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   Film-, Fotoapparate und Videokameras für Modellbau und Freizeit
 
 Ein Rückbblick auf meine Filmkameras und Projektoren

 Wie schon erwähnt war meine erste Kamera die Eumig S 2. Ich bekam sie etwa
 1964. Eine einfache und schon elektrisch betriebene, automatische Kamera, mit
 Fixfocus (ganz neu damals) und automatischer Blendeneinstellung.

 Man konnte damit einfach filmen, da sie nur eine fixe Normaleinstellung, also kein
 Tele usw. hatte. Auch die Belichtung stellte sich automatisch ein. Eine Kamera für
 Schmalfilmanfänger.
 
 Als Film wurden Normal 8 Spulen (= Doppel 8)  verwendet.

Eumig S 2



       

 Die Kamera Meopta 8 II a war Vaters Kamera. Allerdings lag die die längste Zeit
 im Kasten und er hat, so weit ich mich erinnern kann, nie selbst damit Aufnahmen
 gemacht, sondern ich. Üblich war es, dass ich filmen durfte. Erst im Alter eines
 Jugendlichen durfte ich die Kamera auch schon alleine verwenden. Sehr viele
 Filme konnte ich damit aufnehmen.

 Die Bedienung der Admira (Bjhr. ~ 1957) war etwas kompliziert, denn es musste
 die Belichtung extern gemessen und dann eingestellt werden. Ebenso musste die
 Entfernung abgeschgätzt und eingestellt werden. In der Betzriebsanleitung gab es
 Tabellen, die für bestimmte Szenarien und aktuelle Tagesbeleuchtung, die Einstel-
 lung des Blendenwertes vorgaben. Es ging also auch ohne Belichtungsmesser.
 
 Der Antrieb erfolgte mittels Federkraft und man musste nach jeder Szene wieder
 aufziehen. Mit einem Vollaufzug konnte man 2m Film abspulen, also 1 Minute
 filmen. Die Kamera konnte im Gegensatz zu anderen Fabrikaten sogar Zeitlupen-
 aufnahmen mit48 und  64 Bildren pro Sek. und erlaubte Rückspulungen für Film-
 überschneidungen. Die angekaufte Kamera kann das aber nicht. Allerdings gab
 es nur einen Sucher, der einen kleinen Parallaxenfehler verursachte, den man bei
 den Aufnahmen einplanen musste. Um bei der Verwendung des "Teleobjektivs"
 den Parallaxenfehler zu reduzieren, kann man im Sucher eine Blende herab-
 klappen.

 Die Funktion der vorhandenen Kamera ist nach Schmierung mit WD 40 (brutal?)
 wieder gegeben, jedoch dürfte das Federwerk nur im voll aufgezogenen Zustand
 einen gleichmäßigen Bildlauf garantieren. Um Schwankungen zu vermeiden, dürfte
 man Szenen bis nur maximal 45 Sekunden Dauer drehen. Danach wird das Feder-
 werk langsamer. - Aber dazu wird es ohnedies wohl nie kommen.
 


Admira 8 2a




       

 Die Eumig C3m (ab 1960) Kamera die ich gerne gehabt hätte, die meine Eltern
 trotz Onkel Hans nicht kauften, möglicher Weise deswegen, da sie doch sehr
 kompliziert war. Heute habe ich eine als Erinnerung für eine richtungweisende
 Kamera aus österreichischer Fertigung um 50.- € kaiufenm können. So eine Eumig
 C3m hatte mein Onklel Hans, der Filmexperte, der damit viele schöne Filme im
 Normal 8 Format gedreht hast. Einige habe ich von ihm geerbt. Schon immer hätte
 ich es gerne gesehen, wenn mein Vater so eine Kamera anstelle der Admira ge.
 kauft hätte.

 Die Kamera hatte einen Federwerkantrieb, drei Optiken für Nahaufnahmen,
 eine Normaloptik und eine Teleoptik (2,5 fach Zoom). Man konnte damir rückblen-
 den und sie konnte auch halbe Zeitlupe mit 32 Bildern pro Sek  aufnehmen.
 Sie hatte bereits einen eingebauten Belichtungsmesser (Selenzelle) dessen
 angezeigten Wert man am Blendenrad manuerll einstellen musste. Ebenso musste
 die Entfernung geschätzt und dann auf der jeweiligen Optik (mit Meteranzeige
 drauf) eingestellt werden.

 Die Kamera wäre jederzeit verwendbar, jedoch müsste ein Vergleich der Blenden-
 anzeige mit einem externen Belichtungsmesser erfolgen, da anzunehmen ist, dass
 die Selenzelle altersbedingt schon Fehlanzeigen liefert.

 Nachdem ích an der österreichischen Vergangenheit hänge, war es mir wichtig,
 für meinen Sohn und die Enkel, so ein Stück aus bester österreichischer Produk-
 tion der Firma Eumig aufzbewahren. So gelang es mir nach Jahrzehnten doch zu
 so einer sehr gut erhaltenen, weltweit sehr beachteten Spitzenkamera zu kommen.
 Obwohl ich damit kaum einen Film drehen werde, alleine schon deswegen, da das
 Filmmaterial nur ganz schwer aufzutreiben und zu entwickeln ist, freue ich mich
 darüber, dass das möglich wäre.



Eumig C3 m
  unten rechts der Belichtungsmesser Ansicht auf den Filmlauf  
Oberseite: Deckel zum Filmeinlegen,
Einstellung Filmempfindlichkeit
Entfernungsskala der Normaloptik Blendeneinstellheben Makroobjerktiv  und Scharfstellrad
die Kamera mit Haltegriff aber ohne Fernbetätigung     mit Objektivabdeckungen
       
 
 Nachdem uns Onkel Hans im Filmklub aufgeklärt hat , dass Normal 8 überholt ist.
 Es gibt jetzt Super 8 mit größerer
Bildfläche und wesentlich einfacherer Handha-
 bung, da man nurmehr die Filmkassette einklegen muss. EIn Umkehren der
 Spulen  wie bei Normal 8 ist nicht mehr erforderlich.

 Aus finanziellen Gründen war es nur möglich, eine sehr preiswerte Kamera zu
 kaufen. So kam eine Carena 756 S8 Kamera (~1975) aus schweizerischer
 Fertigung ins Haus. Das elektrisch betriebene Filmantrieb und da elektrische
 Zoom warten damals bereits Stand der Technik. Ebenso verfügte sie bereits über
 die Zoom-Reflex-Technik, die im Sucher genau das Bild zeigte, welches aufge-
 nommen wurde und über eine Blendenwerteinstellung durch die Optik (TTL-Mes-
 sung). Jedenfalls war auch eine Taste für Szenenübergänge vorhanden und
 konnten externe Tonaufzeichnungsgeräte angesteuert werden. Die relativ Licht-
 starke Optilk erlaubte eine 6-fache Vergrößerung. Alle diese Möglichkeiten waren
 in dieser erschwinglichen Preisklasse herausstechend. - Vergleichbare Eumig
 Kameras waren damals merklich teurer.

 Die vollautomatische Kamera lieferte sehrt zufriedenstellende Aufnahmen. Gegen
 die später zugekaufte Beaulieu lag sie dann mit ihren filmtechnischen Möglichkei-
 ten doch etwas zurück. Ansonsten bot die Kamera sehr viele der von den Spitzen-
 geräten angebotenen filmtechnischen Möglichkeiten und lieferte gute Aufnahmen.



 Carena
       
 
 Während der Verwendungszeit der Carena fand ich per Zufall bei einem Foto-
 händler eine tolle Kamera, eine Canon 814 Auto Zoom (1966-71). Sie war um
 ein Trinkgeld zu kaufen gewesen, da sie einen Fehler bei der Scharfstellung mit
 der Schnittbildtechnologie hatte. Schon damals reizte mich unbekannte Technik,
 die ich gerne verstehen und danach sogar reparieren konnte.

 Die Kamera galt zu dieser Zeit als Spitzenprodukt, von der Fachpresse weit vor
 den Eumig Produkten gereiht. Heute rangiert diese Kamera weltweit noch immer
 an dritter Stelle in einer Expertenreihung, hinter der Beaulieu und der Nizo Kamera.  
 Ich habe ehemals mit der Kamera nicht viel gefilmt, da sie doch ein großes und
 schweres Gerät (filmtechnisch wegen der ruhigeren Kameraführung kein Nachteil)
 ist und die Carena weniger anspruchsvoll zu bedienen war. Und als ich später eine
 gebrauchte Beaulieu Kamera kaufen konnte, wurde natürlich mit dem Schweizer
 Spitzenprodukt gefilmt. Gegen die Beaulieu konnte selbst Onkel Hans nichts mehr
 aussetzten! - Die Canon wurde irgendwann an irgendwen vergeben.
 
 Heute habe ich die Canon 814 Auto Zoom wieder angeschafft. Das ergab sich
 deswegen, da ich dachte einen alten Projektor kaufen zu müssen, um Ersatzteile
 für den gut erhaltenen Eumig 824 von Onkel Hans zu bekommen, um die vielen
 alten Normal 8 Schmalfilme abspielen zu können. Da sich ergab, dass der eigene
 Projektor diese Teile fix besitzt, kam es zu einem preisgleichen Rücktausch, der
 eben die Kamera Canon 814 Auto Zoom ergab. - Ich freue mich, dass ich diese
 tolle Kamera nachschaffen konnte, denn sie ist eine Kamera, die mit der neuen
 Generation der Kodak Super 8 Filme wieder für spezielle Aufnahmen verwendet
 werden könnte.

 Die Kamera ist voll funktionsfähig. Sie erlaubt zwar keine ganz so schnelle Zeitlu-
 penbildfolge wie die Beaulieu, doch bietet sie Bildfolgen von 1, 12, 18, 24 und 54
 Bildern pro Sek. Das ist für die Zeit um 1970 hervorragend. Weiters hat sie eine
 Blendenautomatik die durch die Optik misst (TTL)gleiche Bild am Film zeigt.

 Der Antrieb und der Zoomantrieb arbeiten elektrisch, für die Blendenwerte gibt es
 zusätzliche Spezialbatterien mit 1,35V. Ehemals waren das Quecksilberbatterien,
 heute gibt es ersatzweise nurmehr Zink-Luft-Batterien, die ebenfalls die Spannung
 bis zuletzt konstant halten können, bevor sie den Geist aufgeben. Achtung: Diese
 Batterien liefern erst nach öffnen der verklebten Luftbohrung Strom!. Wenn sie
 nicht gebrauct werden kann man sie wieder stilllegen, indem man die Luftbohrung
 mit einem StreifenTixo zuklebt.


 Blendeneinstellung und Zoomeinstellung können auch  manuell betrieben werden.
 Das ist bei der Verwendung der neuen Generation von Kodak.Filmen mit 200 ASA
 und mehr, Vorsicht geboten, da die Kamera wie alle anderen damals, automatisch
 nur den Höchstwert ehemaliger Filme, 160 ASA, einstellen kann. Zur Korrektur
 muss man die Blendenwerte manuell anpassen (mit externem Belichtungsmesser -
 oder eine teure Werksumstellung bei Canon riskieren).
 


Canon 814 Auto Zoom





















       

 Als ich schon im Modellflug meine ersten erfolgreichen Flüge absolviert hatte, kam
 der Wunsch auf, Flugaufnahmen zu machen. Um 1970 herum war das keine
 Selbstverständlichkeit und außerdem verboten
. Dazu benötigt man ein großes
 Modellflugzeug, wie z.B. einen BIG LIFT. In dieses Modell baute ich zuerst eine
 LUBITEL Fotokamera ein, die ich jedoch beim zweiten Flug, samt dem 6x6-Film
 verlor.

 Danach folgte die kleine Fujica P1 Single 8 (wie Super 8, mit eigenen Fuji Film-
 kassetten, Bjhr.~1970) mit Fixoptik, die mit einem Servo während des Fluges ein
 und ausgeschaltet werden konnte. Auch im zweiten Modell, der GERE SPORT,
 wurde die Kamera montiert. Die Aufnahmen sind vorhanden und als Videodatei
 abgespeichert. Die Kamera ist als einzige bis heute übrig geblieben.         
                                                                                                                               

 


Fujica P 1Single 8

Flugvideo
   
 
 Durch meinen Vorgesetzten bei meiner nur ein halbes Jahr dauernden Tätigkeit
 bei Firma Denzel in Erdberg, der ein Leica-Freak und Schmalfilmfreund war,
 konnte ich sehr günstig eine besterhaltene Beaulieu 4008 ZM 2 (~ 1970) kaufen.

 Diese schweizerische Kamera war dazumals und ist bis heute das Non-plus-ultra
 der Super 8 Schmalfilmkameras. Eine tolle Optik mit sehr starkem Tele und elek-
 trischem Antrieb für den Filmtransport und die Brennweitenverstellung, eine
 während dem Filmen mögliche Umschaltung auf Zeitlupe (75 B/s), zeichnerten sie
 aus. Natürlich

 Viele Aufnahmen von Modellflugaktivitäten habe ich mit dem tollen Stück
 gemacht. Erst durch die ständig steigenden Kosten für das Filmmaterial und das
 Aufkommen der ersten Videokameras verschwand die tolle Kamera aus meinem
 Umfeld. Eigentlich schade.

 Wohin und wie die Kamera verschwand weiß ich nicht mehr?



Beaulieu 4008 Z
   
 
 Um meinem Motto treu zu bleiben, für die Nachfahren ein wenig von den guten
 österreichischen Produkten aufzubewahren, beschaffte ich von Eumig eine 
 Super 8 Kamera. Ich konnte eine Eumig Macro Sound 65 XL (Bjhr.1976-80), 
 um 19.-€ kaufen. Die Kamerra entspricht dem letzten Entwicklungsstand der
 Schmalfilmtechnik und kann Sound aufnehmen. Damit passt sie gut zu dem
 Soundprojektor Eumig 824 Sonomatic.

 Hervorzuheben ist, dass es sich bei der Type um eine Prototypenvariante handelt,
 die in Japan von Bell&Howell gebaut worden ist. Die Kamera wurde scheinbar
 wenig benützt und fiunktioniert bis auf das elektrisch Zoom. Da kaum damit aufge-
 nommen werden wird, ist das, vor allem bei dem niedrigen Kaufpreis in Ordnung.

 Da es derzeit praktisch keine Super 8 Kassetten zu kaufen gibt, ausgenommen
 SW-Filme, ist die Kamera derzeit nicht verwendbar. Von Kodak wird verlautbart,
 dass wieder neue Filmkassetten hergestellt werden sollen. Der Zeitpunkt ist noch
 nicht klar. Sollte es wieder Filme zu kaufen geben, dann kann die Kamera wieder
 für spezielle Einsätze verwendet werden.

 Technisch ist die Kamera am Stand der Technik der 1985er Jahre und bietet sehr
 viele Möglichkeiten, kann jedoch nur 18 und 24 Bildern pro Sek. aufnehmen, da
 die Tonfilmprojektoren ebenfalls nur in diesen beiden Geschwindigkleiten laufen.
 

Eumig Macro Sound 65 XL




 
 Da mir die österreichische Marke Eumig viel bedeutet, wollte ich eine in den
 Mittsiebzigerjahren richtungweisende Kamera
Eumig Viennette 3 (Bjhr. 1973)
 
ankaufen, die erstmals als Zoom Reflex Kamera ein automatische Entfernungs-
 einstellung hatte. Kaufpreis 29.- €.

 Die Kamera hat zwar nur ein 3-fach Zoom, was für einfache Aufnahmen im
 Familienkreis ausreicht. Die Kamera ist ideal für den Einstieg in die Schmalfilme-
 rei, da sie ganz einfach zu bedienen ist. Sie wurde in großen Stückzahlen verkauft.
 Unsere Kamera ist voll intakt und könnte jederzeit für Filmaufnahmen verwendet
 werden, wie wohl man bei den Blendenwerten bei den heutigen neuen Kodak-
 Filmen wohl eine manuelle Korrektur würde vornehmen müssen! Eine +/- Korrektur
 ist an der Kamera einstellbar.

 Belichtungsmessung, der Film- und Zoomantrieb werden elektrisch betrieben. Sie
 bietet nur die Einstellung von EInzelbild, 18 und 24 Bildern pro Sek., was für alltäg-
 liche Filmaufnahmen ausreicht. Erstmals gibt es hier auch eine automatische Ent-
 fernungseinstellung. EIne Familienkamera, die relativ klein, leicht und handlich ist
 und die damals preisgünstig angeboten worden ist.


Eumig Viennette 3
       
 
 Aus den Grund, herauszufinden weshalb Onkel Hans von den Kameras der
 Marke Braun-Nizo so begeistert war, kaufte ich um 25.- € eine ehemals sündteure
 Kamera. Im Hinblick darauf, dass es vielleicht zu einem Wiederbeginn der Super 8
 Filmproduktion bei Kodak kommt, könnte später eine unserer Kameras wieder ver-
 wendet werden. Da mein Onkel Hans, unser Schmalfilmprofi, immer wusste was
 gut und teuer war, hatte er immer das jeweils beste Gerät. Bei den Filmkameras
 waren es für ihn die Nizo-Kameras. Er hatte einige Kameras diese Marke.

 Um dahinter zu kommen, was die Qualität dieser Kameras ausmachte, und als ein
 kleiens Andenken an ihn,  kaufte ich die Bauer Nizo 48 S (Bjhr. ~ 1973).  Die
 gekaufte Type ist in puncto Einstellbereich des Teleobjektivs kein Bestprodukt (8-
 48=6fach Zoom), aber darauf kommt es ja nicht immer an. Tele ist ohnedies
 problematisch, wenn man ohne Stativ arbeitet und unerfahren ist. Die Bildfrequen-
 zen 18, 24 und 54 Bilder pro Sek. sind einstellbar. 


Bauer-Nizo 48 S
      Kammer für Belichtungsbatterien
       
 
 Beim Studium der Fachliteratur zum Thema Braun-Nizo-Kameras im Internet
 erfuhr ich Einiges über deren Eigenschaften und Fähigkeiten. Ich fand heraus,
 dass
die Kameras der Serie S 560 mehr können als die Serie S 48-Kameras.

 Zufällig fand ich um 29,50 € ein tolles Angebot, einer Braun-Nizo S 560 (~1970-
 1977), welche ich bei ebay ersteigern konnte. Geht man davon aus, dass diese
 Kamera neu um umgerechnet mehr als 1000.-€ zu kaufen war, ist mein Kaufpreis
 für die in sehr gutem Zustand befindliche und voll funktionsfähige Kamera, ein
 Schnäppchen.

 Daher ist angedacht, die gereinigte und geprüfte S 48 wieder zu verkaufen. Bei
 diesem Vorgang möchte  ich den Kamerasack der S 48 für die S 560 behalten.
 Die Kamera ist in einem besseren Zustand als die S 48 und wird wohl die Kamera
 sein, mit der allenfalls einmal ein Film gedreht werden kann.
 Einen Testfilm möchte ich gerne machen und habe dazu eine original verschlos-
 senen alte Kassette aus 1998 gekauft. Damit möchte ich einen kurzen Film mit 
 irgendeiner speziellen Szene drehen. Man wird später erst sehen, wo ich den Film
 zur Entwicklung hinschicken werde können?
 Um die Blendenwerte der diversen Kameras überprüfen zu können, habe ich einen
 sehr preisgünstigen Belichtungsmesser angeschafft.


Bauer-Nizo S 560

       
Kodak Super 8 Film 40 ASA Kassette wird ausgepackt  Kassette kommt in die Kamera  Belichtungsmesser zur Blendenkontrolle 
       
 Die Filmprojektoren 

 Meiner Erinneruing nach war der Mark S 712 nicht unser erster Projektor, sondern der Eumig P 8, der nur
 Normal 8 Filme wiedergeben konnte. Der Kauf des doppelformatigen Projektors Mark S, Normal 8 und Super 8,
 dürfte auch damit zusammen gehängt sein, dass Onkel Hans uns dazu bewog, Tonfilme wie er zusammen zu
 stellen. Es musste also ein Tonfilmprojektor beschafft werden, eben der Eumig Mark S 712. Er hatte nur eine
 Tonspur. Die Filmvertonung war eine umfangreiche und langwierige Aufgabe, daher gibt es nur zwei vertonte
 Filme:  den Hochzeitsfilm und den Donaupark-Kosmetik-Film.

 Da ich von Onkel Hans Nosek auch einen moderneren Projektor geerbt hatte gelangte schließlich der Mark S
 auf den Weg in Richtung Ungarn.

Eumig Mark S 712 mit 50W-Lampe  Eumig P 8   
 
 Den sehr gut erhaltenen und von Onkel Hans gepflegten Eumig 824 Sonomatic verwendete ich erstmals
 2018. Ich wollte für eine liebe Freundin meiner Gattin unseren Hochzeitsfilm auf Video bannen. Da noch viele
 alte Fime existieren, auf denen meine Mutter, der Vater und die Omas und Tanten usw. zu sehen wären, wollte
 ich Schlechtwettertage dazu verwenden, die "Digitalisierung" durchzuführen.

 Bei den Super 8 Filmen hatte ich Glück, doch bei den seltenheitswertigen N 8 Filmen fehlten scheinbar beim
 Projektor vermeintlich die passenden Zahnwalzen. Nun müssen solche erst irgendwie beschafft werden, damit
 auch die vielen älteren N8 Filme aufgenommen werden können.- Doch es kam anders, da der extra angekauf-
 te Projektor die Walzen auch nicht hatte, obwohl das vom Verkäufer bestätigt worden ist. Ich schickte den Pro-
 jektor wieder zurück und wurde aufgeklärt, dass die Super 8-Walzen abziehbar sind und sich darunter fix die
 Normal 8 Walzen befinden. Anstelle des zurückgesendeten Projektors kaufte ich mir die preisgleiche früher
 einmal reparierte "Erinnerungskamera", die Canon 814 Auto Zoom.  

 Der Projektor läuft wunderbar, einzig die Bildausschnitteinstellung ist gewöhnungsbedürftig, man findet aber
 eine gute Einstellung, wenn man sie sucht. Beim Überspielen zur Videoaufzeichnung muss man die volle Lam-
 penspannung beim Sonomatic einschalten. Weiters ist es am Besten, das Bild auf eine in ca. 3m Entfernung
 stehende Filmleinwand zu projezieren und die Bilder mit einer neben dem Projektor stehenden Videokamera
 aufzunehmen. Alle mit Spiegelsystemen ausgestatteten Vorrichtungen schaffen keine besseren Filme. Zu be-
 achten ist, dass die Videokamera bei der Aufnahme keine Helligkeitsschwankungen erzeugt. Wenn ja muss
 der Shutter auf die 1/12 Verschlusszeit eingestellt werden. Dabei können sich allerdings bei Schwenkaufnah-
 men Doppelkonturen bilden. - Ja nicht umsonst sind professionelle Überspielungen soooo teuer.
 
 
Eumig 824 Sonomatic in Aufmachung von
Onkel Hans
mit 100W Kaltlichtspiegellampe hier die Filmführungen für Super 8