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   BR 50.058  (Wechselstromausführung, Fleischmann)   -  Reparatur
 
 
 Auf der Suche nach einer schweren Dampflok die ähnlich einer 52er ist, und die mit
 Wechselstrom betri9eben werden kann, stieß ich auf eine gut aussehende BR50
 von Fleischmann. Nach Erhalt der Lok wurde sofort eine Testfahrt gestartet, die je-
 doch anfangs nicht zufriedenstellend ausfiel. Zuerst dauerte es einige Zeit bis die
 Lok überhaupt in Fahrt kam. Dann keine Erfolg bei der Fahrtrichtungsumschaltung.
 Durch oftmaliges Umschalten kam etwas Leben in die Lok. Schließlich fuhr sie
 einige Runden doch plötzlich fiel sie wieder in den Langsamfahrtmodus zurück. Da
 die Lok sauber war musste das Problem anderswo zu finden sein.
 Der Umschaltvorgang funktionierte nicht jedes Mal und wenn, dann gab es die bei 
 schlecht justierten Märklin-Umschaltern bekannten "Bocksprünge" der Lok. Auch
 das Umschaltgeräusch erinnerte an Märklin, also war klar, dass hier für die uner-
 klärliche Fahrtreduktion keine Elektronik schuld sein konnte.  Nachdem im Lang-
 samfahrmodus der Trafo abschaltete, muss also irgendwo ein Kurzschluss vorlie-
 gen. Den Fehler galt es also zu finden ....

BR 50 Fleischmann
Fahrvideo
 
 Die Reparaturarbeiten 

 Nachdem mir die firmenhistorische Entwicklung dieser Loktype unbekannt ist und daher ihre technische Ausfüh-
 rung unklar war, musste also die Fehlerquelle Schritt für Schritt ausfindig gemacht werden. Im ersten Anlauf
 wurde der Fahrtrichtungsumschalter ausgebaut und provisorisch durch einen elektronischen Uhlenbrock
 FRU 55 500 ersetzt. Doch der Umbau brachte keinen Erfolg, alles war wie zuvor.

 Bei den zahlreichen Testfahrten fiel mir auf, dass bei den Kabeln die aus dem Lokfahrgestell herauskommen
 gelegentlich leichtes Aufblitzen zu sehen war. Doch wohin ich die Kabel auch drßückte óder sie unter Last be-
 wegte, der Fehler mit Drehzahlabfall entstand nicht. Also musste ich beginnen den Lokkessel abzubauen, um
 danach zu den Radschleifern zu kommen, und ihren Anschlüssen. Die Durchgangsmessung signalisierte
 immer wieder einen Kurzschluss, der mioch zur Verzweiflung brachte. Dann fiel mir ein, dass ja das vordere
 Lämpchen noch Kontakt hatte - das ergab natürlich immer die Kurzschlussanzeige.

 Der Ausbau des Lämpchens kam einer Odyssee gleich, denn es war viel abzubauen. Ein Steuergestänge
 rechts am Kessel musste ich abzwicken (Reparatur mit Sekundenkleber oder dünnem Schrumpfschlauch).
 Auch die Puffer mussten ausgeschraubt und die Lampenfassung abgelötet werden. Dann ließen sich die
 Abdeckung des Fahrgestells mit den darauf befindlichen Kontakten abheben und man sah darunter. Allerdings
 war keine Kurzschlussstelle zu finden, auch keine leichte, die nur zum Teil aktiv werden könnte. Nun blieb der
 Verdacht, dass die Zuleitung zum Schleifkontakt am Rahmen eine Scheuerstelle hat, die bei Kurvenfahrt gele-
 gentlich wirksam wird. Doch auch da gab es jetzt keinen Kurzschluss zu messen. - Nun, vielleicht liegt es ja am
 Motor. Vielleicht ist er verölt oder die Schleifkohlen sind abgearbeitet oder ein Kabel liegt an Masse an. - Jeden-
 falls konnte der Kessel wieder montiert und der Umschalter provisorisch dort eingeschoben werden.

 Also wurde der Motor zerlegt und alles gereinigt und kontrolliert und danach dezent geschrmiert. Ebenfalls kein
 Fehler feststellbar. Also wurde der Fahrtrichtungsumschalter wieder definitiv angelötet und eingebaut. Der
 Tender war ohne Gehäuse und es wurde Probegefahren. Das bedeutet, dass der Tender nur mit lose einge-
 hängter Kupplung zur Lok verwendet wurde. -  Etliche Proberunden mit voller Fahrt verliefen zuerst erfolgreich,
 doch plötzlich kam wieder der Drehzahlverlust jedoch war deutlich zu sehen, dass die Tenderkupplung am
 an Masse anliegendem Bleigewicht des Tenders anstreifte und es deutlich Blitze.

 Damit war der grundsätzlich Fehler gefunden! Nun, wenn der Tender komplett montiert ist kann es an dieser
 Stelle keinen Kontakt geben. Also kann es nur im Bereich der Befestigungschraube für die Kupplung an der Lok
 liegen, dass die Schraube an die Kontaktbahnen der Radschleifer ankommt, wenn man sie stark einschraubt.
 Der Fahrversuch mit gelockerter Schraube verlief nun endlich fehlerfrei.

 Nach der fertigen Montage der Lok wurde noch eine Gehäusereinigung vorgenommen, sodass die Lokomotive
 nahezz wie neu aussieht. Die Freude ist groß, denn der sehr günstige Preis für dieses sehr seltene Modell
 wiegt die Paar Stunden Arbeit auf jeden Fall auf.
 

       
Fahrtrichtungsumschalter Variante Fleischmann     die Lok wird zerlegt
die Puffer müssenweg   der Schleifer ist weg der Motor vor der ZTerlegung
der Anker wurde gereinigt und aufgeraut Moztor wieder betriebsbereit Hinteransicht der BR 50 Das Fahrgestell
50 058 wieder einsatzbereit