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   Servicearbeiten an drei 1010  ÖBB  (Kleinbahn)
   Nr 1: normales Service mit Umpolung  - 1010.01 (grün)
   Nr 2: Service mit Rahmenreparatur und Umpolung - 1010.01 (grün)
   Nr 3: Service mit Umpolung, Schleifernachrüstung - 1010.07 (rot, >RUS)
   Nr 4: Genaralüberholung mit Umpolung - 1010.01 (grün, gedruckte Loknummern)
 
 
 
 Schon in meiner Jugend hatte ich den Wunsch, eine 1010 von Kleinbahn zu be-
 sitzen, von einem anderen Hersteller gab es die damals ja kaum, doch irgendwie
 klappte das nie. Ich hatte zwischendurch eine, die dann doch wieder irgendwohin
 entfleucht ist, da es mir in meiner Jugend nicht gelungen ist, sie für das Märklin-
 system umzubauen.

 Erst Jahrzehnte später begann sich mein Interesse wieder den in der Erinnerung
 noch existenten Lokomotiven zuzuwenden und ich suchte nach alten Baumustern,
 die möglichst aus der alten Zeit stammen, in denen ich mich damit spielte und
 mich damit befasste. Im Internet wurde ich nicht gleich fündig, dann aber doch, wie
 man aus dem Bericht ersehen kann.

 Nachdem ich einen Freund mit großer Modellbahnanlage in der Nähe habe, kann
 ich meine Zweileiter Gleichstromloks irgendwann mal bei ihm fahren lassen und so
 eine kleine Freude beim Ansehen der an die oft älter als 50 Jahre alten Loks zu
 haben. Ich konnte eine gut erhaltene aber in den Motoren feststeckende 1010.01
 ersteigern und werde sie, mit einigen kleinen Änderungen, wieder in einen neuen,
 nostalgischen Glanz und in volle Funktion versetzen.

 Zwischenzeitlich ergab sich bei einer Ersteigerung einer sehr alten1020.46, dass
 ich damit noch eine 1010.01 mit dazu bekam. Die hatte einen Rahmenbruch, den
 ich aber auch mit viel Freude beheben und die Lok wieder aufbauen und fahrbe-
 reit machen konnte.

 Später kam ich noch zu einer 1010.07 in Rot, die von einer aufgelassenen Anlage
 stammte. Ein Motor steckte und es mußte alles zerlegt werden. Danach wurde sie
 gangbar gemacht und wie auchz alle anderen gleichzeitig umgepolt. Jetzt kann sie
 auch auf einer Roco-Modellbahnalage eingesetzt werden, ohne dass es mit dem
 Roco-Rollmaterial zu Problemen kommen kann. 

 2018 wurde meine vermutlich älteste Version gekauft und einer Generalreparatur
 untzerzogen. Die Lok ist die älteste in der Sammlung, doch sind keine Unterlagen
 für die Stromabnehmer montiert, etc. Ich werde versuchen die Lok in ein dem
 Originalzustand entsprechendes Erscheinungsbild zu versetzten und fahrtauglich
 zu machen. Das ermöglicht, dass diese 1010 auf der Anlage meines Freundes
 eingestezt werden kann.



Modell Nr 1, Fahrvideo

Modell Nr 2, Fahrvideo

Modell Nr 3, Fahrvideo

Modell Nr 4, Fahrvideo
 1) Service mit Umpolung 

 Modell Nr 1 - Service:

 Nach dem Zerlegen musste wegen der starken Verschmutzung die ganze E-Lok total zerlegt und mit Benzin
 gewaschen werden. Die zwei Motore wurden auch zur Gänze zerlegt und gereinigt. Bei der anschließenden
 Montage der Motore wurde alles geschmiert und bei den Kohlebürsten auf Gängigkeit geachtet. Anschließend
 wurden die gereinigten und um einen dritten Schleifer erweitert und wieder angebaut. Die Anpassung des dritten
 Schleifers machte viel Aufwand und artete in eine Tüftelei aus, ist aber bei Langsamfahrt über mehrere
 Roco-Weichenkombinationen sehr vorteilhaft.

 Danach konnte der Lokrahmen mit den Drehgestellen und den Motoren wieder verschraubt werden.
 Die Verdrahtung wurde erneuert und die Lok umgepolt, damit sie in puncto Fahrtrichtung mit Roco angeglichen
 ist; so kann sie auch auf Walters Hauptstrecke fahren.

 
       
die "neue Lok" im Istzustand  fast antike Kleinbahn-Antriebstechnik nur zwei Achsen für guten Kontakt   
Drehgestell zerlegt und gereinigt  ein dritter Schleifer ergänzt  der Zusammenbau  das provisorisch verdrahtete Fahrgestell
  fertig - fast wie neu ...    
 2) Service mit Rahmenreparatur und Umpolung 
 
 Modell Nr 2 - Rahmenneubeu:

 Im Zuge der Beschaffung einer älteren Ausführung einer 1020.46 von Kleinbahn
 ergab sich, dass eine 1010.01 mitgekauft worden ist. Dieses Modell ist zu
 überarbeiten und mit einem neuen Rahmen zu bestücken und es soll, bis auf die
 Umpolung, die Lok im Originalzustand bleiben. Wie auch sonst üblich, muss die
 Lok in iher Einzelteile zerlegt werden, um danach mit einem Spezialbenzin gerei-
 nigt zu werden. Anders als bisher zerlegte ich die Motore nicht ganz und entnahm
 nur die Schleifkohlen und die Ölstopfen.
 
 Die Wäsche erfolgte mit einem Pinsel mit langen, etwas steiferen Borsten. Das genügte, um auch den feinen
 Graphitstaub zwischen Anker und Kohlenhalterungen entfernen zu können. Mit Pressluft wurden die Motore ge-
 trocknet und in die Lagerstellen synthetisches Schmieröl eingeträufelt und Schmierstopfen eingebracht. Nach
 Montage der Schleifkohlen wurde ein Probelauf durchgeführt, der die klaglose Funktion der Motore zeigte. 
 Bei der nachfolgenden Reinigung der Fahrwerke konnte auch reichlich Schmutz entfernt werden. Nach der
 Ölung laufen alle Räder wieder leicht.
 
 Zur Entfernung des teilweise abgesprungenen Lacks an den  Drehgestellblenden wurden diese mit Nitrover-
 dünnung abgewaschen. Anschließend konnten die Blenden mit seidenmattem schwarzen Kunstharzlack
 (Renovo) lackiert werden und stehen für den späteren Zusammenbau bereit.

 Problematisch zeigt sich der Ersatz des Lokrahmens aus Aluguss. Ein L-Schenkel fehlt und die Laschen für die
 Befestigung der Drehgestelle sind auch ausgebrochen. Da sich mittel- und längerfristig fristig keine Chance
 abzeichnet, irgendwo einen Ersatzrahmen aufzutreiben, muss einer in Eigenregie hergestellt werden.  
 Eine Lösungsvariante sieht vor, aus Aluminium den fehlenden Rahmenschenkel herzustellen und auf den
 Längsträgern danach beidseitig je einen "Alu-Verstärkungsträger" aufzukleben. Die Querverbindungen mit den
 Drehgestelllaschen werden aus 1mm Messingblech hergestellt welches auf der Unterseite des Lokrahmens
 aufgeklebt wird. - Alle Klebungen werden mit UHU-Plus Endfest 300 ausgeführt. Der Kleber garantiert bei
 Anwendung auf fettfreiem Untergrund ausreichende Festigkeit.
 
 Die zweite Methode wurde durchgeführt, bei der ein Blechrahmen einer Trix Express E 10 etwas an den Schen-
 keln gekürzt werden muss, damit er die gleiche Länge wie der Kleinbahn-Rahmen hat. An den Schenkelenden
 wird dann eine Brücke mit der Führungslasche (unter dem Motor) aus 1,5mm Messingblech angelötet.
 Wegen der Freigängigkeit in Kurven, muss der Drehgestellrahmen beidseitig ein wenig abgefräst werden,
 damit er für die gerade Messingbrücke, anders als bei dem dafür passend geformten Alurahmen des Originals,
 Platz für die Drehbewegung des Drehgestells lässt. Mit dem Dremel-Fräser ist das eine leichte Aufgabe.
 
 Nach der Montage der Motore und der erfolgreichen Prüfung der Drehgestell-Bewegungsfreiheiten konnte für
 die Befestigung des Gehäuses eine M2-Mutter an dem Rahmen angelötet werden. Weiters musste das zusätz-
 liche Bleigewicht an die neue Rahmensituation angepasst werden. Anschließend wurde mit der neuen Verdrah-
 tung begonnen und gleich die Umpolung mitbehandelt werden. EinTestlauf am Probegleis fiel zufriedenstellend
 aus.
 
 Zuletzt musste das Gehäuse bearbeitet werden. Wie bei diesen Modellen üblich, wird das Gehäuse zu stark
 angeschraubt, woduch das Gehäuse sich seitlich ausbaucht und dann nicht mehr ordentlich gerade sitzt. Um
 das Gehäuse wieder verwendbar zu machen wurde es an beiden Seiten einzeln und vorsichtig mit dem Heiß-
 luftfön erhitzt und in der Mitte ein wenig zusammengedrückt, um den Bauch weg zu bekommen.
 Nun mussten noch die Anschläge des Gehäuses an die neuen Gegebenheiten des Lokrahmens angepasst
 werden. Zur Verbesserung des Sitzes des Gehäuses wurden vier kleine 3mm Sperrholzstückchen innen an die
 Gehäusewand mit Sekundenkleber angeklebt. Damit ist eine gute Anschlagsituation gegeben und das Gehäuse
 liegt gut auf und sitzt jetzt in der richtigen Position.

 Der Testlauf auf meiner neuen 1,5 m Teststrecke verlief zufriedenstellend, doch ist ein Langzeittest am Testoval
 notwendig.
       
Lokgehäuse demontiert der gtebrochene Lokrahmen die bereits gereinigten Fahrwerke saubere Motore und Schleifer
der Rahmenvergleich mit dem der Trix E 10 und dem defekten 1010-Rahmen  die künftigen Rahmenverbimder  Rahmenverbinder mit dem gekürzten E 10-Rhmen verlötet 
Vergleich der Rahmen der fertige 1010-Blechrahmen Lok zusammengebaut und umgepolt ... so sieht die Lok jetzt aus ...
 
die fertige !010.01     
    ... mit einem Güter-Vierachser aus 1955   
 3)  Service mit Umpolung und Schleiferergänzung

 Modell Nr 3 - Service und Umpolung: 

 Die Lok kam von einer Modellbahnanlage, von der ich mir wegen Haus- und Anlageauflösung über einen Be-
 kannten der solche Auflösungen abwickelt, einiges oder auch die ganze Anlage hätte nehmen können. Die
 Anlage war gut 4 x 3 Meter groß und wäre nicht durch das Steigenhaus abtransportierbar gewesen. Außerdem
 hätten wir daheim sowieso keinen Platz für so eine große Anlage. Ich nützte aber die Gelegenheit und schaute
 mich um. Irgendwie war es traurig zu erkennen, dass die mit vielen Liebe und vielen Weichen und Signalen
 ausgebaute Anlage abgebaut und in alle Richtungen zerfleddert wird. Ja ich glaube, dass es mit meiner Sam-
 mlung auch einmal so gehen könnte, doch denke ich, wird mir dann kein Knochen mehr weh tun.... - Nun, unter
 den an die gut 25 Loks waren einige Oldtimer, wie auch eine 214-er (12er) Schnellzugslok von Kleinbahn.

 Bei den 8 von mir beiseitegelegten Loks war auch eine rote 1010.07. Ein Test daheim zeigte, dass ein Motor
 steckte. Nach der Reinigung des Chassis und der Motore mit Spezialbenzin und nach der Ölung wollte der
 klemmende Motor noch immer nicht laufen. Also musste er ausgebaut und zur Gänze zerlegt werden.

 Schon die Öffnung der Lok zeigte mir den Fortschritt in der Entwicklung der Kleinbahn 1010-Loks. Der neue
 Lokrahmen ist durchgängig und stützt das Gehäuse sich auch an den Enden im Bereich der Pufferbohlen an
 der Innenseite des Gehäuses ab. Der klemmende Motor war erst nach Lockerung einer Motorschraube zum
 Laufen zu bringen, d.h. das Lagerschild mit den Kohlen saß verzogen am Magnetgehäuse. Erst nach der
 richtigen Einstellung und Ölung lief der Motor zufriedenstellend. Zum Einlauf der neu situierten Kohlen wurde ein
 10-minütiger Leerlauf durchgeführt.

 Jetzt konnte der Motor wieder eingebaut werden. Bedingt durch die Zerlegung wurde die Umpolung der Lok
 mitgemacht. Der Vorbesitzer hatte die Möglichkeit zur Umschaltung der Lok für Ober- und Unterleitung ge-
 kappt, die aber jetzt wieder reaktiviert worden ist. Probefahrten auf einem kurzen Testgleis zeigten, dass
 manchmal ein Motor beim Fahrtrichtungswechsel nicht anläuft. Welcher Motor es ist wurde noch nicht fetsge-
 stellt, da die Hoffnung besteht, dass bei längerer Einfahrzeit im Testoval, sich das Problem lösen wird.

 Nach einiger Zeit wurde die Fehlerbehebung des blockierenden Motors vorgenommen. Entgegen den
 üblichen Gegebenheiten lag es nicht an der engen Lagerbohrung der Motorwelle im Metallteil des Motors, son-
 dern daran, dass die Gewindewendel zu hoch gegenüber dem Kunststoffzahnrad saß und beim Anlauf aufklet-
 terte. Das verkraftete der Motor nicht. Nacharbeiten zur Vertiefung der Auflage des Motors am Fahrgestell
 führten dann zum Erfolg.

 Dennoch trat dann ein neues Problem auf, nämlich dass die Lok Kontaktprobleme am alten Trix Express Papp-
 gleis bekam, speziell auf einer ausgeleierten Weiche. Andere 1010 mit Metallfahrgestell hatten dort keinerlei
 Problem, da Masse über das Fahrgestell massig da war und der originale Radschleifer auch auf die dritte
 Achse erweitert worden war. -  Diese Lok hier entstammt jüngerer Produktion und hat schon ein Teil-Kunst-
 stofffahrwerk welches im Inneren einen Masseschleifer auf die vorderen zwei Achsen aufweist. Das zeigte sich
 als ungenügend und die Lok ruckelte besonders in einer Fahrtrichtung. Daraufhin wurde ein Hamo Zusatzschlei-
 fer auf einem Drehgestell nachgerüstet, der eine deutlöiche Verbesserung brachte.
 Aber die Lok hatte auf der Weiche noch immer ein Problem, sodass diesmal noch ein Radschleifer für den
 Pluskontakt nachgerüstet wurde. Die Anbringung erforderte, dass der Rahmen etwas ausgefräst werden
 musste, damit genügtend Kurvenfreiraum besteht und es zu keinem Kurzschluss kommen kann.

 Nach diesen doch eher mühsamen Arbeiten läuft die Lok jetzt wieder sehr  zufriedenstellend.


       
fertig geservicte 1010, Bjhr ~ 2000      
die originale Fahrwerksansicht die Betriebsnummer 1010.07 die neuen Anschlüsse ...  ..von beiden Seiten gesehen
Ansicht umgekehrte Polung  fertige Verdrahtung  Schleifer verstärkt und Zusatzschleifer auf dritter Achse montiert Zusatzschleifer für Masse montiert
 4)  Generalüberholung mit Umpolung
  
 Modell Nr 4  -  Generalüberholung und Anpassung an den Originalzustand


 Diese Lok war günstig zu kaufen und faszinierte mich, da sie meine älteste Version der 1010.01 darstellt. Man
 erkennt das an den aufgedruckten Loknummern. Der Vorbesitzer hat jedoch die Stromabnehmerplatten entfernt
 und eine andere Version mit einzelnen Isolatoren gewählt. Da die Lok gänzlich zerlegt und das Fahrgestell neu
 lackiert wird und vor allem die Motore umgepolt und in zuverlässig laufbaren Zustand versetzt werden müssen,
 steht einiges an Arbeit an. Das Ergebnis soll dann die älteste 1010 in unserer Sammlung sein., die gelegentlich 
 auch auf der Anlage meines Freundes laufen soll.

 Die Lok wird aufgearbeitet

 Nach dem Abbau des Gehäuses wurden die Motore ausgebaut und komplett zerlegt. Ein Motor steckte, so
 wie ich es noch nie erlebt hatte. Erfahrungsgemäß verharzen diese Lager sehr leicht, wenn die Loks längere
 Zeit nicht betrieben wird. Daher wurden  die beiden starren Hauptlager in den Magnethaltern mit einer Reib-
 ahle 3 h8 nachgearbeitet, da diese Lager sehr wenig Spiel haben und daher leicht verharzen. Danach werden
 die Anker und deren Kollektoren gereinigt, ohne dass die Schneckenwendel abgezogen wurde.
 Der Zusammenbau erfolgt unter geringer Ölgabe auf die Lager und Einstellung des Achsialspieles. Durch die
 speziellen Beilagescheiben sollen beide Motore möglichst gleichviel Spiel haben. Danach können die gerei-
 nigten Kohlebürsten wieder eingebaut werden. Von vorne gesehen links die Bürste und rechts die Kohle.
 Den Abschluss der Motorenmontage bildet ein in beiden Drehrichtungen durchgeführter, mehrere Minuten lan-
 ger Dauerlauf. Hierbeí wird die Drehzahl gemessen und sind bei größeren Unterschieden die Schleifkohlen
 dafür verantwortlich. Entweder können sich die Kohlen in den Führungen nicht leicht genug bewegen, oder es
 liegt am schwachen Anpressdruck der Federn. Diese sind mit Vorsicht zu biegen, da zu viel der Festigkeit
 schadet.
 
 Die Drehgestelle werden der gesteckten Drehgestellblenden entledigt und anschließend im Waschbenzinbad
 gut gereinigt. Die Blenden werden mit Nitroverdünnung gewaschen und anschließend mit seidenmattem
 Schwarz lackiert. -  Nach dem Reinigen der Drehgestelle werden die Radspeichen nachlackiert und die Achsen
 sehr dezent geölt. Öl hat nämlich auch einen Nachteil, es kann die Kontaktfähigkeit der Achsen im Lager ver-
 ringern und es fehlt der Lok die "Masse", sie tendiert zum Ruckeln. -  Das Antriebszahnrad wird montiert,
 ebenso der Radschleifer, der ein wenig nachgebogen wird.

 Behebung des Motorproblems  - kein oder nur schweres Anlaufen des Motors

 Ebenfalls aus der Erfahrung ist mir klar geworden, dass das Spiel der Motorachse zum Zahn des Antzrieb-
 zahnrades kontrolliert werden muss. Liegt die Motorwelle am Zahn auf, kommt es unweigerlich zu Anlaufproble-
 men  bei den Motoren. Jeder Motor muss daher beim EInbau genau kontrolliert und ggf. ein kleines Stück
 etwas stärkeres Papier unter der Befestigung eingelegt werden. Bie dieser Lok trat trotz Lagerbearbeitung
 noch immer das Aussetzten eines Motors am Programm. Bei der Durchmessung der Ankerwicklungen wurde
 ein Kurzschluss am Kollektor entdeckt, der als Folge der Reinigung  mit  einem harten Pinsel entstanden ist.
 Auch danach noch gelegentlich die Anlaufschwierigkeiten beim Fahrtrichtungswechsel mit niedriger Fahr-
 spannung.

 Abhilfe brachte eine neuerliche Reinigung des Kollektors bei wiueder ausgebautem und zerlegten Motor. Man
 konnte bei genauer Beschau feststellen, dass am Kollektor Öl zu sehen war, - und das obwohl ich nur einen
 Tropfen Märklin-Öl eingetropft habe. Da das Öl sehr dünnflüssig ist, fand es bei dem nicht sehr engen Lager
 rasch den Weg auch in Richtung Kollektor.

 Nach dem säubern des Kollektors wurde der Motor wieder zusammengebaut und getestet. Wieder war festzu-
 stellen, dass der Motor beim Anfahren gelegentlich nachhinkt. Die Überlegung ergab, dass es jetzt nurmehr am
 Anpressdruck der Schleifkohle liegen kann, bzw an der Feder, die nur an einem Punkt auf detr Schleifkohle
 auflag. Vielleicht ist dort der Übergangswiderstand zu hoch? Die Feder wurde etwas nachgebogen, damit sie
 mit mehr Fläche auf der Kohle anliegt und auch die Vorspannung wúrde ein wenig erhöht. - Seither läuft die Lok.

 Sind die Motore einmal wieder mit dem Lokrahmen zusammengeschraubt, kann die Neuverdrahtung mit der
 Umpolung erfolgen. Das stellt nun keine große Anstrengung mehr dar und wird hier nicht mehr beschrieben.
 Also fährt die alte 1010.01 mit den Loknummern auf  Wasserschiebebildern. - Ich freue mich.

       
1010.01 ~ Bjhr 1950     Fahrvideo
      die Lok wird zerlegt 
 
Motoranschlüsse    Drehgestelle sind zerlegt  auch das Zahnrad muss weg 
Lager mit Reibahle 3 h8 aufreiben fertig zum Zusammenbau mit lackierten Teilen Motiore montiert
Ansicht Motoir mit Schleifer