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   BR 66 (Eigenbau) durch Umbau einer  BR 23 014 (Märklin)
 

 Modellbauer haben die unterschiedlichsten Vorstellungen über ihr Hobby. Meine
 ist nicht auf höchste Originaltreue spezialisiert, sondern darauf, dass ich meine
 Handfertigkeit dazu verwende, mit meinen bescheidenen Mitteln, eine möglichst
 weitgehende optische Übereinstimmung meiner Umbauten mit den Vorbildern zu
 erreichen. Wesentlich ist für mich, dass das Endprodukt im Fahr-/Spielbetrtieb für
 meinen heranwachsenden Enkel gut verwendbar ist.
 Ein sehr preisgünstiges Angebot einer Solo-BR 23 stach mir bei ebay ins Auge
 und ich kam auf die Idee, mir für die schlechte Jahreszeit ein kleines Projekt vorzu-
 nehmen. Aus Kostengründen, meine Bastelei soll ja nicht Kosten eines Neukaufs
 erreichen, erstand ich sehr günstig ein Lokgehäuse einer BR 81, die optisch genau
 zum Fahrerstand der BR 23 passen könnte. Ja sie tat es wirklich, das ist inzwischen
 schon klar geworden.



BR 66 im Eigenbau
Fahrvideo
 
 Beginn des Umbaues
 

 Gleich zu Beginn die Testfahrt. Nachdem ich die BR 23 von Märklin schon mehrfach zerlegt und repariert habe
 ist mir bekannt, dass die Loktype ein Problem mit einem Antriebszahnrad hat. So ist es auch bei dieser Lok,
 bei der die Zähne des Zahnrades an einer Stelle nurmehr halb so breit sind, was dazu führt, dass es fallweise
 am Antriebszahnrad vorbeirutscht. Gut, dachte ich, man könnte das Zahnrad wenden, dann liefe das wieder
 eine Zeit lang, bis eben einer versucht, - kleine Kinder machen das ja gerne -, mit der Hand geschoben, die Lok
 am Tisch mit drehenden Rädern fahren zu sehen.
 Das Anfahrmoment wird dann so groß, dass es wegen der schon in den Jahren nachgelassenen Materialgüte
 des Übertragungszahnrades dazu führt, dass einige Zähne des Zahnrades brechen, oder wie hier, zur halben
 Zahnbreite abrasiert sind. Stehen diese Zähne grade an der Stelle, wo das Antriebszahnrad verläuft, dann ist
 nichts mehr da, was die Drehbewegung übertragen kann. Bei genauer Betrachtung ertkannte ich, dass das
 Wenden des Zahnrades nicht geht, weil es mit einem zweiten kleinen Ritzel versehen ist. Um also den Fehler
 zu beheben musste ich einen intakten gebrauchten Zahnradsatz bestellen.

 Weiters zeigte sich bei der Probefahrt, dass die Lok einen groben Absturz hinter sich gebracht hat, da ein Rad
 der ersten Achse leicht schlägt. Darüber hinaus musste der Fahrtrichtungsumschalter nachjustiert werden. Aber
 das Maschienchen läuft letztlich nach etwas Feinarbeit und ein Paar Tropfen Öl wieder ganz nett.

 Nachdem das Gehäuse der BR 81 eingelangt war, konnte der Kohlebunker abgesägt werden. Er passt perfekt
 an das Fahrerhaus der BR 23 und konnte nach einigen Feilarbeiten mit UHU-Plus-Endfest angeklebt werden.
 Auch die Lichtleitung für die Beleuchtung kann übernommen werden.

 Natürlich kann meine BR 66, umgesetzt in die Realität, nicht funktionieren, denn mit dem Kohlevorrat einer
 kleinen Verschublok und ohne Wassertanks, ist natürlich kein Dampfbetrieb möglich. - Ich denke, wenn mein
 Enkel mit 10 Jahren (das ist 2023) die Lok benützen wird, dann werden ihn all diese Details kaum an der
 Benützung dieser ungewöhnlichen Lok hindern.

 Der Versuch die abgesägten kleinen Wassertanks der 81er zu verwenden würde an deren Innenseiten in er-
 hebliche Fräsarbeit ausarten, was mir aber keinen Spaß macht. Die Methode, die Wassertanks mit Polystyrol-
 platten zu bauen, wäre zu überlegen.... Und wer weiß, vielleicht baue ich ja später noch Tanks an?
 Doch zuvor sollte das Nachlaufdrehgestell montiert sein und perfekt und entgleisungsfrei nachlaufen.
 
 Spannend ist der Einbau des zweiachsigen Nachläufers einer anderen Loktype (?), denn dort muss auch der
 Anhängehaken dran. Oberhalb des Nachlaufgestells muss noch ein Lokboden eingezogen werden auf dem
 ein Lampenhalter für das Hecklicht montiert werden wird.
 Nicht minder interessant stellt sich auch die einzubauende Pufferbohle und speziell der Puffer dar, die ja etwas
 mehr als sonst in der Bogenfahrt überragen werden. Der Grund ist klar, da ja die drei Antriebsachsen relativ
 weit vorne liegen. Einen Zentimeter nach hinten gerückt, liefe das Ganze viel besser. Aber dieser Aufwand lohnt
 sich nicht, denn es ergäben sich daraus große Schwierigkeiten ein neues passendes Getriebe zu finden; das
 ist praktisch nicht möglich und übersteigt meine Vorstellung von Bastelei bei weitem.

 Nach dem das erstbestellte Nachlaufdrehgestell eingetroffen war, wurde die Möglichkeit der Montage überlegt.
 Es konnte bald eine lokale Positionierung vorgenommen und das Drehgestell provisorisch montiert werden.
 Im Fahrversuch stellte sich heraus, dass ein zusätzliches Gewicht nötig ist, welches das Drehgestell mit den
 sehr niedrigen Spurkränzen auf dem sehr schlechten Pappgleis von Trix Express, auch  bei voller Fahrt am
 Gleis hält.
 Mit aufgesetztem Kesselgehäuse konnte die Kinematik des Nachläufers nochmals überprüft werden, wobei ein
 wenig von den aufgeklebten Bleistücken abgefräst werden musste, aber auch im Heck des Lokgehäuses und
 an den Innenseiten der Fahrerstandauftritte. Mit der verwendeten Normkupplung ergibt sich im Fahrbetrieb kein
 Problem, dass der Nachläufer entgleist. Im Schubbetrieb kam es vorerst bei den schlechten Schienenstößen
 im Bogen der uralten Trix Express Pappgleise zu Entgleisungen. Durch die leicht erhöhte Belastung der
 kupplunsseitigen Nachläuferachse, durch Erzeugung einer Vorspannung durch Verbiegen der Drehgestellanlen-
 kung, konnte die Entgleisungstendenz endgültig unterbunden werden. Am schönen Märklin M-Gleis wird das
 Laufverhalten ohnedies besser sein.

 Nun konnte die optische Gestaltung des Nachläufers erfolgen, die den Grund hatte, dass man bei seitlicher
 Durchsicht nicht durchsehen kann. Die nachfolgenden Probefahrten zeigten neuerlich das Problem bei der
 Rückwärtsfahrt auf, dass der Nachläufer im Gehäuse aneckt, wenn die Lok schnell fährt und durch die Masse
 des Kesselaufbaues überschwingt und den Nachläufer, wegen seiner niedrigen Spurkränze, aus dem Gleis
 drückt. Das Gehäuse musste an den neuralgischen Stellen nochmals abgefräst werden, bis dann die Kinematik
 endgültig passte.

 Nun war die Rückfahrbeleuchtung herzustellen. Dazu wurde die bestehende Befestigungsbohrung der Nach-
 läuferführung verwendet, die nun aber einen kleinen Blechwinkel aufnimmt. Der Winkel ist derart gestaltet, dass
 an ihm eine Lampenfassung 5,5 angelötet werden konnte. Damit war der Massekontakt gesichert und ein neues
 Kabel zum Schleifkontakt brachte die Lampe im Fahrbetrieb perfekt zum Leuchten. Durch die Situierung des
 Lämpchens ist auch der Fahrerstand etwas beleuchtet und es eintsteht der Einduck alsob Kesselfeuer sichtbar
 wäre.

 Anschließend wurden die Lackarbeiten am Fahrwerk begonnen. Während der Durchtrocknung wurde der be-
 reits von Anbauten befreite Lokaufbau mit Nitroverdünnung seiner alten Farbe weitgehend entledigt. Die Lackie-
 rung des Kessels wurde mit seidenmattem schwarzen Lackspray von Belton durchgeführt. - Auf die Anbringung
 der original vorhandenen Wasserkästen wurde, wie schon zuvgor erwähnt, vorerst verzichtet; ich kann sie ja
 später immer noch nachrüsten. -  Die Lok verliert dadurch ihre Authenzität, doch wird das beim Spielen nicht
 sonderlich stören.

 Das Aushärten des Lackes dauerte einige Stunden. Danach wurden wieder die Griffstangen, die Rohrattrappen
 und der Raucheinsatz (abschaltbar) montiert. Zuletzt wurden diverse Kanten und Auftritte und die Pufferbohlen
 mit der obligaten roten Farbe lackiert, sodass zuletzt ein netter Eindruck von der Lok zustande kam. Im Fahrbe-
 trieb läuft der Nachläufer jetzt brav in jeder Richtung und das mit gezogener und geschobener Last. Das ist fein
 und mein Enkel Konstantin (und ich) wird sich beim Spielen mit der Lok sicher freuen.


das Lokgehäuse der BR 23 014 das Gehäuse der BR 81 hier bereits mit dem Tender der BR 81
passt ja nicht so schlecht bisherige Naqchläuferführung
hoffentlich bleibt das Modellbahninter-esse Konstantins noch lange erhalten für Raucheinsatz aufgebohrt Kabeldurchführung erster Versuch der Nachläuferbefestigung unbauchbar
der Nachläufer Nachläufer provisorisch fixiert Fahrwerksansicht mit Nachläufer
Lokansicht nach provisorischer Montage     neu angepasste Montage
mit optischer Abdeckung Seitenansicht fertig Untersicht Untersicht des Nachläufers, mit Indusi-Atrappe
angefertigte Pufferbohle einmgebaut Windleitbleche lackiert Kessel lackiert nue Pufferbohle neu gestrichen
die (vorläufig) fertige Lok BR 66       
die BR 66 ist jetzt endgültig fertig