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    BR 44 1131 (HAMO)  -  Zusätzliche Radschschleifer
    BR 44 690   (HAMO)  -  Behebung Kurzschlüsse, Rückbau auf Version 3027
 
 
 Nachdem ich bei den Servicearbeiten an meinen alten Märklinloks, den diversen
 Zukäufen von alten Märklin Restaurationsloks und den bei mir vorhandenen
 großen Zweileiterloks merken musste, sind die Zweileiter Gleichstromloks zB. die
 Liliput BR 52 nicht optimal für kleine Normalkreise verwendbar.  Märklinriesen wie
 die BR 44 und BR 01 gehen ohne große Schwierigkeiten auch durch den kleinsten
 Märklinradius.

 Da ich künftig die Möglichkeit habe, bei einem Freund in der Nachbarschaft meine
 Gleichstromloks auf Rocogleisen bewegen zu können, möchte ich natürlich dort mit
 Loks fahren, die nicht in jeder Kurve entgleisen oder bei Bogenfahrten in der Leis-
 tung einbrechen.

 Schon 2013 beschafte ich mir die modifizierte BR 44 1131, die als erste  Vesion
 nachfolgend beschrieben wird. 2018 beschaffte ich neuerlich eine Hamo BR 44,
 bei der ein Kurzschluss an der Vorlaufachse angegeben war. Die Lok sah gut aus
 und war sehr kostengünstig, sodass ich sie kaufte, um sie mit vorhersehbar
 geringem  Aufwand wieder flott zu machen.

 BR 44 1131, HAMO, Video
690, HAMO, Video

 Die einzige Möglichkeit, "geländegängige" Loks für den Einsatz auf der derzeit gleismäßig nicht so optimalen
 Anlage meines Freundes zu haben, ist die Verwendung von Märklin/HAMO Gleichstrom Zweileiterloks. Ich
 stellte spät erst fest, dass es diese Loks schon lange gibt. Nachdem ich auch erkannte, dass ein Umbau einer
 Wechselstromlok hinsichtlich Isolation der Räder und Gestänge etc., eine feinmechanische Topleistung wäre,
 entschloss ich mich zum Ankauf einer gebrauchten HAMO BR 44, später gefolgt von anderen Hamo-Loks.

 Service an der BR 44 1131 (8347)

 Mit großer Freude erhielt ich wenige Tage nach dem Kauf die Lok. Der Vorbesitzer dürfte sich in der
 Materie und Technik ausgekannt und die Lok mit einer anderen Betriebsnummer versehen haben. Darüber
 hinaus,derr Lok-Nummer entsprechend, hat er den Tender mit Metallteilen (vermutlich ein Bausatz) umgebaut.
 Meine Recherchen haben ergeben, dass es von Roco die BR44 mit derselben Betriebsnummer und dem
 zugehörigen "Öltender" gibt. Offenbar wollte der Vorbesitzer die Hamo Lok auf Roco trimmen. Egal, alles ist
 recht schön gemacht und es scheint, dass die Lok nicht sehr viel gelaufen sein dürfte. Dennoch musste ich
 feststellen, dass bei einer schönen Lok zuviel an Öl sogar so das Modell zum Stillstand bringen kann.

 Nach einer Teilwaschung der verölten Gebiete am Lokrahmen, Motor und den Schleiferflächen am Tender mit
 Benzin, wurden zwei Haftreifen erneuert, ebenso eine Kupfergewebebürste und eine neues Lämpchen. Die
 nach dem Zusammenbau erfolgten Testfahrten zeigten, dass die Lok mit sehr niedriger Spannung bereits
 rucklos fahren kann, aber bei den Rocoweichen fallweise stoppt. Die vier Achsen am Tender bringen hier offen-
 bar nicht immer ausreichend Kontakt. Also wurde die Nachrüstung zumindest eines Schleifers an der Lok erwo-
 gen und letztlich in Angriff genommen.

 Da das Fahrgestell der Gleichstromlok mit dem der Wechselstrom BR 44 ident ist, kann an der Stelle an der
 dort die Mittelschleifer montiert sind, ein auf einer Schleiferplatte angelötetes Schleiferpaar seitlich Strom von
 den beiden letzen Rädern des hinteren Gelenksegmentes abnehmen. Die Verbindung der Schleiferplatte zum
 Motorplus kann unter Nutzung bereits vorhandener Bohrungen leicht hergestellt werden. - Fertig!
 
 Jetzt läuft die Lok mit den zwei zusätzlichen Abgriffen, meist nur einer mit echtem Kontakt, da eines der Räder
 einen Haftreifen hat, sehr zufriedenstellend. - Bei der Erprobung der Lok auf Trix Express Pappgleis Normal-
 radius (kleiner als bei Roco) kommt es bei Bogenfahrt im Rechtsbogen zu Mini-Kurzschlüssen mit dem Spur-
 kranz und einem Zahnrad. Das Achsialspiel dieser haftreifenlosen Achse war geringer als bei den anderen
 Achsen und es wurde um ca. 0,5mm vergrößert. Nun ist die Kurzschlussmöglichkeit behoben.

 Bei den Probefahrten am Trix Gleis, drei Jahre nach den letzten Probefahrten fiel auf, dass die Lok bei Rück-
 wärtsfahrt deutlich langsamer läuft. Nach neuerlicher Zerlegung des Motors und Reinigung mit Spezialbenzin,
 lag der Fehler immer noch vor. Bei anschließendem Test am Rollenprüfstand war zu erkennen, dass die
 Bürstenfeder die Schleifkohle nicht in einer gleichbleibenden Position bleibt und der Federdruck zu gering ist.
 Die Anpressfeder wurde derart nachgebogen, damit sie stärker anpresst und wichtig, dass sich die Kohle sich
 nicht mehr verdrehen kann.

 Bei dieser Reinigungsaktion wurde festgestellt, dass der Vorbesitzer den Anker der Lok mit  Zusatzgewicht
 zwischen den drei Ankerhämmern ausgefüllt und gewuchtet hat. Das führt dazu, dass die Lok nach Abschaltung
 eine lange Auslauffahrt hat. -  Interessant noch am Ende: Das Lokgewicht beträgt 780 g.

 Wegen der guten Laufeigenschaften der Lok auf der Anlage meines Freundes beschaffte ich 2017 eine bau-
 artgleiche französische Hamo-Lok, die 150X29, die ich zu einer BR 52 der ÖBB umgebaut habe: BR 52 2656


  BR 44 1131       
Ansicht Fahrgestell BR 44 HAMO  der ausgewählte Montageplatz  Schleiferplatte miit Schleifer montiert  Schleifer am tender 
die Sicherungsscheiben an den Anlenkzapfen sind Zeichen für HAMO geänderter Tender der 44 1131 bei den Fenstern weicht die Hamo-Lok von der Nr 44 1131 ab, die hatte zwei
   
das Original: 44 1131 vielen Dank an Hr. Schuchardt für die Entleihung des Fotos    


  
 Kurzschlussbehebung an der BR 44 690 und nachfolgendem Gehäusetausch zu Altversion 3027


 Wegen der guten Verwendbarkeit der schweren BR 44 Loks auf der Modellbahnanlage meines Freundes
 entschloss ich mich nochmals zum Kauf einer im Originalzustand befindlichen Märklin/HAMO BR 44 690, um
 unsere Sammlung damit zu ergänzen und sie beim Freund fahren zu lassen. Allerdings wollte ich, wie bei unse-
 ren BR 44 Wechselstromloks, dass eine in den Altzustand mit dem Gehäuse der 3027 umgerüstet wird. Das
 alte Gehäuse hat je Seite ein zweites Fenster im Führerhaus, andere Griffbügel an der Pufferbohle und eine
 erhabene Beschriftung.

 Kurzschlussbehebung

 Nachdem beim Ankauf bekannt war, dass die Lok am Vorläufer ein Kurzschlussproblem hat wurde ein kurzer
 Fahrtest durchgeführt bei dem sich der Fehler bestätigte. Durch eine Durchgangsprüfung der Lokachsen war
 sofort die Vorlaufachse als Ursache des Kurzschlusses aufgefallen.

 Als Reparatur war im ersten Gedankengang angedacht, ein Rad mit einer Kunststoffbuchse zu versehen. Doch
 das ging nicht, denn die Buchse hat 3,5mm Außendurchmesser, was dem Durchmesser der Radnabe des
 kleinen Vorlaufrades entspricht. Daher wurde eine andere Lösung gesucht, bei der die Stahlachse ausge-
 tauscht und die Räder auf einer CFK-Achse (Kohlefaser) mit 2mm Durchmesser aufgepresst werden. Ein Test
 ergab, dass die Kohlefaserachse auch leitend ist! - Für einen Flugmodellbauer aber kein Problem, denn der hat
 auch GFK-Stäbe (Glasfaser) mit 2mm Durchmesser bei der Hand. Die Lösung funktioniert nun perfekt. Zusätz-
 lich wurde pro Rad eine Kunststoffscheibe montiert, die in der Bogenfahrt eine allfällige Berührung der
 Radhinterseite mit dem Fahrgestell verhindert.

 Die nachfolgende Probefahrt in Vorwärtsrichtung verlief perfekt. Doch nach rückwärts gab es nach 15cm Fahrt
 einen Stillstand durch Kurzschluss, aber diesmal nicht an der Vorlaufachse. Als Fehler zeigte sich nach einigen
 Tests, dass die Radschleifer am Tendergestell bei Rückwärtsfahrt einen Kurzschluss verursachen, weil sie
 ausweichen und dabei am Tenderfahrgestell oder der Achse anliegen. Daraufhin wurden die Schleiffflächen mit
 Benzin gereinigt und die Kontaktpaare nachgebogen, solange bis es zu keinem Kurzschluss mehr gekommen
 ist. Jetzt läuft die Lok wieder perfekt über die Kleinbahn-Gleise und -Weichen. Das bedeutet, dass sie auch auf
 Roco-Gleisen hervorragend laufen wird, so wie es die Umbaulok BR 52 2656 - ex 150x29 tut.

 Gehäusetausch

 Zur Darstellung der Modellentwicklung, also aus nostalgischen Gründen, sollte einer der beiden identen BR 44
 mit dem Gehäuse der Märklin-Vorversion 3027 bestückt werden. Zwei gleiche Loks sind ja nicht sinnvoll.

 Bei ebay wurde nach einem Gehäuse gesucht, welches nach Möglichkeit gut aussieht und alle Anbauteile vor-
 handen sind, wie: Windleitbleche, Lampenbügel und Lichtleitereinsatz, sowie alle Griffstangen und Leitungen
 am Kessel. Zuerst fand ich keinen "kompletten" und kaufte einen "nackten" Kessel. Beim weiteren Nachsehen
 fand sich jedoch ein kompletter Kessel, noch dazu zu sehr günstigem Preis und schlug zu. Nach Erhalt der bei-
 den Kessel stellte sich heraus, dass der eine von einer BR 01 ist und der zweite, komplette, nicht sehr gut aus-
 sieht.

 Zwar sind beim infrage kommenden Kessel alle Anbauteile vorhanden, doch müssen sie wieder ansehlich ge-
 macht werden, denn Rost und Schmutz sind unbedingt zu entfernen. Nachdem alles abgebaut werden muss
 liegt nahe, denn Kessel gleich neu zu lackieren. - Mit Nitroverdünnung und einem harten Pinsel war der Lack
 rasch entfernt. Einige Stellen des Materials wiesen Fehler auf die mit feinstem Schleifpapier entferntz werden
 konnten. Die Lackierung mit  mattem Kunstharzlack verlief unproblematisch. Nach dessen Trocknung wurde
 der Kessek mit seidenmattem Klarlack gespritzt, damit er girfffester wird.

 Tags darauf konnten wieder alle Leitungen und Griffstangen montiert werden. Eine heikle Arbeit. Mit dem
 neuen Kesselgehäuse erfolgte dann die erste Probefahrt, Sie verlief erfolgreich und ich bin froh, dass ich mir
 diesen Umbau vorgenommen habe.

 Die Bilder unten zeigen den Vergleich der Loks die normale Hamo-Lok und die rückgebaute Hamo Lok 3027.


. BR 44 960  Umbau      
BR 44 960 (Originalversion)       
      die weiße Glasfaserachse als Isolation
Getriebeansicht Ansicht Tenderkontakte    
Vergleich der Loks mit altem und originalem Kerssel vorn Origionalversion, hinten die 3027   links die 44 mit neuem Kessel der 3027,
rechts die normale 44 960
die drei Hamo 44iger: li die umgebaute 150 X 29 (52 2656), die 44 3027 und die normale 44 abert mit anderer Loknummer