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   VT 5046.14, ÖBB  (Kleinbahn)  -  Service an einem Triebwagen und späterer Umbau
 
 
 Nachdem das Packet mit den Kleinbahn-Wracks angekommen ist, war die Freude
 groß, denn ich hatte um wenig Geld viel Rollmaterial bekommen, welches ich nach
 und nach aufarbeiten werde. Auch der Triebwagen 5046 war dabei.

 Optisch sah der Twg. gut aus, doch an den beiden Motoren konnte man erkennen,
 dass er genug lang gefahren worden ist. Neben der Verschmutzung der Motore und
 Gertriebe ist eine Gereralsanierung des Antriebes unumgänglich nötig. Schließlich
 soll das Gefährt für die nächsten Jahrzehnte in gebrauchsfähigen und ansehnlichen
 Zustand versetzt werden. Und wie der Zufall will, habe ich bereits ewig einen Bei-
 wagen, der ohnedies sonst nirgends dazu passt.

 So ergibt sich auch, dass ein früher öfter auf der nahen Strecke der ehemaligen
 Landesbahn Korneuburg-Ernstbrunn-Mistelbach verkehrender Zug in Erinnerung
 gehalten werden kann.


ÖBB  5046.14,  Video
 Das Service, die Wiederinbetriebnahme und der Umbau

 Wie üblich beginne ich auch hier mit einer Demontage der Motore vom Rahmen und deren Zerlegung. So weit
 leicht möglich werden auch die Drehgestelle zerlegt. Danach erfolgt eine Waschung der Teile mit Spezialbenzin
 und die Farbentfernung auf den Drehgestellblenden mit Nitroverdünnung.

 Das Erste ist immer die Reinigung der Motore. Da werden auch die Schleifkohlen entnommen und der Motor
 kräftig mit Spezialbenzin und Pinsel gereinigt. Nach der Ölung mit Modellbahn Spezialöl wurden die Probe-
 läufe durchgeführt.

 Als Problem für die beabsichtigte Umpolung des Fahrzeuges zeigt sich die Montage der Schleifer direkt an
 der Motoranspeisung. Daher muss hier eine Trennung erfolgen. Demnach werden die Drehgestellblenden abge-
 beizt und anschließend kleine Printplattenstücke (5x4mm) an geeigenter Stelle am Drehgestellblendenrahmen
 mit Sekundenkleber angeklebt. Dann wird der Schleifer etwas anders gebogen, damit er über den Fahrgestell-
 rahmen verläuft und danach erst zum Rad. Ist die Biegung erfolgreich beendet worden, kann der Schleifer auf
 der aufgeklebten Printplatte angeklebt werden. Zuletzt wird ein kurzer Draht angelötet der zum gegenüber-
 liegenden Motorkontakt führt. Schließlich werden die Schleifer mit einem Schutzrohr überzogen und danach
 können die Drehgestellrahmen seidemnatt schwarz lackiert werden.

 Bevor die Drehgestelle weiter bearbeitet werden können, werden sie einer tiefgehenden Säuberung mit
 Spezialbenzien unterzogen und zuletzt auch geschmiert. Jetzt können die Drehgestellblenden mit den Schlei-
 fern am Fahrwerk angeschraubt werden. Dem folgt die Montage der Motore, der aber die Einfädelung der
 Drehgestelle vorausgehen muss. Die Drehgestelle sind dann bereits lose mit dem Rahmen verbunden. Nun
 können die Motore angeschraubt werden.

 Danach folgt die Verdrahtung. Die kurzen Kabel vom Schleifer werden auf den gegenüberliegenden Motoran-
 schluss angelötet. Der Mittelkontakt des Lämpchens wird ebenfalls dort angelötet. Im nächsten Schritt werden
 die Spulen von Masse auf den daneben liegenden freien Motorkontakt verlötet. Wenn schon zuvor Schrumpf-
 schlauch am hinteren Schleiferende aufgeschoben worden ist, dann ist die Kurzschlussgefahr gebannt und die
 Motore laufen.

 Der Einbau der vorhandenen Innenausstattung (ob die zu dem Twg gehört?) ist einfach und man findet gut die
 Halterungen die ein Verrutschen verhindern. Es war eine Aufdoppelung mit 4mm erforderlich. Diese Aufdoppe-
 lung distanziert und ortet das Gehäuse zum Fahrgestellrahmen ein.
 
 Nachdem die Halteschraube fehlt musste eine hergestellt werden. Die Proben mit dem richtigen Aufsetzen des
 Gehäuses waren nicht befriedigend, da sich herausstellte, dass die Befestigungsbohrung des Wagenaufbaues
 nicht richtig mit dem Fahrgestell zusammenpasst. Das ist eine Folge, dass das vorhandene Fahrgestell nicht
 das eines 5046 ist, sondern das eines Triebwagens wie dem 4130 (ältere S-Bahngarnitur. Transalpin). Damit
 wird auch klar, warum die Befestigungsschraube nicht passt und eine neues Gewinde dafür geschnitten werden
 mußte, und weshalb beide Drehgestelle gleich groß sind.
 
 Um die richtige Position des Fahrgestells zum Gehäuse zu bekommen, mussten auf die zum Twg passende und
 einrastende Inneneinrichtung noch zwei 4mm dicke Sperrholz Stücke aufgeklebt werden. Danach ließ sich eine
 Stellung finden, in der das Fahrgestell in eine Rasterung kam, die schließlich dem niedergeschraubten Gehäuse
 ausreichende Haltekraft gibt. Zu dem musste der Rahmen an der vorderen Seite um 1cm abgefräst werden,
 damit er nicht über die Schürze des Gehäuses unschön übersteht.

 Abschließend ist nun klar geworden, dass bei einem Vt 5046 das Antriebsdrehgestell einen längeren Radstand
 hat als das hintere Laufdrehgestell. Da mir keine Angaben über das richtrige Antriebskonzept des Kleinbahn
 Modells vorliegen, nehme ich an, dass es gleich dem Modell des "Blauen Blitzes" ist und nur ein Drehgestell,
 das Vordere, angetrieben ist. Gleich wie, das Modell läuft gut und sieht für den Laien perfekt aus und dahert
 werde ich mir von dem "Fehler" den Spaß daran nicht verderben lassen. Der umgepolte Triebwagen wird auf
 der bergigen  Anlage meines Freundes alle Steigungen problemlos bewältigen, auch wenn der Triebwagen, wie
 auf der Landesbahn Korneuburg - Ernstbrunn - Mistelbach gelegentlich üblich, neben einem vierachsigen
 Personenwagen 7046, mit noch zwei zweiachsigen Güterwagen behängt war.

 Durch die Ausschrottung eines Schicht-Waggons blieb die Innenbeleuchtung übrig. Mit etwas Bastelei konnte
 sie in den Triebwagen eingebaut werden und erfreut jetzt die Betrachter des vorbeifahrenden Triebwagens.

 Ein Umbau - Ausbau eines Motordrehgestells

 Der Triebwagen hatte ja unorthodoxer Weise vom Vorbesitzer ein Fahrwerk eines anderen Fahrzeuges einge-
 baut bekommen. Einen Motor baute ich daher aus, um ihn im Triebkopf eines Blauen Blitz einzubauen, um eine
 zugkräftigere Lok für den Langzug mit einem antriebslosen zweiten Triebkopf zu bekommen. Daher musste ein
 anderes Drehgestell eingebaut werden. Aus Lima Ersatzteilbeständen fand sich ein brauchbarer Ersatz statt
 dem Motor.

       
das Ausgangsobjekt  Beginn der Zerlegung  die originalen Anschlüsse   
originale Befestigung desd Schleifers Rahmen der Drehgestelloblende 
gesäuberter Rahmen  Einbausituation  neue Schleifermontage auf Drehgestellblendenrahmen  Schleifer auf Printplatte geklebt und auf der Drehgestellblende angeklebt
ausreichend Abstand vom Schleifer zum
Anschluss am Motorschild
  Schleifer mit angelötetem Draht  Ansicht Schleifer im Motorbereich: Kurzschlussgefahr!
Zusammengebauter Rahmen mit Motor  Ansicht Schleifereinbau mit Isolierrohr gegenüner Motor und Lokrahmen  fertig zusammengebaut, mit Verbindungsleitung zwischen Schleifern  Unteransicht des fertigen Twg.
       
Fahrgestell vorher  Umbau  Drehgestell eingebaut  Ansicht des nunmehr einmotorigen TWG