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   BR 18.451  (Liliput)   -   Reparaturarbeiten am Antrieb, am Fahrwerk und die Geräuschdämmung
 
 
 Nachdem ich schon eine BR 18, eine der berühmten Orientexpress Lokomoti-
 ven in der Sammlung habe, aber nicht voll von deren Laufeigenschaften über-
 zeugt bin, so bin ich weiterhin an solchen Loks anderer Hersteller interessiert.
 Mein Fable liegt an Loks mit Gehäusen aus Metall, so wie es bei der alten Liliput
 BR 18 451 der Fall ist. Ich konnte einem Angebot einer alten Lok von Liliput, mit
 einem Gussgehäuse, nicht widerstehen und kaufte sie. - Wenn die vom Verkäufer
 angegebenen Antriebsfehler behoben sind wird sich zeigen, ob die Liliput 18.541
 besser läuft als die Lok von Trix.
 
 Als Vorinfo möchte ich sagen, dass der Antriebstender der Lok nahezu unbe-
 herrschbare Fahrgeräusch - Probleme bereitet. So lange habe ich noch nie an
 einer Lok herumgebastelt wie hier. Eine befriedigende Lösung wurde nicht erreicht.
 Schade um die so schöne und gut laufende Lok.

 Schon jetzt trage ich mich mit dem Gedanken, später eine Hamo- oder Märklin
 Lok der BR 18 zu besorgen, damit Vergleiche möglich sind und die Sammlung
 dadurch erweitert wird. Doch das wird bestimmt erst später Mal geschehen.


BR 18.451, (Liliput Wien)
Video


 Die Reparatur und umfangreiche Versuche zur Dämmung der Antriebsgeräusche  - eine fast
 unlösbare Aufgabe .....

 Nachdem die auf den Angebotsfotos sichtbaren Radfehlstellungen von vorneherein den Lauf der Lok ver-
 oder behindern, wurde zuerst mit der Behebung der Fehlstellungen begonnen. Dabei fiel auf, dass diese
 Ganzmetall-Lok (?)  auch die Nachbildung der inneren Steuerung des Vierzylinderantriebes der Originallok
 besitzt. Das System kann man  in der Ansicht des Fahrgestells von unten gut sehen. Beser fährt die 18er des-
 wegen aber nicht, es ist aber schön anzusehen.

 Punkt 1: Radstellungen korrigieren

 Die Reparatur der Radfehlstellungen beschränkte sich auf die erste und die dritte Achse, wobei beidseits die
 Räder locker waren. Um zu den Achsen zu gelangen musste der Achshalter in Form der Federn und Brems-
 gestänge abgebaut werden. Da schon früher jemand die Schrauben zu fest angezogen hatte, war an einer
 Seite die Befestigungsbohrung beschädigt. - Nach Abnahme der Halterung hätte man alle Achsen aus dem
 Fahrgestell herausheben können; das war aber nicht notwendig. Aber schon hier file Arbeit an, denn alle Boh-
 rungen des Halters waren durch zu festes Anziehen gesprengt und mussten verstärkt werden.
 EIn Detail am Rande: alle Schrauben am Fahrwerk haben ein M 1,5 Gewinde!

 Zur Reparatur wurde zuerst jede Achslagerung mit Waschbenzin gereinigt und vor allem entfettet. Zu dem
 Chaos mit den verdrehten Radscheiben kam es durch zu viel Öl! Danach wurde einseitig das erste Rad mit
 einem Tröpfchen Loctide grün versehen, das Rad auf die Achse gedrückt und dann rasch in die richtige Rad-
 position gedreht und eionige Minuten ruhen gelassen. Der Vorteil der Radbefestigung bei dieser Lok besteht
 darin, dass die Achsen im Durchmesser größer sind und die metallenen Räder erxakt fluchtende Boihrungen
 haben.  Hier ist Loctide das bestmögliche Mittel zur Befestigung. -  Inzwischen konnte das Rad ser dritten
 Achse behandelt werden. Nach Aushärtung der Klebestellen der beiden Räder wurde der Vorgang auf der
 anderen Lokseiter wiederholt. Mit der Hand konnte die Funktion überprüft werden, da die Lok ja einen
 Tenderantrieb hat.

 Punkt 2: Reparaturen am Antriebstender folgten  -   Motormitnehmer, Radverluste, Zahnradeingriff defekt

 Nun waren die ersten Testrunden am Plan. Die lok fuhr schön. Doch schon nach zwei Runden gab es kein
 Weiterkommen mehr. Es lag nicht an den Radstellungen des Lokfahrwerkes, sondern am Antriebstender.
 Der Motor lief zwar, doch die Achsen standen still. - Das ist ja auch bei Liliput und anderen Herstellern ein be-
 kanntes Problem, dass durch die  Erwärmung der Motore die Aluzahnräder oder- mitnehmer warm werden
 und sich durch die Erwärmung vergrößern und dadurch locker werden.

 Der Motor musste ausgebaut werden und siehe da, der Mitnehmer sass locker auf der Motorwelle. Es war zu
 erkennen, dass hier schon mal ungeeigneter Klebstoff eingesetzt worden ist. Danach konnte der Antriebsten-
 der wieder zusammengebaut werden. Die nächsten Testrunden starteten.

 Nach einigen MInuten Fahrt neuerlich das Aus bei der Weiterfahrt. - Die Nachschau ergab, dass einseitig die
 Räder der hinteren zwei Antriebsachsen locker auf den Achsen sitzen. Auch hier wurde wieder Waschbenzin
 und danach Loctide eingestezt und siehe da, die Räder haben wieder festen Halt auf ihren Achsen. - Derzeit.

 Wieder eine längere Probefahrt, diesmal mit dem Schienenschleifwagen im Schlepp. Einige Minuten lang
 funktionierte die Lok, doch plötzlich wieder der Stopp mit laufendem Motor. Das bedeutet, dass der Fehler
 nur im Anriebsstrang zwischen Motor und den angetriebenen Achsen liegen kann. Schließlich stellte sich
 heraus, dass das Zwischenzahnrad welches die Drehbewegung vom Motor an die Antriebsachsen überträgt,
 durch übergroßesSpiel der Drehachse des Zahnrades im Fahrgestell, außer Eingriff kommt. Das Zahnrad hat
 nur eine kurze Kunststoffachse, die im Fahrgestell endet und die sich im Lauf der Jahrzehnte abgenützt hat.
 Dadurch war das Höhenspiel des Zahnrades zu groß und es griff nichtmehr in den Achszahnrädern ein.

 Als Reparaturmöglichkeit überlegte ich, die Sackbohrung für die Zahnradwelle duch den Fahrwerksblock
 durchzubohren und eine längere Achse einzubauen, auf der das Übertragungszahnrad aufgepresst wird.
 Auf meiner Fräse konnte nach langen Spannversuchen des Fahrgestells, die Sacklochbohrung mit 2,5mm
 Durchmesser duchgebohrt werden. Als Zahnradwelle wurde ein Schaft eines 2,5mm-Bohrers verwendet, der
 die Breite des Fahrwerksblocks zur besseren Wellenführung nützt. Der sehr harte Schaft wurde im Bereich
 der Zahnradaufnahme mit einer Beißzange aufgekerbt, doch hielt sich wehen der Härte der Versuch in Gren-
 zen. Das Zahnrad wurde mit seinem Wellenstummel im Amerikaner der Drehmaschiene eingespannt und mit
 dem Zentrierbohrer angebohrt und mit dem 2,4mm Bohrer durchbohrt, sodass der Wellenstummel abgefallen
 ist. Mit einem Tröpfchen Loctide grün wurde die neue Welle in das Zahnrad eingepresst. - Bisher hielt es
 ebenso wie das gleichartig befestigte Zahnrad des Getriebes darüber, welches die gleich großen Drehmo-
 mente zu übertragen hat. -  Es sollte halten, die Einsatzzeit der Lok wird zeigen wie lange.....

 erste Zusammenfassung

 Nach Behebung der Defekte mit losen Rädern am Lokfahrwerk, konnten auch die Fehler im Bereich des
 Antriebstenders behoben werden. Dafür ging mit Unterbrechungen ein Tag Arbeit auf.
 Die Lok fährt jetzt sehr schön, allein die Antriebsgeräusche schaden dem Gesamteindruck der Lok sehr.
 Leider verstärkt das metallene Tendergehäuse die Antriebsgeräuchse stark, -ähnlich wie bei der BR 12.08-,
 doch fehlt mir zur Verbesserung im Moment eine gute Idee.

 Insgesamt hat mir die Instandsetzung der schönen schweren Lok sehr viel Spaß gemacht, da einige knifflige
 Probleme zu beheben waren. Ich hoffe, dass künftige Testfahrten ohne neuerliche Antriebsstörungen verlau-
 fen werden. Und der fehlende Tenderscheinwerfer wird sich in nächster Zeit wohl auch wieder montieren
 lassen. Dann ist die Lok ja fast wieder wie neu.

 Punkt 3: Fahrgeräuschdämmung  - eine fast unlösbares Ansinnen

 Wenn man die Lok wieder mal fahren lässt, stört das laute knarrige Antriebsgeräusch sehr. Also wurde der
 Tender zerlegt und nach Geräuscherzeugern durchsucht. Wie eingegrenzt werden konnte, stammt das klap-
 pernde manchmal vibrierende Geräusch aus dem Bereich des Motors und der Schwungmasse. Hier konnte
 achsiales Spiel der Schneckenantriebswelle entdeckt werden, die gelegentlich am Fahrgestellgussteil an-
 schlagen kann. Das Geräusch ist dem Störgeräusch entsprechend. Um also das Spiel zu begrenzen wurde
 zuerst versucht, zwischen Lagergehäuse und dem ersten Lagerring der Schneckenwelle einen dünnen Beryl-
 liumstreifen einzulegen, der das verschienben der Welle verhindert. - Die Erprobung verflief erfolglos, das
 Geräusch war noch immer da.
 Nun wurde ersichtlich, dass die Schneckenachse am Guss noch immer anschlagen kann. Um das zu verhin-
 dern wurde die Schneckenwelle 1mm tiefer in die Schwungmasse gepresst. -  Das Ergebnis war besser.

 Bei einer langen Testfahrt mit 7 Schnellzug-Blechwagen von Trix löste sich wieder der Mitnehmer auf der
 Motorwelle. Er wurde ausgebaut und da nicht zentrisch laufend, etwas überdreht, um die Exzentrizität zu
 vermindern. Der Mitnehmer wurde auf die nun etwas aufgekerbte Motorwelle mit Loctide grün aufgepresst.
 Das brachte jedoch nur eine kleine Besserung.

 Doch das Vibratíonsgeräusch war aber noch immer störend laut. Es ist ein Geräusch, welches sonst nur bei
 hochdrehenden, trocken laufenden Wellen mit viel Spiel, bei bestimmten Drehzahlen auftritt. Da die Schnek-
 kenwelle mit Motordrehzahl läuft, könnte in diesen Lagern Schmierung helfen; ebenso an der Motorwelle, die
 aber schon vorher dezent geölt worden ist. Die Lager im Bereich der Schnecke sind derzeit nicht "über-
 schmiert" und wird ein Tröpfchen Öl auf jedes Lager gegeben, um zu sehen, ob damit die Geräuschkulisse
 endlich erträglich geworden ist. Vielleicht wird ein dickeres Motoröl bessere Ergebnisse bringen? Die Probe-
 fahrt brachte keine weitere Verbesserung. Also musste nach anderen Möglichgkeiten gesucht werden.

 Geht man nach Berichten aus einschlägigen Foren, ist eine fixe Verbindung der Motorwelle und der Getriebe-
 welle mit einem Kunststoffrohr zweckmäßig und verringert die Geräuschkulisse. Also eine nahezu fixe Verbin-
 dung zwischen Motor und Getriebe ist anzustreben. Da mit den Kunststoff-Wellenverbindungen die Schwung-
 masse abgenommen werden muss, scheidet diese Methode für mich aus. - Sie brachte mich auf die Idee,
 eine quasi fixe Verbindung herzustellen, indem die Klauenkupplung mit einem Tropfen 5-Minuten-Epoxydharz
 gefüllt wird und der Motor mit dem Mitnehmer in das Harz eingedrückt wird, wenn der Motor dann ange-
 schraubt wird. Er befindet sich dann auch in der richtigen Position.  Und wenn das Harz fest ist, besteht eine
 quasi feste Verbindung, die aber lösbar bleiben soll, da der Mitnehmer außen eingefettet worden ist, damit er
 nicht verklebt wird.

 Neuerliche ausgedehnte Probefahrt. Das mich besonders störende Geräusch durch ein von mir angenom-
 menes übergroßes Spiel in einem Lager, war nicht mehr vorhanden. Aber das grummelnde Geräusch, ver-
 mutlich vom Motor selbst, war da. Erst bei Überspannungsfahrt ab 12V bis 16V verschwand es fast. Aller-
 dings wurde das Fahrgeräusch der Lok nach halbstündiger Fahrt unter Belastung angenehmer, weicher, aber
 noch immer brummig, wenn Langsamfahrt eingestellt war.
 Dann gab es 10 Stunden Pause für die Lok. Anschließend wieder eine Probefahrt: "ich kenne meine Pappen-
 heimer ja" und da gibt es immer wieder Rückschläge. So auch diesmal. Mit dem zur Belastung angehängten
 Schienenschleifwagen erbgibt siech ein  plötzlicher Lok Stillstand und das sausen des frei laufenden Motors.
 Die Motorwelle wird untere Last und Langzeitbetrieb heiß, der Alu-Mitnehmer geht auf und wird wieder lose.......

 Anmerkung zum Gebrauch von Modellbahn-ÖL im Modellbahnbetrieb
 Ich möchte hier darauf hinweisen, dass selbst dezente Ölung zur Lösung von Rädern auf ihren Achsen, - mit
 und ohne Kunststoffbuchsen -, führt. Besondesr Räder die schon mal  mit Loctide grün "aufgeklebt" wurden,
 lösen sich, wenn das Zuviel an Öl in die Naben kriecht. - Was man da tun kann? - Vielleicht ist die Verwen-
 dung spezieller Schmierfette,- angeblich gibt es das bei Roco-, zielführender, da sich das sparsam aufgetra-
 gene Fett nicht verflüssigt und daher nicht in die Radnaben kriecht, denke ich. Aber sicher weiß ich das nicht.

 Weiter mit der Geräuschdämmung....

 Die neuerliche Reparatur erfolgte nach Reinigung der Motorwelle und der Klauenkupplung mit Waschbenzin
 und nach dem abtrocknen mit UHU-PLUS-ENDFEST-300. Auf die neuerlich aufgekerbte Motorwelle wurde
 der mit einem Tropfen Harz befüllte Mitnehmer ein Stück weit aufgedrückt. Anschließend wurde der Motor mit
 dem Mitnehmer in die Kupplung eingefädelt und der Motor in seine Endmontagelage gepresst. Dadurch hat
 sich der Mitnehmer auf der Motorwelle auf seine künftige Betriebsposition eingerichtet. Nach zumindest
 12 Stunden ist er fest, nach 24 Stunden "endfest". Jetzt wird sich zeigen, ob die Lok wieder fährt und ob sie
 vielleicht einen Deut leiser geworden ist. - Denkste! - Leider war der Mitnehmer zu knapp aufgeklebt und mit
 der Kupplung verspannt, sodass sich der Motor nicht drehen konnte. Durch den Versuch das Axialspiel durch
 verschieben des Mitnehmers zu erreichen, wurde die feste Klebung wieder gelöst. Ergebnis: nach längerer
 Schnellfahrt mit Belastung war der Mitnehmer wieder locker.

 Auch dem Versuch, neben dem Getriebeteil einen zähen Schaumstoff hineinzustopfen, um den Körperschall
 des Gusstendergehäuses zu vermindern, war kein wirklicher Erfolg beschieden. Die Wirkung war kaum
 bemerkbar.

 Die letzte Chance die Geräuschkulisse zu verbessern, vermutete ich, durch den Einbau eines neuen Motors
 zu verwirklichen. Dann kann man eingrenzen, ob das Geräusch vom Motor kommt oder von den Zahnrädern im
 Fahrgestell. -  Der neue Motor ist im Leerlauf fast lauter als der alte, weshalb es nicht am Motor liegen kann.

 Also wurde weitergesucht und die Mitnehmer-Ausnehmung in der Schwungmasse mit einem kleinen Fräser
 innen gereinigt und begradigt. Das soll dem allenfalls nicht ganz rund laufenden Mitnehmer mehr Spiel zur
 Ausnehmung geben. Aber auch das brachte nichts, die Lautstärke war gleich geblieben.

 Neuerlich wurde versucht, durch einen härteren Schaumstoff der oben am Getriebedeckel befestigt wurde, die
 Gehäuseschwingungen zu dämpfen. Dabei war der Druck beim Aufsetzen des Metalltendergehäuses zu groß
 geworden und der Kunststoffoberteil mit der Kohlenimitation sprang aus der Verankerung. Bei der danach
 durchgeführten Testfahrt war die Lok nicht wieder zu erkennen. Ein angenehmes Summen, mehr nicht, kein
 Klackern und dröhnen mehr. Die Quelle des Unmuts war gefunden.

 Der Lärmverursacher und die Problemlösungsversuche

 Es ist der Tenderoberteil aus Kunststoff, der im Tendergehäuse eingeklinkt wird, der wie eine Lautsprecher-
 membrane funktioniert und die Gehäuseschwingungen in hörbare Frequenzen übersetzt oder diese exponen-
 tial verstärkt.
 Die Lösung wurde darin gesucht und gefunden, dass das Kohle-Kunststoffimitat ausgesägt wird, sodass
 nur der Rahmen zur Befestigung am Tendergehäuse bleibt. In dessen Öffnung wurde dünnes Gasseidenge-
 webe eingelegt und mit Sekundenkleber an der Innenseite des Kunststoffteils angeklebt. Der Fahrtest mit
 diesem Oberteil zeigte, dass der eingeschlagene Weg richtig ist, obwohl selbst dieser Rahmen wieder Ge-
 räusche verstärkt. Die Spannungen des am Tendergehäuse eingezwängt sitzenden Oberteils übertragen die
 Schwingungen an den Kunststoffteil. - Das git es zu unterbinden.

 Nach deisem ersten Test wurde von der Straße wurde feinster Spilt geholt und auf die Glasseide aufgebracht.
 Leider funktionierte es nicht, dass der Split mit schwarzem seidenmattem Lack besprüht wurde, der den Spilt
 an das Gewebe anklebt. Mehrfach wurde das mit nur geringem Erfolg wiederholt, doch war die Lautstärke
 wieder deutlich stärker geworden. - Klar, da ja die geklebten Steinchen wieder eine Art lautverstärkende Mem-
 brane bildeten, da sie ja steif zusammengeklebt waren. Es muss eien Lösung gefunden werden, dass das
 Glasseidengewebe möglichst nicht steif gemacht wird.
 Daher wurden die Steicnchen weitgehend entfernt und feine, mit einem Fräser hergestellte Styroporfussel auf
 der mit Druckkleber versehenen Glasseide aufgebracht. Nach der Klebung lackierte ich den Oberteil mit weni-
 gen Sprühstößen seidenmattem Schwarz.
 Der Fahrversuch war jetzt merklich besser, doch für mich noch immer zu stark.

 Leider ist das Ergebnis noch immer unbefriedigend, da der Kunststoffrahmen des Oberteils für die Übertra-
 gung der Geräusche verantwortlich ist. Die Entfernung der zur Ortung des Teils vorgesehenen Stege bis auf
 deren Eckbereiche, brachte wieder eine kleine Verbesserung, nicht aber die befriedigende Endlösung.

 Dann bekam ich die Idee, ein Stück Gummi aus einem Autoreifen als Oberteil mit Styropor-Kohlenimitat zu
 bekleben und zu lackieren und mit Druckkleber am Gehäuse zu befestigen. Doch der ca. 1,5mm dicke Gummi
 wirkte wiederum wie ein steifes Teil und die Lok war wieder lauter als zuvor.- Es bleibt vorerst bei der zuvor
 gefundenen Lösung mit dem modifizierten Kunststoffoberteil. Dadurch wurde das Fahrgeräusch der Lok doch
 ein wenig gedämpft, wenngleich ich mir einen besseren Erfolg gewünscht hätte.

 Nachdem mein verlegtes Ohr wieder Töne wahrnehem kann, höre ich wieder, das gräßliche Fahrgeräusch.
 Ein weiterer Versuch, nur eine Abdeckung aus dünnem Karton auf die Tenderöffnung zu legen, schlug eben-
 falls fehl. Ohne einer Klebung reichte das lose Aufliegen am Gehäuserand und auf den Spulen auf der Platine,
 um zwar gedämpfte, aber immer noch laute Fahrgeräusche zu erzeugen.

 EIn weiterer Versuch betraf eine Schmierung der Lok, die nach einstündiger Fahrt etwas andere Geräusche
 abgab. Die "letzte Ölung" war ein MIsserfolg, die Lok wurde lauter. Daher reinigte ich das Fahrgestell und die
 Getriebeteile mit Waschbenzin. Danach wurden Räder der zweiten und dritten Achse abgezogen, damit die
 dazwischen liegenden Verbindungszahnräder gereinigt werden konnten. Dann erfolgte die Schmierung mit
 geringen Mengen Heißlagerfett aus der Autobranche. Zusammengebaut und getestet ist die Lok jetzt leiser.
 EIn Langzeit Lauftest wird zeigen wie diese Variante wirkt.
 Obwohl das Hauptübel der lauten Fahrgeräusche im Tendertgehäuse zu suchen ist, so ist noch immer unklar
 wodurch die Geräusche erzeugt werden. Ist es die Motorkupplung oder leigt es bei den Zahnrädern im Achs-
 bereich. Nur zu gerne wüßte ich, ob andere Besitzer dieser Lok ähnliche Probleme haben.

 Der letzte Versuch der Geräuschdämmung am Tender wird sein, dass anstelle des Kunststoffoberteils ein
 schwarzer Stoff, ein Nylonstrumpf o.Ä:. ungespannt aufgeklebt wird. Darauf könnte zerknautschte Alufolie
 als Kohlenimitation aufgeklebt und schwarz überlackiert werden.
 

       
DR BR 18.451      
      das Fahrwerk vor der Reparatrur
die Kurbelwellenachse, nachgebildet wie beim Original die Räder sitzen wieder richtig auf ihren Achsen der Achsenhalter mit den Verstärkiungs-
 plättechen wieder montiert
Achshalter fertig
Ansicht des Motors mit lockeren Antriebs- und Zahnrädern Einblick in das Getriebe das mittlere Zahnrad mit der kurzen Achse hatte schoin zu viel Spiel Mittelzahnrad jetzt auf langer Stahlachse aufgeklebt und montiert
eingelegtes Distanzblech   ohne Blech, die Welle steht am Guss an der überdrehte Mitnehmer
Tenderoberteil mit Glasseidenmatte der "Kohleersatz" ist aufgebracht der lackierte Split das Endergebnis der Lärmdämmung