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    BR 44 1131 (HAMO)  -  Zusätzliche Radschschleifer
 
 
 Nachdem ich bei den Servicearbeiten an meinen alten Märklinloks, an den diver-
 sen Zukäufen von alten Märklin Restaurationsloks und den bei mir vorhandenen
 großen Zweileiterloks merken musste, sind die Zweileiter Gleichstromloks zB. die
 Liliput BR 52 nicht wirklich für Normalkreise oder kleiner verwendbar. Märklinrie-
 sen wie die BR 44 und BR 01 gehen ohne große Schwierigkeiten auch durch den
 kleinsten Märklinradius. - Da ich künftig die Möglichkeit habe, bei einem Freund in
 der Nachbarschaft meine Gleichstromloks auf Rocogleisen bewegen zu können,
 möchte ich natürlich dort mit Loks fahren, die nicht in jeder Kurve entgleisen oder
 bei Bogenfahrten in der Leistung einbrechen.
 
 Die einzige Möglichkeit die ich seit wenigen Tagen kenne, ist die Verwendung von Märklin Gleichstrom
 Zweileiterloks. Ja die gibt es schon lange aus dem Hause Märklin-HAMO. Nachdem ich erkannte, dass ein
 Umbau einer Wechselstromlok hinsichtlich Isolation der Räder und Gestänge etc., eine feinmechanische
 Topleistung wäre, entschloss ich mich zum Ankauf einer gebrauchten HAMO BR 44.

 Mit großer Freude erhielt ich wenige Tage nach dem Kauf die Lok. Der Vorbesitzer dürfte sich in der
 Materie auskennen und hat die Lok mit einer anderen Betriebsnummer versehen. Darüber hinaus, vermutlich
 zur Nummer passend, hat er den Tender mit Metallteilen (vermutlich ein Bausatz) umgebaut. Meine Recher-
 chen haben ergeben, dass es von Roco die BR44 mit derselben Betriebsnummer und dem zugehörigen Ölten-
 der gibt. Offenbar wollte der Vorbesitzer die Hamo Lok auf Roco trimmen. Egal, alles ist recht schön gemacht
 und es scheint, dass die Lok nicht sehr viel gelaufen sein dürfte. Dennoch musste ich feststellen, dass an der
 an sich sehr schönen Lok zuviel an Öl sogar so ein Modell zum Stillstand bringen kann.

 Nach einer Teilwaschung der verölten Gebiete am Lokrahmen, Motor und den Schleiferflächen am Tender mit
 Benzin, wurden zwei Haftreifen erneuert, ebenso eine Kupfergewebebürste und eine neues Lämpchen. Die
 nach dem Zusammenbau erfolgten Testfahrten zeigten, dass die Lok mit sehr niedriger Spannung bereits
 rucklos fahren kann, aber bei den Rocoweichen fallweise stoppt. Die vier Achsen am Tender bringen hier offen-
 bar nicht immer ausreichend Kontakt. Also wurde die Nachrüstung zumindest eines Schleifers an der Lok erwo-
 gen und letztlich in Angriff genommen.

 Da das Fahrgestell der Gleichstromlok mit dem der Wechselstrom BR 44 ident ist, kann an der Stelle an der
 dort die Schleifer montiert sind, ein auf einer Schleiferplatte angelötetes Schleiferpaar seitlich Strom von den
 beiden letzen Rädern des hinteren Gelenksegmentes abnehmen. Die Verbindung der Schleiferplatte zum
 Motorplus kann unter Nutzung bereits vorhandener Bohrungen leicht hergestellt werden. - Fertig!
 
 Jetzt läuft die Lok mit den zwei zusätzlichen Abgriffen, meist nur einer mit echtem Kontakt, da eines der Räder
 einen Haftreifen hat, sehr zufriedenstellend. - Bei der Erprobung der Lok auf Trix Express Pappgleis Normal-
 radius (kleiner als bei Roco) kommt es bei Bogenfahrt im Rechtsbogen zu Mini-Kurzschlüssen mit dem Spur-
 kranz und einem Zahnrad. Das Achsialspiel dieser haftreifenlosen Achse war geringer als bei den anderen
 Achsen und es wurde um ca. 0,5mm vergrößert. Nun ist die Kurzschlussmöglichkeit behoben.

 Bei den Probefahrten am Trix Gleis, drei Jahre nach den letzten Probefahrten fiel auf, dass die Lok bei Rück-
 wärtsfahrt deutlich langsamer läuft. Nach Zerlegung des Motors und Reinigung mit Spezialbenzin, lag der
 Fehler immer noch vor. Bei anschließendem Test am Rollenprüfstand war zu erkennen, dass die Bürstenfeder
 die Schleifkohle nicht in einer gleichbleibenden Position hält und der Federdruck zu gering ist. Die Anpress-
 feder wurde derart nachgebogen, dass sie stärker anpresst und wichtig, dass sich die Kohle sich nicht mehr
 verdrehen kann.
 Bei dieser Reinigungsaktion wurde festgestellt, dass der Vorbesitzer den Anker der Lok mit  Zusatzgewicht
 zwischen den drei Ankerhämmern ausgefüllt und gewuchtet hat. Das führt dazu, dass die Lok jetzt einen tollen
 Auslauf nach Abschaltung hat. -  Interessant noch am Ende: Das Lokgewicht ist 780 g.

       
Ansicht Fahrgestell BR 44 HAMO  der ausgewählte Montageplatz  Schleiferplatte miit Schleifer montiert  Schleifer am tender 
die Sicherungsscheiben an den Anlenkzapfen sind Zeichen für HAMO bei den Fenstern weicht die Hamo-Lok von der Nr 44 1131 ab, die hatte zwei
   
das Original: 44 1131 vielen Dank an Hr. Schuchardt für die Entleihung des Fotos