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     Mein Porsche 924 Carrera GT
 
       
 
 Als Oldtimerfreak war für mich klar, dass mit einem 944 in dieser Sparte nichts zu
 holen ist. Daher sah ich mich bei den Tarnsaxle-Porschemodellen um und konnte
 erkennen, dass es da ein Modell gibt, damals noch das einzige außer den 911er-
 Modellen mit dem "Ehrentitel" Carrera bezeichnet war. Genau dieses Modell war
 nur in beschränkter Homologationsanzahl von 400 Stück (für die Le Mans Klasse)
 gebaut worden und hatte daher auch einen noch eher niedrigen Sammlerwert.

 Durch Zufall stieß ich bei Dr. Konradsheim, einen tollen Porsche-Gebrauchwagen-
 händler, auf einen 924 Carrera GT. Zu einem erschwinglichen Preis konnte ich den
 in die Jahre gekommenen, aber sehr wenig gefahrenen Wagen mit der Fahrzeug-
 nummernendung 116 kaufen. Meine liebe Gattin stimmte dem Kauf zu und ich war
 happy. Das war mein erster Turbo.

 Der Turbomotor leistete aus 1,98 l Hubraum 210 PS die bei ca 3000 U/Min anstan-
 den. Unter 3000 U/Min war das nicht der große Reisser, aber es ging. Vorsicht war
 mit dem Gaspedal gegeben, denn ohne Abkühlpausen war immer ein Risiko für ein
 Loch in einem Kolben gegeben. Das passierte mir aber nicht.

 Nach einiger Fahrzeit passierte mir jedoch etwas anderes, nämlich es brach an
 einem Kolben der Ringstoß zwischen den Kolbenringen, was eine komplette
 Motorreparatur bedingte. Zuvor hatte ich auch das Pech, dass der Turbo einen
 Lagerschaden bekam und getauscht werden musste. Das ist bei einem Auto
 seltenen Art nicht ganz einfach, doch mein hervorragender Porschemechaniker
 Toni Weissenböck verpasste mir einen passenden, aber etwas größeren Turbo.
 Heikel wie das bei diesem alten Rennmotor war, stellte er einen etwas niedrige-
 ren Ladedruck ein, um etwaige Löcher im Kolbenboden zu vermeiden. Durch die
 größere Dimensionierung ergab sich praktisch die gleiche Leistung doch auf
 einen weiteren Drehzahlbereich gestreckt. Das Auto war damit etwas angeneh-
 mer zu fahren. In Le Mans beim ersten Oldtimer-24h-Rennen konnten wir das
 Auto mit  seinem noch sehr "jungen" Motor ausfahren und es gab jedoch keine
 Probleme.  Video

 Schwierigkeiten ergaben sich jedoch mit dem Rost im Tank. Da das Auto nur
 wenig gefahren worden ist und sehr lange Stehzeiten hinter sich hatte, war im
 Tank Rost entstanden, der dann den Weg zur Einspritzanlage fand, zuvor aber
 durch den  großen Spritfilter zum Glück ausgefilter worden ist. Beim Motorservice
 wurde man  auf den Fehler aufmerksam. Ersatztank ... nicht erhältlich und es
 passt weder der vom 924 noch der vom 944. Der Tank musste innen eine Kunst-
 stoffinnenbeschichtung erhalten. Danach klappte wieder alles.

 Für mich steht seither fest: Steht ein Auto, dann wird es kaputt; hier bewahrheitet
 sich der Spruch: "Wer ratset - rostet". Auch unsere Oldies müssten regelmäßig
 bewegt werden....

 Bei vielen Porscheveranstaltungen wie zB in Holland zum 25 Jahre 924-Jubiläum,
 oder in Deutschland, Oldtimer Grand Prix am Nürburgring oder auch in Le Mans
 erregte das seltene Fahrzeug größtes Aufsehen und durfte nach Zuweisung  der
 Porsche Clubbetreuung immer an besonderen (leicht erreichbaren) Plätzen
 in der Nähe der Clubeinrichtungen abgestellt werden.

 Leider ist/war meine Gattin gegenüber den Transaxlemodellen negativ eingestellt
 ("Nur ein 911er ist ein Porsche"), sodaß ich den Wagen gemeinsam mit meinem
 911 T - Renner bei Dr. Konradsheim in einen gepflegten 930 Turbo eintauschte.
  















        Bilder vom 1. FA Porsche Cup 
   
Ausstellung Tulln       
Typenschild  Fahrgestellnummer  Blick auf den Motor  der Turbolader 
Innenraumansichten ...       
vor dem Clublokal  924 Treffen    Oldtimermesse Tulln 
in Le Mans   Stefan fährt jetzt  
     
Ehrenstellplatz in der Porscheaera in Le Mans  2002        Video 25 Jahre Jubiläum Holland ....