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    Ae 4/4  SBB  (Trix Express)  -  Restauration und  ~Umbau
 
 
 Nachdem mir das Reparieren und Instandsetzten von gebrauchten Lokomotiven
 viel Spass macht, kaufe ich zu (relativ) günstigen Preisen manchmal Arbeit ein.
 Diesmal wurde es eine Lok, die mich seit langer Zeit bei Trix Express inter-
 essiert und begeistert. Diese Loktype kenne ich in genau dieser Form nur von Trix
 Express.

 Da ich keine Bahnanlage habe, bin ich auf einen Freund und Nachbarn angewie-
 sen, dass ich die Lok irgendwann einmal auf seiner Anlage mit Normgleisen von
 Roco fahren lassen kann, oder ich rüste die Lok auf Wechselstrom (Märklin) um,
 denn ich habe vor, für meinen Enkel eine kleine M-Anlage zu bauen.

 Im Ankaufszustand geht wegen der speziellen Radsätze von Trix Express eine AC-
 Umrüstung ohnedies nicht. Allerdings kam ich mit Glück zu Radsätzen von Trix
 International, sodass jetzt einem Umbau nichts mehr im Wege steht. In diesem Fall
 wird natürlich eine Restaurierung der reichlich genützten Lok vorgenommen.
 


SBB Ae 4/4 Trix Express, Video DC
 Das Service mit Radsatztausch

 Die SBB Lok kam in einem recht guten aber sehr gebrauchten Zustand an. Leider gab es bei der Besorgung
 der Radsätze Verzögerungen, da der Verkäufer seine Bankdaten und den Gesamtpreis erst spät bekanntge-
 geben hat. Aber eigentlich macht das nichts, da ich die Lok ohnedies als Winterarbeit vorgesehen habe.

 Wie üblich stellt die Demontage der Pufferbohlen das größte Problem dar. Man muss mit großer Kraft die bei-
 den Blechlaschen aufbiegen, um danach den Vorbau mit der Pufferbohle abnehmen zu können. Anschließend
 werden die kleinen Blechlaschen an den Drehgestellen bei den Lagerblöcken geöffnet, damit die Blöcke mit
 den Achsen aus der Führung gezogen werden können. Beim angetriebenen Drehgestell muss man auf das
 Kuppelkreuz achten, es ist sehr zart und man verliert es bei zu geringer Vorsicht rasch, welches wie ein
 Kardangelenk die beiden Antriebsachsen mit einander verbindet.

 Danach werden die Räder von den Achsen abgezogen und es können die Getriebeblöcke zerlegt, die Achsen
 entfernt und die Blöcke gereinigt werden.

 Der nächste Schritt ist dem Einbau der neuen Trix International Achsen und Räder in die Getriebeblöcke vor-
 behalten. Mit einem Präzisionsschraubstock presse ich die Räder auf die bereits in den Getriebeblöcken
 befindlichen Achsen auf. Achtung, sie sollten keinen seitlichen Schlag aufweisen, wenn sie gedreht werden.
 Die Einstellung des Spiels der Antriebeswellen und des Kardangelenks kann nach dem Einscheiben der
 Getriebeblöcke vorgenommen werden. Abschließend werden die aufgebogenen Blechlaschen wieder
 zurückgebogen, damit die Getriebeblöcke beim Betrieb nicht aus ihren Führungen rutschen können.

 Der Rest an Arbeit besteht aus der Montage der Drehgestellvorbauten, der Montage des Motors und der
 Montage der Drehgestelle am Lokrahmen.

 Umbau für Wechselstromeinsatz

 Eine kleine Herausforderung ist der beginnende Umbau der Rad- und des Mittelschleifers. Der Mittelschleifer
 wird auf einer ehemaligen Trix-Schleifer-Kontaktplatte montiert. Die passt in die bisherige Halterung im Blech.
 Darauf wird ein Sockel füre den neuen Märklin Schleifer aus Pertinax aufgeklebt, damit der Schleifer keinen
 Kontakt zu den Radgetrieben bekommen kann, wenn er einfedert. Danach wird mit dem zu verwendenden
 Schleifer der Befestigungspunkt festgelegt, dann gebohrt und ein M2 Gewinde gebohrt. Als Verdrehungs-
 schutz wird ein ganz kurzer 2mm Stahlstift in der Pertinaxplatte eingeklebt und anschließend kann der Schleifer
 angeschraubt werden. Es hat sich später als günstig erwiesen, die Schleiferfeder im Bereich der Getriebe-
 räder vorzubiegen, damit der Schleifer nicht zu hoch hervorragt und die Achsen entlastet.
 
 Die Befestigung der neuen Radschleiferplatten erfolgte nach Bohren der passenden Aufnahmelöcher für den
 Blechrahmen. Zur Fixierung der Schleiferplatte wurde dickflüssiger Sekundenkleber benützt, das hier das Ver-
 biegen der Blechlaschen nicht möglich ist.

 Der Einbau des FRU Uhlenbrock 55 500 wurde nach Überzug mit Schrumpfschlauch mit einem Doppelklebe-
 band vorgenommen. Entsprechend Anschlussschema wurde die Lok verdrahtet und konnte der Testbetrieb
 begonnen werden. Zuerst wurde die Lok auf dem Trix Express Testoval gefahren, wobei in einer Richtung
 gelegentlich eine Entgleisung erfolgte. Der Freigang des Drehgestells wurde mittel Handfräser vergröpßert und
 damit die Situation geklärt.
 Beim nachfolgenden Betrieb der Lok am Märklin M-Gleis stellte sich heraus, dass die Kontaktierung des Schlei-
 fers mit den alten Märklin Schienen nicht optimal funktionierte. Trotzdem dass der MärklinKreisdurchmesser
 etwas größer war als bei Trix, kam die Lok nicht optimal auf Touren. Erst mehrfache Nacharbeiten mit dem
 Fräser im Gehäuse lösten die Entgleisungsproblematik.

 Bei den Testfahrten und zum Einlaufender Lok zeigte sich das Phänomen, dass die Lok nur in einer bestimmten
 Fahrtrichtung, etwas langsamer läuft. Es entsteht der Eindruck dass sie am M-Gleis, trotz Vollspannung, gene-
 rell langsamer fährt. - Gibt man "Vollgas", wird sie in dieser einen Fahrtrichtung nach vollem Anfangstempo
 langsamer und schließlich kommt es vor, dass der FRU aussteigt oder selbsttätig dei Fahrtrichtung wechselt.
 Leider konnte ich bisher nicht erkennen, wo hier das Problem besteht.


die Lok nach der Außenreinigung
  Fahrwerk im Originalzustand
die Lok wir5d zerlegt   Ansicht vom Motor Schleiferplatte demontiert
Drehgestelle ausgebaut das Antriebsdrehgestell   Zerlegung Drehgestell 
Getriebeblock herausziehen  Laufdrehgestell mit neuen Achsen Zerlegung Antriebsderhgestell  Getriebeblock mit Antriebsachse 
Antriebsblock zerlegt  Getriebeblock alze Achsen - rechts neu fertig eingebaute neue Achsen   
Schleifermontage Schritt 1  Schleifer fertig montiert  Radschleiferplatte montiert  das fertige Fahrgestell mit  Schleifern 
Innenansicht auf FRU  Lok fertig für Test    Fahrvideo AC