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   BR 52 0505 - 6  (Piko)  -  Reparatur- und Umbauarbeiten an zwei Loks 
 
 
 Die Piko BR 52 ist eine interessante Dampflok die durch den Kondenstender sehr
 auffällig ist. Dieser Modelltyp weist aber einige Probleme auf, die es im Vergleich
 zu anderen Markenprodukten, bedauerlicherWeise nich so gut aussehen lassen.

 Das Hauptproblem meiner ersten, aus DDR-Produktion bis 1992 stammenden Lok
 ist ihr Antriebstender, der nicht nur über ein extrem lautes Getriebe verfügt, son-
 dern bei dem  auch alle angetriebenen Achsen schadhaften Zahnräder hatten, die
 durch einen Riss am Zahngrund locker saßen und zu einem extrem unrunden Lauf
 geführt haben.

 Darüber hinaus gab es Probleme mit dem Loklaufwerk, welches am Roco-Normal-
 kreis teilweise stecken blieb und die Vorlaufachse es nicht schaffte, normale Roco-
 Weichen aufzuschneiden, wodurch es zur Entgleisung kam. Nicht zuletzt stellen
 die Stromabnehmer am Lokrahmen ein Problem dar, da einige nicht genau am
 Spurkranz anliegen, sondern am Kunststoff des Rades. Die Lok gefällt mir und ich
 werde versuchen sie zu überarbeiten, umzubauen und Windleitbleche anzubauen.

 Da ich eine weitere reparaturbedürftige BR 52 fand musste ich zuschlagen. Sie
 bleibt im Originalzustand, doch muss der Antriebstender repariert werden. Was da
 zu tun war, beschreibe ich unten bei Lok Nr. 2.

 

Umbau der BR 52 von Piko
Fahrvideo


nach der Reparatur, die BR 52 Nr 2
Fahrvideo folgt
 Die Reparaturarbeiten und der Anbau von Windleitblechen - Lok Nr 1

 Am Beginn stand der Versuch, generell nur den Tenderantrieb zu überarbeiten. Ich stellte sofort fest, dass alle
 vier Zahnräder der angetriebenen Achsen einen Bruch hatten. Mangels neuer Zahnräder habe ich versucht, die
 schadhaften Zahnräder mit Sekundenkleber an der richtigen Stelle wieder zu positionieren und fest zu machen.
 Der Erfolg war ein noch rauerer Lauf und eine Geräuschkulisse, die einer schwer ziehenden echten Dampflok
 ähnelten. - Es war schrecklich, aber die Lok fuhr zumindest wieder.

 Danach trat das Problem mit der Vorlaufachse auf, die nicht in der Lage war, Rocoweichen aufzuschneiden
 ohne zu entgleisen. Dem Problem konnte ich durch Aufkleben mehrerer kleiner Bleistücke am Vorläufer entge-
 gen treten.

 Schließlich gab es noch das schwere Problem mit den fünf Achsen des starren Lokrahmens, die es nicht ermög-
 lichten, dass sich die Räder in der Bogenfahrt am Roco-Normalkreis auch frei drehten. Dieses Problem konnte
 ich durch Verengung der Spurweite der vordersten und hintersten Achse um ca.1 mm entschärfen. Dadurch
 können sie sich seitlich verschieben und sich an den Roco-Bogen besser anpassen. Bei dieser Gelegenheit
 wurden die Schleifkontakte für die Beleuchtung so verformt, dass sie jetzt überwiegend (hängt vom Schienenra-
 dius ab) an den Spurkränzen anliegen.

 Die Reparatur des Tenderantriebes konnte erst erfolgen, als ich bei ebay ein Inserat mit genau diesen
 PIKO-Achszahnrädern (ET Nr 19-01136 oder Gützold Nr 01136) der Triebachsen fand und sofort bestellte.
 Tatsächlich passen die neuen Zahnräder und ich meine, sind sind auch von besserer Qualität als die kaputten
 aus DDR-Zeiten. Etwas leiser und ohne den bisherigen getriebebedingten "Dampfloksound" und mit wesentlich
 geringerer Stromaufnahme läuft sie nun wieder auf meinem Testkreis.

 Irgendwann suchte ich bei Google die Original-Lok 52 2006, fand aber von der keine Bilder. Vielmehr sah ich,
 dass die meisten 52er Windleitbleche hatten. Daher habe ich welche besorgt und habe sie montiert. - Diese
 "neue Lok soll später, wenn ich irgendwo die Ziffern auftreibe, die Betriebsnummer des Vorbildes, der
 Lok 52 1960 der DB, bekommen.


 Reparaturarbeiten an Lok  - Nr 2

 Der Piko-Loktyp 52 in der Bauversion bis 1992, laut Auslieferungspapieren aus dem Produktionsjahr 1987 und
 verkauft 1990, weist einige Problembereiche auf, die mein Interesse an der Fehlerbehebung steigen ließ. Daher
 schlug ich bei dieser 52 zu, deren Antriebstender defekt war, weil ein Sicherungsbügel für ein Drehgestell
 gebrochen war. Also aufs Erste machte der günstige Ankaufspreis und die scheinbar einfache Reparatur Mut,
 diese neue Lok zu kaufen und unserer Sammlung einzuverleiben.

 Bei der näheren Beschau bemerkte ich, dass auch der Lokkessel lose war, da die Befestigungsklammer
 gebrochen und die M2-Vierkantmutter lose herumlag. Die Reparatur der Klammer war nicht einfach, da ich nur-
 mehr versuchen konnte, den Schaden mit Cyanacrylatkleber zu beheben. Es gelang mir, die Halteklammer,
 die ein Ausklipsen des Kessels ermöglichen sollte, samt der darin befindlichen Mutter für die Halteschraube,
 festzukleben. Ein wenig Schleifarbeit entstand, das Zuviel an Klebstoff abzutragen, damit der Kessel danach gut
 am  Fahrwerksrahmen aufliegt.
 
 Bei der Abnahme des Kessels machten sich aber veschiedene Teile der Steuerung los und fielen ab. Die
 Plastikgestänge der jüngeren Piko-Dampfer sind zwar naturähnlicher als jene der früheren Zeiten aus Metall,
 jedoch sind sie leicht zu beschädigen und zu verlieren. Leider brach nach der Kesselmontage eine der
 Steuerstangenhalterungen am Kurbelzapfen ab und konnte nicht mehr repariert werden. - Irgendwo habe ich
 solche Ersatzteile, aber wo???  Um es kurz zu machen bestellte ich welche bei ebay. Der Einbau der Zapfen
 und der Steuerstange erfolgte ohne Probleme.

 Das Tenderdrehgestell kann mit dem in der Zwischenzeit gelieferten Haltebügel recht einfach wieder befestigt
 werden. Lege ich Spannung an die Räder, läuft der Motor und drehen sich die Achsen des hinteren Drehge-
 stells und auch die Beleuchtung der Lok funktioniert dann.

 Die Kontaktgebende Achse des losen Fahrgestells vertlangte nach einer Erhöhung des Kontaktdruckes der
 Radschleifer. Um diesen mehr Vorspannung zu geben, muss man die rote Getriebeabdeckung abschrauben
 und die Achse entnehmen. Jetzt lassen sich die Kontakte mit Gefühl verbiegen. Alles wieder zusammenge-
 schraubt zeigt sich im Testbetrieb, dass alle Achsen sich drehen und Kontakt haben.
 
 Ob das auch später am Testgleis so sein wird, das wird sich weisen. In jedem Fall konnte meine/unsere Lok-
 sammlung um eine weitere schwere Dampflok, noch dazu in Originalverpackung und mit allen Auslieferungs-
 papieren und der Betriebsanleitung, erweitert werden.

 Etwas später rüstete ich den Tender mit Leuchtdioden aus, welche bei Rückwärtsfahrt leuchten. Dazu wurde an
 den Stromzuführungen zum Motor jeweils ein Stück Draht angelötet. Danach verlötete ich zwei orange LEDs
 (eigentlich für Signale) mit einem 680 Ohm/1W Widerstand hintereinander und schloss sie so an, dass sie nur
 bei Rückwärtsfahrt leuchten.

 Damit beim Zusammenbau das Gewicht gut am Tenderrahmen aufliegt wurden im Bereich der Dioden
 Ausnehmungen eingefräst. Um das Licht der Dioden an die  Lichtleiter zu bringen musste im Tenderrahmen
 ebenfalls eine Einkerbung ausgefräst werden. Damit kann ausreichend viel Licht zu den Scheinwerfern
 gelangen.
 
 Lok Nr 1       
 Kessel abgebaut  ein Blick aufs Fahrwerk  Tenderantrieb, Zahnräder defekt  Antrieb mit neuen Zahnrädern
bereit für die Windleitbleche: die originale DDR Piko-52er (ca. 1990)  vor Montage der Windleitbleche  fertig  
 die Lok jetzt mit Windleitblechen      
 Lok Nr 2       
Lok Nr 2, bereit zu Service und Reparatur      
    am Drehgestell die Radschleifer nachgebogen  
Drehgestell mit Antriebseinheit Drehgestell ist wieder eingebaut   der Tender "fährt" wieder - fertig
 
Leuchtdiodeneinbau