Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   1010.03 ÖBB (Liliput) - Reparatur einer Lok in Wechgselstromausführung
 
 
 Mein Interesse gilt kniffligen Defekten, deren Behebung eine gewisse Fähigkeit
 dazu erfordert. Daher konnte ich nicht standhaft bleiben und kaufte mir eine öster-
 reichische E-Lok von Liliput, eine 1010.03 mit Decoder und für Märklin umgerüstet.
 Der angegebene Schaden war, dass der Motor läuft, die Lok aber nicht fährt.

 Nun, Liliput Wien hat die Lok so um 1975 erzeugt. Leider mit den Liliput nachge-
 sagten Schwächen im Antrieb. Die Lok ist sehr gefällig, könnte mit anderen
 Stromabnehmern und einer detailierter ausgeführten Dachverkabelung noch gewin-
 nen. Oberleitungsbetrieb ist bei diesem Modell nicht vorgesehen oder hat das der
 Vorbesitzer vielleicht unterbunden? Besonders negativ fällt auf, dass die Lok stark
 wackelt, was auf nicht optimale Radbuchsen aus Kunststoff zurück zu führen ist.
 Möglicher Weise ist an dem Schönheitsfehler auch der Vorbesitzert schuld?





1010.03, AC-Ausgführung,digitalisiert

Fahrvideo

 Reparatur der 1010.03 - der Antrieb wird wieder hergestellt
 Zuerst musste herausgefunden werden, wie das Fahrgstell der Lok vom Gehäuse getrennt werden kann;
 Schrauben sind nirgends zu sehen. In solchen Fällen gibt es Nasen die im Gehäuse einrasten und es damit
 fetshalten. So etwas gibt es hier auch, doch gibt es zum Normalfall hier keinen durchgehenden Rahmen, auf
 dem beide Drehgestelle befestigt sind. Jedes Drehgestell kann ausgerastet und aus dem Gehäuse herausge-
 hoben werden. Ja, das geht auch.
 
 Als ersten Schritt bei der Fehlersuche versuchte ich die Räder des Antriebsdrehgestells zu drehen und bemerk-
 te erheblichen Widerstand. Hier wurde mit einigen Tröpfchen Öl die Lösung gefunden. - Zum Antriebsproblem
 kann ich sagen, dass an sich nur ein sehr harmloser Fehler vorlag, der Motor war lose und die Schnecke
 hatte keinen Eingriff in das Zahnrad. Der Vorbesitzer hatte auch da vielleicht seine Finger drinnen, denn offen-
 bar wurde einst beim Zusammenbau ein Distanzblechlein oder Ähnliches vergessen. Wird der Motor also fest
 angeschraubt, kann er sich nicht mehr drehen. Es musste also ein gewisses Zahnspiel sichergestellt werden.
 Um das zu erreichen wurde ein Streifen aus festem Verpackungspapier, in Breite der Motorauflage am Dreh-
 gestell aufgebracht. Danach konnte der Motor wieder angeschraubt und auch festgezogen werden. Die Schnell-
 reparatur war somit fertig.

 Bei der Testfahrt danach zeigte sich allerdings ein sehr unangenehmer Fehler, eiernde Räder. Das führt zu
 wackeliger Fahrt im Bogen, aber auch auf der Graden. Bei genauer Beschau sah ich, dass die isoliert auf den
 Achsen sitzenden Räder das Problem verursachen. Ähnlich wie bei Trix Loks werden die Kunststoffbuchsen
 bei unsachgemäßer Radmontage beschädigt. Das Ergebnis sind Räder mit Seiten- oder Hochschlag. Abhilfe
 könnte der Ersatz dieser Kunststoffbuchsen bringen.

 Ansonsten wurden noch optische Verschönerungen vorgenommen, die den Originalzustand der Lok ändern.
 Dazu gehört die Bemalung der Stromabnehmer und Dachleitungen in rot, sowie die Bemalung der Scheinwer-
 ferumrandungen mit einem Silberstift. Würde die Beleuchtung auch noch funktionieren, wäre das schön, doch die brennt nur mit einem Digitalsignal... und das gibt es bei mir nicht.


       
Unteransicht des Fahrwerks Detailansicht Antriebsdrehgesetll endlich die Fahrwerke ausgheklipst die Schnecke greift nicht ein
ÖBB 1010.03, AC, digitalisiert      
    hier noch im Originalzustand