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   Sopwith Pup  (verkauft)
 

 
 Dieses Quarter Scale Modell entstand aus einem Bausatz von D.B. Sports&Scale,
 hat ca. 2 m Spannweite und wird von einem 20ccm Magnum Viertaktmotor (XL FS
 120 AR) angetrieben. Im gut 15 Jahre alten Modell  war bisher ein Robbe 35 Mhz
 FMSSS-Empfänger mit den dazugehörigen Servos aus dieser Zeit eingebaut. Mit
 meinem Robbe Promars Rex-Sender hätte ich grundsätzlich das Modell fliegen
 können, habe aber jedoch wegen der Unsicherheit ob der alte Sender/Empfänger
 wirklich noch intakt ist, auf JR umgestellt. Die funktionsfähige Robbe-Anlage wurde
 daher lediglich auf das Graupner JR-Steckersystem umgestellt, ein C 17 Empfänger
 eingebaut und ein neuer Akku.


 
Video  Erstflug 2009
 


 Den Erstflug absolvierte ich mit dem Modell in Salzburg/Kraiwiesen. Für den Zusammenbau des Modells muss
 man eine gute halbe Stunde einkalkulieren. Einige Servoeinstellungen mussten geändert werden, doch sonst
 funktionierten die gut 15 Jahre alten Servos problemlos. Die Motoreinstellung musste für den Testflug nicht
 geändert werden, lediglich die Standgasjustierung am Sender. Der warmgelaufene Motor entwickelt mit der
 16x8 Luftschraube beachtliche Zugkraft - die braucht er auch, um das 7 kg schwere Modell in die Luft zu
 bringen und dort zu bewegen.  

 Bei wenig Wind konnte ich das Modell mit ein wenig Rechtsruder schnurgerade halten und mit zartem Ziehen
 naturgetreu abheben. Nun auch der folgende Steigflug dürfte dem des Originals ziemlich entsprochen haben
 und fiel sehr flach aus. Doch nachdem das Modell sich dem Schnellflug näherte wirkte das Höhenruder besser.
 Bei der ersten Kurve merkte ich, dass bei der Maschine ein erhebliches negatives Wendemoment besteht.
 Das heißt, man muss beim Kurvenfliegen das Seitenruder mitverwenden. Doch das ist nicht meine Stärke
 und war nur der langsamen Fluggeschwindigkeit und dem gutmütigen Flugverhalten zuzuschreiben, dass mir
 die Benützung des Seitenruders gelang. Man merkt dann deutlich, dass die Maschine früher mit dem Kurven-
 flug beginnt und agiler wird.  Die Kunstflugfiguren bis auf einen Looping sparte ich aus.
 Beim Looping merkte ich schon, dass ein ansehnlicher Durchmesser nur mit vorangehender Fahrtaufnahme
 möglich ist. Die Landung war ein Erlebnis und das Modell wird so langsam, dass das Aufsetzen ein Vergnügen
 ist - wie gesagt, bei kaum Wind geht das so.

 Inzwischen habe ich auch auf unserem "Feldflugplatz" in Harmannsdorf zwei Flüge bei praktisch 0-Wind
 absolviert. Was soll ich sagen, ein modellfliegerisches Vergnügen. Gegenüber Salzburg habe ich an dem
 Modell eine Motorattrappe eingebaut und eine Mischung Quer/Seite mit 30% eingestellt. Neben einem
 Looping habe ich auch eine Rolle geflogen,  wobei letztere sehr angenehm zu steuern war.

 Als eigentlich nicht sehr den "alten Kisten" zugetaner Modellflieger muss ich sagen, das Modell hat etwas, es
 gefällt mir. Das Modell macht wirklich Spaß, hoffentlich auch bei Wind, das wird sich ja später noch zeigen.

 Letzter Flug: 25.09.2009

 

 Wie es mit dem Modell weiter ging ....

 Die interessante weitere Geschichte des Modells: Wegen meiner geschädigten Gesundheit wurde der Verkauf
 von Modellen angestrebt. Der Zufall wollte es, dass ein Klubkamerad aus Stockerau das Modell haben wollte.
 Bedingt durch meine zweitweise nicht mögliche Vorbereitung des Modells und auch bei ihm wegen  Verzögerun-
 gen,  dauerte es mehr als ein Jahr, bis das Modell den Besitzer wechselte. Nach mehr als zwei Jahren treffe ich
 wieder auf das Modell, welches ein Mitglied meines neuen Clubs vor einiger Zeit gekauft hat. Ich erkannte das
 Modell und erfuhr dessen Geschichte. Da der Käufer keine Erfahrung damit hat, bat er mich um Durchsicht des
 Modells und eine Einschulung auf den Motor. Er fliegt bisher nur E-Modelle. Ich sagte gerne zu.

 Um für die spätere Zeit Bilder vom Zusammenbau und den Innereien des Modells zu haben wurden einige
 Fotos aufgenommen. Damit der Neueinsteiger in den Verbrennerflug bestmöglich informiert ist, wurde eine
 Betriebsanleitung verfasst. - Bei der Übergabe des Modells wird der Freund am Flugplatz auf den Motor ein-
 geschult und anschließend wird ein Flug von mir absolviert, damit man sieht, dass alles OK ist.

 Das seit meinem letzten Flug 2009 nicht mehr geflogene Modell befindet sich in einem ausgezeichneten Zu-
 stand. Lediglich das Spornrad musste etwas repariert werden. Die Gummiwülste auf den Rädern sind durch
 das jahrelange Stehen abgeplattet. Hier hilft nur zuwarten und hoffen, dass die Abplattungen wieder von selbst
 aufquellen. Beim Rollen im Gras wird die Abplattung nicht auffallen.

 Der nächste Test war der am Tank. Er hat ein Füllvolumen von 0,7 l, die auch zur Einhaltung des Schwerpunk-
 tes nötig sind. Beim Versuch über das Tankventil zu betanken ergab sich ab 0,5l ein Widerstand, weshalb der
 Tank ausgebaut werden musste. Bevor das möglich war musste der Empfänger und der Akku samt Dämpf-
 ungsmaterialien entfernt werden. Das Tankausbauen stellt jedoch eine Herausforderung dar, da die Servos und
 ein Teil ihrer Befestigung demontiert werden müssen, wobei der Tank gerade noch ausfädelbar ist. Unter
 Verwendung von Einschlagmuttern wird das künftig kein Problem mehr sein. Der Tank wurde kontrolliert und
 war fehlerfrei.  Anstelle des bisherigen Tankpendels wurde ein Sinterpendel eingebaut; ein Spritfilter wurde vor
 dem Vergaser nachgerüstet. Nach dem Einbau des Tanks wurde ein Befüllungstest vorgenommen der in Ord-
 nung war. Der Motor wurde für einen Testlauf vorbereitet.

 Der Übergabeflug

 
Nach acht Jahren sorgfältiger Lagerung erfolgte am 10.4.2017 der Erstflug für den neuen Besitzer. Zuerst
 wurde das von mir überprüfte Modell dem Besitrzer wieder übergeben und die Teile und der Motor erklärt.
 Nachdem die untere Tragfläche mit M6 und das Fahrwerk mit M5 Schrauben festgeschraubt waren konnte mit
 dem einhängen einiger Abspannseile und dem Einbau der farblich gekennzeichneten Streben und Stäbe be-
 gonnen werden. Dann folgte die Montage der oberen Tragfläche. Auch hier wurden die Abspannseile einge-
 hängt. Nachträglich stellte sich heraus, dass die Streben etc. mit roter Markierung links montiert werden
 müssten, die mit der schwarzen Markierung auf der rechten Seite. Wir haben es jedoch falsch herum gemacht,
 was aber auch klappte, ausgenommen die Verbindungsstreben für die Querruder. Abschließend wurde die
 Motorhaube montiert, getankt und der Motor angestartet. Nach dem raschen Erreichen der richtigen Einstellung
 konnte ich den Testflug starten.

 Schon nach wenigen Metern Rollstrecke hob die Sopwith ab und mit beibehaltenem leichtem Ziehen stieg sie in
 die Höhe und nahm Fahrt auf. Nach einigen Trimmrunden und ebenen Figuren wurde ein Looping geflogen,
 dessen Durchmesser nicht besonders groß gelang und später noch eine Rolle, bei der das Modell nicht ausrei-
 chende Fluggeschwindigkeit erreichte und das Modell im zweiten Teil der Rolle verhungerte. EIn langsamer
 niedriger Vorbeiflug mit anschließender perfekter Landung beendeten den Flug. Der Besitzer war erfreut über
 sein nettes Modell und  auch ich, da ich sah, dass er damit Freude hat und ich alles gut vorbereitet habe.


Ansicht in Flügelmitte Sicht auf den Empfänger der hinter dem Empfänger liegende Akku so beginnt die Abnahme der Motorhaube
die Propellerbefestigungsschrauben Ansicht der Motorhaube mit dem Tankventil und der Düsennadel Ausbau der langen Düsennadel Draufsicht auch den Motor
Seitenansicht mit Auspuff Seite mit Tankventil und Chokerklappe Ansicht der Leerlaufdüse Ventileinstellung (Auspuffventil)
die montoierte Motorhaube rote Ladebuchse und Ein-Ausschalter vor dem Piloten Rumpfansicht Heckansicht mit Spornrad
Sopwith vor dem Start ... und im Flug Bilder von meinem Erstflug in Kraiwiesen  
      jetzt mit Motorattrappe
       
Start      
   
Landeanflug