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   Die erste Modelleisenbahn für Konstantin  - ein Weichnachtsgeschenk 2017
 

 Das Christkind hat mich ersucht, für Konstantin und Valentin, eine kleine Modell-
 eisenbahnplatte zu bauen, was ganz in meinem Sinn war, um in der Winterzeit
 basteln zu können. Das kam mir gelegen und ich begann das Weihnachtsgeschenk
 zu bauen. Da ich meinen Enkeln ein wenig Handwerkliches und technische Grund-
 kenntnisse auf diesem Weg beibringen möchte, so lange der Herrgott mich lässt,
 denke ich, dass die Modelleisenbahn dafür eine guter Start sein kann.

 Da Konstantin bereits einigermaßen mit den Loks und Waggons umgehen und sie
 eingleisen, Kuppeln und mit den Zügen fahren kann, denke ich dass seine erste
 Modellbahn Spielanlage ein erster Schritt ist, sein technisches Interesse zu wecken.
 Ein preisgünstiges Piko-Zugset war die Basis für Konsti's Weihnachtsgeschenk.




die kleine Modellbahn für Konstantin

Video

 Der Bau einer kleinen Spielanlage

 Auf einer Panelplatte  der Größe 170 x 100 cm wurde ein Spielteppich aufgeklebt. Auf dem Teppich werden die
 Gleise verlegt. Um die Platte mit den Gleisen leicht wegstellen zu können gibt es keine vorstehenden Bauteile.
 Stefan hat inzwischen ein kleines Bahnhofsgebäude gebastelt, welches ítrgendwo hiongesteöllt werden kann.
 Die Konzeption der Gleise hat beinhaltet, dass man innerhalb des Kreises sitzen und eventuell mit kleinen Autos
 auf dem Teppich spielen kann.

 Die erste Version mir den sehr naturgetreuen Piko-Gleisen aus dem Set war schon am Heiligen Abend
 reparaturbedürftig. Konstantin stieg mit seinen gestrickten Socken auf eine Weiche und schon war eine
 Weichenzunge herausgerissen. Um den Spaß nicht abebben zu lassen, reparierte ich provisorisch die Weiche.
 Der Spielbetrieb konnte dennoch anlaufen, eine andere Lösung für nach den Feiertagen musste gefunden
 werden.
 
 Konstantin hatte viel Freude an der Anlage und spielte während der Feiertage jeden Tag damit. Auch sein klei-
 ner acht Monate alter Bruder Valentin, der zu der am Boden liegenden Bahn hinrobbte, wollte auch mitspielen ...
 Und schon flogen die Waggons durch die Gegend.

 Also es steht jetzt fest, dass die schönen Piko-Güterwagen des Anfangssets auch nicht wirklich als Spielzeug
 geeignet sind. Das war vorherzusehen, aber einen Versuch wert. Die Wagen sind nach mehrfachen kleinen
 Reparaturen der Kupplungen noch intakt. Und die Gleise von Piko sind auch nicht für den Spielbetrien dreiein-
 halbjähriger Kinder ausgelegt und müssen gegen anderes Gleismaterial ausgetauscht werden.
 
 Nachdem sich in meinem Fundus noch meine 50 Jahre alten Kleinbahnschienen befinden, entschloss ich
 mich, diese doch etwas robusteren Gleise anstelle der Pikogleise zu verwenden. Gerade und Runde gab es ge-
 nügend, aber keine brauchbare Weiche. Die Weiche und noch einige dazu wurden nachbeschafft und proviso-
 risch auf der Platte aufgelegt. -  Um etwas mehr Spielmöglichkeiten zu bieten, baute ich eine Doppelgleisanlage
 mit einem Abstellgleis. Später ließe sich diese auch mit Trennungsstellen versehen wonach dann ein Zweizug-
 betrieb  möglich wäre. -Mal sehen wie sich die Sache weiter entwickelt?

 Problematik bei meinen alten Kleinbahnschienen und Weichen:

 
Im Zuge der Montage der Schienen und den anschließenden Probefahrten mit Loks und Wagen, traten zahl-
 reiche Entgleisungsgründe zutage. Über die Maßnahmen zur Abhilfe wird nachstehend berichtet.

 Erfahrungsgemäß kommt es bei den Kleinbahnschienen bei der Methode des Zusammensteckens oft zu
 Kontaktmangel. Daher wurden von mir alle Schienen miteinan der verlötet. Begonnen wurder die Lötarbeit bei
 den Weichengarnitiuren. Dann folget die Viertelkreise und die geraden Strecken. Schließlich wurden die Gleise
 aufgelegt, mit dünnen Nägeln gegen Verrutschen gesichert und danachan den freien Schienenstößen verlötet.
 Die gebraucht gekauften Weichen sind nur für Handbetrieb geeignet, obwohl sie die Magnetwicklung noch
 eingebaut haben, aber aller Anschlusskabel befreit sind. Der elektrische Anschluss ließe sich gegebenenfalls
 später aktivieren.

 Um eine möglichst ebene Gleisfahrbahn zu bekommen, wurden alle verwendeten Gleise vor Verwendung ge-
 ebnet, die Oxydschicht abgeschliffen und nach der Verlegung beidseitig am Schienenstoß verlötet. Weiters
 musste beim Befestigen der Gleise darauf geachtet werden, die Gleisnägel nicht zu tief einzuschlagen, weil das
 zu Unebenheiten bei den Schienen führt.
 
 Weichenoptimierungen

 Nach neuerlichem provisorischen Aufbau wurden die Weichen mit einem sehr heiklen Schnellzugwagen und
 der ebenso heiklen Trix Express E 40 getestet. Bei einer Weiche mussten viele Nachbesserungen an der
 Weichenzunge und beim Herzstück vorgenommen werden, damit die Achsen einwandfrei drüberrollen können
 ohne auf den Weichenzungen aufzurollen und dann zu entgleisen. Es zeigte sich aber, dass es auch an den
 Waggons oder Loks liegt, wenn sie an den Weichenzungen oder bestimmten Scheinenstössen entgleisen.
 Bei den Schnellzugwagen lag es zT. auch an der Spurweite der Radsätze, die meist durch Verringerung um
 vielleicht 0,5mm plötzlich problemlos liefen.
 Die Ursache des Hochsteigens ist, dass die Räder durch zu weite Spur, von den Radführungen nicht vom
 Hochsteigen auf der Weichenzunge zurückgehalten werden. Durch die Verringerung der Spurweite wird durch
 die Radführung das hochsteigende Rad von der Werichenzunge "heruntergeholt".

 Ein weiteres Weichenproblem der Kleinbahn-Weichen ist, die Form der Weichenzunge. Die Zunge liegt nor-
 maler Weise mit einem bis zu 1cm und längerem Stück des Zungenspitzes am Gleis an. Dadurch wird der
 Schienenabstand auf eine gewisse Länge breiter, sodass ein Rad von der Zunge herunter rutschen kann und
 es zur Entgleisung kommt. Da die Weichenzungen bei Kleinbahn aus weichem Gussmaterial sind, können sie
 im Bereich der Zungenspitze und danach mit großer Vorsicht gebogen werden, sodass sie nur mit der Zungen-
 spitze am Gleis anliegen. Dadurch wird der Schienenabstand kleiner und es kommt zu keiner Entgleisung mehr.

 Sollte es zu Kontaktschwierigkeiten an den innenliegenden Schienenstücken zwischen dem Herzstück und der
 Weichenzunge kommen, kann man dieses Schienenstück mit einem Tröpfchen Lötzinn mit der darunter liegen-
 den Anspeisung aus Messingblech (?) verlöten. Grundsätzlich ist es so, dass unter diesem Schienenstück ein
 blanker Draht liegt, der an die Schiene ankommen sollte. Wurde die Weiche einmal in sich gebogen oder ver-
 dreht, kann es zur Unterbrechung des Kontaktes kommen. Es wird davon abgeraten, die Weiche wegen des
 Versuches den Kontakt durch Abnahme und Wiedereinbau des Schienenstückes herzustellen, zu demontieren.
 
 Gleisbögen

 
Bedingt durch die flexible Bauweise der Kleinbahnschienen, können sie zu einem gewissen Grad "verbogen"
 werden. In den Bögen fällt diese Verbiegung nicht sehr auf, sodass es in der Folge an den Scheinenstößen zu
 leichten Knicken oder Engstellen in der Spurbreite kommen kann.

 Ein weiterer Test ergab, dass auf der Anlage der linke Normalkreisbogen bei den Schienenstößen zur Entglei-
 sung der kleinen dreiachsigen E 1280 kommt. Später wurde auch das Entgleisen der ÖBB 52er Umbau-
 Hamoversion in nur eine bestimmte Fahrtrichtung festgestellt. Die Spurweite der Lok dürfte hier Ausschlagge-
 bend sein. Erste Nacharbeiten an den Schienenstößen brachten keinen wesentlichen Erfolg. Daher wurde der
 gesamte Halbkreis ausgetauscht. Auch hier lief die 52er erst nach mehrfachen Geradebiegungen der Schienen
 und erst nach Vorliegen einer durchgehend nahezu ebenen Schienenfahrbahn ahalbwegs zufriedenstellend.
 Diese Lok ist sehr heikel, denn die schon vom Vorbesitzer offenbar schon mehrfach aufgepressten Radschei-
 ben einer Seite, konmnten von mir nicht hundertprozentig schlagfrei aufgepresst und verklebt werden. Folglich
 taumelt die Lok und es kommt zum Aufsteigen der ersten Achse und die anderen folgen nach, die Entgleisung
 ist perfekt. Mit viel Mühe konnten die Entgleisungsstellen entschärft werden, sodass auch die 52er wieder den
 Rechstbogen in Vorwärtsfahrt schafft, ohne zu entgleisen. - Zum Glück ist das keine Spiellokomotive für Konsti,
 denn da würde er rasch die Lust an der Bahn verlieren. Auf großen Anlagen mit großen Radien ist das ja kein
 Problem, die 52er dort einzusetzten, auch nicht am Parallelkreis der Konsti-Bahn bzw. in anderer Fahrtrichtung.
 Interessant aber, dass die im giuten Originalzustanbd befindliche und praktisch zu meiner 52er idente 44er
 Hamolok die schlechten Stellen problemlos und ohne Schlankler durchläuft. Ursache der Störung ist der
 Spurweitenabstand, der bei der überarbeiteten Lok an zwei Achsen größer ist und wegen der heiklen Radbe-
 festigung nicht verändert werden soll.

 Erster Fahrtest von Konstantin
 
 Heute hat Konstantin die neue Anlage erstmals bespielt und mit Waggons und seinen Matchbox-Autos  befah-
 ren. Das Umstellen der Weichen und drüberscheiben einiger Waggons hat er blitzschnell verstanden und es
 macht ihm viel Spaß.
 Rollmaterial für den Start:
 E 103 (Lima), E 1280 (Kleinbahn), 4 zweiachsige Güterwagen (Piko), 3 vierachsige Schnellzugwagen

 Nachträglich wurde das Abstellgleis abschaltbar eingerichtet. Die Abschaltung erfolgt durch das Abziehen der
 Stecker. Zum Einschalten müssen die Stecker wieder zusammengesteckt werden. So kann ein Zug abgestellt
 werden und ein andere Zug kann fahren.
 Später könnte man auch das innere Oval extra schalten wenn bei den  zwei Verbindungsstücken zwischen den 
 inneren und äußeren Weichen jeweils beide Schienen durchschnitten werden. Der neu eingerichtete Stroman-
 schluss kann dann mit einem zweiten Trafo beschaltet werden und können danach zwei Züge unabhängig von
 einander fahren. Derzeit sind Steckverbindungen zum Hauptanschluss als zusätzliche Verbesserung der Strom-
 anspeisung eingebaut worden.

       
der Testaufbau der Spielteppich ist befestigt Gleislage der ersten Version  
Gleislage der zweiten Version im Test die Weichenanlage beim Zusammenlöten Weichen montiert die Anlage wird langsam fertig
  Testfahrt mit seiner Lok und den Wagen meine Testfahrt mit dem Blauen Blitz Testfahrt mit der 003 und 6 beleuchteten Trix Express Blechwagen.
   
Stecker zur Ab- und Anschaltung fürs Abstellgleis Stecker für Stromversorgung von beiden Gleisen