer und
Positions- lampen ... vielleicht später)
So,
aber jetzt weiter.... Überlegungen zu einigen
Punkten
Ich habe den Bau der Bird
Dog auch deswegen dokumentiert, weil es auch für den Besitzer
(oder bei späterer
Reparatur oder einem Neubau) später mal von Interesse
ist zu wissen, wie
etwas baulich oder tech- nisch gelöst worden ist und
welche Erschwernisse usw. dabei aufgetreten sind. Zu
den offenen Fragen, wie denn die vielen Bauabschnitte
nach der Vorstellung meines Freundes von mir gelöst werden
sollen, gab es einige Besprechungen. Es stimmt schon,
dass man ein Problem auf verschie- dene Art lösen
kann. Nun
habe ich also mit Fred gesprochen, wie ich dieses und
jenes Problem
in seinem Sinn erledigen soll, denn er muss ja
später damit zurecht kommen. Ganz lange unterhielten wir
uns über die Anpassung des Höhenleitwerkes an den Rumpf.
Die uns überlassenen "Baufotos" von Rosenthal sind nicht ganz
einfach zu verstehen bzw. ist die dort gezeigte Methode
aus meiner Sicht schwieriger umzusetzten. Hier
also meine Lösung: Wegen
der Lieferung scheinbar gänzlich unpassender Höhenleitwerke müssen
auf die dort befindlichen Wurzel- rippen Vollbalsazwickel auf jededem HLW aufgeleimt werden
(siehe Bilder unten). Später wird am Rumpf
eben- falls eine Sperrholzwurzelrippe mit dickem Sekundenkleber
entsprechend der EWD-bedingten Anstellung des HLW angeheftet. Dann wird die Unterseite dieser Wurzelrippe mit
Abdeckband "abgedichtet" und von oben kann jetzt
der Zwickel mit zähflüssigem, mit Microglaskügelchen
stark eingedicktem Epoxidharz, aufgefüllt werden. Details
dazu siehe weiter unten.
Motorträgerarbeiten
für desaxierte Motorbefestigung
Begonnen wurde vorerst mit dem Motordom
und der Herstellung der von mir vorgesehenen inneren Verstärkun- gen mit Flugzeugsperrholz und
später mit GFK-Streifen und CFK-Rowings.
Interessant zu sehen war, dass auf Rosenthals
Fotos der Kunststoffmotordom auf der Rückseite mit
Sperrholz und darüber zusätzlich mit einer GFK-Matte
verstärkt war. Dem Bausatz liegt aber die
Motordomrückwand nicht bei, was verwunderlich ist. Auch
ohne den Fotos hätte ich natürlich eine
gleichartige Verstärkung des Kunststoffmotordoms
hergestellt.
Vor dem Motoreinbau muss zuerst die richtige
Einbaulage
des Motors ermittelt werden. Da mache ich es immer so, dass ich zuerst die Motorhaube
in ihrer endgültigen Lage montiere. Die Lage ist vorher
entweder zu vermes- sen oder kritisch mit dem
Auge festzulegen.
Dann wird die
mittig und höhenmäßig positionierten Ausnehmung für die
Propellernabe hergestellt. Dabei muss man im
Vorfeld beachten, dass die Höhenlage der Propellerachse
auch mit der des Originals korrespondiert. Dazu
ist mehrfaches Probieren notwendig, was durch
die Größe des Modells und der Motors für einen
Einzel- kämpfer zum Problem wird. - Für mich
als Normalmodellbauert war dann die durch die
Motzorzugachse vorge- gebene Schrägstellung des
Props zur richtig montierten Motorhaube krass. Wenn
ich nach Fotos die Höhe des Durchbruchs für die
Motorwelle sinngemäß auf die Motorhaube übertragen habe,
beginne ich in Haubenmitte eine, der Antriebswelle
entsprechende, etwas größere Bohrung herzustellen. Die so
vorbereitete Motorhaube wird über den verschiebbar am
angeschraubten Motordom stehenden Motor geschoben.
Danach wird sie auf den Rumpf aufgeschoben und provisorisch in Endlage befestigt. Mit dem ver- schiebbaren
Motor kann bei übergestülpter Motorhaube zuerst die Höhe
der Distanzhalter für den Motor ermittelt werden. Um die genaue Distanz des Motors zum Motorträger
zu erreichen wurden je zwei Distanzhalter
(20mm Durch- messer) mit 16mm und mit 18 mm Höhe
angefertigt. Schließlich ergab sich, dass die 18 mm
Alustücke rechts (also entgegen dem original
vom Motordom vorgegebenen Seitenzug ) montiert werden
mussten. Die angefer- tigten
Distanzhalter werden dann für die nachfolgenden
Verschiebungen mit einem Tropfen
Sekundenkleber provisorisch am Motorträger
angeklebt.
Jetzt kann der Motor in allen Richtungen
verschoben werden, bis die Nabe genau in der Mitte
der provisorisch fixierten Motorhaube zu liegen
kommt. Dann muss vorsichtig die Motorhaube abgenommen
werden und es kann die endgültige Lage der
Motorbefestigungsschrauben angezeichnet werden. Nachdem
die genauen Maße des Motorträgers bekannt
sind, können aufgrund der angefertigten Markierungen die
endgültig maßlich richtigen Löcher gebohrt
werden. Diese Prozedur ist bei der Rumpflänge
der Bird Dog natürlich schwierig, denn
dazu muss bei mir der Rumpf immer am Heck stehen.....
- Weitere Details zum Motorträger folgen später
Nach
dem Erstflug zeigte sich keine weitere Änderung an Sturz
und Seitenzug erforderlich. Arbeiten
am Hauptfahrwerk
Die erste
echte Arbeit war dann der Einbau des Fahrwerkes.
Wie auf einem Rosenthalbild zu sehen war,
musste das beiligende Fahrwerk zweigeteilt werden und
auf einem kleinen, vorgefertigt dem Bausatz beilie- genden
Hilfsträger, montiert werden. Dazu ist zu beachten, dass
es nachher auch mit dem vorderen großen Spant
zusammenpasst.
Die nur bündig auf den
kleinen Spanten des Fahrwerksträgers aufliegenden Tragplatten mußten infolge
einer härteren Landung einmal nachgeharzt werden,
wobei zusätzlich ja Seite 4 stärkere Holzschrauben
einigedreht wurden. (Die später ausgelieferten
Bausätze haben, wie oben beschrieben, bereits eine geänderte Lösung
hiefür).
Mit den dem
Bausatz beiliegenden 6 Stk M6-Einschlagmuttern wurde dann die Befestigung ermöglicht. Die
Crux bei der Sache
ist, dass man hier beachten und ausmessen muss, wie genau, in welcher genauen Lage,
der Hilfsspant mit dem Fahrwerk eingebaut wird, denn
ansonsten steht der Flieger später schief da. Bei 3,65m Spannweite machen 1-2 mm am Rumpf auf den Flügelspitzen 12 mm und
mehr aus! Eine kleine Hilfe stellt da der große Frontspant dar, der eine gewinkelte Ausnehmung
zur Abstützung für
den Fahrwerks-Hilfsträger hat. Bei
den nach einem Jahr ausgeleiferten Bausatzversionen sieht das
aber wieder anders aus.
Für
Messungen wäre wünschenswert, wenn ma dazu den Rumpf
verwenden könnte. Nein, das geht nicht. Da kann
man schon mal gut 2 mm Unterschied bei den beiden Rumpfseiten
usw. messen. Ja, das Modell ist groß und da
sollte es, meint man, auf 1 mm mehr oder weniger nicht
ankommen. Leider, bei manchen Messungen schon! Also musste die Tragfläche
bereits an den Rumpf angebaut werden, um sie danach für
die Messung heranziehen zu können. Wenn man
dann eine makellos ebene Grundfläche zur Verfügung hat, dann
kann an den Flügelenden die Höhe zum
Boden genau gemessen werden.
Nach
gefundener richtiger Einbaulage wurde der Fahrwerksträger mit angeschraubtem Fahrwerk
provisorisch mit Sekundenkleber fixiert.
Nun kann der vordere Spant an díe Stellung des Fahrwerks angepasst werden.
Erst danach können alle Klebestellen zur
dauerhaften Befestigung mit Epoxydharz bestrichen
werden.
Hat man nicht die oben beschriebene
Möglichkeit, dann muss man sich auf's Augenmaß verlassen
und nach Fertigstellung des Modells,
gegebenenfalls durch Unterlegen von 1 oder 2 mm dicken
Alublechen zwischen Fahrwerksauflage und dem
Fahrwerk, die Differenz ausgleichen.
Zu beachten ist, dass
bei dieser Art der Fahrwerksbefestigung die Gewinde in den
Einschlagmuttern nicht überdreht werden
dürfen. Sollte diese Situation einmal eintreten, kann
man vom Rumpfinneren ausgehend das Gewinde aus- und den Rumpfboden
durchbohren. Durch dieses Loch im Boden kann danach
von unten eine Inbusschraube nach oben
durchgeschoben und oben das Fahrwerksbein wieder mit Muttern festgezogen
werden.
Strebenbefestigung
Der
Hilfsspant für die Strebenanlenkungen wurde in
Eigenregie gebaut, da auf Rosenthals Fotos
nur unklar zu sehen war, ob ein speziell geformtes
Aluminiumstück unter dem Fahrwerk befestigt ist, oder
dass es mit einem Metallkitt eine Verbindung
gibt??? - Darum wurde ein gesonderter Hilfsspant gefertigt an dem
zwei 3mm Hartalubleche angeschraubt sind. Dort
kann man getrost Kräfte einleiten, das hält.
Neue
Bausätze bieten heute auch ohne Zusatzspant eine ähnliche Lösung
wie bei mir hier angewendet an.
Nachdem
alle Arbeiten am und im Rumpf nicht in einem Durchgang
realisierbar sind, weil andere Dinge da hinein spielen,
wurde wieder mit dem Motorträger weitergearbeitet.
Rumpfinneneinrichtung
Von Beginn an wurde vom Modellbesitzer
die Verwendung der großen 3W-Auspufftöpfe gewünscht,
wodurch ein naturähnlicher Cockpitausbau nicht
möglich ist. Vielmehr wurde auf gutes Handling beim
Betrieb Wert gelegt.
Es wurde
dahar darauf geachtet, dass alle Teile demontierbar sein
müssen, damit man später, falls erforderlich, problemlos zu den
darunter liegenden Bauteilen gelangen kann. Folglich
wurden Tank und Akkus auf einer im Rumpf angeschraubten
Sperrholzplatte untergebracht, die bei Bedarf aus dem
Rumpf ausgefädelt werden kann. Ein zusätzlich
geforderter 1,5 Liter großer Tank war daher nur oberhalb
der Auspufftöpfe
im Schwerpunkt anor- denbar. Es wurde daher eine die
"Tanktragplatte" benötigt, auf der der Tank befestigt
wird und daneben die Akkupakete für Empfänger
und Zündung. Im nächsten Schritt wurde
die zwischen dem zweiten und dritten Spant liegende Befestigungplatte für Empfän- ger, Power Box, Jeti-GPS und das
Seitenruderservo eingeschraubt. Die Tanktragplatte ist mit 6, die
Servoplatte mit 4 Schrauben befestigt.
Schleppkupplung
Damit das Kleinflugzeug auch als
Schleppmaschine verwendet werden kann erhält es eine
Schleppkupplung. Um den Umriss nicht allzusehr
zu stören wurde die Form des Seilhalters niedrig gehalten. Eine aus 3
Schichten 3mm Flugzeugsperrholz gefertigte
Halterung
wird auf einer Sperrholzplatine befestigt, die wiederum
unter der mittleren Dachhaut des
hinteren Cockpitdaches eingeharzt wird. Durch die Abstützung
an den Rumpfspanten im Dachbereich sollte für
die Platte mit der Halterung auch
ausreichende Festigkeit getgeben sein. Die
Sperrholz- platte wurde mit Epoxydharz befestigt.
Die Einbausituation ist nach meinen Erfahrungen für
Segler bis 15kg tauglich. Die
Positionierung des Halters am hinteren Kabinenspant
erlaubt eine Servomontage ohne Sichtbarkeit von außen
und bedingt fliegerisch, dass der Schlepp konstanter geradeaus
fliegt, weil der Segler hinter dem Schwerpunkt der Bird
Dog angelenkt und dadurch die Zugmaschine gerader gehalten wird.
Funktion: Das Servo bewegt einen 2mm Stahldraht in
einem 3mm Messingrohr und ergibt sich durch die
Kine- matik und den über den Haken
hinausstehenden Stahldraht die Möglichkeit, eine
Seilauslösung für irgendeine Sonderfunktion
zu haben. - Damit könnte zB ein außen am Modell
angebrachtes, eingerolltes Banner ausgelöst und später,
in einer zweiten Schaltung, das im Schlepphaken
befestigte Banner ausgeklinkt werden.
Die für mich
undurchschaubare Verkaufsdynamik bei Rosenthal war bei
diesem Modell keine Schleppkupplung vorgesehen. Bei
den beiden Nachbestellungen war plötzlich ein Set dabei, welches
aus diversen Holzteilen besteht und der Rohr-Schleppkupplung
aus Alu. Eine Beschreibung oder Skizze wie das
einzubauen ist gibt es (natürlich) nicht. Eine neue
Lösung wurde von mir gefunden und bei den zwei anderen
Bird Dogs angewendet; da überragt nichts mehr
die Siluette.
Dachklappe
Das fleddrige Stück GFK aus dem Bausatz muss
in Form gebracht werden. Längere Vermessungsarbeiten an
der Dachöffnung sind zuvor nötig, damit das Endprodukt halbwegs im
Winkel ist, da es der Rumpfaus- schnitt leider nicht ist. Um dem weichen
Bauteil nach der Zurichtung
eine Form zu geben wurde an der vorderen und hinteren
Kante eine harte Balsaleiste 10x10 mm angeklebt.
Schließlich mussten Rippen angefertigt werden die dann der Dachklappe Form und
Festigkeit geben konnten.
Ein Problem
stellen auch die maßlich sehr unterschiedlichen
auszuschneidenden Öffnungen für die Kunststoff- fenster
dar. Die Tiefziehteile der Fenster weisen
unterschiedliche Form auf und passen nicht in die
vorgesehe- nen Dachausnehmungen. Hier muss man
Kompromisse treffen, wonach man sich letztendlich
richtet, bevor man die Dachöffnungen aussägt.
Inzwischen
gibt es die Dachklappen mit einem auf der Innenseite
aufgebrachten 3 mm starken Wabenmaterial.
Dadurch
könnten die Rippen meiner Bauweise entfallen, jedoch
liegen dann die Fenster zu tief. Daher habe ich
bei den
zwei Neubauten die Waben wieder wegschaben müssen. Die
Befestigung der
Dachklappe erfolgt bei mir durch Einschieben der vorderen Seite
mit ihren drei 3mm Füh- rungsstiften in die Aufnahmebohrungen
im Frontspant. Danach kann die Klappe hinten
niedergedrückt und mit zwei M3 - Inbusschrauben
befestigt werden. Um die Klappe im lackierten und
fertigen Zustand
schließen und öffnen zu können, muss sie am Antennenhalter
angegriffen werden.
Da
die Zerstörung des Modells durch die, obwohl
festgeschraubte Dachklappe ausgelöst wurde, liegt nahe
anzunehmen, dass die dünnen Kunststoffröhrchen
gebrochen sind (könnte bei der Entnahme der Dachklappe
zu den Brüchen gekommen sein). Bei den
Neuanfertigungen werden die vorderen drei
Führungsröhrchen jetzt zusätzlich innen mit
einem 2mm Stahldraht bestückt. Damit ist das
unbeabsichtigte Abbrechen der Röhrchen nicht
mehr möglich, sodass die Dachklappe halten muss.
Lackierung
Nachdem die Fertigstellung des Modellbaues
gekommen war, konnte mein Freund mit der Lackierung
begin- nen. So weit berichtet, wurde der Rumpf an
einigen Stellen gekittet und gefillert und mehrfach
geschliffen. Schließlich konnte mit einem
speziell auf den Farbeffekt der Tarnoliv-Bügelfolie
abgestimmten 2K-Lack die Lackierung durchgeführt
werden. Wenn nach einigen Tagen der Lack durchgehärtet
ist, kommt auf mich wieder Arbeit in Form
der Komplettierung der Maschine zu. Die
Rot-Weiss-Rot-Lackierung am Seitenruder wird später
erfolgen.
Räder
Auch Räder gehören zu einem Flugzeugrumpf. Die
dem Bausatz beiliegenden Räder sind nicht so wirklich schön
aber gut (von FEMA) ,
sodass ich zwei Abdeckscheiben angefertigt und montiert
habe. Damit wird das Räderwerk für mich optisch etwas ansehnlicher,
wenngleich gedrehte Abdeckungen aus Alu die Spitze
wären. Aber die kann in meiner Drehmaschine
nicht einspannen. Die Abdeckungen müssen dann noch
lackiert werden.
Bei
den Folgebausätzen werden für mich zu weiche
Alufahrwerke anstelle des guten GFK-Fahrwerks geliefert
und weiters keine Radbolzen
mitgeschickt. Die Urgenz ergab, sie wissen nicht wie
diese Radbolzen aussehen!
Auch eine zugemailte
Zeichnung war nutzlos, denn es wurden keine Radbolzen
nachgeliefert. That's Rosenthal!
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da erkennt man die Dimension des Modells |
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der Motroträger aussen |
... und innen |
bereitsausgeschnitten für die Tragplattenverklebung |
die Spamten im Rumpf |
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Spanten wurden abgezeichnet, man weis ja nie... |
Motorträgerrückplatte eingeharzt |
Seitenverstärkungen eingeharzt |
Motorspant-Sperrholzverstärkung aufgeharzt |
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die Einklebung des Verstärkungsspants |
die Fenster werden ausgeschnitten |
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es bleibt ein Steg zur Befestigung der Scheiben stehen |
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Spantenallee - hintenSeitenruder leicht schief |
Frontspant mit Fahrwerksträger |
so sieht es aus wenn es richtig ist |
das künftige Dach über den Piloten - die Ausschnitte
gehen sich gerade noch aus |
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Fahrwerksträger mit Einschlagmuttern |
provisorische Probemontage des Fahrwerks |
erste Überprüfung der Schräglage des Rumpfes in
Abhängigkeit von der Position des Fahrwerksträgers |
die Flucht Federbein -senkrechter Fensterrand entspricht
dem Original |
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Skizze für Strebenhalter |
Spant für Strebenhalter |
Einbausituation des Strebenhalters |
Draufsicht auf Fahrwerkshalter und Strebenhalter |
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Ausnehmung für Fahrwerksbein |
Anprobe der Heckscheibe |
Tankboden mit den Befestigungsklötzen |
drei Klötze angeklebt |
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´montierte Platte |
Situierungsprobe für den Tank |
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das Servobrett mit Power Box und Seitenruderservo
und Zusatzservo |
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die Konstruktion für das Schleppkupplungsservo |
die Mechanik der Schleppkupplung mit 3 Stellungen |
so sieht die Kupplung von der Seite aus; stört den
Umriss nicht sehr
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Aufbau der Dachklappe |
Dachklappe fertig mit Führungsstiften vorn |
Dachklappe montiert |
Armaturenbrett eingeharzt |
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Hutablage eingeharzt |
Fred hat bereits lackiert |
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sieht schon sehr ralitätsnah aus |
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das Seitenruder, dzt. Finne noch ohne rot-weiss-rot |
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sieht gut aus |
Räder mit Abdeckscheiben lackierfertig |
Der
Motorträger - Fortsetzung
Am Beginn der
Arbeiten stand, wie oben beschrieben, das Zurechtschneiden des GFK-Motorträgers
aus dem Bausatz. Dann wurde eine Schablone für die
Verstärkung der Motordomrückwand angefertigt. Weiters wurden auch die Innenverstärkungen aus 7mm
(es genügen sicher auch 5mm) Flugzeugsperrholz ausgeschnitten (alles
nicht im Bausatz enthalten) und aufgeharzt, danach auch die obere Verstärkung des Motordomes. Schließlich
wurde die Sperrholzverstärkung auf die Rückseite
des Polyester-Motordoms aufgeharzt. Innen wurde noch
eine Verstärkung mit einer GFK-Matte und in den
Ecken Kohlefaserstreifen aufgebracht. Alle
Klebungen werden mit Epoxydharz mit eingemischten Mikro-Glaskugeln durchgeführt.
Sobald der Motor geliefert ist, kann dann wie für
mich üblich, die Montage des Motors bis hin zur
Anpassung der Motorhaube, beginnen. Danach richten sich
ja viele Einbauten im Rumpf, wie auch eventuelle
zusätzliche Luftauslässe im Auspuffbereich.
Siehe dazu die Bilder unten.
Die
Motormontage, Tank, Lüftung, usw.
Der
Motor wurde geliefert und der folgende Tag
war der Montage der Anlenkhebel für Gas und Choke am
Motor fällig, sowie
der Vorbereitung des Motoranbaues an den
Motordom gewidmet. Ebenso wurde der Motorträger an
den Rumpfflansch angepasst und die zehn
Schrauben M 6 positioniert. Danach kam die Motor- haube
dran. Sie wurde nochmals nachbearbeitet damit sie passgenau am Rumpf anliegt. Schließlich konnten die fünf Befestigungsschrauben
angebracht und die Haube montiert werden.
Damit
war der Zeitpunkt für die Markierung der
Lufteintrittsöffnungen gekommen. Entsprechend der
Situierung beim Originalflugzeug wurden
schließlich die Öffnungen (etwas größer wegen benötigtem Luftdurchgang) aus- gesägt und so lange bearbeitet, bis sie optisch zu den Konturen
des Rumpfes gepasst haben. Die Motorhaube hat auf ihrer
Oberseite eine Beule, die jedoch bei den originalen
Haube deutlich dezenter ausfällt. Sie wurde daher ausgesägt und wird in kleinerer Form wieder angebracht.
Die zur Verhinderung
thermischer Motorprobleme etwas größer dimensionierten
Motorhaubenöffnungen sind
vom Besitzer gegenüber dem
Original beanstandet worden. In der Praxis zeigte sich
jedoch keine dringende
Notwendigkeit für die
vergrößerten Öffnungen, sodass bei den beiden
Nachfolgemodellen eine optisch nahezu
dem Original entsprechende
Größe gewählt wurde.
...nochmals zum
Motoreinbau Nun konnte
neuerlich die Situierung des Motors am Motorträger
geprüft werden. Es
gibt natürlich keinerlei Maße dafür, da ja
fast jeder Modellbauer einen anderen Motor einbaut, der
andere Abmessungen hat. Diesmal wird also die
Motorhaube wieder über den
Motor gestülpt, um zu sehen, wo es durch den
Seitenversatz bei der Motormontage, in der Haube
mit den Kerzensteckern des Doppelzünders eng wird. Durch
die
Einbau- lage bedingt sieht man, dass für die zwei in
Flugrichtung linken Kerzenstecker (Doppelzündung) je
eine kleine Öffnung in der Haube angefertigt werden muss.
Gemäß Berücksichtigung der Hinweise aus der
Betriebsanleitung des 3W-Motors, betreffend die
Montage der Zündelektroniken, wurden diese Boxen montiert.
Dabei war zu beachten, dass die Kerzenstecker
in einer be- stimmten Position stehen müssen
und die Kerzenkabellängen hier Einschränkungen ergaben!
Vor Inbetrieb- nahme wurden hinter den Zylindern
Alu-Windleitbleche montiert, die den Luftstrom nach
den Zylindern nach unten zur Austrittsöffnung
hin leiten und
die gleichzeitig auch einen Strahlungswärmeschutz für
die Zündelektro- niken darstellen. Bisher gab es
während der Bodentests und der Flüge keine Störungen im
Motorlauf und keine Überhitzungen. Schalldämpfermontage
Die
Montage der langen Schalldämpfer wurde mittels der
von 3 W mitgekauften Krümmer und Teflonrohre vorgenommen. Endgültig werden
die Töpfe zur Befestigung und zur Schwingungsdämpfung
mit speziellen Halterungen von 3 W eingebaut.
Das Modell ist genau für diese Motor-und Auspuffvariante
vorbereitet (=Lob). Bedingt durch die langen Auspufftöpfe ist kein
vorbildgetreuer Ausbau des Cockpits möglich und wurde
vom Besitzer auch nicht verlangt.
Lüftungsöffnungen
im Cockpit
Eine
andere, spätere Arbeit, betraf die Herstellung von
Luftaustrittsöffnungen im Rumpfboden. Sie sollen helfen, die
während des Motorlaufes von den Auspufftöpfen herkommende
erhitzte Luft im Rumpf, abzuleiten. Ein Alugitter wird über die
Öffnungen gelegt, mit Kieferleisten eingeortet
und mit einer Kieferleiste gegen den Rumpfboden
geschraubt. Die Luftführung wird so gewählt,
dass die warme Luft hauptsächlich im Vorderteil des
Rumpfes bis zum zweiten Cockpitspant unter der auch seitlich zum Rumpf
abgedichteten Tankplatte bleibt und durch die
Bodenaustrittsöffnungen entweichen kann. Im Seitenrudersteg befinden sich
allerdings auch kleine Öffnungen durch die warme Luft austreten kann. Anschließend wurde
die Tankplatte mit dem Tankhalter bestückt. Der 1,5
Liter Tank wird mit Klettbändern befestigt. Zur
Sicherheit könnte der Tank mit einem Metallband mit der
Tragplatte verbunden werden. Nach Lackierung der Tankplatte
wird auf der Unterseite der Tankplatte eine Isolierfolie
mit Metallbeschichtung aufge- klebt. - Getankt und
abgetankt wird über ein Emotec-Tankventil und eine eigene
Rohrleitung. Es besteht weiters eine Entlüftung die auch als Überlauf dient.
Während dem
Einlaufvorgang war zwar das Kabinendach abgenommen, doch
ergaben Messungen an der
Oberfläche der Tankplatte nur
etwa 30 Grad. Auch nach dem Flug war im Cockpit keine
Hitze feststellbar. Die Befestigung des Tanks
mit Klettbändern hat sich bewährt.
Gas-
und Chokeservo
Gasservo und
Chokeservo werden an der Unterseite des Motordomes
eingebaut. Die Anlenkung erfolgt mit Kugelköpfen
und einem 2mm Stahldraht. Mit dem großen Hitec-Servoruderhebel
passt der auf 100 bis 120 Grad erweiterte
Ruderweg der Hitec-Servos perfekt. Während
dem Flugbetrieb ergaben sich keine
Temperaturprobleme bei den Servos.
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der Motor ist eingetroffen - ein schönes Stück! |
Spezialfilter für die Doppelzündung |
verlängerter Vergaserhebel |
der verlängerte Chokehebel |
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Motorträger provisorisch montiert |
Haube provisorisch angeschraubt |
die Lufteinlässe sind da |
zum Einrichten Motor auf Motorträger |
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so könnte es später aussehen |
hier sieht man, dar Kerzenstecker steht an Haube an -
Öffnung
nötig |
provisorische Motormontage zwecks Einrichtung mit der
Motorhaube |
der Motor muss später noch nach vor |
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Seitenansicht ohne "Rosenthalbeule" |
Motor und Haube in Endstellung montiert |
Haube mit annähern maßstäblicher Beule |
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der Seitenzug ist gewaltig |
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Motor auf Passhülsen |
passt nicht: Chokhebel kollidiert mit Krümmer |
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erste Probemontage des Motors mit Auspufftöpfen |
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Innenansicht der Auspufftöpfe |
Bild zeigt Sturz und Nabenüberstand |
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Zündungen Montiert |
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Kofliktpunkt: Kerzenstecker <> Haube |
anders geht es nicht, später kommen Hutzen daüber |
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endgültige Motorstellung |
Ansicht mit Ausnehmungen für Kerzenstecker |
Motoransicht mit Schalldämpfern |
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Ausbau der Antriebseinheit |
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Musterrippe mit 1,5 Grad EWD |
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erstes Mal zusammengesteckt - 16,7 kg |
der glückliche Besitzer |
Teamwork |
beim Motoreinbau |
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Auspuffsystem mit Haltern montiert |
Öffnungen für den Luftaustritt |
hier bereits mit Gitter |
der Tank |
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Gas - und Chokeservo eingebaut |
Gas und Chokeanlenkungen fertig |
Propellermontage |
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Spornrad
und -servoeinbau
Der
Einbau des Spornradservohalters
und des Spornfahrwerkes muss unbedingt vor der
Einklebung des Höhenleitwerkstragrohres erfolgen!
Der nächste Arbeitsschritt diente zur
Abklärung des Einbaues des Spornradservos. Es wurde der
Aus- schnitt für das
Servo hergestellt. Mittels Pappschablonen wurden
die Spanten für den Servohalter dimensioniert und
aus gutem Sperrholz hergestellt, außerhalb des Rumpfes
zusammengeharzt und dann im Rumpf mit Stabilit
eingeklebt. Das Servo wird so tief im Rumpf sitzend befestigt, dass nur der
Ruderarm die Rumpfoberfläche überragt. - Die Anlenkung des Spornrades
erfolgt mit Fesselfluglitzen (Stahlseil) und Zugfe- dern.
Zugfedern sind wichtig, da sie einen Schutz für die
Belastung des Servos darstellen. Zur Steuerung des Spornrades wird ein 7,2 kg-Servo verwendet.
Zur Herstellung der Befestigung für den Sporn muss der Rumpfspitz
innen ausgeschliffen werden (GFK-Rück- stände von der
Rumpfherstellung), damit man danach einen
Holzklotz versehen mit Einschlagmuttern zur Befestigung des
Sporns, von innen an der Unterseite des Rumpfspitzes einkleben kann. Die Bohrungen zur
Befestigung
des Sporns müssen mit dem Rumpf und dem Sporn
selbst übereinstimmen. Die Klebung
wurde mit viel Stabilit vorgenommen, wobei der Holzklotz mittels der
angezogenen Schrauben an die Rumpfhülle
angepresst wurde. Die Aufnahme des Spornrades
erfolgte mittels der dem Bausatz beiliegenden Teile. Die
Zentralschraube der Lenkachslagerung wurde mit UHU-Endfest 300
am Sporn angeklebt. Nach
Aushärtung konnte der Anlenkhebel vorbereitet werden.
Der beiliegende Hebel ist aus mit Kupfer
beschichtetem Glasfaserkunststoff gefertigt
(und das ist stark
genug). An der
Zentralbohrung wurden beidseitig Beilagscheiben
aufgelötet. Die Befestigung erfolgt mit Kontermuttern oberhalb und unterhalb des Hebels.
Leider wurde auch hier
bei den Folgebausätzen gespart und eine deutlich
schwächere Version des Spornes
geliefert. Nacharbeit ist
auch an der Anlenkung notwendig. Ein Spornrad wurde
ebenfalls nicht mitgeliefert.
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Heckspornbefestigung |
das fertige Spornrad |
Ausschnitt für das Spronlenkservo |
Servohalterung |
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Rumpfinnenansicht der Servohalterung |
die Schrauben ziehen beim Aushärten den Klotz nach oben |
fertige Anlenkung mit Federn |
Draufsicht auf Servo und Spornrad |
Flächenbau
Schließlich
wurde Hand an den Tragflächen angelegt. Zu dem Zweck
wurden die bei diesem Modellbausatz vorgefertigten Servodeckel abgeschraubt und
festgestellt, dass man bei Rosenthal offenbar nicht
weiss, wie dick und hoch Servos der vorgeschlagenen Bauart
sind. Alle Servoschächte
müssen tiefer gefräst und einseitig die Auflage
weggefräst werden. Nur so passen Normservogrößen in
die Schächte.
Bei den
zwei Nachfolgebausätzen sind weder Servodeckel vorhanden
noch Servoschächte ausgefräst!
Ebenso deprimierend ist die Art wie die
Klappenscharniere an der Fläche befestigt werden. Es ist
unter dem Abachiholz nur Styropor und nicht
die Bohne von Sperrholz oder ähnlichem
Verstärkungsmaterial, sei es Balsa. Auch von einer GFK-Matte
konnte ich nichts bemerken. Ich habe die Scharniere
montiert und wieder demon- tiert und Epoxyharz in die Bohrungen
gespritzt. Dadurch verhärtet sich das Styropor und
das Holz und wird trag- fähig. Auf einer
Flügeloberseite besteht durch ungenaue Fertigung ein
Höhenunterschied Fläche zu Klappe
von 2mm! Durch unterlegen von angepassten
Sperrholzplättchen kann die Klappenoberkante an das
Niveau der Fläche angehoben werden.
Seltsam,
aber die Klappenscharniere überlebten einwandfrei 20
Betriebsstunden mit lange und oft verwende- ten
Landeklappen. Auch die beim Absturz auftretenden Kräfte
durch die sehr großen und gewichtigen Klappen
führten nicht zum Ausreißen der Scharniere.( Wohl aber
bei den Querrudern wegen zu kurzer Einbau- längen
der ins Styropor reichenden Ruderhebel.) Die
Flügel der neuen Bausätze haben eine gänzlich andere
Ausführung der Landeklappenausschnitte.
Die
Anlenkung der Landeklappen erfolgt über dem Bausatz
beiliegende Pertinax Ruderhörner. Zwei der Hörner
habe ich
zu einem Ruderhorn zusammengeklebt;
das ist fest genug, einzeln hätte ich Sorge wegen der
Festigkeit. Um die richtige Positionierung der
verdeckten Anlenkungen zu finden, wurde eine
Skizze angefer- tigt. Die Hörner werden entsprechend der
Skizze in der Achse von den Servos zur Klappe
angebracht und eingeharzt. Da geplant ist, dass bei 60
Grad ausgefahrener Klappe der Servoarm ausgestreckt
sein muss, trat ein Problem ein. Mit dieser
Servopositionierung kann die Klappe nicht vollständig eingefahren werden, da der
originale Servoweg
von gesamt 90 Grad dafür nicht ausreicht. Vom Sender
aus kann
der Servoweg auf jeder Seite auf max. 60 Grad vergrößert werden,
was aber noch nicht ausreicht. Derzeit ist ein
Winkel von etwa 55 Grad erzielbar. Zum Glück kann man
digitale Hitec Servos mit einem Programmiergerät und einem PC speziell programmieren,
sodass der erforderliche Ruderweg zustande
kommt. Sollte das auch scheitern, dann muss ein längerer Servohebel eingebaut
werden. - Leider ließ sich
mit der Servoprogrammierung nicht der
erwünschte Effekt erzielen, sodass längere Servoarme
eingebaut wurden. Für spätere
Servicearbeiten ist zu erwähnen, dass bei ausgefahrener
Klappe der Gabelkopf an der Klappe
aus- bzw eingehängt
werden kann. Danach kann das Servo samt Gestänge durch
hochheben des Servodeckel
herausgezogen werden.
Für den Servotausch ist eine Steckverbindung beim
Klappen als auch beim Quer- ruderservo vorhanden. Im nächsten Arbeitsgang wurden die
Querruder-Ruderhörner in den Querrudern eingebaut und
eingeharzt. Es müssen nurmehr die
Anlenkgestänge hergestellt werden, was auch für die
Landeklappen gilt.
Tipp:
Die Länge des im Flügel befindlichen Teils des
Ruderhornes muss mindestens die Länge des außerhalb befindlichen
Ruderhornes haben!
Flächenrohr
im Rumpf einharzen
Schon eingangs wurde
die Notwendigkeit der provisorischen Montage der Flügel
für den Fahrwerkseinbau be- sprochen. Einmal muss es
aber sein, das
Flächenhalterohr muss definitif eingeharzt werden, damit auch das
Höhenleitwerk später danach ausgerichtet werden kann. - Dazu müssen
aber die Flächen an den Rumpf ange- steckt werden und entsprechend
der Kontur der Oberseite der Flächenwurzel eingerichtet
und provisorisch mit einem Tropfen
Sekundenkleber fixiert werden. Dann kann man
beidseitig den Einstellwinkel messen und die Flächen
notfalls noch verdrehen, bis beide Einstellwinkel
gleich sind. Unter der Annahme, dass die Tragflächen
genau gearbeitet sind, kann man dann von der hinteren
Ecke des Randbogens (beim Flügel) links und rechts,
zum Boden hin annähernd genau die Höhe über
einer ebenen Bodenfläche messen. - Nach dieser Prozedur
wurde das Halterohr endgültig mit Harz
befestigt.
Wichtig
ist auch die Befestigung der Tragflächen am Rumpf. Zu
diesem Zweck wurde eine Methode gewählt, die
dem Original nahe kommt. Dazu wurden in den Flächen
die zum Rumpf passenden Bohrungen hergestellt.
Zur Befestigung der Flächen werden Schneidmuttern M8 eingedreht und eingeklebt.
Dazu ist norwendig, dass man mit einem 12,5mm
Bohrer
vorbohrt und den Schraubeinsatz und das Styropor im Loch mit etwas PVH- Leim benetzt.
Die Verwendung von Leim gibt die Chance, bei späteren
Veränderungen die Einsätze mit Kraft aber ohne
Beschädigung der 8 mm dicken Wurzelrippe wieder frei zu
bekommen.
Mit M8-Inbusschrauben werden die
Flächenvon innen an den Rumpf gezogen und befestigt.
Die genaue Einstellwinkeldifferenz wird durch Nacharbeit
der zuerst angefertigten Bohrungen (10mm Durchm.) mit
ein wenig Stabilit gefüllt und mit nachfolgendem Bohren und
Feilen auf den richtigen Durchmesser und die richtige
Position gebracht.
Höhenruder
Der Einbau des Höhenruderhalterohres
im Rumpf ( wegen "Parallelität" zur Tragfläche) ist
eine heikle Sache, da eine genaue Vermessung schwierig
ist; mir hilft zuletzt nur das
Augenmaß. Mit vielen Tricks war dann die richtige Lage
erreicht. Sie wurde mit Sekundenkleber
provisorisch fixiert. Nach Probesteckung der Leitwerke
mit nochmaliger Vermessung und optischer Überprüfung, erfolgte die
Einklebung des Führungsrohres mit
Stabilit Express.
Das Höhenruder und sein
An-/Einbau ist eine Herausforderung. Warum? Klar, weil es
nicht an den Rumpf passt und außerdem der
Tiefenruderweg in der Rosenthalvariante maximal 10 Grad zulässt. Nachdem meinem
Freund und mir das alles nicht zusagte, mußten diverse
Änderungen erfolgen. Um die schon oben einmal erwähnte
Aufdoppelung auf die Wurzelrippe des
Höheruders mittels eines Zwickels mit ca. 2 cm Dicke zu
schaffen, musste die bereits aufgebügelte Folie
teilweise entfernt werden. Dann wurde das Ruderblatt von
der Dämpfungsfläche abgeschnitten.
Rosenthalerisch ist es an der Ruderoberseite mittels GFK-"Scharnierband"
befestigt. Danach musste am Ruderblatt vom Holm
nach unten jeweils ca. 20 Grad auf jeder Seite abgeschliffen
werden, damit ein ausreichender Ruderausschlag
realisiert werden konnte (+/- 40 Grad).
Neue
Bausätze haben tolle Hohlkehlenscharniere wie bei den
Querrudern und sind an die Rumpfschräge ange-
passt, sodass kaum mehr
aufgedoppelt werden muss.
Als Scharnier dient
ein in einer
Nut in der Ruderblattnase eingeharztes Bowdenzugrohr, in
dem als Schar- nierachse ein 2 mm Stahldraht
eingeschoben wird. Vier Scharnierhörner aus 2mm
Sperrholz sind je Ruderblatt eingeklebt. Der
Stahldraht wird rumpfseitig eingeschoben.
Damit
die HLW an den Rumpf passen ist notwendig, den Spalt mit
seitlich an den HLW-Wurzelrippen anliegen- den Keilstücken
aus 2 x 10 mm Balsaholz hart plus 2 mm zum
Feinausgleich zu füllen. Anschließend werden die
angepassten Keilstücke am jeweiligen
HLW mit Harz angeklebt. Von den bis dahin notwendigen
Hobel- und Schleifarbeiten und meinen Äußerungen
gegenüber Rosenthal während dieser Arbeit, möchte ich besser nicht berichten.
Nach Einklebung der Passstifte in jedem
Leitwerk kann an die Einstellung der EWD
gedacht werden. Zuvor müssen von
den HLW-Hälften die neue Wurzelrippen auf 3 mm
Flugzewugsperrholz übertagen und die Rippen ausgesägt
werden. Diese Rippen bilden später die Wurzelrippe der
Leitwerksanformung am Rumpf. Die
Einstellung des gewünschten Anstellwinkels der Leitwerke
wird von mir nach folgendem Muster durchge- führt.
Die Tragflächen müssen montiert werden. Dann müssen
beide Leitwerkshälften leicht an den Rumpf angepresst
werden,
sodass sie mit den Passstiften am Rumpf anliegen und
das Leitwerk "verkanten", sodass sie dadurch ihre
genaue Lage beibehalten. Eine zusätzliche Sicherung kann
mit Klebeband erfolgen. Nun kann die EWD-Waage zum Einsatz kommen.
Zuerst wird der Anstellwinkel von der Tragfläche
gemessen, dann der Winkel des HLW. Das HLW
wird nun so lange verdreht, bis der Winkel stimmt mit
dem die Soll-EWD erreicht ist. Dann
kann diese Lage am Rumpf angezeichnet werden. Jetzt kann
die für die bestimmte Anstellung des HLW die
Bohrung des Passstiftes am Rumpf markiert und an
der Stelle mit dem Passtiftdurchmesser ein Loch gebohrt
werden. Im
nächsten Schritt wird das HLW jetzt ganz an den Rumpf
angeschoben und neuerlich die EWD überprüft. Erfgorderliche Änderungen
des Winkels werden jetzt mit der dementsprechenden
Bearbeitung der Rumpfboh- rung für den Passstift
erreicht. Stimmt beidseits die EWD, dann kann
die rumpfseitige Wurzelrippe
durch das Höhenleitwerk aufgeschoben werden bis sie gut am Rumpf
anliegt. In dieser Lage wird die Rippe am Rumpf miteinigen
Tropfen dickflüssigem Sekundenklebstoff angeheftet.
Nun können die HLW abgenommen und
die Wurzelrippen auf der Unterseit mit Kreppband abgedichtet
werden.
Schließlich wurde mit Microballons kittartig verdicktes Epoxydharz
zwischen Rumpf und Wurzelrippe einge- bracht. Um nicht
zuviel Harz einzufüllen kann man bei halber Füllung
einige Balsaabfälle in den Spalt zwischen Rippe und Rumpf
einbringen und darüber noch etwas Harz aufbringen. Nach
dem Aushärten kann das aufge- brachte Harz zur optischen
Verschönerung beschliffen und die Höhenleitwerkskeile
fein nachgearbeitet werden. Zur
Fertigstellung der HLW war die Bebügelung der
Scharnierleisten und der Keile notwendig. Anschließend
wurden, zur Befestigung der HLW, die Arretierschrauben
eingebaut, die in ein Loch im Holmrohr ragen. Die Halteschraube
wird später bis zum Schraubenkopf eingedreht und
festgezogen. Um das zu ermöglichen muss an
geeigneter Stelle die Beplankung des HLW aufgeschnitten
und so tief ausge- fräst werden, dass die Sperrholzplatte
von 40x30x4 mm mit der Einschlagmutter darinnen Platz hat. Je eine
Einschlagmutter wurde in ein
4 mm Sperrholzbrettchen eingeschlagen.
Das Sperrholzbrettchen wird genau positioniert und in
dieser Lage mit 5-Minuten-Epoxy eingeklebt. Nach
der Aushärtung wurde die Befestigungs- platte ein wenig
nachgeschliffen und mit Folie bebügelt.
Der nächste Schritt
in der Fertigstellung der HLW bestand aus dem
Einbau der Servos und deren Anlenkungen. Wie auch
bei den Tragflächen musste auch bei den
Höhenleitwerken die Aussparung für das jeweilige Servo
vertieft und der Ausschnitt in der Beplankung
an das Servo angepasst werden. - Da im Bausatz
nicht ausrei- chend Ruderhörner beilagen, wurden für die
Höhenleitwerke und das Seitenruder solche aus
3mm Flugzeug- sperrholz angefertigt. Anschließend
konnten die Schubstangen M3 hergestellt werden. Beide
Ruderblätter erlauben einen Ausschlag von +/-
40 Grad. - Vorweg, das ist für den Flugbetrieb voöllig
ausreichend.
Vor der Endmontage des
Höhenleitwerks wurde versucht, mittels Programmierungbei
einem der zwei Hitec Digital Servos, dessen
Drehrichtung umzustellen, damit beide HLW-Servos mit
einem V-Kabel und nur einem Kanal betrieben
werden können. Nachdem das mit dem Programmiergerät
Hitec HPP-21 nach einigen Versuchen geklappt hat und die Ausschläge
passten, konnte die endgültige Montage des HLW
durchgeführt werden. Hier trat zutage, dass, weshalb
auch immer, ein Luftspalt von etwa 0,5mm zwischen
Rumpfwurzelrippe und dem HLW besteht. Zudem fällt
mir auf, dass die HLW-Hälften meiner Meinung nach zu geringe Führungsrohrlänge
haben, da sie bei Druck nach hinten, sich an der
Nasenleiste etwas vom Rumpf entfernen. Man
muss sehen, wie sich das Problem im Betrieb weiter
verhält. - Vorweg, das hat sich wie befürchtet verstärkt
und wurde mit einer Schraube durch jede
Nasenleiste, das Leitwerk wieder zum Rumpf gezogen. Bei
der zweiten Variante wurden Multiplex Multilock-Schnappverbinder
eingebaut.
Die
Flugpraxis zeigte, dass die gewählte Befestigungsmethode das
Verlieren des HLW sicher verhindert, nicht aber, dass
mit den Flugstunden Spiel entsteht und das HLW mit der
NAsenleiste nicht
mehr eng am Rumpf anliegt. Die Lochlaibung der Schraube
im Holmrohr ist vermutlich hierfür verantwortlich. - Bei
den zwei Neubau- ten werden daher zusätzlich im
vorderen HLW-Drittel Flächenverbinder von Multiplex
(Multilock)
eingebaut, welche die Leitwerkshälften zuverlässig am Rumpf
halten und anliegen lassen.
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Flügelarbeiten: |
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Servoschöächte zu flach, müssen nachgefräst werden,
damit ein Servo hinein passt |
Querruderservo: auch in der Schachtbreite passt kein
normales Servo in den Schacht |
Klappenservo: muss wesentlich tiefer gefräst werden,
damit der Hebelarm unten ausreichend Bewegungsraum hat |
Einbausituation Klappenservo |
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Fläche mit Scherbolzenlöchern und Kabelkanal |
Landeklappen eingebaut |
Studie der Landeklappen Kinematik |
Landeklappe umgeklappt,damit man das Anlenkhorn der
Klappe sieht |
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das Gewinde für die Flügelbefestigung mittels
Schneidschrauben M8 |
Schneidschraube angesetzt |
Ansicht der Flügelbefestugung mit zwei M8 Schrauben |
Untersicht der Tragfläche |
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Ansicht der ausgefahrenen Landeklappen (dzt. nur 55
Grad) |
imposante Klappenstellung |
Befestigungsbohrung wird mit Harz befüllt und dann mit
Klebeband verschlossen bis zu Aushärtung |
die Befestigung mit M8-Inbusschraube |
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Höhenruderarbeiten: |
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das außerplanmäßig getrennte Höhenruder |
das angeschliffene Ruderblatt |
Nut für Lagerrohr fertig |
Lagerrohr und Nutverschluss eingeharzt |
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die Scharnierhörner |
eingehrzte Scharnierhörner |
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Skandal: fast 2cm fehlen am Höhenleitwerk - das gibt
Arbeit |
die Keile werden hergestellt |
Keile aufgeklebt |
Draufsicht bei aufgesteckten Leitwerken - da fehlt noch
etwas! |
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Ansicht der neuen Wurzelrippe am Rumpf - beachte
Anstellwinkel bei 1,5 Grad EWD (lt. Rosenthal) |
Zwischenraum
Wurzelrippe-Rumpf mit Füllharz gefüllt |
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die fertigen Keile sind verklebt |
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Situation mit Ruderanformung und HL |
Ansicht der Spalten re und li |
Ansicht bebügelt |
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Methode der Flügelarretierung |
Herstellung Flügelarretierung |
festgeschraubt |
HLW mit Ruderblatt (Tiefenruder voll) |
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Anfertigung von Ruderhörnern für Höhen- und Seitenruder |
die Massenfertigung |
das fertige HLW komplett mit Servos |
Untersicht der Anlenkungen |
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Ansicht fertiges Höhenruder |
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Seitenruder
Der
Einbau eines Seitenruders stellt bei anderen Modellen
der kleineren Bauart keine Schwierigkeit dar. Bei
Rosenthals
Brid Dog ist es etwas anders. Interessanter Weise hat
man von der Firma die Querruder richtig
gebaut,
in dem man ein Lagerungsrohr des langen Stahldrahtes,
bereits vor der Verklebung der Ruder-Nasen- leiste
mit dem Ruderblatt eingeharzt hat. Beim Seitenruder hat
man das aber so tief gelegt, dass man es nicht sehen konnte und so muss jeder Bird Dogger
sehen, wie er das hinbekommt. (Nach dem Absturz und dem
Bruch des Seitenruders war das Führungsrohr zu
sehen. Als Ausweichlösung habe ich mit
einen 3mm Fräser einen etwa 8mm tiefen Schlitz
auf Länge der vorderen Rundung des Seitenruders
hergestellt. In diesen Schlitz wird das Lagerrohr
eingeklebt und später der Schlitz mit Balsa abgedeckt.
Das Seitenruderoberteil musste mit einem langen Bohrer
durchgebohrt werden, um das Rohr durchschieben zu können.
Nach dem Absturz und bei
der Aufarbeitung der Teile war festzustellen, dass
Rosenthal sehrwohl ein Lagerrohr eingebaut hatte, jedoch war es an den
Enden vom Besitzer schon früh überbügelt worden und daher für mich
nicht auffindbar.
Anschließend wurden die Durchstiche für die
Lager des Seitenruders hergestellt und an die Dicke der
Halter angepasst. Jetzt konnten die Halter im
Seitenruder aufgenommen werden und probeweise in den
Seitenruder- steg eingesteckt werden. Das
ermöglichte die Tiefe der Halter im Steg festzustellen.
Dabei fiel auf, dass das Seitenruderoberteil
auf jeder Seite etwa 2mm breiter als die
Seitenruderdämpfungsfläche ist. Darüber hinaus ist das
Ruderblatt entlang seiner Nasenrundung einseitig bauchig.
Leider hat der Besitzer das Seitenruder als erste
Arbeit fertig bebügelt, sodass ein Abschleifen
nicht möglich war. Ungeachtet dessen ist das Seitenruder
deutlich schmäler als die Seitenruderdämpfungsfläche
beim Steg, sodass der "Buckel" nicht
sehr auffällt.
Nachdem alle Arbeiten am Rumpfheck erledigt
waren, konnte die Einharzung des Seitenrudersteges in
Angriff genommen werden. Mit Microballons
versetztem teigigem Epoxydharz wurde der
Seitenruderspant in den Rumpf eingeklebt. Die
drei Anlenkungshörner wurden bereits zuvor eingepasst,
positioniert und mit Epoxydharz verklebt.
Da inzwischen das Servobrett im Rumpf Form angenommen hat wurde
das Seitenruderservo eingebaut. Mit feinen Stahlseilen
(min. 9kg Zugkraft) und Zuffedern erfolgt die Anlenkung des Seitenruders. Die
dafür erforder- lichen Ruderhörner wurden selbst aus 3mm
Flugzeugsperrholz hergestellt und angepasst
an die Seillage im Seitenruder eingeharzt. Mit einem
Servoweg von 120 Grad kann ein
Seitenruderausschlag von fast 45 Grad erreicht werden.
Vorweg: Das reicht völlig für den Flugbetrieb aus.
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Seitenleitwerkssteg in Vorbereitung |
Seitenleitwerkssteg in Vorbereitung |
das Seitenruderblatt: wieder skandalös, überragt auf
jeder Seite gut 2mm ! |
der Seitenrudersteg wird eingeharzt |
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fertig ohne Anlenkung |
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Seitenruderservo eingebaut und mit Stahlseilen |
Seitenruderanlenkung |
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Seitenruder Vollausschlag |
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Flächenstreben
Die
Herstellung passender Flächenstreben unterliegt dem
Versuch, möglichst
optisch dem Original nahe zu
kommen. Dazu
werden die "Rosenthalschen" verbogenen Streben mit
Tropfenprofil einer
Begradigung unter-
zogen. Das gelingt jedoch
mangels geeigneter Vorrichtung zum Dämpfen des
Kiefernholzes nicht optimal.
Irgendwie hat es dann doch geklappt,
insbesondere nach Aufbringung einer dünnen Glasmatte.
Die Befestigung
der Streben erfolgt auf der Rumpfseite mittels einer
Eigenbauanlenkung die auf einem, in der
hölzernen
Strebe eingeharzten M5 Gewindestück aufgeschraubt ist. Die Befestigung dieser
Streben- anlenkung erfolgt rumpfseitig mittels einer M3 Inbusschraube
die im Holz teilweise versenkt ist.
Das flächenseitige
Ende wird mit den zugekauften M5-Gabelköpfen versehen.
Diese werden ebenfalls auf einem, in der
Strebe eingeharzten M5 Gewindestück aufgeschraubt. Hier
besteht die Möglichkeit der Einstel- lung der Strebenlänge.
Siehe dazu die Bilder unten.
Als
Anlenkpunkt in der Tragfläche wurde je ein selbst
angefertigter Metallteil aus Alu hergestellt, derein
50mm langes M5-Gewinde hat. An der richtigen
Montagestelle wurde in die Fläche ein Loch gebohrt und
dieses mit Min-Epoxy gut eingestrichen. Nach
dem Aushärten wurde ein M5 Gewinde geschnitten in das
der Anlenkteil eingeschraubt wurde. Auch an
dieser von Rosenthal markierten Stelle besteht unter der
Holzbeplankung kein Verstärkungsteil. Ich
wollte die bereits gebügelte Fläche nicht öffnen und
eine Verstärkung einharzen.
Zwischendurch
kam es einmal zum Bruch der im Flügel eingeschraubten
Alu-Anlenkung. Sie wurde gegen eine
idente aus Messing erstezt.
Selbst nach der ausreichenden langen Flugzeit und dem
Absturz ergab diese, aus
meiner Sicht nicht optimale
Lösung kein Problem, denn die Gewinde im Flügel waren
noch immer intakt und
das obwohl die
Messingablenkung am Gewindeansatz abgebrochen ist .
Nachdem
die profilierten Streben aus Kiefernholz eine
ansehnliche Breite von ca. 35 mm haben, denke ich, ist
deren Anstellwinkel zu beachten. Sie wurden
auf 0 Grad ausgehend vom Anstellwinkel der
Tragfläche eingestellt. Eine Nachjustierung
ist (mit Einschränkungen) möglich.
Die
Streben bei den nächsten zwei Bausätzen sind wesentlich
dezenter ausgeführt.
Anbauteile
Zu
den vom Besitzer gewünschten Anbauteilen zählt die Funkantenne am Pilotendach,
die Collins-Antenne hinter der Kabine und die Antennenhalter
an den Höhenleitwerken. Für die Funkantenne wurde Alu
verwendet und kurzerhand gedreht. Der Halter
wird mittels M3 Schraube und Verdrehungsschutz im
Kabinendach befes- tigt. In einer M3 Gewindehülse wird
die Antenne (2mm Stahldraht) eingeklebt. Nach Härtung
kann die Antenne in der Halterung eingeschraubt werden.
Die
Collins-Antenne wurde gemäß den Maßangaben vom Original aus GFK-Abfällen von den Resten
aus den ausgeschnittenen Fenstern im Rumpf hergestellt.
Sie besitzt zwei eingehartzte Ortungsstifte und eine M3
Schraube zur Befestigung.
Weiters wurden zwei
spezielle Antennenhalter für die Höhenleitwerke gebaut. Dazu
wurden aus Alublech die Befestigungsbleche
gefertigt und aus Balsresten die Rundlinge hergestellt.
Um gute Rundheit zu erhalten wurden die Teile auf
der Drehbank bearbeitet und die Spitzen mit der Hand an
die Fotodarstellung möglichst angeglichen.
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die div. Strebenhalterungen |
Anlenkung in der Tragfläche |
fertige Anlenkung (nicht zum verstellen) |
fertige Anlenkung (verstellbar) |
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Antennehalter für Höhenleitwerk |
alle Anbauteile |
fertige Antenne |
Antenne |
Fertigstellung
der Bird Dog
Endlich geht es nach der
Aushärtung der Lackierung in die
Fertigstellungsphase der Bird Dog. Zu diesem Zweck wurde mit der
Anfertigung der Servokabel für das Höhenruder
und das Spornradservo begonnen. Um das V-Kabel für die Höhenruder einziehen zu
können, mussten die bisherigen Öffnungen in
der Wurzelrippe vergrößert werden. Dann konnte
das Höhenruder montiert werden. Nun folgte der
Einbau des Spornradservos und des Spornradfahrwerks. Im
nächsten Arbeitsgang wurde die weiße Collins-Antenne
angebaut und danch der Antennensockel für die Antenne am Pilotendach
angeschraubt.
Zur Betankung des Modells
wurde ein schwarzer Tankfüllstutzen (Emotec) nahe des
vordersten Rumpfspantes auf der rechten
Rumpfseite montiert und mit einem benzinfesten Schlauch
versehen
Anschließend wurden die Endmontage
des Motors und der Zündungen am Motordom durchgeführt.
Jetzt konnten die Servos für Gas und Choke
eingebaut und mit den fertigen Gestängen angelenkt
werden. Dann wurde die Twin-Elektronik
mit den Kabeln der beiden Zündungen verbunden und
gemeinsam mit den anderen Servokabeln
Richtung Rumpfheck ausgelegt. Um bis zum Empfänger zu
kommen mussten Verlängerungen ergänzt werden.
Nun konnten auch die Zündschalter eingebaut werden sowie
deren Kontoll-LEDs. Die beiden LEDs werden im
Armaturenbrett eingebaut,damit man sie von außen
gut sehen kann. Alle Kabel wurden am
Rumpfboden bis zum
Empfängerbereich gezogen und später in Kabelhaltern
eingeklinkt. Bevor die endgültige Kabellage
fertig war wurde am unteren Mittelspant eine dünne
Sperrholzplatte eingeklebt die hilft, dass die warme Luft unter
dem Tank zu den beiden Lüftungsöffnungen
zwangsumgeleitet wird. Zur Verlegung der Kabel
ist es notwendig, dass der Motor samt Auspuffsystem
eingebaut ist.
Wartungsinfo
zum künftigen Aus-/Einbau des Motors:
Um
den Motor samt Motorträger vom Rumpf abzubauen müssen
vorher die Kabel zum Empfänger und zu
den Zündakkus
aus den Halterungen ausgeklipst werden und die
Zündschalter abgesteckt werden. Das ist
nur mit vorheriger
Entferung der Tankplatte samt Tank möglich!
Das
Servo für die Schleppkupplung wurde eingebaut und
verkabelt. Das Kabel wurde auf die notwendige Länge
verlängert und wie alle anderen Kabelstränge in Richtung
Empfänger in schwarzen Schutzschlauch gewickelt
und mit Klipsen an den Spanten befestigt. Dann folgte
der Einbau der Kabel für die Querruder- und
Klappenservos. Schließlich konnte die Servoplatte mit
der Power Box, dem Empfänger und dem Jeti-GPS eingeschraubt werden.
Zwischendurch
wurde probeweise die erste Schwerpunktsbestimmung mit
dem Rumpf, inklusive Höhenleit- werk, dem
Seitenruder, den Rädern und dem Propeller aber ohne
Flächen, durchgeführt werden. Das Ergebnis war
zufriedenstellend, denn der Rumpf mit seitlich neben dem
Tank abgelegten Akkus blieb in horizontaler Lage.
Zu den Arbeiten zur Fertigstellung des Modells
zählen auch kleine arbeitsreiche Detailanfertigungen
wie zB. der Peilantennenhalter am
Höhenleitwerk sowie auch die Verstrebungen bei Front und
Heckscheibe in der Kabine. Schließlich war die Zeit günstig, den
Propeller zu montieren. Die Frage der Stellung des Prop
für den Startvor- gang beantwortete mein Freund
Karl. Er empfahl mir den Motor auf OT zu stellen und den
Prop etwa 10 Grad in Drehrichtung nach OT zu
positionieren. Nach dem Bohren und der Montage war es
mir klar, denn jetzt merkt man die Kompression
etwa 5 Grad vor OT und lässt sich der Motor gut über
den OT drehen.
Danach wurden die Kabelverbindungen
von den Akkus zu den Zündschaltern und zur Power Box
angefertigt. Die erste Erprobung der Power Box
verlief erfolgreich.
Am Folgetag wurden die
lackierten Kabinenstreben hinter der Front- bzw
Heckscheibe eingebaut und die Verkabelung
der Power Box fertig gestellt, alle Servos im
Sender eingestellt und erprobt. Nach den Einstellun- gen
konnte das Servo-/Empfängerbrett fix angeschraubt
werden.
Die nächste Arbeit bestand in der
Herstellung einer Tankentlüftung. Zu diesem Zweck wurde
ein Nippel im Rumpfboden montiert und mit
einem Schlauch versehen, der ausreichend weit von den
Auspufftöpfen ent- fernt verlegt wurde.
Wartungsinfo
für die Landeklappeneinstellung und die Zündungskontrolle:
Die
Landeklappen wurden in Mittelstellung auf 30 Grad
Ausschlag eingestellt, der Vollausschlag steht bei
60
Grad! Bei eingeschalteter Zündung (K9) blinken beide
Kontrolldioden am Armaturenbrett rot.-OK! Nachher
wurden die Akkuhalter für je zwei Lipos 2S 4000 mAh
(Empfänger) und zwei Lipos 2S 2200 mAh (Zündungen)
angefertigt, lackiert und die Akkus mit Klettband darauf
befestigt. Beide Halter können mit ihrem Schlitz
unter eine Halteschraube geschoben und mit einer zweiten
längeren Schraube festgezogen werden. Zur Sicherung
der Akkus wurde ein Kabelbinder um jedes Akkupack
herumgespannt. Damit konnte das Tank- Brett
endgültig angeschraubt werden.
Der letzte
Arbeitsschritt des Tages bestand in der Befestigung der
Räder am Fahrwerk und der Montage des Propellers.
Wartungsinfo Propeller:
Die
Befestigungsbohrungen bei einem neuen Propeller müssen
mit einer Ständerbohrmaschine gebohrt
werden!
Dazu dient auch ein zum Zubehör gehörender Messingdorn zur Zentrierung des Prop
und der Propbefestigungsscheibe. Die Einstellung
des Prop ist so zu empfehlen, dass der Motor auf OT
gestellt wird und der Prop 10-15 Grad nach OT
stehen soll. In dieser Stellung kann mit der
Propbefestigungsscheibe ein Loch markiert und gebohrt werden, um danach alle Bohrungen herzustellen.
Fenster
einkleben
Die Fensterscheiben stellen so
ziemlich den letzten, aber heikelsten Arbeitsschritt
dar. Es ist peinliche Sauberkeit erforderlich
und das ist schwierig. Die Scheiben wurden zugeschnitten
und eingepasst. Mit dem amerikanischen
Fensterscheibenkleber "Formula 506" wurde gearbeitet und
die Scheiben sitzen wirklich fest. Die beiden hinteren
Seitenscheiben wurden von innen angesetzt und
angeschraubt, so dass sie gegebenenfalls zur Arbeitserleichterung
im Rumpf entfernt werden können. Nach Aushärtung des
Klebers sind kleine unschöne Klebestellen
sichtbar, sodass die Stellen überstrichen worden sind.
In Summe ist das Modell recht ansehnlich geworden.
Während des flotten
Flugbetriebes flog eine Seitenscheibe davon und die
Frontscheibe wurde eingedrückt. Zur Sicherheit gegen
Verlust der Scheiben nach Lockerung infolge Vibrationen
ist es ratsam die Scheiben mit
kleinen Blechtreibschrauben
(2,2 x 6) zu befestigen. Weiters ist in Frontscheibenmitte
ein ausreichend starker Blechstreifen einzubauen,
der das Eindrücken der Scheibe durch den
Fahrtwind verhindert.
Bei
einem Test des Zusammenbaues des Modells mit den
montierten Fensterscheiben wurde
festgestellt, dass die Erreichbarkeit der hinteren Flächenschraube
etwas Geduld erfordert, aber keineswegs unmöglich ist.
Ansonsten funktioniert alles zufriedenstellend. Die Klappen wurde
vorläufig auf eine Laufzeit von 3 Sekunden eingestellt.
Nachdem sich die Abholung des Modells um einen
Tag verzögert hat, konnten noch einige Details nachge- rüstet
werden: Türgriff, Kühlerschutzgitter,
Antennenbeschriftung und die Spezial-Heckantennen (sehen
wie Griffe aus).
Jetzt steht dem Motoreinlauf nichts mehr im
Wege und danach könnte der erste Start erfolgen. Für das
ja nicht täglich erfolgende Ereignis eines
Fluges mit der Bird Dog scheint eine Checkliste für vor
und nach dem Start für mich sinnvoll und ich
habe sie für meinen Freund auch angefertigt.
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Rumpfinnenansicht mit Kabelbaum zum Motor |
Kabelbäume am Rumpfspant sichtbar |
Ansicht Rumpfspant mit Servosteckern für die
Flächenservos |
das Servobrett mit Power Box und Empfänger |
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Antennensockel am Pilotendach |
die Collins-Antenne |
erstmals auf Rädern |
Windleitblech re. montiert |
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Frontverstrebung |
heckverstrebung |
Peilantennenhalterung |
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Propeller montiert |
erste Erprobung Power Box |
Verkabelung im Gang - der gelbe Schlauch im Bild
ist die Tankentlüftung |
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Tankplatte mit den Akkuhalterungen |
Ansicht Rumpf innen von hinten |
fast fertig und schon mit Rädern |
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Fensterscheiben einkleben |
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baufertige Bird Dog |
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Nachrüstung Türgriff |
Nachrüstung Kühlerschutzgitter |
Antenne |
Waagrechte Spezialantenne |
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r Abtransport |
Zusammenbau fertig |
Fernsteuercheck |
bereit zum Motoreinlaufen |
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Motoreinlauf
Video |
Fred misst die Kopftemperatur |
Seitenansicht |
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Rollen zum Start |
jetzt geht's los |
sie hebt ab und fliegt |
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sieht wie das Original aus |
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der Besitzer und der Fertigsteller |
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Modell jetzt wirklich fertig |
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Start- und
Flugbericht Nach
dem Zusammenbau des Modelles stand das Motoreinlaufen
als Punkt 1 auf der Tagesordnung. Einein- halb Liter Zweitaktgemisch
1:30 wurden getankt und dann war es so weit und es wurde
gestartet. Einige Um- drehungen mit geschlossenem
Choke, dann Zündung einschalten und anwerfen. Bald kam
der erste "Huster". Jetzt Choke auf und ein
weiter Anwurf und nach dem dritten Startversuch läuft
der Motor an. Wir stellen ihn auf 2500 U/Min ein
und wollten uns zusammensetzen, doch musste wegen des
starken Windes das Modell am Boden festgezurrt
werden. Exakt nach 1 1/2 Stunden war der Tank leer, der
Motor stand. Zwischen durch wurde kurz Gas gegeben,
um von der Kraft des Motors ein wenig spüren zu können.
Es steht fest, dass die Motorwahl für den 157
XiB TS von 3W richtig war. Ohne vorerst etwas an der Düsennadeleinstellung
geändert zu haben, läuft der Boxermotor seidenweich.
Auch das empfohlene Auspuff- system bringt eine
angenehme Geräuschkulisse mit niedriger Lautstärke mit sich
und alle anderen von 3W dazu angebotenen Teile
passen und erfüllen vollständig ihre Aufgabe. Die dafür
ausgegebenen Gelder lohnen sich.
Für jemand
wie mich, der vorher mit einen Motor dieses Kalibers noch
nichts zu tung gehabt hat, ist die Zugkraft mit der 32x10
Latte imposant. Das zeigt sich auch im Steigflug der
locker mit mehr als 45 Grad möglich ist. Als
der Wind kurz nachgelassen hatte, konnte mein Freund
Fred fliegen. Der Start erfolgte ohne Klappen und mit Viertelgas.
Eine Bö kam beim Rollen unter die Fläche und Fred konnte
sofort ausgleichen und gab Vollgas, um rasch Abstand
vom Boden zu bekommen. Abgesehen
vom Vollgas stieg das Modell auch wegen leichter Hecklastigkeit weg.
Mit 8-10 Grad Tiefenrudertrimmung ergab
sich ein gutes Flugverhalten. Nach eini- gen Minuten Flug wurden Landeanflüge geprobt und durchgeführt. Ohne Klappen schien das
Modell bei dem vorherrschenden starken Wind,
wegen seines guten Gleitwinkels, fast nicht landbar zu sein.
Also wurden die Klappen
bis 30 Grad ausgefahren und mit Schleppgas konnte eine deutlich
langsamere Landung erfolgen.
Trotz der gut
22kg Fluggewicht schafft der Motor die Möglichkeit für
steile Steigflüge, die das Original nie geschafft
hätte. Aber es ist gut zu wissen, was der Motor
fliegerisch zulässt, denn: "Nur Power hilft auf Dauer". Zusammenfassend gesagt,
fliegt das Modell sehr naturähnlich und gutmütig und
wird sicherlich mit allfälligen Seglerschleppflügen
kein Problem haben.
Abschlussaussage
Ich möchte mich bei meinem Freund
für sein Vertrauen und seine Großzügigkeit bedanken! Es
ist für mich eine Ehre und eine
Herausforderung gewesen, dass ich für Ihn dieses Modell
bauen und fertigstellen durfte und er meinem
Handwerkskünsten
vertraute, so wie ich ihm vor vielen Jahren in anderer
Angelegenheit vertraut habe.
Zugegeben, es ist
die Bird Dog grundsätzlich ein Modell wie jedes Andere, jedoch
deutlich größer und für längerfristigen Betrieb
solider zu bauen. Die, durch den teilweise von der Machart des
Bausatzes sich ergeben- den baulichen Problemchen,
behinderten das Bautempo, denn man musste sich für den
Bau und späteren Betrieb praktikable Lösungen einfallen
lassen. Umgekehrt bringt das abetr auch eine gewisse
Befriedigung, wenn man diese Schwierigkeiten
schafft und am Schluss das Modell ordentlich fliegt.
Hier gelangt man zumn aktuellen Baubericht der zwei
neuen Bird Dogs ansehen möchte...:
Bird Dog 1+2
Jeti-Nachrüstung in MC 24
Um
technisch aufzurüsten wurde beschlossen das Jetisystem
mit 2,4 Ghz Frequenz und Telemetrie in der MC
24 meines Freundes nachzurüsten. Vorgabe war, dass die
Umschaltung zwischen 35 MhZ und 2,4 GhZ möglich
sein muss und bestehende Schalter usw. an ihrem Platz
bleiben müssen. Da wir für die Bird Dog etwas
mehr Schalter/Kanäle benötigen wurden zwei
3-Stellungs-Schalter nachgerüstet. Die Montage der
Jeti- Minibox erfolgte linksseitig.
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Jetimodul samt Umschalter eingebaut |
Jeti Positionen (v.l.n.r.): Ohrhörerbuchse, Jeti
Antenne, Frequenzumschalter |
fertig - Ansicht mit Jetibox |
K 10 neben Anzeigegerät = Schleppk.,
K 11 mittig (rot markiert) = Choke, K 9 =
Zündung (mittiger verriegelter Sch) |
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Gesamtansicht mit Jeti-Box |
Senderansicht mit Schalterbelegung für die Bird Dog |
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