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   E 44  056 (Fleischmann)  -  Service 
 
 
 Nachdem ich gelegentzlich die Möglichkeit habe, auf einer schönen Anlage meine 
 Zweileiterloks fahren lassen zu dürfen, bemühe ich mich, schöne und kräftige Loks
 dafür zu beschaffen oder alte dafür tauglich zu machen. Nachdem meine Märklin
 E 44 bei mir seit der Kindheit bleibende Eindrücke von "Geländegängiglkeit" hinter-
 lassen haben, interessiert mich der Typ. So kaufte ich vor 20zig oder mehr Jahren
 eine E44 von Piko (DDR) die deutlich detailierter ausgearbeitet war als die Märklin.
 Um eine zu den schönen Roco-Modellen auf der Anlage eine passende und
 gewichtige E 44 zu haben, ersteigerte ich mir bei ebay eine um 49.- Euro. Sie ist
 das Geld allermal wert, wenngleich ein Service zweckmäßig erschienen war.

 

        das E44 Fleischmann - Modell
 Das Service 

 Die in der Originalpackung gelieferte Lok war wie alle Modelle aus zweiter Hand, in Grenzen aber doch,
 versaubt. Daher wurde sie nach der ersten Probefahrt zerlegt. Das Innenleben war wenig verschmutzt, obwohl
 beim Getriebe auch Öl und Staub angehäuft war. Natürllich wäre die Lok so wie sie war sofort verwendbar
 gewesen, doch da ich meine Modelle auch für längere Lagerung vorbereite, musste sie gewartet werden.

 Die Trennung Fahrgestell und Gehäuse erfolgt mittels die Lösung der zwei Gehäuseschrauben auf einer Seite
 und man kann dann die beiden Gleitlager für die Drehgestelle entfernen und die Drehgestelle aus den Lagern
 der Gegenseite ausklinken. Ich habe das Treibgestell am Draht mit der Drosselspule abgelötet, um besser
 arbeiten zu können. Dann sah ich, dass der Motor schwarz mit Graphitstaub war und der Kollektor eine leichte
 Überarbeitung vertrug. Zur Zerlegung des Motor waren drei Schrauben zu entfernen und dann löste sich der
 Motor vom Drehgestell und konnte in drei Teilen auseinandergenommen werden. Heikel war die Geschichte mit
 den Schleifkohlen, die auf langen Federn saßen und beim Trennen der Teile umherflogen. Zum Glück waren sie
 wierder aufffindbar.

 Nach der Reinigung der Drehgestelle und Motorteile mit Spezialbenzin, - da sieht man hinterher aus, als hätte
 man in der Ölwanne eines LKW-Dieselmotors herumgearbeitet -, ging es an den Zusammenbau des Motors.
 Um es kurz zu machen, die Fleischmannmotore, zumindest dieser, haben auf den Kohlenführungen am Motor-
 schild Verschlusskappen durch die man die Kohlen und Federn einschiebt und dann wieder die Kappen drauf-
 klipst. Anders geht die Kohlenmontage nicht!
 Beim Motorzusammenbau muss man darauf achten, dass die drei Teile jeweils in die richtige Stellung gebracht
 werden, denn sonst lässt sich der Motor nicht zusammanschrauben.

 Das zweite Laufdrehgestell wurde auch gewaschen und die Kontakte kontrolliert. Dann stand dem Zusammen-
 bau der Maschien nichts mehr im Wege. Und schon konnte die Probefahrt erfolgen, die ja gleichzeitig auch zum
 Einlaufen der in neuer Stellung befindlichen Schleifkohlen dient.
 
 Sie fährt jetzt hervorragend, sehr leise und, mit dem Rocotrafo stromversorgt, auch schnell. Man muss drauf
 achten dass sie nicht zu schnell wird, denn sonst fliegt sie in hohem Bogen aus der Kurve! Das würde bestimmt
 zu Schäden am Gehäuse führen.

       
Fahrgestell vor Demontage  Drehgestelle ausgebaut  der Motor  der richtige Einbau der Kohlen 
Ansicht des Getriebes  Ansicht Verkabelung  die Lok ...