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   T 34  -  Mentor
 


  
 Nun, es sind die Osterfeiertage, das Haus voller älterer Damen, also Zeit mit dem
 Bau der Mentor zu beginnen, da das Wetter Flugbewegungen nicht gerade unter-
 stützt. Schon der erste Schritt war aufregend: welcher Motor kommt hinein? Laut
 Beschreibung wird ein 46er Motor empfohlen, der laut Bauanleitung total unter der
 Motorhaube Platz hat. Ohne viel zu messen wurde also ein 46er ausgegraben und
 am Motorträger montiert und im Modell probeweise befestigt. Das Ergebnis zeigte,
 dass die Motorhaube serhwohl ausgeschnitten werden muss und sogar für den
 Auspufftopf freigeschnitten werden muss. Also nicht optimal. - Nächster Motor, ein
 HP 49VT, ein Hirtenberger Viertakter mit 8ccm. Auch hier würde für den Zylinder-
 kopf ein größerer Ausschnitt benötigt und auch der Auspuffkrümmer, zwar dünn,
 zwingt zu einem weiteren Einschnitt in der Haube.  Schließlich griff ich mir einen
 OS 48 FS, der sehr kräftig aber klein ist und siehe da, der passt super. Lediglich für
 den Ventildeckel muss eine Öffnung geschaffen werden, der Auspuff ist vollkom-
 men unter der Haube und somit unsichtbar.




                  das fertige Modell


 Der Bau der Mentor

 Erwähnen möchte ich, wie ich zu dem Modell gekommen bin: beim Durchpflügen der Angebote bei Schweig-
 hofer und Lindinger, stieß ich auf die Mentor, die mit 99.- Euro angeschrieben war. Ohne lange nachzusehen
 was der Bausatz "kann", bestellte ich. Mit großem Erstaunen fand ich einen Bausatz ist von sehr hoher Güte
 und bester Ausstattung vor. Sogar die Einziehfahrwerke sind tatsächlich eingebaut und machen einen brauch-
 baren Eindruck. Gegenüber anderen Modellen erscheint die Rumpfbreite des Modells groß, so wie es bei
 90-ziger Modellen ist, aber das ist maßstäblich. Die Folierung dürfte eine hohe Festigkeit geben und ist außer-
 dem mit sämtlichen Details versehen. Man muss hier erfahrungsgemäß mit Verdünnungen oder anderen
 Lösungsmitteln großen Abstand halten, denn ansonsten ist die ganze Pracht weg. Den Sprit, auch einen mit
 viel Nitro verträgt die Hülle problemlos. Wie schon gesagt, der 8ccm OS-Viertaktmotor Motor wurde zum
 Einbau vorgesehen. Zuerst musste jedoch der Seitenzug und Motorsturz am Kunststoffmotorträger abgeschlif-
 fen werden. Nach dieser Prozedur folgte der Motoreinbau. Schließlich war ich so im Schwung, sodass ich die
 Motorhaube mit den vorgesehenen Befestigungen einrichtete und anschraubte. Der Flügel war passgenau und
 so stand der Verklebung der beiden Hälften nichts im Weg. Der Einbau eines flachen 6kg-Servos für das Fahr-
 werk war auch keine Hexerei und die vorgebogenen Gestänge zu den Fahrwerken erleichterten den Bau. Mit-
 tels des Servoweges konnte dann eine geeignete Stellscheibe gefunden werden bei der der Hub der Schub-
 stangen genau passte. Das bedarf einiger Spielerei, ist aber zu machen. - An dieser Stelle ein Einwurf aus der
 Praxiserfahrung: Die Fahrwerkverriegelung muss so eingestellt werden, dass der Schubbolzen mittig im
 Schubschlitz zu liegen kommt, denn andernfalls tritt entweder Schub auf das Servo auf (der Servohebl bricht)
 oder das weiche Plastik der Fahrwerksnocke schnappt hinter dem Schubbolzen durch und das Fahrwerk knickt
 ein. Dann waren die Fahrwerke definitiv einzuschrauben und und eben die Gestänge genbau einzustellen.

 Weiter ging es mit dem Bau mit der Flügelbefestigung, bei der eigentlich nichts mehr zu machen war, denn die
 Löcher für die Schrauben in den Flügelhälften waren bereits passgenau vorgebohrt. Mit den am Rumpf befes-
 tigten Flächen kann nun der Einbau des Höhenleitwerks erfolgen; auf diese Weise kann die Parallelität genau
 geprüft werden. Der Einbau des Seitenruders ist wie üblich zu bewältigen, gefolgt von dem Einbau und der
 Justierung der Servos und Gestänge. Die Anlenkung des Bugfahrwerks mittels Seilen ist ein wenig Arbeit, aber
 gut machbar. Zuletzt dann die Montage der zugeschnittenen Kabinenhaube. Später kommen noch zwei
 Pilotenpuppen ins Cockpit.


 Flugerfahrungen

 Wie in den Foren angekündigt wurde, stellte sich das Bugfahrwerk als Schwachstelle heraus. Bereits beim
 ersten Startversuch knickte es kurz vor dem Abheben ein. Eine Überprüfung ergab, dass der Ruderarm des
 Einziehservos gebrochen war. Ein passender Resevehebel wurde montiert und diesmal ein erfolgreicher
 Startversuch unternommen.
 Trotz eines nicht optimal laufenden OS FS 48 flog das Modell gut. Am Querruder bewähren sich 40 % Expo
 und am Höhenruder stehen 35% Expo an. Ein Looping wurde wegendes unsicheren Motorlaufes nicht geflo-
 gen, wohl aber eine Rolle. Das Flugverhalten in den Kurven mit mehr als 45 Grad Querneigung ist gewöhnungs-
 bedürftig, weil das Modell dabei trotz Höhenruderbetätigung nach unten abzugleiten tendiert. Langsamflug
 wurde nur bedingt versucht, damit eben ein Motorabsteller vermieden werden konnte. Beim Ausrollen nach der
 Landung knickte das Bugfahrwerk wieder ein, und wieder war der Servohebel abgebrochen.

 Nach dem Flug wurde dann festgestellt, dass die Einstellung der Verriegelungsposition der Fahrwerke ganz
 wichtig ist: möglichst in der Mitte des Schubschlitzes der Fahrwerksnocke, denn andernfalls gehen die Kräfte
 entweder auf das Servo oder es knickt das Fahrwerk ein. Die Lagerung des Bugfahrwerkfederbeines, dort wo es sich im Fahrwerk dreht, hat sich bis jetz noch nicht als Problempunkt herausgestellt. Ebenso kam es nicht zum  
 Flattern der Höhenruderblätter wie in den Foren berichtet wird, wobei in diesen Modellen wesentlich stärkere
 Motoren eingebaut waren. Wohl war unter bestimmten, noch nicht näher ermittelten Umständen, das
 Schwänzeln des Modelles zu bemerken. Dies dürfte letztlich mit dem doch recht kurzen Hebelarm des Modells
 zusammenhängen, ist aber nicht tragisch. Es zeigt vielleicht, das dass man mit einem Trainer langsamer
 fliegen sollte.
 Insgesamt war der erste Flugtest positiv und wird sich beim zweiten Flug zeigen, ob die Neujustierung der
 Fahrwerke das Einknicken verhindern wird. - Nein, das kann ich jetzt im Anschluss schon sagen. Wieder ist die
 Kraft des Rollwiderstandes so groß gewesen, dass das Servo beschädigt wurde. Der starke Hebelarm leitete
 die Kräfte auf das Getriebe aus Kunststoff und es verabschiedeten sich dort reihenweise die Zähne eines
 Zahnrades. - Also wieder, diesmal ein neues Normal-Servo (also kein Einziehfahrwerkservo) eingebaut, ein
 stärkeres mit Carbongear, also das müsste dann ja passen. Der nächste Start- und Landeversuch wird es
 zeigen; hier würde ich mir gerne eine Beton- oder Asphaltpiste wünschen, denn dort glaube ich das diese
 Schäden nicht auftreten würden.


 Letzter Flug: September 2010


 Umrüstung auf neues Fahrwerk
 
 Nachdem die bisherigen Erfahrungen mit dem Fahrwerk, insbesondere dem Bugfahrwerk, reichte es mir und
 ich baute ein neues, - mein erstes elektrisches Fahrwerk das nicht ein Giezendanner-Fahrwerk ist -, ein. Nun
 nahm ich ein Dreibein-Set von Lander (Schweighofer), da dieses Fahrwerk verfügbar und recht preisgünstig
 war. Außerdem soll es für Modelle von bis zu 7 kg verwendbar sein. Bevor ich so ein Fahrwerk in einen
 "ordentlichen Flieger " einbaue, teste ich den Kram doch lieber in einem "verschmerzbaren" Flieger. Da bot sich
 die Mentor ganz gut als Testobjekt an. Die Bauart von Lander ist etwas aus der Art, weshalb ich das Fahrwerk
 gekauft hanbe ist mir nicht mehr klar, denn durch die Bauart, dass der Antriebsmotor auf der anderen Seite des
 Fahrwerks liegt, muss man für den Motor ein Loch in der meist einzigen geschlossenen Rippe beim  Fahrwerks-
 träger bohren.  Nicht so gut, aber jetzt hab' ich das Ding, also muss es getestet werden. Beim ersten genauen
 Hinsehen auf den Antrieb begannen meine Nerven zu vibrieren, denn der Antrieb des Nockensteuerbolzend
 erfolgt mittels einer Spindel M2, der Bolzendurchmesser ist 3 mm. - Meinen Erfahrungen nach eine schwache
 Angelegenheit im Vergleich zu den anderen Pressluft- und mechanischen Fahrwerken. Insbesondere beim
 Bugfahrwerk fiel auf, dass sich die Verriegelung im ausgefahrenen Zustand  nur zur Hälfte am Steuerbolzen
 abstützen kann. Na mal sehen was die Praxis zeigt. Mein Fahrwrek ist NIE geeignet für Modelle bis 7 kg,
 höchstens für Modelle bis 3,5 kg. Der Umbau war abgesehen von den Löchern, - in der Motorhaube unten
 musste ein Loch geschaffen werden, einfach, da die Fahrwerksabmessungen denen der üblichen Bauformen
 entsprechen. Lediglich beim Bugfahrwerk war mehr zu tun, da die Befestigungebene umgekehrt liegt als beim
 Originalfahrwerk. Erwähnenswert ist, dass bei dem ca 2,95kg schweren Modell die originalen Fahrwerksbeine
 aus 5mm Stahldraht gefertigt sind. Hat das Hauptfahrwerk zumindest eine Federschlinge, hat das Bugfahrwerk
 nichts was federn könnte. Also entschloss ich mich, das Fahrwerk "schwimmend" zu befestigen und die vorde-
 ren Schrauben mit Druckfedern zu versehen (siehe Bilder). Sollte das Bugrad nach hinten gedrückt werden,
 dann können die Federn den Schlag abfangen - hoffe ich.


 Flugerprobung neues Fahrwerk

 Mit großer Spannung sieht man der Flugerprobung entgegen, wie wird sich das Fahrwerk auf schwerem
 Terrain, der Graspiste, bewähren. Kurz gesagt, nach zwei Starts und Landungen keine Veränderungen erken-
 nbar, es ist OK. Bei weiteren Flügen ergaben sich jedoch 3 Bauchlandungen, da sich das Bugfahrwerk in den
 Steuerseilen verhängt hatte und nicht vollständig ausgefahren war. Die Bauchlandungen gelangen besser als
 die am Fahrwerk. Kein Propellerschaden, keine anderen Schäden am Modell.

 
 Zum Flugmodell Mentor muss ich nachtragen, dass es nach dem Auswiegen mit 82,5mm Schwerpunktsan-
 gabe, eigentlich hervorragend fliegt. Möglich dass bei den ersten Flügen der Schwerpunkzt ungünstig lag und
 zu starker Wind ging;  bei geringem Wind ließ sich das Modell hervorragend steuern. Lediglich ein verzogenes
 Höhenleitwerk sorgte für ein wenig gedrehte Loopings; für mich nicht so bedeutend. Nach der Behebung der
 Verdrehung flog die Mentor sehr zufriedenstellen. Alles in Allem bin ich jetzt mit dem lieben putzigen Modell
 zufrieden.

 
 Letzter Flug: 15-06-11
 

der Bausatz bereits eingebauter 48er OS hier bereits mit der Haube viel sieht man vom Auspuff nicht
Ansicht Servobrett im Rumpf Flügeleinbau wegen Einbaucheck für Höhenleitwerk Höhenleitwerk verklebt einfädeln des Seitenruders
fertige Anlenkungen Bugfahrwerk fertig    
Video Fahrwerksfunktion das nun fertig gestellte Modell ....    
  und jetzt am Flugplatz     
  das Landers Fahrwerk geöffnet zwecks Einblick   das fetige Hauptfahrwerk
umgebaute Fahrwerkshalterung Fahrwerk eingebaut und angelenkt ...im eingefahrenen Zustand sieh die roten Druckfedern, damit zumindest ein Bisserl was federt