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   BR 80.018 (Trix Express)  -  Versuch eines Umbaus auf Normspur und Generalüberholung
 

 Zur Erweiterung unserer Loksammlung, eigentlich mehr als Arbeitsbeschaffung
 während der Corona Quarantäne, kaufte ich um 8.-€ eine BR 80 018 von Trix
 Express zu. Damit kann man die Unterschiede zwischen den Modellen gut sehen:
 Märklin, Kleinbahn, Fleischmann, Trix.  Die Lok wurde nicht am Gleis erprobt,
 jedoch extern unter Strom gesetzt. SIe läuft ordentlich.

 Ursprünglich wollte ich die Lok zwar überholen und sie optisch wieder annehmbar
 herrichten, doch wegen der Ausgangssperre ist Zeit da, mehr zu machen. Das
 heißt, es ist viel Zeit da,sodaß ich wieder den Umbau auf Normspur begonnen
 habe. Das hätte ich besser lassen sollen, doch einmal begonnen, muss ich die
 Sache durchziehen.


 BR 80.018 (Trix Express, Umbau)
Fahrvideo

 Und so begann die Herausforderung eines BR 80 - Services mit Räderumbau

 Am Beginn stand die Zerlegung der Lok. Das einfach abzubauende Metallgehäuse hat mich interessiert, doch
 das Chassis aus zwei Kunststoffhälften  enttäuscht mich. Na gut, danach wurden die Schubstangen abmontiert.
 Danach konnten die Kuppelstangen demontiert werden, damit danach die Räder abgezogen werden konnten.
 Zuvor wurden die Achsen hinsichtlich Spurweite und innere Weite vermessen. Die Spurmaße einer Kleinbahn
 Lok dienten als Vergleichs und Zielwert.

 Die abgenommenen Räder wurden auf der Drehbank auf der Hinterseite abgedreht, bis nurmehr ein etwa
 0,5mm breiter Steg des Spurkranzes stehen geblieben ist. Nachdem alle Räder derart bearbeitet worden sind
 wurde das Abdrehen des Spurkranzes begonnen. Zuvor mussten - leider - alle ´Kunststoffbuchsen aus den
 Radnaben ausgepresst werden. Damit war klar, dass das Ergebnis wieder eine wackelige Lok sein wird. Na
 gut, mit einem Aufspanndorn und einer speziell geformten Distanzbuchse mit einer Ausnehmung für die
 Schraublöcher der Kuppelstangen, wurden die einzelnen Räder auf die notwendige Spurkranzhöhe abgedreht.

 Nun begann die unangenehme Arbeit des Aufpressens der Räder auf die Achsen. Dabei muss der 90 Grad-
 Versatz der linken und rechten Radstellungen beachtet werden. Nachdem die Kuppelstangenbohrungen ober
 Höhe des Spurkranzes vorstehen, können die Räder der einzelnen Achen nur mit einer Gedorezange zusam-
 men gepresst werden. Das verursacht die Schrägstellung der Räder, die zum Eiern der Lok führen. Das kann
 aber im Nachhinein noch ausgebessert werden. Nicht ausbesserbar ist der durch die neuerliche Aufpressung
 zustandegekommene Höhenschlag einzelner Räder.

 Vor einen Fahrversuch musste eine Lösung für die Kontaktgabe von den Rädern, anstelle vom Mittelkontakt,
 gefunden werden. Auf die Schnelle bot sich an, aus Berylliumblech Radschleifer anzufertigen, welche an der
 Halterung des Steuerungsführung angeschraubt werden konnte. Stark vorgespannt wurde der Schleifer mon-
 tiert und mit einem Kabel angeschlossen. Im "fliegenden" Testbetrieb funktionierte alles gut.

 Ein nachfolgender Fahrversuch ohne Bleigewicht und Metallghehäuse fiel enttäuschend aus. Offenbar sind die
 Trix-Schienenschleifkontakte so stark vorgespannt, dass bei jeder Erhebung im Gleis die Lok entgleist. Mit
 Gehäuse läuft sie etwas besser, aber sie eiert sehr stark, wobei das auf Höhenschlag zurückzuführen sein
 dürfte. Die vielleicht etwas zu stark vorgespannten Schienenschleifkontakte erhöhen die Entgleisungsgefahr,
 weil die Schleifer durch ihr großes seitliches Spiel ins Gleis hinein rutschen und die Lok an den Schienenstös-
 sen aushebeln.

 Wie bei allen Trix Express Umbauten, bei denen keine "International Räder" verbaut werden können, beein-
 flusst die Spurweite auch das Laufverhalten der Loks. Hier wurde mit viel Aufwand die Radstellungen auf jeder
 Achse mehrfach justiert, damit so wenig als möglich Seitenschlag besteht. Doch das genügte nicht und es
 mussten die Flansche der Kunststoffbuchsen der zahnradlosen Räder um 1mm verringert werden, um ausrei-
 chend seitliches Achsspiel zu erzielen. - Doch zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Schaden am Kunststoff-
 zahnrad entstanden, der sich beim Anlaufen des Motors zeigt. Es verkantet sich das Zahnrad und die Zähne
 stehen Kopf auf Kopf.  Durch die zuvor auf fast Null verringerten Achsspiele überhitzte der Motor so stark, dass
 man das Antriebsritzel nicht angreifen konnte.

 Als der Motor wieder einmal auskühlen musste, wurde das Lokgehäuse mit Nitroverdünnung vom Lack befreit.
 Danach wurde mit Duplicolor Rallye Lack das Gehäuse gespritzt. Kurz darauf erfolgte eine Lackierung mit WIK
 seidenmattem Klarlack. Nach einer halben Stunde war die Lackierung fertig und das Gehäuse konnte montiert
 werden.

 Das Fazit ist, dass die Lok mit abgekühltem Motor jetzt fährt, jedoch halbwegs brauchbar nur in eine Fahrt-
 richtung und das auch nur einige Minuten lang. Dass es zur Motorüberhitzung kommt merkt man dann, wenn
 die Lok langsamer wird. - Als einsetzbare Lok ist sie für einen "Bahnbetrieb" nicht mehr geeignet, zur gelegent-
 lichen Erprobung ist sie noch zu gebrauchen. Steckt  dér Motor einmal, muss man die Räder ein wenig drehen,
 damit die Zähne wieder den richtigen EIngriff bekommen. - Immerhin beschäftigte mich die Lok drei Corona-
 Tage lang und ich war froh darüber. So gesehen hat sich der Ankauf um 8.-€ gelohnt.

 Das bittere Ende der Lok als Lok kam, als ich das Getriebe verbessern wollte. Kurz, gesagt, das schlug fehl.
 Daher wurden die Zwischenzahnräder zwischen Motor und Achse entfernt. Nicht mal in diesem Zustand ließ
 sich die Lok leicht schieben. Der Motor hat tolle Arbeit geleistet.... Jetzt taugt das Stück nurmer als kleines
 Standmodell auf einem Abstellgleis einer virtuellen Modellbanhanlage. - Immerhin, sie fuhr auch.


       
DB 80.018 Trix Express Umbau       
 
       
der Ankaufszustand der Lok Gehäuse abgebaut Ansicht Fahrgestell Ansicht Motor und Getriebe
die Hauptanschlüsse Gestänge werden demontiert Untersicht des Fahrgestells die Achsen sind ausgebaut
 links der abgedrehte Spurkranz  und si wuird es gemacht der neue Radschleifer ist angeschlossen Untersicht mir abgedrehten Rädern
Lok bereit für erste Probefahrten     Zwischenräder entfernt