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   Hitzkopf     (O. Czepa, Thermikabsturz)
 
 
 "Es war einmal...."
 
 Das Modell "Hitzkopf" basiert auch auf einem Föhn-Rumpf, der jedoch mit einer gerundeten oberen Ab-
 deckung des Rumpfes versehen worden ist. In seinem Buch beschrieb O. Czepa das Modell welches,
 typisch für den Mann, nur zu Testzwecken gebaut wurde. Das Modell hat ein halbhoch gesetztes Höhenlei-
 twerk mit geringer V-Form, jdoch mit nur einem Höhenruderblatt auf der linken Seite.
 
 Nach dem Einbau der Servos war festzustellen, dass die Neutralisierung des Höhenrudes nicht funktio-
 nierte. Es bestand beachtliches Spiel, welches durch ein Umlenkhebelsystem in der Seitenruderdämp-
 fungsfläche bestand. Da sich eine Verbesserung bei den Umlenkhebeln aussichtslos zeigte, wurde ein 5g
 schweres Microservo eingebaut, welches mit einer kurzen Schubstange das Ruderblatt direkt anlenkt. Es
 funktionierte perfekt.

 Nach dem Umbau erfolgte das Auswiegen, welches mit Schwerpunktlage 90 mm erfolgte (45%Tiefe).
 Daraus ergibt sich eine Zuladung in der Rumpfspitze von ca. 400g. Mit dem Motor, dem Regler und einem
 2200er 3S Lipo-Akku sind zusätzlich noch 63g mehr notwendig gewesen, um  den Schwerpunt an dieser
 Stelle zu haben. Die richtige Schwerpunktlage wurde damit erreicht, wie sich das beim Einwerfen und
 Fliegen bestätigte.
 
 Schon beim Einwerfen mit mittelmäßigem Anstoß segelte das Modell bis ans Platzende, wobei ich drücken
 musste, denn sonst wäre es in das Maisfeld danach hineingeflogen.

 Technische Daten:
 Die Spannweite des Seglers beträgt 3,05m, das Modellgewicht ohne RC-Anlage beträgt 960g. Mit dem
 später nachgerüsteten Antriebsset von MPX (wie Easy Glider) und einem 3S2200 - Lipo wiegt das flugbe-
 reite Modell  1360g.

 Flugerprobung 
 Der erste Motorflug verlief erfolgreich. Es war erst 08:10 und windstill und noch ohne Thermik. Ohne große
 Korrekturen stieg das Modell mit zunehmender Fahrt in steilerem Winkel nach oben, den ich aber bei 45
 Grad begrenzte. In bereits 12 Sek war eine Höhe erreicht bei der ich durch die Sichtverhältnisse unsicher
 wurde und den Motor abgeschaltet habe. Ohne  die zwischendurch steigenden Fasen des Fluges zu nützen
 testete ich die Kurvengängigkeit des Seglers. Ja die große V-Form zeigt, dass es auch ohne Querruder
 geht. Nach knapp 10 Minuten war das Modell wieder am Platz gelandet. Der Gleitwinkel des Modells ist
 enorm, wobei die Fluggeschwindigkeit als langsam (zum Mitdenken) zu beschreiben ist.
 Offen und unerprobt ist natürlich die Verwendbarkeit des Modells bei Wind. Ich gehe davon aus, dass bei
 4 - 5 m/sek (30 km/h) das absolute Ende erreicht ist. Und wie das leichte Modell aus einer Thermik heraus-
 zuholen sein wird, davon lasse ich mich auch noch überraschen. Wichtig ist mir ja, dass am fast 45 Jahre
 alten Modell kein Schaden entsteht.

 Das Ende kam leider infolge einer immens starken und weiträumigen Thermik, aus der der Flieger mit voller
 Tieftrimmung und nachfolgendem Unterschneiden, nicht mehr abzubremsen und herauszubringen war. 
 Schade um das tolle Modell.


       
Hitzkopf (3,05m Spw)      das eingezogene Profil 
umgebaute Höhenruderanlenkung  Servoeinbau  Motor, Regler und Akkuhalter eingebaut  Ansicht mit Akku 2200 3 S 
Motorfrontanschicht    der fertige "neue " Hitzkopf   
  Vorderansicht - auch HLW mit V-Form vor dem Erstflug Erstflug am Gebmannsberg  Video
  Flug am 31.7.15, Gebmannsberg     
Flugtag mit Konstantin: 12-09-2015      
       
vor dem letzten Start  aus einer Thermik endete der Höhenflug