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   BR 38.1807 - Motorservice  (Hamo/Märklin)
 
 
 In Erinnerung an meine Jugend fiel mir ein, dass ich einmal von meinen Eltern
 einen alt aussehenden Schnellzugwagen aus der DDR bekommen habe. Es war
 ein Oberlicht-Speisewagen der Firma Schicht, der mit Innenbeleuchtung und -ein-
 richtung ausgestattet war, der jedoch nicht für das Märklin-System vorgesehen war.
 Es leuchtete dort die Innenbeleuchtung nicht. Nachdem der Waggon ein Einzel-
 stück war und nicht zu den anderen Schnellzugwagen passte, verschwand er
 irgendwann.

 Heute erinnere ich mich an den schönen Eindruck, den die erleuchteten Tischlämp-
 chen bei mir hinterließen, sodass ich mir so einen Wagen beschaffen musste. Der
 damalige Reiz des Waggons wirkte noch immer und ich besorgte weitere zwei
 Schnellzugwagen und einen Paketwagen dieser Bauart dazu.


BR 38.1907, Hamo

Video

 Da lief mir beim Surfen ein Zugset von Primex über den Weg, welches sich als Orientexpress-Set bezeichnete
 und zu sehen war, welche Lok und Wagen da angeboten wurden. Nun, solche Waggons hatte ich schon, aber
 keine passende Dampflok, damit ich einen Orientexpress in Sparversion vielleicht einmal auf der Zweileiter-
 Anlage meines befreundeten Nachbars fahren lassen könnte. Es handelet sich beim Set um eine BR 38. Zwar
 bot Märklin 2016 ein neues Orientexpress-Set an, welches sich jedoch mit mehreren Wagen und einer BR 18
 als Dampflok darstellte. Jedoch bei der Suche nach einer kostengünstigen Hamo-Dampflok ergab sich zuletzt
 dar Ankauf der BR 38. Gerne hätte ich die ältere Version mit dem eckigen Tender gekauft, doch gab es dafür
 zu geringe finanzielle Mittel. - Dennoch reicht es für meine bescheidenen Anforderungen an die Naturtreue,
 dass sich mein Orientexpress aus nur vier Wagen und einer BR 38 zusammensetzt.

 Das Motorservice

 Leider ergab sich beim Probebetrieb der an sich sehr gut erhaltenen Hamo-Lok ein Fehler, der sich beim
 Anfahren der Lok gelegentlich zeigte. Die Lok wollte nicht anfahren und es ergab sich in der Folge ein kleiner
 Kurzschluss, der den schwachen Trafo zum Abschalten veranlasste. Also wurde im ersten Anlauf der Motor
 zerlegt und mit Spezialbenzin gereinigt. Weiters wurde der Kollektor überdreht. Es war jedoch am Kollektor zu
 sehen, dass der Isolierspalt zwischen den Kollektorsegmenten unterschiedlich breit war. Nach dem Zusammen-
 bau lief die Lok, jedoch war das gelegentliche Anfahrproblem noch immer nicht gelöst.

 Die neuerliche Zerlegung brachte zutage, dass mein Schmieröl (MSSR) nseinen Beitrag zu der fehlerhaften
 Funktion geleistet hat, denn der Kollektor war wie eingebrannt schwarz. Da ich in meinem Lager auch diverse
 Anker schiedenen Loks und Herstellern habe, ergab sich, dass ich einen Tauschanker in optisch gutem Zustand
 fand. Der Umbau war rasch erledigt, doch die Lok fuhr deutlich langsamer als zuvor. Allerdings blieb sie nicht
 mehr stehen, wenn die Fahrtrichtung gewechselt wurde. Doch die langsame Fahrt ließ mir keine Ruhe und ich
 stellte die geöffnete Lok auf meinen neuen Rollenprüfstand. Da erkannte man rasch, dass die Kohlen stark feu-
 erten. Mit dezentem Druck auf die Kohlenanpressfeder stieg die Drehzahl deutlich. Also wurden beide Schleif-
 kohlen erneuert und siehe da, die Lok läuft deutlich besser und ruhiger.

 Nach dem Zusammenbau wurden längere Testfahrten in beiden Richtungen durchgeführt, die sehr zufrieden-
 stellend verliefen. Eine Spannungsmessung ergab, dass die Trafospannung bei voller Fahrt des mit vier be-
 leuchteten Vierachsern von Schicht bestehenden Oldtimerzuges auf 10,7V zusammenbrach. Daher fuhr die Lok
 natürlich auch etwas langsamer.


       
BR 38.1807      
      der Motor liegt hier vorne
Entfernung der Steuerung Lösen der Lagerplatte der Anker wird mit dem Magnet ausgebaut der alte Anker samt Lagerplatte