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   Mallet Dampflok BR 96 000 im Eigenbau  -  Bau einer  2x3/3 Mallet-Dampflok aus Altteilen
 
 
 Eine Mallet-Lok habe ich in meinem Sammelsurium noch nicht. EIne zu kaufen
 scheint mir zu teuer, also könnte ein Eigenbau in Anlehnung an eine Vorbildlok,
 eine BR 96, meinen Wunsch erfüllen. Abstriche an die Vorbildtreue sind einge-
 rechnet, sollen ja vorhandene Altteile anderer Loks genützt werden, um eine voll
 fahrtüchtige Lok zu schaffen.

 Die trieste Situation während der Corona Virus Krise brachte viel Zeit, die man
 wegen der Ausgangsbeschränkungen daheim verbringen musste. Damit kann
 ich leben, wenn ich ausreichend Beschäftigung habe. Daher entstand die Idee,
 aus zwei erschwinglichen defekten Fleischmann BR 80 Loks eine Mallet Lokomo-
 tive zu bauen. Das Ergebnis würde aus meinen sonstigen Modellbahnumbauten
 herausragen und somit für mich einen hohen Stellenwert haben.

 Umschau haltend nach einem Vorbild fand ich Lokomotiven wie zB.die BR 96
 schwere Güterzuglokomotive, die es bei Märklin, Rossi, u.a. in h0 zu kaufen gibt.
 Diese Lok ist für mich eine optiusche und technische Orientierungshilfe. An diver-
 sen Modell Bildern im  Internet konnte ich auch sehen wie die Triebwerke am
 Kessel angelenkt sind.

 In wie weit die entstandene Lok hinterher so wie das ausgewählte Vorbild ausse-
 hen wird, ist heute nicht zu sagen, da zuvor die Fahrgestelle funktionell einwand-
 frei untergebracht werden und funktionieren müssen. Auch wenn in Details Unter-
 schiede bestehen werden, zB. bei den Kuppelstangen, der Achsenanzahl etc.,
 wird mich das nicht sehr berühren.  Insidern wird die Lok vermutlich ein müdes
 Lächeln entlocken, doch stört mich das nicht. Mir geht es darum, modellbauerisch
 tätig zu sein und eine Aufgabe bestmöglich und kostengünstig zu lösen, damit das
 Endprodukt auch voll Fahrtauglich wird.

 Doch bevor das Projekt begonnen werden kann, müssen zwei sehr gleiche Loks 
 bzw. deren Fahrwerke beschafft werden. Die vorhandenen von Kleinbahn sagten
 anfangs nicht zu. Nach Erhalt der defekten Loks mit sehr gut nachgebildeter Steu-
 erung (Fleischmann) sellte sich heraus, dass eine davon ein gusseiserner Old-
 timer ist, also zu viele technische Abweichungen aufweist. Zum Glück hatte ich
 schon früher eine 80 005 angekauft, die anstelle der 80-1952 zur Verwendung
 kommen kann. -  Auch ein vorhandenes Kesselgehäuse einer BR 44 und ein zuge-
 kauftes defektes BR 96 Gehäuse von Märklin wurde angekauft, in der Hoffnung,
 meine Allteilefahrgestelle haben drinnen Platz. Letztendlich passten all diese Teile
 nicht zusammen, wodurch diese Variante ausschied.

 Der nächste Versuch wurde mit Kleinbahn BR 80 Fahrgestellen, solchen mit Mabu-
 chi-Motor und dem gebrauchten BR 44- und BR 96-Kessel von Märklin unternom-
 men. Dieser Versuch war schließlich erfolgreich, aber mit der von mir gewünsch-
 ten Vielfalt an  Arbeiten verbunden, wie unten beschrieben und bebildert ist.


"Prototyp" einer BR 96 000 im Eigenbau
Fahrvideo


meine 96 000
Fahrvideo Rangierfahrt





Untersicht - mit 2 Haftreifen

 
 Der Bau einer Mallet 2x3/3 Lokomotive - der Ablauf


 Die Überlegung ist, zwei BR 80 Fahrgestelle gelenkig zu verbinden, wobei nur das hintere beim Fahrerhaus
 einen Motor trägt. Wegen der sich ergebenden Kessellänge musste unter dem Kohlebunker eine Nachlauf-
 achse eingebaut werden, sodass sich eine Achsfolge C'C1' ergibt.  Beim vorderen, dem künftig geschob-
 enen Fahrgestell, muss alles nicht zum Betrieb Notwendige vom Fahrgestell entfernt werden. Die beiden
 Fahrgestelle werden via Lokkessel gelenkig verbunden. Danach kann nach einem passenden Lokgehäuse
 Umschau gehalten werden, oder aus zwei Lok Gehäusen ein der Länge nach angepasstes hergestellt
 werden. Dass die Zugkraft dieser künftigen Lok wird eher bescheiden sein, da nur drei Achsen angetrieben
 sind, da im Vordertei desd Kessels für einen Motor kein Platz ist.

 Erster Anlauf - BR 96-Kessel mit Fleischmann Triebwerken

 Zu günstigen Bedingungen konnten vorerst zwei BR 80 Loks von Fleischmann geordert werden. Diese
 Loks bringen hervorragende technische und optische Gegebenheiten mit, die sie für das Projekt als bes-
 tens geeignet erscheinen lassen. Allerdings stellte sich nach deren Einlangen heraus, dass eine Lok von
 beiden ein Oldtimer ist. Es ist eine BR 80-1952. Diese passt aber nicht zu dem Projekt, da der Motor eine
 andere Fahrgestellkonfiguration bedingt, die keinesfalls in den Kessl  und zur zweiten 80 005 passt. Zum
 Glück habe ich schon vor längerer Zeit eine BR 80 005 angekauft, auf die ich jetzt zurückgreifen kann. Die
 Oldtimerlok 80-1952 ist intakt und wird später restauriert.

 Nach Erhalt und Reinigung der Lok Nr 1 erfolgte eine vorläufige Reinigung, damit das Fahrgestell am Gleis
 einen Lauftest durchführen konnte.- Danach wurde die zweite BR 80 005, Lok Nr 2, vom Dachboden geholt
 und mit der Zerlegung begonnen. Bei dieser gut erhaltenen Lok bleibt der Motor eingebaut und auch das
 Fahrwerk bleibt wie es ist.

 Da nun die beiden Lokfahrgestelle zusammengestellt werden konnten war die Entscheidung über
 den später zu verwendenden Lokkessel zutreffen. Ohne Abmessungen und andere Details eines verwend-
 baren Kesselaufbaues zu kennen, ist die Beschaffung problematisch. Zufällig fand sich ein leicht beschädig-
 ter und priesgünstiger Kessel einer Märklin BR 96 017 der angekauft wurde, der sich für das Projekt eignen
 könnte. Erst wenn der Kessel vorliegt, kann endgültuig entschieden werden, wie und ob die Fahrwerke mit
 dem Kessel passend gemacht werden können. Abstriche von der Originaltreue sind allerdings gegeben. 
 Vielen Menschen werden die kleinen Abwechungen später kaum auffallen und ich kann damit gut leben.

 Nach Eintreffen des Kessels wurde versucht, ein mit Motor bestücktes Fahrgestell unter dem Kessel unterzu-
 bringen. Doch sofort war zu erkennen, dass der Motor in dem schmalen Fahrerhaus nicht genügend Platz hat,
 um in Gleisbögen seitlich berührungslos ausschwenken zu können. Weiters zeigte sich, dass die Steuerungen
 der Fahrgestelle deutlich den Kesselrand überragten. Damit war entschieden, dass die schönen Fleischmann
 Fahrgestelle nicht verwendet werden können. Beide BR 80 005 wurden wieder zusammengebaut und werden
 der Sammlung zugeführt.

 Zweiter Anlauf - BR 96-Kessel mit Kleinbahn Triebwerken

 Um den gefälligen BR 96 Lokkessel mangels anderer Alternativen verwenden zu können, mussten andere
 Fahrwerke gefunden werden, die besser im Kessel untergebracht werden können. Damit der Kostenrahmen
 nicht unnütz ausgeweitet wird, wurden vorhandene Kleinbahn Fahrgestelle der BR 80 ausgewählt. Nicht nur
 aus patriotischen Überlegungen, sondern vielmehr aus Kostengründen, da diese Loks sehr günstig zu be-
 schaffen sind. Sollten Fehlbearbeitungen an den Fahrgestellen vorkommen, die mit der Befestigung der Fahr-
 gestelle am Kessel zusammenhängen etc., besteht rasch Möglichkeit, Ersatz zu beschaffen.

 Entscheidend ist, dass der gekaufte Märklin 96er-Kessel zwei Drehpunkte vorgibt, die den Drehgestellen als
 Befestigungspunkte dienen. Um einiger Maßen genaue Aussagen über die Funktionalität der Kinematik in
 Verbindung mit dem Kessel machen zu können, wurde auf einer Skizze der enge Kleinbahn Gleisdurchmes-
 ser (768mm) aufgetragen und die Fahrwerke, ausgeschnitten aus Papier, darüber gelegt. Mit dem Gehäuse
 und den vorgegebenen Drehpunkten konnte man die Auslenkungen der Fahrwerke bzw. deren notwendigen
 Anlenkungspunkte bestimmen.

 Zuvor wurden die Fahrgestelle probeweise in den Kessel gehalten, um zu sehen, ob die Zeichnung die rich-
 tigen Platzverhältnisse bestätigt. Doch schon bei der Einprobe war zu erkennen, dass auch das modernste  
 Kleinbahn Fahrgestell mit dem Mabuchi Motor und dem "Höcker-Gewicht" nicht geeignet ist. Daher wurde
 ein älteres Fahrgestell mit dem alten Kleinbahnmotor, doch schon mit den neuen Kunststoffradscheiben ver-
 glichen. Dieses Fahrwerk eignet sich deutlich besser, doch reichen die Platzverhältnisse noch immer nicht
 aus. Damit ist der Anlauf mit dem sehr engen BR 96 - Lokkessel gescheitert, sodass eine ander Kessel-
 variante gesucht werden musste. - Vielleicht kann ein Kessel einer Märklin BR 44 verwendet werden, der
 irgendwo am Dachboden aufbewahrt wird?

 Dritter Versuch - Kleinbahntriebwerke im Kesseleigenbau aus BR 44- und BR 96 Gehäuseteilen

 Der Märklin BR 44 Kessel wurde besorgt und eine weitere BR 80 028 von Kleinbahn, eine aus der vorletzten
 Serie, mit den alten runden Kleinbahn Motoren aber ohne Höckertgewicht. Bei einer Lok ist bereits ein
 Mabuchi Motor montiert und alles entfernt,worden, was nicht mehr gebraucht wird. Das zweite Lokfahrgestell
 wird bis auf die Achsen und Schleifer abgeräumt, damit möglichst keine Teile der künftigen Befestigung im
 Wege stehen und hohe Gelenkigkeit erzielt wird. Um die Kleinbahn Fahrgestelle in den Kessel hinein bringen
 zu können, mussten sie unterschiedlichin  deren Länge gekürzt werden.

 Als nächster Arbeitsschritt wurde begonnen, den Märklin BR 44 Kessel von jenen, unter den Trittblechen re.
 und li. hervorstehenden Details zu befreien, damit die Steuerungen der Fahrgestelle nicht behindert werden.
 Dann musste der Bereich der vorderen Pufferbohle und der Aufstiege zur Kesseltür bzw. der Scheinwerfer
 abgesägt werden. Hier werden später neue Anbauten kommen, die der Vorbildlok nachempfunden sind.
 Weiters wurde der Kohlenbunker des nicht verwendbaren, zu schmalen BR 96 Kessels vom Kesselgehäuse
 demontiert und auf eine passende Länge abgesägt, sodass der Fahrerstand des BR 44 Kessels künftig
 geschlossen ist und als Sichtabdeckung des Motors wirkt. Um halbwegs naturähnlich zu sein, wurde auf jeder
 Seite eine Fensteröffnung ausgeschnitten, die zur Fahrerstandtür gehört. - Über Nacht wurde der Kohlebunker
 mit UHU Plus Endfest 300 an das BR 44 Gehäuse angeklebt. Die Klebung hält normale Beanspruchungen mit
 Leichtigkeit aus.

 Nun wurden beide Fahrgestelle nochmals gekürzt, damit das Doppelfahrgestell nicht zu lange wird. Der Kohle-
 bunker bringt zwar optisch Nähe zur echten BR 96, aber wegen des ganz hinten am Kleinbahn Fahrgestell sit-
 zenden Motors, keinen Vorteil. Da der Motor im Fahrerstandbereich liegen muss, wodurch dieses Fahrgestell
 weit nach vorne ragt, bzw. das vordere Fahrgestell so weit möglich gekürzt werden, damit es nicht zu weit über
 die Kesseltür hinausragt. Aber weil der Kessel mit dem neu angeklebten Kohlebunker nun ein Stück länger
 geworden ist, bleibt deswegen unter dem Kohlebunker ein großer Freiraum, sodass eine Nachlaufachse an-
 gebaut wurde, die auch hinsichtlich Kupplung notwendig war. -  Um der Idee vom BR 96-Nachbau dennoch
 nahe zu kommen, wird die Lok zu einem Prototyp dieser Baureihe, die eben eine Nachlaufachse hatte......

 Die Nachlaufachse ist von einer Märklin BR 23. Die Räder dort sind zu groß und wurden daher mit kleineren
 aus der Sammelbox bestückt. Neben den Anpassungen des Nachläufers und des Lokfahrgestelles, - damit
 alles beweglich zusammenpasst -, mussten die verwendeten Räder mit Isolierbuchsen auf der 2,4mm Achse
 aufgepresst werden. Um das zu ermöglichen wurden von alten Trix Express Lokrädern die Isolierbuchsen
 entnommen, um sie nach Aufbohren der Radnaben der beiden Räder, dort eindrücken zu können. Die Buch-
 sen wurden mit Loctide grün in den Naben verklebt. Da die Trix-Isolierbuchsen eine sehr dicken Bund haben,
 den man nicht entfernen kann, der aber dazu beiträgt, dass die Spurweite zu groß ist. Daher musste der Nach-
 läufer an den Achsbohrungen um ca.1,5mm tiefer gebort/gefräst werden. Nun konnte die Achse mit den Rä-
 dern eingebaut werden und die Nachlaufachse probeweise am Lokfahrgestell montiert werden. Ein Test auf
 Konsti's Modellbahn verlief in allen Bögen und über alle Weichen erfolgreich.

 Spannend wurde die nun anstehende Befestigung der Fahrgestelle am Kessel. Mir erschien die Methode
 die Fahrgestelle über der mittleren Achse anzulenken am besten geeignet. Um das zu erreichen wurde nach
 Vermessung des Kessels und eines Fahrgestells aus Karton ein Muster eines Befestigungswinkels gefertigt.
 Nach diesem Muster wurden zwei Befestigungswinkel aus 2mm Stahlblech mühsam angefertigt und ange-
 passt. DIe fertigen Winkel werden am Fahrgestell mit je 2 Stk. M2-Schrauben befestigt. Diese Befestigung
 ist für normalen Gebrauch der Lok ausreichend stabil. In den Blechwinkeln werden in dem Auflagebereich
 M3-Gewinde geschnitten, die zur Befestigung der Fahrgestelle dienen. Auf den Winkeln werden auf der Unter-
 seite Stopmuttern mit UHU Plus Endfest angeklebt. Zur Befestigung der Fahrgestelle werden M3-Inbus-Senk-
 kopfschrauben verwendet.

 Die Höhenjustierung des Kessels erfolgt durch aufgeklebte Unterlegscheiben auf den Befestigungswinkeln.
 Um den Kessel waagrecht zu haben, sind mehrere Tests der Gehäusemontage erforderlich. Zuerst wurde der
 Winkel am Antriebsdrehgestell, so weit machbar, in die richtige Position gebracht. Dann folgte der vordere
 Winkel angepasst, wofür sehr viele Testfahtrten erfolgen mussten. Leider ist die exakte Angleichung beider
 Winkel schwierig, da deren Herstellung nur mit großen Toleranzen möglich war. Könnte man diese Winkel mit
 einem 3D-Drucker herstellen, sähe die Sache deutlich besser aus.
 
 Aus Vereinfachungsgründen erhält die Lok keine beleuchteten Scheinwerfer, jedoch wurde ein Rauchgene-
 rator eingebaut, was die Enkelkinder sehr freute. Das Rauchelement funktioniert mit max 2 ml Rauchöl am
 Besten und auch bei weniger als mittlerer Fahrgeschwindigkeit.

 Hinweise für die Befestigung des Lokgehäuses und die Maßnahme bei unbegründetem Durchdrehen

 Nachdem die Kleinbahn Lokomotiven keine Haftreifen haben und nur mittels Lokgewicht die mögliche Zug-
 kraft erreichen, sind bei dieser Lok der Anhängelast Grenzen gesetzt. In diesem Fall musste wi folgt vorge-
 gangen werden, um die bestmögliche Zugkraft zu erreichen:

 Wenn alle Arbeiten an der Lok abgeschlossen sind, können die Schrauben mit ein wenig Loctide grün am
 Lockern gehindert werden. Bei den Testfahrten kristallisierte sich heraus, dass beim
vorderen Fahrgestell,
 nach erstem handfestem Anziehen, die Gehäuseschraube wieder 
um eine 1/4.Umdrehung geöffnet werden
 muss, beim
angetriebenen Fahrgestell um 1/2 Umdrehung, damit die Zugkraft bestmöglich übertragen kann.

 Beginnen die Antriebsräder nach längeren Betrieb oder Lagerung und ohne Zuglast ständig durchzudrehen,
 ist besonders die Ölung der Achsen des leer mitlaufenden vorderen Fahrgestells mit WD 40 oder ähnlichen
 Produkten erforderlich (kein Modellbahnöl)! Mit je einem kleinen Tropfen des Öles aus einer Injektionsnadel,
 neben der Lagerung dirket auf die Achse aufgebracht, läuft das Fahrgestell wieder leicht und der Antrieb läuft
 wieder ohne durchzudrehen.


 Nach Möglichkeit soll ein nicht unbedingtes Abnehmen des Kessels vermieden werden,. da dies wieder
 heikle EInstellarbeiten an den Drehpunkten erfordert! -
 Bei Abnahme des Gehäuses muss die Stecker-
 verbindung des Rauchaggregates gelöst werden, damit das Gehäuse abgenommen werden kann.
 

 Fahrbericht 1
 
 Bei wie oben beschriebener Festschraubung der Fahrgestelle und bei ausreichender Achsschmierung, läuft
 die Lok gut durch alle Bögen und über die Weichen. Bei Rückwärtsfahrt macht die Nachlaufachse bei guter
 Höhenjustierung keine Probleme. Besonders angenehm ist, dass das Betriebsgeräusch dank der Mabuchi
 Motore sehr leise ist.
 
 Bedingt durch nur einen Antriebsmotor und ohne Haftreifen kann die Lok in flacher Steigung zB. nur drei bis
 maximal fünf der leichten Kleinbahn Schnellzugwagen ziehen, ohne an bestimmten unebenen Stellen durchzu-
 drehen. Mit drei Blechwagen von Trix Express tut sie sich schon sehr schwer.

 Haftreifen werden nachgerüstet
 
 Um der bulligen, eigentlich schweren Güterzuglok mehr Kraft zu geben, kann nur die Anbringung von Haftreifen helfen, denn für mehr Gewicht an den Fahrgestellen gibt es keinen Platz.  Daher wagte ich mich über die Nach-
 rüstung von zwei Haftreifen, da mir bei Fa. Kleinbahn niemand diese Arbeit abnehmen wollte.

 Mein Problem bei Arbeiten an Rädern ist immer deren Aufspannung und spätere Montage. Denn läuft ein Rad
 wegen unpräziser Aufpressung nicht ganz rund, eiert die Lok in Bogenfahrten unschön übers Gleis, dass
 einem der Graus aufkommt.  Ich beschaffte mir als Reserve noch eine defekte BR 80 mit dunkelroten Rädern
 und zerlegte sie und zog das erste und letzte Rad auf der schleiferlosen Seite (!) ab. Der Verlust an Kontakt-
 fläche durch die  Haftreifen wird durch die anderen Achsen des vorderen Fahrgestells sichergestellt.  Auf der
 Mittel- und Antriebsachse können keine Haftreifen montiert werden, da der Raddurchmesser um einige Zehn-
 tel-mm kleiner ist und daher nicht ausreichend gut auf der Scheine aufliegt.

 Um die Räder mit meinem dünnsten Abstechstahl auf der Drehbank bearbeiten zu können, müssen sie ordent-
 lich aufgespannt werden. Ein passender Dorn war vorhanden, doch die Aufspannung wurde verbessert und
 jetzt laufen die Räder bei der Bearbeitung ganz rund. Das Einstechen der Nut in die aus Messing bestehen-
 den Räder gelang erstaunlich gut und die vorhandenen Haftreifen passten perfekt. Glück gehabt! Das Aufpres-
 sen der zwei Räder war wieder ein Geduldspiel, denn sie musten ja mit der Schubstangenverschraubung
 genau zum Mittelrad passend auf die Achse aufgeschoben werden. Schleißlich gelang alles erstaunlich gut und
 war sehr froh darüber.

 Fahrbericht 2

 Die Lok zeiht jetzt anstandslos 7 Trix Express Schürzenwagen aus Blech über die leichte Steigung der Tisch-
 platte der Teststrecke der Konsti-Bahn hinauf. Es ist völlig ausreichend und toll! Und dass sie dabei raucht,
 das freut die kleinen Enkel sehr.
 
 Zusammenfassung
 
 Die Arbeit hat Spaß gemacht obwohl im Bezug auf die EInfachheit so einer Lok-Kreation doch viele Hürden
 zu überwinden waren. Das Ergebnis hat doch eine Ähnlichkeit mit dem Vorbild BR 96 bekommen. Erst bei
 genauem Hinsehen sind die Differenzen für Laien zu erkennen. Kostenbezogen gesehen, wäre eine sehr
 günstige, gebrauchte BR 96 von RivaRosssi, beinahe auch nicht wesentlich teurer als die unpassenden Zu-
 kaufteile für den Bau meiner Lok gewesen.

 Da die Lok gut läuft bin ich sehr zufrieden und gibt mir das Grund noch eine Mallet-Lok, eine BR 53, die auch
 naturähnlich werden soll, nachzubauen. Mit der hier beschriebenen BR 96 -"Prototypenlok" haben meine Enkel
 und ich Freude und ein ausgefallenes Stück mehr in unserer Sammlung.


 Zerlegung der Loks für den ersten Versuch mit BR 96 - Kesselgehäuse  
BR 80 005, Lok Nr 1 Bleigewicht demontiert    
BR 80 005, Lok Nr 2 die ungeeignete BR 80-1952 die beiden vorgesehenen Fahrgestelle geringer Platz für den Motor - das Ende
  Zweiter Anlauf mit Kleinbahn Triebwerken mit BR 96-Kessel
moderne Variante Kleinbahn 80 028 leider stört der Höcker bei der Auslenkung des Fahrgestells Fahrgestell umgebaut mit Mabuchi Motor Skizzen der Kinematik, man sieht es ist nicht genug Platz für Auslenkungen 
 Dritter Anlauf mit zwei Kleinbahntriebwerken in modifizeirtem BR 44-Kessel
       
die zweite Lok   beide Triebwerke, nur eines motorisiert geht nicht, das Gehäuse ist zu schmal   für's Erste schaut es gut aus
Bearbeitung des neuen Kessel der BR 44    Nachläufer wird bearbeitet   Ansicnht der Fahrgestelle von oben
angefertigte Gehäusehalterung montiert   Ansicht beider Fahrgestelle  angepasste Bleigewichte montiert  Wassertanks der BR 96 angeklebt
Lokgehäuse ist angepasst    Gehäuse ist lackiert  Fahrgestell mit Vorbau und Verdrahtung 
Lok für Probefahrten fertig       
Version der fast fertigen Lok      
Testfahrgestell Räder abgezogen  Aufpsnndorn mit Rad  Nut wird eingestochen  Haftringe sind aufgezogen 
Räder von Lok die abgezogen werden müssen  Rad wird mit Abzieher abgenommen Räder mit Haftreifen  sind montiert  Ansicht des Lokfahrgestells mit den Haftreifen 
  Mein Lokprototyp BR 96 000 ist fertig
       
fertige BR 96 000 Eigenbau Prototyp     Video
       
     
 Untersicht auf Fahrwerke