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   VT 5045.06, "Blauer Blitz", ÖBB  (Piko) -  Nachrüstung einer Kurzkupplung im Eigenbau 
 
 
 Der erste "Blaue Blitz" von Kleinbahn, den ich für Märklin adaptiert habe, ist von der
 Ausführung her eher dem Spielzeug zuzuordnen. Im Internet sah ich immer wieder
 Bilder vom "Blauen Blitz" von Piko, der um Klassen genauer ud detailierter ausge-
 führt ist. Zufällig suchte ich einen solchen Triebwagen in Ausführung für Märklin und
 siehe da, ich hatte Glück und fand einen zu einem sehr günstigen Preis. Im Normal-
 fall sind die Triebwagen ohne Zwischenwagen um ungefähr 250 bis 300.- € zu be-
 kommen, doch ich musste nur 70 € berappen um so ein gutes Stück zu ergattern.
 Verglichen mit dem Angebotspreis für einen Zwischenwagen von ca. 90 € habe ich
 also einen guten Kauf gemacht.

 Offen ist bei solchen Käufen, wie gut der technische und optische Zustand dann
 aber wirklich ist. Auch da hatte ich Glück, so weit das ohne Probefahrt abzuschät-
 zen ist, denn der Triebwagen und der Steuerwagen sehen sehr gut aus. Abgese-
 hen von einem etwas abgenützen Stromabnehmer scheint mir, dass Kurzkupplun-
 gen fehlen dürften. Da meine NEM-Kupplungen nicht passten, erfand ich eine
 andere Kupplung die aber auch demontierbar ist. Grundsätzlich ist die Garnitur
 quasi "fix" gekuppelt.

 So verhält es sich auch bei dem zweiteiligen Elektrotriebwagen "Roter Pfeil", der
 von Kleinbahn zwischen 1953 und 1958 in geringer Stückzahl hergestellt worden
 ist. Das Modell basiert jedoch auf keinem österreichischen Vorbild, doch gab es in
 Deutschland ähnliche Triebwagen (ET25, ET11).  



Triebwagenzug VT 5045 der ÖBB
"Blauer Blitz"
Fahrvideo


 Herstellung einer Kurzkupplung

 Nach Erhalt des Triebwagens fiel mir gleich auf, dass ich ein Präzisionsgerät vor mir am Tisch liegen habe. Im
 Vergleich mit dem "Blauen Blitz" von Kleinbahn ist die Qualität der Konstruktion und Ausführung deutllich
 besser. Mein Triebwagen ist ein Exot, weil ich ihn in Wechselstromausführung haben wollte, um ihn später auf
 einer kleinen Anlage für mein Enkerl fahren lassen zu können.

 Interessant war die Abnahme der Dächer, denn sie sind mit einem bajonetartigem Verschluss befestigt: Man
 muss das Dach duch leichten Druck auf das Dach und gleichzeitig Zug in Richtung Wagenbug öffnen. Dann
 hat man die Elektronik am Wagenkasten liegend vor sich. Der schwarze Faltenbalg ziwschen den Wagen dient
 zur Durchführung der Drähte für Fahrstrom und Licht. Der Faltenbalg ist in beiden Wagen unte´n einzuhängen
 und dann das Wagendach aufsetzen unddarauf achten, dass die obere Nase im Dach sich in das Langloch des
 Balges einhängt, sodass man dann des Dach zurückschieben kann.

 Derart montiert kommt es zu einem Wagenabstand von ca. 3 cm. Also sah ich mir die Sache an und entdeckte
 sowas wie Schächte für Kurzkupplungen. Die Kurzkupplungen fehlten und ich hatte keine passewnden daheim,
 sodass ich mit einem 1,5mm dicken Kupferdraht eine Kupplung bastelte.

 Damit die Zugkräfte übernommen werden können, muss eine Art Haken da sein. Weiters hatte ich die Idee,
 den Haklen mit seinem längeren Teil von Seite des Drehgestells in die Kupplungsschächte zu schieben und
 beide Haken dann mit einer halben Lusterklemme zusammen zu schrauben. Damit ist diese Kupplung bei
 Bedarf öffenbar. Und das Ergebnis ist positiv, die Kuppluing hält und ist dehr beweglich.

 Bin auf die erste Probefahrt auf den alten M-Schienen mit den engen Radien schon sehr gespannt.


       
ÖBB "Blauer Blitz", 3 L ~ (Piko)      
       
Antriebsdrehgestell  Laufdrehgestell mit Schleifer und eigen-
bau Kurzkupplung
Ansicht der Kabelverbindung zwichen den Wagen