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   2060.08 (Kleinbahn)  -  Umrüstung auf Wechselstrombetrieb
 
 
 Da mir vorschwebt, für meine kleinen Enkel eine bescheidenen Märklin M-Gleis-
 Modellbahnanlage zu bauen, besteht ein Interesse an österreichischen Lokomoti-
 ven. Deren gibt es im Hause Märklin nur in beschränkter Anzahl und Type und nur
 zu gehobenem Preis.

 Besonders die Idee eine alte umherliegende Teilelok der Type 2060 von Kleinbahn
 zu vervollständigen und gleichzeitig auf Wechselstrombetrieb für das Märklinsystem
 umzubauen und verwendbar zu machen, führte zum Start dieses Projektes.


2060.08, Kleinbahn, Umbau ~ AC Fahrvideo

 Umrüstung einen Verschubdiesellok 2060 für Wechselstrombetrieb
 
 Zuerst wurde die Lok vollständig zerlegt und mit Spezialbenzin gereinigt. Anschließend wurden Bohrung und
 Gewinde für den Schleifer hergestellt. Nach dem Zusammenbau des Fahrgestells mit dem Rahmen wurde pro-
 visorisch der Motor eingebaut. Es folgte die Lötung des Radschleifers direkt am Motorkontakt auf Seite der
 Räder mit den Zahnrädern. Der zweite Motorkontakt wurde mit einer Drahtspule mit Masse verbunden. Nun
 konnte ein Probebetrieb des Fertigen Fahrgestells, aber mit Gleichstrom erfolgen. - Allerdings kaann der 
 Radschleifer nicht am Motorkontakt bleiben, denn sonst funktioniert FRU 55 500 nicht.

 Nachdem der Gleichstrom-Probelauf erfolgreich verlaufen ist konnte der Schleifer demontiert werden. Am alten
 Testoval mit dem Trix Express Pappgleis wurde dann neuerlich eine Probefahrt durchgeführt. Dort liegt die
 Mittelschiene auf Höhe der Gleisoberkante, so wie das auch bei den Weichen beim Punktkontaktgleis der Fall
 ist. Dabei zeigte sich, dass der Schleifer nicht weit genug einfedern konnte und die Lok vom Schleifer leicht an-
 gehoben wird. Daher musste nun doch eine mindestens 1mm tiefe Ausfräsung hergestellt werden, welche auch
 eine Vertiefung für die Schleiferenden beinhaltet.

 Der zur Verwendung vorgesehene Motor einer moderneren Bauart wurde montiert und dann das Gehäuse ver-
 suchsweise darüber gestülpt. Es ließ sich jedoch nicht montieren, da der Motorschild des Motors zu breit war.
 Also musste der Motor wieder abgebaut und zerlegt werden. Es wurde dann das Motorschild eines alten Mo-
 tors samt zugehörigem Anker in den Ringmagnet eingebaut. Der Motor läuft gut und kann wieder verwendet
 werden.
 
 Da die Lieferung des FRU und eines neuen Schleifers abgewartet werden musste, wurden die fehlenden Auf-
 tritte am Lokgehäuse mit Kupferdrahtstücken ergänzt und nach der Klebung lackiert. Da das Gehäuse der
 kleinen Diesellok sehr klein ist und kein Platz für den Einbau des FRU besteht, musste das vorne liegende
 Bleigewicht teilweise abgeschnitten und anders befestigt werden. Dabei wurde auch ein Distanzrohr für die
 Gehäusebefestigung eingeklebt.

 Der Probelauf der Lok ohne Gehäuse verleif erfolgreich. Durch das fehlende Gewicht beschränkt sich die Zug-
 kraft der Lok auf wenige Waggons. Die Verwendung der Lok soll ja auch nur zum Verschub einzelner Waggons
 dienen.

 Inzwischen wurden innen im Gehäuse Fenster angeklebt. Der Versuch das Gehäuse aufzusetzten scheiterte
 jedoch an den dünnen Folien, da der Motor an den Scheiben anstand. Die Scheiben mussten wieder entfernt
 werden. Auch das kleine, neben dem FRU eingeklebte Bleigewicht und die aus dem Motorlager herausragen-
 de Motorwelle mussten abgeschliffen werden. Erst danach ließ sich das Gehäuse ordnungsbemä aufsetzten
 und befestigen. Damit wird die Lok in das Lokverzeichnis aufgenommen.


die fertige Lok 2060.08  
Unteransicht mit Radschleifern und Mittenschleifer die Lok wird zerlegt
  das Fahrgestell für Schleifer vorbereitet Schleifer provisorisch montiert  Motor provisor. angeschraubt - Gehäuse passt aber nicht drüber 
ohne Ausfräsungen für Schleifer geht es nicht Schleifer provisorisch montiert - passt neuer Massekontakt umgebauter Motor